Amazon CloudWatch ermöglicht die Überwachung der AWS-Cloud-Ressourcen und der Anwendungen, die Kunden unter AWS ausführen. Entwickler und Systemadministratoren können diesen Service nutzen, um Metriken zu sammeln und nachzuverfolgen, Einblicke in Prozesse zu erhalten und stets reaktionsfähig zu bleiben, um so einen reibungslosen Anwendungs- oder Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Amazon CloudWatch überwacht AWS-Ressourcen wie Amazon EC2 und Amazon RDS-Datenbankinstanzen und kann auch benutzerdefinierte Metriken aus den Anwendungen und Services von Kunden überwachen. Amazon CloudWatch bietet Ihnen einen systemweiten Einblick in die Auslastung Ihrer Ressourcen, die Anwendungsleistung und den Gesundheitszustand Ihrer Betriebsabläufe.
Der Service stellt eine zuverlässige, skalierbare und flexible Überwachungslösung dar, mit der Sie innerhalb von Minuten startklar sind. Sie müssen nicht länger eigene Überwachungssysteme und -infrastrukturen einrichten, verwalten oder skalieren. Mit Amazon CloudWatch können Sie ganz einfach so viele oder wenige Metrikdaten überwachen, wie nötig. Rufen Sie programmatisch Ihre Überwachungsdaten ab, lassen Sie sich Grafiken anzeigen und stellen Sie Alarme ein, die Ihnen helfen, Fehler zu beheben, Trends zu erkennen und automatisierte Aktionen basierend auf dem Zustand Ihrer Cloud-Umgebung zu ergreifen.
Amazon CloudWatch bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Amazon EC2-Instances, Amazon EBS-Datenträger, Elastic Load Balancers und Amazon RDS-DB Instances in Echtzeit zu überwachen. Metriken wie CPU-Auslastung, Latenzen und Anfragenzähler werden automatisch für diese AWS-Ressourcen bereitgestellt. Darüber hinaus können Sie auch eigene, benutzerdefinierte Anwendungs- und Systemmetriken, etwa zu Speicherauslastung, Transaktionsvolumina oder Fehlerquoten, bereitstellen, die dann ebenfalls von Amazon CloudWatch überwacht werden. Mithilfe von Amazon CloudWatch können Sie die allerneuesten Statistiken aufrufen, Grafiken ansehen und Alarme für Ihre Metrikdaten einstellen. Die Amazon CloudWatch-Funktionen stehen per API, über Befehlszeilen-Tools, das AWS SDK und die AWS Management Console zur Verfügung.
Automatische Überwachung von AWS-Ressourcen ohne Installation zusätzlicher Software:
Grundlegende Überwachung von Amazon EC2-Instances: zehn vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
Detailed Monitoring von Amazon EC2-Instanzen: sieben vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von einer Minute, gegen zusätzliche Gebühren.
Amazon EBS-Datenträger: acht vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
Elastic Load Balancers: zehn vorausgewählte Messwerte bei einer Frequenz von einer Minute, gebührenfrei.
Amazon RDS-Datenbankinstanzen: 13 vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von einer Minute, gebührenfrei.
Amazon SQS-Warteschlangen: acht vorausgewählte Messwerte bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
Amazon SNS-Themen: vier vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
Amazon ElastiCache-Knoten: neunundzwanzig vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von einer Minute, gebührenfrei.
Amazon DynamoDB-Tabellen: sieben vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
AWS Storage Gateways: elf vorausgewählte Gateway-Messwerte und fünf vorausgewählte Speichervolumen-Messwerte bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
Produktives Arbeiten mit Amazon Elastic MapReduce: dreiundzwanzig vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von fünf Minuten, gebührenfrei.
Auto Scaling-Gruppen: sieben vorausgewählte Metriken bei einer Frequenz von einer Minute, optional, Abrechnung nach Standardpreisen.
Geschätzte Gebühren auf Ihrer AWS-Rechnung: Sie können auch Messdaten zum Überwachen Ihrer AWS-Gebühren aktivieren. Die Anzahl der Messwerte hängt von den von Ihnen genutzten AWS-Produkten und -Services ab. Diese Messwerte sind gebührenfrei. Weitere Informationen zu dieser Option.
