Erstellen und Verbinden mit einer MariaDB-Datenbank

mit Amazon RDS

Einführung

In diesem Tutorial erfahren Sie, wie Sie eine Umgebung für die Ausführung Ihrer MariaDB-Datenbank erstellen (eine „Instance“), sich mit der Datenbank verbinden und die Datenbank-Instance wieder löschen. Dazu verwenden wir Amazon Relational Database Service (Amazon RDS). Alles, was in diesem Tutorial gezeigt wird, ist im Rahmen des kostenlosen Kontingents verfügbar.

 

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Implementierung

  • Öffnen der RDS-Konsole

    Wenn Sie hier klicken, wird die AWS-Managementkonsole in einem neuen Browserfenster geöffnet, sodass Sie diese schrittweise Anleitung geöffnet lassen können. Wenn dieser Bildschirm geladen ist, suchen Sie RDS unter Datenbanken und klicken darauf, um die Amazon-RDS-Konsole zu öffnen.

    AWS-Managementkonsole
  • Erstellen einer MariaDB-Instance

    In diesem Schritt erstellen wir mit Hilfe von Amazon RDS eine MariaDB-Instance mit der DB-Instance-Klasse db.t2.micro, 20 GB Speicher und automatischen Sicherungen mit einem Aufbewahrungszeitraum von einem Tag.  Zur Erinnerung: Alles, was in diesem Tutorial gezeigt wird, ist im Rahmen des kostenlosen Kontingents verfügbar.

    a. Wählen Sie in der rechten oberen Ecke der Amazon RDS-Konsole die Region aus, in der Sie die DB-Instance erstellen möchten.

    Hinweis: AWS-Cloud-Ressourcen sind in hoch verfügbaren Rechenzentren in verschiedenen Regionen der Welt untergebracht. Sie können auswählen, in welcher Region Ihre Amazon-RDS-Aktivität gehostet wird.  

    Wählen Sie in der rechten oberen Ecke der Amazon-RDS-Konsole die Region aus, in der Sie die DB-Instance erstellen möchten.

    b.   Wählen Sie unter Datenbank erstellen die Option Datenbank erstellen aus.

    Wählen Sie unter „Datenbank erstellen“ die Option „Datenbank erstellen“ aus.

    c.  Jetzt haben Sie Auswahloptionen für Ihr Modul. Wählen Sie für dieses Tutorial das MariaDB-Symbol, wählen Sie die Standard-DB-Engine-Version und wählen Sie die Vorlage des kostenlosen Kontingents.

    PostgreSQL-Engine auswählen

    d. Nun können Sie Ihre DB-Instance konfigurieren. 

    In der nachstehenden Liste finden Sie Beispieleinstellungen, die Sie für dieses Tutorial verwenden können:

    Einstellungen:

    • DB-Instance-Identifizierer: Geben Sie einen Namen für die DB-Instance ein. Dieser muss für Ihr Konto in der ausgewählten Region eindeutig sein. Geben Sie für dieses Tutorial den Namen myrdstest ein.
    • Hauptbenutzername: Geben Sie einen Benutzernamen für die Anmeldung in Ihrer DB-Instance ein. In unserem Beispiel ist dies masterUsername.
    • Hauptpasswort: Geben Sie als Passwort für den Masterbenutzer ein Passwort aus 8–41 druckbaren ASCII-Zeichen (ohne „/“, „"“ und „@“) ein.
    • Passwort bestätigen: Geben Sie Ihr Passwort erneut ein.
    Ansicht „Einstellungen“

    Instance-Spezifikationen:

    • Klasse der DB-Instance: Wählen Sie die Standardeinstellung db.t2.micro --- 1 vCPU, 1 GIB RAM aus. Dies entspricht 1 GB Speicher und 1 vCPU. Eine Liste der unterstützten Instance-Klassen finden Sie unter Amazon RDS – Preise.
    • Speichertyp: Wählen Sie „Allgemein (SSD)“ aus. Weitere Informationen finden Sie unter Speicher für Amazon RDS.
    • Zugewiesener Speicher: Wählen Sie den Standardwert 20 aus und weisen Sie Ihrer Datenbank 20 GB Speicher zu. Mit Amazon RDS for MariaDB ist eine maximale Skalierung bis 64 TB möglich.
    • Automatische Speicherplatzskalierung aktivieren: Wenn Ihr Workload zyklisch oder nicht prognostizierbar ist, sollten Sie die Funktion zum automatischen Skalieren des Speicherplatzes verwenden, damit von RDS bei Bedarf automatisch mehr Speicherplatz bereitgestellt wird. Diese Option ist in diesem Tutorial nicht relevant.
    • Multi-AZ-Bereitstellung: Diese Option gilt nicht für dieses Tutorial. Bei einer Multi-AZ-Bereitstellung wird ein synchrones Standby-Replikat automatisch in einer anderen Availability Zone bereitgestellt und verwaltet. Hinweis: Die Multi-AZ-Bereitstellung ist kostenpflichtig. Weitere Informationen finden Sie unter Hochverfügbare Bereitstellungen
    Ansicht „Einstellungen“

