In diesem Tutorial erfahren Sie, wie Sie Inhalte schneller bereitstellen und die Endbenutzer-Latenz Ihrer Webanwendung mithilfe von Amazon CloudFront verringern. CloudFront beschleunigt die Bereitstellung von Inhalten durch die Nutzung seines globalen Netzwerks von Rechenzentren, die als Edge-Standorte bekannt sind, um die Zeiten der Bereitstellung zu verkürzen, indem Ihre Inhalte in der Nähe Ihrer Endbenutzer zwischengespeichert werden. CloudFront ruft Ihre Inhalte von einem Ursprung ab, z. B. von einem Amazon S3-Bucket, einer Amazon EC2-Instance, einem Amazon Elastic Load Balancing-Load Balancer oder Ihrem eigenen Webserver, sofern sie sich nicht bereits an einem Edge-Standort befinden. CloudFront kann für die Bereitstellung Ihrer gesamten Website oder Anwendung verwendet werden, einschließlich dynamischer, statischer, gestreamter und interaktiver Inhalte.

In den folgenden Schritten konfigurieren Sie einen Amazon S3-Bucket als Ursprung und testen Ihre Verteilung mithilfe eines Webbrowsers, um sicherzustellen, dass Ihre Inhalte bereitgestellt werden.

Alles, was in diesem Tutorial gezeigt wird, ist als kostenloses Kontingent verfügbar.

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In diesem Schritt laden wir statische Musterinhalte in einen Amazon S3-Bucket hoch. In späteren Schritten werden wir diesen Bucket als CloudFront-Ursprung verwenden. Amazon S3 eignet sich gut als Amazon CloudFront-Ursprung, der statische Inhalte wie Bilder, Videos, HTML-Seiten, .css-Dateien und.js-Dateien enthält.


a. Das Musterabbild, das wir in diesem Tutorial verwenden, ist ein PNG-Abbild mit dem Namen cloudfront-test-image.png.  Klicken Sie auf der rechten Seite auf die Schaltfläche, um das Beispielabbild herunterzuladen. Vergewissern Sie sich, dass es als cloudfront-test-image.png gespeichert wird.

Beispielabbild herunterladen

b. Wenn Sie hier klicken, wird die AWS Management Console in einem neuen Browserfenster geöffnet. Geben Sie S3 in das Suchfeld ein und doppelklicken Sie, um das Dashboard zu öffnen.

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c. Wenn Sie sich nun im S3-Dashboard befinden, klicken Sie auf die Schaltfläche Create Bucket (Bucket erstellen).

  • Bucket Name (Bucket-Name): Geben Sie einen Namen für Ihren Bucket ein er muss eindeutig sein und darf nur aus Kleinbuchstaben bestehen. Zusätzliche Einschränkungen für S3-Bucket-Namen finden Sie unter Beschränkungen und Einschränkungen von Buckets
  • Region: Sie haben die Möglichkeit, eine Region in Ihrer Nähe auszuwählen, um die Latenz zu optimieren, Kosten zu minimieren oder regulatorische Anforderungen zu erfüllen.  

Klicken Sie auf Next (Weiter).

Im Fenster Eigenschaften festlegen befinden sich viele nützliche Optionen für Ihren S3-Bucket, einschließlich Versioning, Serverzugriffsprotokollierung, Tags, Objekt-Level-Protokollierung und Standardverschlüsselung. Für dieses Tutorial werden wir diese Funktionen nicht aktivieren.

Klicken Sie auf Next (Weiter).

Im Bereich "Berechtigungen festlegen" können Sie Zugriffsberechtigungen für den Bucket festlegen. Für dieses Tutorial werden wir diese Funktionen nicht aktivieren.

Klicken Sie auf Next (Weiter).

Wählen Sie im Fenster "Review" (Überprüfung) Create bucket (Bucket erstellen) aus.

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d. Doppelklicken Sie auf den Bucket-Namen. Wählen Sie zuerst Upload (Hochladen), dann Add Files (Dateien hinzufügen) aus und wählen Sie anschließend cloudfront-test-image.png auf Ihrem Computer aus. 

Klicken Sie auf Next (Weiter).

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e. Auf der Registerkarte "Set permissions" (Berechtigungen festlegen) müssen Sie Ihr Abbild öffentlich lesbar machen.  Standardmäßig sind S3-Objekte auf privat gesetzt.  Ändern Sie die Option "Manage public permissions" (Öffentliche Berechtigungen verwalten) in Grant public access to object(s) (Öffentlichen Zugriff auf Objekt(e) gestatten).

Klicken Sie auf Next (Weiter).

In der Registerkarte "Eigenschaften festlegen" können Sie Speicherklasse, Verschlüsselung und Metadaten festlegen. Für dieses Tutorial werden wir diese Funktionen nicht aktivieren.

Klicken Sie auf Next (Weiter).

Überprüfen Sie auf der Registerkarte "Überprüfung" den Upload Ihrer Datei.