Reichen Sie benutzerdefinierte Metriken ein, die von Ihren eigenen Anwendungen (oder durch oben nicht genannte AWS-Ressourcen) generiert wurden, und lassen Sie sie durch Amazon CloudWatch überwachen. Sie können diese Metriken über eine einfache Put-API-Anfrage an Amazon CloudWatch übermitteln.
Stellen Sie Alarme zu Metriken Ihrer Wahl ein, um Benachrichtigungen zu erhalten oder andere automatisierte Aktionen durchzuführen, wenn Ihre Metrik einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Sie können mithilfe von Alarmen auch Amazon EC2-Instances, die nicht verwendet bzw. nicht ausgelastet sind, erkennen und herunterfahren.
Lassen Sie sich Grafiken und Statistiken zu Metriken Ihrer Wahl anzeigen und verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über all Ihre Alarme und überwachten AWS-Ressourcen – zentral im Dashboard von Amazon CloudWatch.
Verwenden Sie Auto Scaling, um Amazon EC2-Instanzen dynamisch auf Grundlage Ihrer Amazon CloudWatch-Metriken hinzuzufügen oder zu entfernen.
Die ersten Schritte zur Verwendung von Amazon CloudWatch sind ganz einfach. Wenn Sie für Amazon EC2 angemeldet sind, sind Sie auch automatisch für Amazon CloudWatch registriert. Alle Amazon EC2-Instanzen werden automatisch für das Basic Monitoring aktiviert (gebührenfrei). Amazon CloudWatch sammelt auch automatisch und gebührenfrei Metriken für Amazon EBS-Datenträger, Elastic Load Balancers und RDS-Datenbankinstanzen.
Verwendung von Amazon CloudWatch zur Überwachung von Amazon EC2-Instanzen
Im Falle von Amazon EC2-Instanzen trägt das Basic Monitoring (Basisüberwachung) von Amazon CloudWatch alle fünf Minuten Metriken für die CPU-Auslastung, den Datentransfer sowie für die Speicherauslastung und Aktivitäten jeder Amazon EC2-Instanz zusammen und protokolliert diese. Die gleichen Metriken werden im Minutentakt durch das Detailed Monitoring von Amazon CloudWatch bereitgestellt. Zudem ermöglicht es das Zusammentragen von Daten nach Amazon EC2 AMI-ID und Instanztyp. Wenn Sie Auto Scaling oder Elastic Load Balancing verwenden, stellt Ihnen Amazon CloudWatch ebenfalls nach Auto Scaling-Gruppe und Elastic Load Balancer gesammelte Amazon EC2-Instanzmetriken bereit, ungeachtet dessen, ob Sie das Basic Monitoring oder das Detailed Monitoring ausgewählt haben. Die Überwachung der Daten wird zwei Wochen lang durchgeführt und selbst dann fortgesetzt, wenn die AWS-Ressourcen beendet wurden. Dies ermöglicht einen schnellen Rückblick auf die Metriken, die vor einem für Sie interessanten Ereignis liegen. Basic Monitoring ist bereits automatisch für alle Amazon EC2-Instanzen aktiviert, und Sie können sofort auf diese Metriken zugreifen – entweder über die Amazon EC2-Registerkarte oder die Amazon CloudWatch-Registerkarte in der AWS Management Console.
Klicken Sie auf der Registerkarte "AmazonEC2" auf die Schaltfläche "Launch Instances".
Wählen Sie das AMI aus, um eine Instanz zu starten, und wählen Sie dann das Schlüsselpaar aus und konfigurieren Sie die Firewall.
Aktivieren Sie im letzten Schritt das Kontrollkästchen "Enable CloudWatch Detailed Monitoring for this instance".
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Launch".
Die soeben gestartete Instanz wird innerhalb weniger Minuten als ausgeführt angezeigt.
Sie können auch die detaillierte Überwachung für eine bestehende, laufende Instanz aktivieren, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Instanz in der Amazon EC2-Registerkarte klicken und "Enable Detailed Monitoring" auswählen.