    e. Sie befinden sich nun im Abschnitt Konnektivität, wo Sie zusätzliche Informationen angeben, die RDS benötigt, um Ihre MariaDB-DB-Instance zu starten. In der nachstehenden Liste finden Sie Einstellungen für unsere Beispiel-DB-Instance.

    Netzwerk und Sicherheit

    Zusätzliche Konnektivitätskonfiguration

    • Subnetzgruppe: Wählen Sie die Subnetzgruppe Standard aus. Weitere Informationen zu Subnetzgruppen finden Sie unter Arbeiten mit DB-Subnetzgruppen.
    • Öffentliche Zugänglichkeit: Wählen Sie Ja aus. Dadurch wird Ihrer Datenbank-Instance eine IP-Adresse zugewiesen. So können Sie mit Ihrem eigenen Gerät eine Verbindung zur Datenbank herstellen.
    • Availability Zone: Wählen Sie Keine Präferenz. Weitere Informationen finden Sie unter Regionen und Availability Zones.
    • VPC-Sicherheitsgruppen: Wählen Sie Neue VPC-Sicherheitsgruppe erstellen aus. So wird eine Sicherheitsgruppe erstellt, mit der Sie sich über die IP-Adresse Ihres aktuell verwendeten Gerätes mit der erstellten Datenbank verbinden können.
    • Port: Lassen Sie den Standardwert „3306“ unverändert.
    Ansicht „Einstellungen“

    Im Abschnitt Zusätzliche Konfigurationen:

    Datenbankoptionen

    • Datenbankname: Geben Sie einen Datenbanknamen aus 1 bis 64 alphanumerischen Zeichen ein. Wenn Sie keinen Namen angeben, erstellt Amazon RDS nicht automatisch eine Datenbank auf der DB-Instance, die Sie erstellen.
    • DB-Parametergruppe: Lassen Sie den Standardwert unverändert. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit DB-Parametergruppen.
    • Optionsgruppe: Lassen Sie den Standardwert unverändert. Amazon RDS verwendet Optionsgruppen zur Aktivierung und Konfiguration zusätzlicher Funktionen. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit Optionsgruppen.

    Verschlüsselung
    Diese Option ist im kostenlosen Kontingent nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Verschlüsseln von Amazon RDS-Ressourcen.

    Backup

    • Aufbewahrungszeitraum für Backups: Sie können festlegen, wie viele Tage das vorgenommene Backup aufbewahrt werden soll. Setzen Sie für dieses Tutorial den Wert auf 1 Tag.
    • Backup-Fenster: Verwenden Sie die Standardoption Keine Präferenz.

    Überwachung

    • Erweiterte Überwachung aktivieren: Verwenden Sie die Standardoption, um das kostenlose Kontingent weiterhin zu nutzen. Wenn Sie die erweiterte Überwachung aktivieren, erhalten Sie in Echtzeit Metriken zum Betriebssystem, auf dem Ihre DB-Instance ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Anzeigen von DB-Instance-Metriken.
    Ansicht „Einstellungen“

    Wartung

    • Nebenversionen automatisch aktualisieren: Wählen Sie Automatisches Aktualisieren von Nebenversionen aktivieren aus, um Updates automatisch durchzuführen, sobald sie verfügbar sind.
    • Wartungsfenster: Wählen Sie Keine Präferenz aus.

    Löschschutz
    Deaktivieren Sie für dieses Tutorials die Option Löschschutz aktivieren. Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie die Datenbank nicht löschen.

    Klicken Sie auf Datenbank erstellen.

    Ansicht „Einstellungen“

    f. Ihre DB-Instance wird jetzt erstellt.  Klicken Sie auf DB-Instances anzeigen.

    Klicken Sie auf Instances, um den Status des Starts Ihrer DB-Instance nachzuverfolgen. Wenn der Status sich von Wird erstellt zu verfügbar geändert hat, kann die DB-Instance verwendet werden.

    Hinweis: Es kann einige Minuten dauern, bis die neue DB-Instance verfügbar ist. Sie können schon zum nächsten Schritt übergehen, während Sie warten.

