Mit Amazon RDS ist das Einrichten, Betreiben und Skalieren einer relationalen Datenbank in der Cloud ganz einfach. Mit Amazon RDS können Sie in nur wenigen Minuten dank kosteneffizienter und anpassbarer Hardware-Kapazität skalierbare MySQL-Bereitstellungen durchführen. Amazon RDS nimmt Ihnen zeitaufwändige Datenbankverwaltungsaufgaben, wie Sicherungen, Software-Patching, Überwachung, Skalierung und Replikation, ab, damit Sie sich ganz auf die Anwendungsentwicklung konzentrieren können.


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Amazon RDS für MySQL bietet Ihnen Zugriff auf den Funktionsumfang einer vertrauten MySQL-Datenbank-Engine. Das bedeutet, dass der Code, die Anwendungen und die Tools, die Sie heute mit Ihren bestehenden Datenbanken nutzen, nahtlos in Amazon RDS integriert werden können. Amazon RDS führt automatisch Patches der Datenbank-Software durch und erstellt Backups Ihrer Datenbank. Diese Backups werden für einen vom Benutzer definierten Zeitraum aufbewahrt und ermöglichen eine Wiederherstellung zum gewünschten Zeitpunkt. Ein weiterer Vorteil für Sie ist die flexible Skalierung der Rechenressourcen oder der Speicherkapazität für Ihre DB-Instance über einen einzigen API-Aufruf.

Amazon RDS für MySQL-DB-Instances können entweder mit standardmäßigem Speicher oder mit bereitgestelltem IOPS-Speicher bereitgestellt werden. Amazon RDS – Bereitgestellte E/A pro Sekunde ist eine Speicheroption, die so konzipiert ist, dass sie eine schnelle, vorhersehbare und einheitliche E/A-Leistung bietet und für E/A-intensive transaktionale Datenbankarbeitslasten (OLTP) optimiert ist.

Darüber hinaus können Sie mit Amazon RDS für MySQL dank der Verwendung der Replikation die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Produktionsarbeitslasten auf einfache Weise erhöhen. Mit der Multi-AZ-Bereitstellungsoption können Sie geschäftskritische Arbeitslasten Ihrer Hauptdatenbank bei Ausfall auf einer synchron replizierten sekundären Datenbank mit hoher Verfügbarkeit und integrierter automatisierter Ausfallerkennung ausführen. Sie können mithilfe von Amazon RDS für MySQL die Kapazität einer einzelnen Datenbankbereitstellung für leseintensive Datenbankarbeitslasten horizontal skalieren. Wie bei allen Amazon Web Services fallen keine Vorabkosten an und Sie zahlen nur für die Ressourcen, die Sie tatsächlich nutzen.

Amazon RDS für MySQL wurde für Entwickler oder Unternehmen entwickelt, die den vollen Funktions- und Leistungsumfang einer MySQL-Datenbank benötigen oder ihre bestehenden Anwendungen und Tools, die eine MySQL-Datenbank nutzen, migrieren möchten. Da Amazon RDS für MySQL Ihnen direkten Zugang auf die bekannte MySQL-Datenbank-Software auf Ihrer Amazon RDS-DB-Instance bietet, ist der reibungslose Betrieb Ihrer Anwendungen gewährleistet.