Verwendung von Amazon CloudWatch zur Überwachung anderer AWS-Ressourcen
Amazon CloudWatch überwacht automatisch Elastic Load Balancers für Metriken wie die Anfragenanzahl und Latenzen, Amazon EBS-Datenträger für Metriken wie Lese-/Schreiblatenzen, Amazon RDS-Datenbankinstanzen für Metriken wie bereitstellbaren Arbeitsspeicher und verfügbaren Speicherplatz, Amazon SQS-Warteschlangen für Metriken wie die Anzahl der gesendeten und empfangenen Amazon SQS-Warteschlangen sowie Amazon SNS-Themen für Metriken wie die Anzahl der veröffentlichten und übermittelten Nachrichten. Weitere Details über Metriken von AWS-Ressourcen finden Sie im Entwicklerleitfaden zu Amazon CloudWatch.
Verwendung von Amazon CloudWatch zur Überwachung Ihrer eigenen, benutzerdefinierte Metriken
Mit Amazon CloudWatch können Sie auch Metriken überwachen, die von den Anwendungen erzeugt werden, die Sie auf AWS-Ressourcen ausführen. Mithilfe eines einfachen Put-API-Aufrufs können Sie beliebige Metriken, die für Ihre Unternehmensleistung oder die betriebliche Leistung Ihrer Anwendung wichtig sind, unmittelbar senden und speichern. Sie können so viele oder wenige benutzerdefinierte Metrikdaten übermitteln, wie Sie benötigen. Sämtliche bekannten Funktionen von Amazon CloudWatch stehen mit einer Frequenz von bis zu einer Minuten für Ihre benutzerdefinierten Metrikdaten zur Verfügung, inklusive Statistiken, Grafiken und Alarme. Weitere Details zur Bereitstellung Ihrer eigenen, benutzerdefinierten Metriken finden Sie im Entwicklerleitfaden zu Amazon CloudWatch.
Zugriff auf Ihre Amazon CloudWatch-Metriken
Sie sind nun bereit, auf Ihre Metriken in Amazon CloudWatch zuzugreifen:
Klicken Sie unter der Registerkarte zu Amazon CloudWatch in der AWS Management Console auf den Link "Metrics". Alle Ihre AWS-Ressourcenmetriken und benutzerdefinierten Metriken werden hiermit aufgelistet. Suchen sie die benötigte Metrik heraus.
Für diese Metrik wird eine interaktive Grafik angezeigt. Wählen Sie einen Zeitbereich und Anzeigewerte für Durchschnitt, Minimum, Maximum, Summe oder die Anzahl der Stichproben.
Wählen Sie zusätzliche Metriken, um sie zur Grafik hinzuzufügen, um Verhaltensweisen aufeinander zu beziehen oder Muster auszumachen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Create Alarm", um automatische Benachrichtigungen oder Autoskalierungsaktionen zu starten, wenn von Ihnen eingestellte Metrik-Schwellenwerte erreicht werden.
Klicken Sie auf den Dashboard-Link, um sich Statusübersichten für alle Ihre Alarme und AWS-Ressourcenmetriken anzeigen zu lassen.
Es fallen Amazon CloudWatch-Gebühren an, siehe die unten aufgeführten Preisinformationen.
Der Einstieg in Amazon CloudWatch ist kostenlos. Zahlreiche Anwendungen können innerhalb der Beschränkungen dieses Gratisangebots ausgeführt werden.
Grundlegende Überwachungsmetriken (in Intervallen von fünf Minuten) für die Amazon EC2-Instances sind, wie alle Metriken für Amazon EBS-Datenträger, Elastic Load Balancer und Amazon RDS-DB-Instances, kostenfrei.
Neue und bestehende Kunden erhalten 10 Metriken (anwendbar auf detaillierte Überwachung für Amazon EC2-Instances oder benutzerdefinierte Metriken), 10 Warnsignale und 1 Million API-Anfragen pro Monat ohne jegliche Zusatzkosten.
Zahlen Sie nur für das, was Sie auch tatsächlich nutzen. Es gibt keine Mindestgebühr. Die Nutzung wird Ihnen am Ende des Monats in Rechnung gestellt. Kalkulieren Sie Ihre voraussichtliche Monatsrechnung mit AWS Einfacher Monatsrechner.
Für Amazon CloudWatch-Metriken und -Warnungen wird jeder angefangener Monat auf Stunden umgelegt berechnet.