    Ihre DB-Instance wird jetzt erstellt. Klicken Sie auf „DB-Instances anzeigen“.
  • Herunterladen eines SQL-Clients

    Wenn die Datenbank-Instance erstellt wurde und der Status sich in „Verfügbar“ geändert hat, können Sie sich auf der DB-Instance mit jedem Standard-SQL-Client mit einer Datenbank verbinden. Da MariaDB mit MySQL kompatibel ist, laden wir MySQL Workbench herunter, einen gängigen MySQL-Client.

    a. Gehen Sie zur Website Download MySQL Workbench (MySQL Workbench herunterladen), um MySQL Workbench herunterzuladen und zu installieren. Weitere Informationen zur Verwendung von MySQL finden Sie in der Dokumentation zu MySQL

    Hinweis: Sie müssen SQL Workbench auf demselben Gerät verwenden, auf dem Sie die DB-Instance erstellt haben. Die Sicherheitsgruppe, in der sich Ihre Datenbank befindet, ist so konfiguriert, dass nur eine Verbindung über das Gerät zugelassen wird, mit dem Sie die DB-Instance erstellt haben.

    SQL Workbench herunterladen

    b. Sie werden aufgefordert, sich anzumelden, zu registrieren oder mit dem Herunterladen zu beginnen.  Um das Programm schnell herunterzuladen, können Sie auf No thanks, just start my download. (Nein, danke. Einfach Download starten.) klicken.

    MySQL herunterladen
  • Verbindung zur MariaDB-Instance

    In diesem Schritt stellen wir über MySQL Workbench eine Verbindung zur Datenbank her, die Sie erstellt haben.

    a. Starten Sie die MySQL Workbench-Anwendung, und gehen Sie in der Menüleiste zu Database > Connect to Database (Datenbank > Mit Datenbank verbinden) (Strg + U).

    MySQL-Workbench-Anwendung

    b. Daraufhin wird ein Dialogfeld angezeigt.  Geben Sie Folgendes ein:

    • Hostname: Sie finden den Hostnamen in der Amazon RDS-Konsole, wie auf dem Screenshot rechts dargestellt.  Tippen oder fügen Sie den Hostnamen der DB-Instance ein, die die MariaDB-Datenbank-Engine ausführt. Der Hostname kann beispielsweise folgendermaßen lauten: myrdstest.cg034hpkmmjt.us-east-1.rds.amazonaws.com.
    • Port: Der Standardwert sollte 3306 sein.
    • Benutzername: Geben Sie den Benutzernamen ein, den Sie für die Amazon RDS-Datenbank erstellt haben.  In unserem Beispiel war dies masterUsername.
    • Passwort: Klicken Sie auf In Vault speichern und geben Sie das Passwort ein, das Sie beim Erstellen der Amazon RDS-Datenbank verwendet haben.

    Klicken Sie auf OK.

    Dialogfeld

    c. Sie sind jetzt mit der Datenbank verbunden. In der MySQL Workbench sehen Sie verschiedene Schemaobjekte, die in der Datenbank verfügbar sind. Sie können jetzt Tabellen erstellen, Daten einfügen und Abfragen ausführen.

    Sie sind jetzt mit der Datenbank verbunden.
  • Löschen der DB-Instance

    Sie können die MariaDB-DB-Instance einfach aus der Amazon-RDS-Konsole löschen. Diese Vorgehensweise ist die bewährte Methode, um nicht mehr benötigte Instances zu löschen und sicherzustellen, dass sie Ihnen nicht mehr in Rechnung gestellt werden.

    a. Gehen Sie wieder zur Amazon-RDS-Konsole.  Wählen Sie Datenbanken, wählen Sie die zu löschende Instance aus, und wählen Sie dann Löschen aus dem Dropdown-Menü Aktionen aus.

    Auswählen von „Löschen“ unter „Aktionen“

    b. Sie werden dazu aufgefordert, einen abschließenden Snapshot zu erstellen und das Löschen zu bestätigen. In unserem Beispiel erstellen Sie keinen abschließenden Snapshot. Bestätigen Sie jedoch, dass Sie die Instance löschen möchten, und klicken Sie dann auf Löschen

    Hinweis: Es dauert möglicherweise einige Minuten, bis Ihre DB-Instance gelöscht wurde.

    Löschen des Bildschirms

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Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben eine MariaDB-Datenbank-Instance mit Amazon RDS erstellt, eine Verbindung hergestellt und sie gelöscht.  Mit Amazon RDS ist das Einrichten, Betreiben und Skalieren einer relationalen Datenbank in der Cloud ganz einfach. Dieser Service stellt kosteneffiziente und individuell anpassbare Kapazitäten zur Verfügung und erledigt gleichzeitig zeitraubende Datenbank-Verwaltungsaufgaben, sodass Sie sich besser auf Ihre Anwendungen und Ihr Unternehmen konzentrieren können.