  • Vorkonfigurierte Parameter – Bereitstellungen von Amazon RDS für MySQL sind mit einem sinnvollen Satz an Parametern und Einstellungen für die entsprechend gewählte DB-Instance-Klasse vorkonfiguriert. Sie können ganz einfach eine MySQL-Instance starten und Ihre Anwendung innerhalb von Minuten ohne weitere Konfigurationen verbinden. Wenn Sie zusätzliche Kontrolle wünschen, können Sie diese über DB-Parametergruppen erreichen.
  • Überwachung und Metriken – Amazon RDS stellt Amazon CloudWatch die Metriken für Ihre DB-Instance-Bereitstellungen kostenlos zur Verfügung. Sie können die AWS Management Console nutzen, um die wichtigsten Betriebsmetriken für Ihre DB-Instance-Bereitstellungen zu erhalten, darunter Rechen-/Arbeitsspeicher-/Speicherkapazitätsnutzung, E/A-Aktivität und DB-Instance-Verbindungen.
  • DB-Ereignisbenachrichtigungen – Amazon RDS bietet für Ihre DB-Instance-Bereitstellungen Amazon SNS-Benachrichtigungen per E-Mail oder SMS. Mithilfe der AWS Management Console oder Amazon RDS-APIs können Sie mehr als 40 DB-Ereignisse abonnieren, die mit Ihren Amazon RDS-Bereitstellungen verknüpft sind.
  • Automatisches Software-Patching – Amazon RDS stellt sicher, dass die MySQL-Software, die der Bereitstellung zugrunde liegt, kontinuierlich mit den neusten Patches aktualisiert wird. Zusätzliche Kontrolle erhalten Sie, wenn Ihre DB-Instance über das Versionsmanagement für DB-Engines mit Patches versehen wird.
  • Bereitgestellte E/A\Sek. – Sie können je Datenbank-Instance 3 TB Speicher und 30 000 E/A pro Sekunde bereitstellen. Für eine Arbeitslast mit 50 % Schreib- und 50 %-Lesevorgängen in einer cr1.8xlarge-Instance können Sie bei einer MySQL-Datenbank bis zu 20 000 E/A-Vorgänge pro Sekunde erreichen. Bei Bereitstellung von mehr als diesem Grenzwert lassen sich jedoch eine kürzere Latenz und ein höherer Durchsatz erzielen. Die tatsächlich erreichte E/A-Leistung pro Sekunde kann je nach Arbeitslast Ihrer Datenbank, Instance-Typ und ausgewählter Datenbank-Engine von dem bereitgestellten Volumen abweichen. Weitere Informationen finden Sie im Amazon RDS User Guide unter Factors That Affect Realized IOPS.

Sie können vom Standardspeicher zu bereitgestelltem E/A pro Sekunde-Speicher wechseln und konsistenten Durchsatz sowie eine niedrige E/A-Latenz erreichen. Dabei werden Sie eine kurzfristige Beeinträchtigung der Verfügbarkeit feststellen. Sie können während des Betriebs und ohne Ausfallzeiten die E/A pro Sekunde (in Schritten von 1 000 E/A pro Sekunde) und den Speicher unabhängig voneinander skalieren. Das Verhältnis zwischen bereitgestellten E/A pro Sekunde und angefordertem Speicher (in GB) sollte zwischen 3 und 10 liegen. Für eine Datenbank-Instance mit 1 000 GB Speicher können Sie zwischen 3 000 und 10 000 E/A pro Sekunde bereitstellen. Sie können die E/A-Leistung pro Sekunde erhöhen oder verringern, abhängig von Faktoren wie saisonbedingten Schwankungen im Datenverkehr Ihrer Anwendungen.

Weitere Informationen zu oder erste Schritte mit bereitgestellten E/A pro Sekunde in Amazon RDS finden Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch unter Working with Provisioned IOPS storage (Arbeiten mit bereitgestelltem E/A pro Sekunde-Speicher).

  • Automatische Sicherungen – Die standardmäßig aktivierte Funktion für automatische Sicherungen von Amazon RDS ermöglicht zeitpunktbezogene Wiederherstellungen Ihrer DB-Instance. Amazon RDS sichert Ihre Datenbank und Transaktions-Protokolle und speichert beide für einen benutzerdefinierten Aufbewahrungszeitraum. Sie erhalten so die Möglichkeit, für jeden beliebigen Zeitpunkt innerhalb des Aufbewahrungszeitraums bis auf die letzten fünf Minuten eine Wiederherstellung Ihrer DB-Instance vorzunehmen. Der Aufbewahrungszeitraum für automatische Backups kann auf bis zu fünfunddreißig Tage konfiguriert werden.
  • DB-Snapshots – DB-Snapshots sind vom Benutzer ausgelöste Sicherungen Ihrer DB-Instance. Diese vollständigen Datenbank-Backups werden von Amazon RDS so lange gespeichert, bis Sie sie ausdrücklich löschen. Sie können zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine neue DB-Instance aus einem DB Snapshot erstellen.
  • DB-Instance-Klasse – Über die Amazon RDS-APIs oder mit nur wenigen Klicks in der AWS Management Console können Sie die Rechen- und Speicherkapazitäten für Ihre Bereitstellung nach Belieben erhöhen oder verringern. Skalierungsvorgänge dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Speicherung und E/A\Sek. – Sollten sich Ihre Speicheranforderungen erhöhen, können Sie spontan weiteren Speicher hinzufügen, ohne eine Ausfallzeit in Kauf nehmen zu müssen. Wenn Sie bereitgestellte E/A\Sek. für RDS verwenden, können Sie auch den Durchsatz Ihrer DB-Instance skalieren, indem Sie eine E/A\Sek.-Rate von 1 000 bis 10 000 E/A\Sek. in 1 000 E/A\Sek.-Schritten und Speicher von 100 GB bis 3 TB angeben.