Region AWS GovCloud
Bei AWS GovCloud handelt es sich um eine AWS-Region, die es den Behörden der US-Regierung und ihren Vertragsnehmern ermöglicht, vertraulichere Arbeitslasten in die Cloud zu verschieben. Dabei werden ihre besonderen Anforderungen hinsichtlich Vorschriften und Compliance berücksichtigt. Weitere Informationen einschließlich Preisangaben zur neuen AWS GovCloud Region finden Sie auf der AWS GovCloud-Website.
* Ihre kostenlose Nutzung wird jeden Monat über alle Regionen berechnet und automatisch in die Rechnung einbezogen – kostenlose Nutzung kann nicht akkumuliert werden.
Hinweis: Diese neue Preisgestaltung für Detailed Monitoring (die eine 65%ige Verringerung des gegenwärtigen Tarifs darstellt) tritt am 1. Juni 2011 in Kraft. Bis dahin bleibt der Preis 0,015 USD pro Instance-Stunde oder pro angefangene Stunde. Die Preise für benutzerdefinierte Metriken für Amazon CloudWatch treten am 1. Juni 2011 in Kraft. Benutzerdefinierte Metriken vor diesem Zeitpunkt (von Ihnen eingesandt und von Amazon CloudWatch überwacht) sind kostenfrei. Die Gebühren für API-Anfragen treten am 1. Juli 2011 in Kraft. Vor diesem Zeitpunkt sind API-Anfragen kostenfrei.
Die Gebühren für Amazon CloudWatch richten sich nach der Anzahl der überwachten Amazon CloudWatch-Metriken. Der monatliche Satz für jede Metrik beträgt 0,50 USD. Hinzu kommen die Kosten für die Anzahl der verwendeten Alarme (0,10 USD pro Monat für jeden Alarm). Für wie oben beschrieben gebührenfrei bereitgestellte AWS-Ressourcenmetriken werden keine Gebühren erhoben. Die Nutzung von Amazon CloudWatch wird Ihnen am Ende des Monats in Rechnung gestellt.
Kostenplanung für das Detailed Monitoring von Amazon EC2
Beispiel: Eine Entwicklerin möchte während eines Zeitraums von einem Monat 10 Amazon EC2-Instanzen rund um die Uhr mit Detailed Monitoring überwachen. Jede Amazon EC2-Instanz mit Detailed Monitoring generiert sieben Metriken, nämlich zu: CPU-Auslastung, Netzwerk-Eingang, Netzwerk-Ausgang, gelesenen Datenträger-Byte, geschriebenen Datenträger-Byte, Datenträger-Lesevorgängen, Datenträger-Schreibvorgängen. Die monatlichen Amazon CloudWatch-Gebühren liegen bei 35 USD (bzw. 0,50 USD pro Metrik x 7 Metriken pro Instanz x 10 Instanzen). In diesem Fall entstehen keine Gebühren für API-Anfragen, da API-Anfragen, die vom Amazon EC2-Service zum Speichern Ihrer Metriken genutzt werden, gebührenfrei sind.
Kostenplanung für Ihre benutzerdefinierten Metriken
Zusätzlich könnte dieselbe Entwicklerin Leistungsmetriken für eine Anwendung überwachen wollen, die auf einer Gruppe von 10 Amazon EC2-Instanzen ausgeführt wird, und zwar rund um die Uhr für 30 Tage. So könnte sie beispielsweise die folgenden fünf Webserver-Metriken minütlich aus jeder Instanz in einer Put-API-Anfrage an Amazon CloudWatch senden: abgeschlossene Anfragen, fehlgeschlagene Anfragen, Anfragelatenz, Fehler und Byte pro Anfrage. In diesem Fall lägen die Amazon CloudWatch-Gebühren bei 25¬USD (bzw. 0,50¬USD pro Metrik x 5 Metriken pro Instanz x 10 Instanzen). In diesem Fall liegen keine API-Anfragengebühren an, da die Gesamtanzahl der Put-API-Anfragen bei 432.000 liegt (10 Instanzen x 1 Put pro Minute x 43.200 Minuten pro Monat) und somit noch in den kostenfreien Bereich von bis zu einer Million API-Anfragen pro Monat fällt.