Amazon RDS bietet zwei verschiedene, aber sich ergänzende Replizierungsfunktionen, die in Verbindung genutzt werden können, um eine erhöhte Datenbankverfügbarkeit zu erzielen, Ihre jüngsten Datenbank-Updates gegen ungeplante Ausfälle zu schützen und bei leseintensiven Datenbankarbeitslasten eine Skalierung über die Kapazitätseinschränkungen einer einzelnen DB-Instance hinaus vorzunehmen.

  • Multi-AZ-Bereitstellungen – Eine Bereitstellungsoption für Ihre Produktions-DB-Instances, mit der Sie die Datenbankverfügbarkeit steigern und gleichzeitig Ihre letzten Datenbankaktualisierungen gegen ungeplante Ausfälle schützen können. Wenn Sie Ihre DB-Instance zur Ausführung als Multi-AZ-Bereitstellung erstellen oder modifizieren, erzeugt und wartet Amazon RDS automatisch synchron ein "Standby"-Replikat in einer anderen Availability Zone (unabhängige Infrastruktur an einem physisch getrennten Standort). Datenbank-Updates werden gleichzeitig in der Primär- und der Standby-Instance übernommen, um Replizierungsverzögerungen zu vermeiden. Im Fall einer geplanten Datenbank-Aktualisierung oder eines Ausfalls der DB-Instance oder der Availability Zone führt Amazon RDS automatisch einen Failover zur aktuellen Standby-Replika durch, sodass der Datenbankbetrieb schnell und ohne Verwaltungsaufwand fortgesetzt werden kann. Vor dem Failover können Sie nicht direkt auf die Standby-Instance zugreifen, und diese kann nicht zur Unterstützung von Lesedatenverkehr genutzt werden.
  • Read Replicas – Mit dieser Replikationsfunktion können Sie einfach elastisch über die Kapazitätseinschränkungen einer einzelnen DB-Instance hinaus Skalierungen vornehmen, um leseintensive Datenbankarbeitslasten zu unterstützen. Sie können in einer oder mehreren AWS-Regionen eine oder mehrere Replikas einer gegebenen Quell-DB-Instance erstellen und umfangreichen Lesedatenverkehr Ihrer Anwendungen aus mehreren Kopien Ihrer Daten unterstützen und somit den Lesedurchsatz insgesamt steigern. Amazon RDS nutzt die native Replikation von MySQL, um an einer Quell-DB-Instance vorgenommene Änderungen an alle zugeordneten Read Replicas weiterzugeben. Mithilfe von Cross Region Read Replicas können Sie Ihre Ziele für die Notfallwiederherstellung ausweiten, Leseanforderungen über eine Region erfüllen, die Ihren Benutzern weltweit am nächsten ist oder Ihre Datenbanken zwischen AWS-Regionen migrieren. Da Read Replicas die MySQL-Standardreplikation nutzen, liegen sie ggf. hinter ihren Quelldatenbankinstanzen zurück. Weitere Informationen finden Sie im Amazon RDS User Guide unter Working with Read Replicas.

Multi-AZ-Bereitstellungen und Read Replicas verwenden unterschiedliche Replizierungstechnologien, die auf ihre jeweiligen Zwecke ausgelegt sind. Sie können allerdings beide Komponenten zusammen verwenden, um zuverlässige, skalierbare Produktionsbereitstellungen zu schaffen. Weisen Sie hierfür einfach eine Multi-AZ-Bereitstellung als Quelle für eine oder mehrere Read Replicas zu, um sowohl von der Verfügbarkeit und Widerstandsfähigkeit einer Multi-AZ-Bereitstellung als auch von den Skalierungsmöglichkeiten, die Read Replicas bieten, zu profitieren. Weitere Informationen zu Multi-AZ-Bereitstellungen und Read Replicas finden Sie in unseren häufig gestellten Fragen zur Replikation an dieser Stelle.

Mit Amazon VPC können Sie Ihre DB-Instances in einem eigenen virtuellen Netzwerk isolieren und eine Verbindung mit Ihrer vorhandenen IT-Infrastruktur über ein mit dem Branchenstandard IPsec verschlüsseltes VPN herstellen. Weitere Informationen zu Amazon RDS in der VPC erhalten Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch. Außerdem können Sie mit Amazon RDS die Firewall-Einstellungen festlegen und den Netzwerkzugriff auf Ihre DB-Instances steuern.