Wählen Sie Upload (Hochladen) aus.

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Sobald Ihr Inhalt auf Amazon S3 hochgeladen wurde, können Sie mit der Amazon CloudFront-Konsole für Endbenutzer in aller Welt Inhalte bereitstellen.


a. Wenn Sie hier klicken, wird die AWS Management Console in einer neuen Browser-Registerkarte geöffnet.  Suchen Sie unter Storage & Content Delivery (Speicherung und Bereitstellung von Inhalten)  nach CloudFront  und klicken Sie, um die Amazon CloudFront-Konsole zu öffnen.

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b.  Wählen Sie Create Distribution (Verteilung erstellen) aus.


 

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In der Web-Verteilung werden die Konfigurationseinstellungen angegeben, sodass CloudFront weiß, von welchem Ursprung bei Benutzeranfragen Inhalte anzufordern sind. Sie können Amazon S3 Buckets (Speicherordner) und HTTP-Server (z. B. Web-Server) als Ursprung verwenden.


a.  Sie wählen zunächst die Bereitstellungsmethode für Ihre Inhalte aus.  Eine Web-Verteilung wird für statische und dynamische Inhalte verwendet, während sich die RTMP-Verteilung optimal für das Streamen von Mediendateien unter Verwendung des RTMP-Protokolls des Adobe Flash Media Servers eignet.

Da cloudfront-test-image.png ein statisches Abbild ist, wählen Sie Get Started (Erste Schritte) unter der Option Web.

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b.  Sie werden nun Ihre Einstellungen konfigurieren. 

Wählen Sie unter Origin Domain Name (Domänenname des Ursprungs) den Namen des S3-Buckets aus, in dem Sie cloudfront-test-image.png gespeichert haben.

Für dieses Tutorial können Sie für die restlichen Konfigurationseinstellungen die Standardwerte belassen.  Wenn Sie mehr über die einzelnen Konfigurationseinstellungen erfahren möchten, klicken Sie auf die nachstehende Dropdown-Liste.

Standardeinstellungen für das Cache-Verhalten:

Distribution Settings (Einstellungen für die Verteilung):

  • Price Class (Preisklasse) CloudFront verfügt über drei Preisklassen, die durch die Anzahl der Edge-Standorte bestimmt werden, die weltweit unterstützt werden sollen. CloudFront unterstützt standardmäßig alle Edge-Standorte, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie unter Amazon CloudFront – Preise.
  • AWS WAF Web ACL: Wenn Sie HTTP- oder HTTPS-Anfragen auf der Basis Ihrer eigenen Kriterien zulassen oder blockieren möchten, wählen Sie die Web-ACL aus, die dieser Verteilung zugewiesen werden soll. Weitere Informationen finden Sie im AWS WAF-Entwicklerhandbuch.
  • Alternate Domain Names (Alternative Domänennamen): CloudFront weist Ihnen automatisch einen Domänennamen zu, wenn Sie eine Webverteilung (z. B. http://abcdefghi888.cloudfront.net/filename.jpg) erstellen. Sie können auch Ihren eigenen Domänennamen in URLs für Ihre Objekte angeben (z. B. http://yourDomain.com/filename.jpg), nachdem Sie Ihre DNS-Konfiguration so aktualisiert haben, dass DNS-Abfragen an Ihre CloudFront-Verteilung weitergeleitet werden. Lassen Sie dieses Feld für dieses Tutorial leer.
  • SSL Certificate (SSL-Zertifikat): CloudFront stellt ein Standardzertifikat bereit oder Sie können ein benutzerdefiniertes SSL-Zertifikat angeben. 
  • Default Root Object (Standardstammobjekt): Hier geben Sie das Objekt an, das CloudFront von Ihrem Ursprung anfordern soll, wenn eine Benutzeranfrage nur die Stamm-URL Ihrer Verteilung enthält. Ein Benutzer fordert z. B. http://www.example.com/ an, und Sie können angeben, dass http://www.example.com/product-description.html bereitgestellt wird. Durch die Festlegung eines Angeben eines Standardstammobjekt wird vermieden, dass die Inhalte Ihrer Verteilung preisgegeben werden.
  • Logging (Protokollierung): CloudFront kann Informationen zu den einzelnen Anfragen für ein Objekt protokollieren und die Protokolldateien in einem Amazon S3-Bucket speichern. Es fallen keine zusätzlichen Kosten für die Aktivierung der Protokollierung an. Sie müssen jedoch mit den normalen Amazon S3-Gebühren für das Speichern von und den Zugriff auf die Dateien rechnen.
  • Bucket for Logs (Bucket für Protokolle): Wenn Sie einen Amazon S3-Bucket angegeben haben, in dem Zugriffsprotokolle gespeichert werden sollen, kann CloudFront Informationen zu den einzelnen Benutzeranfragen für ein Objekt aufzeichnen und die Dateien in dem angegebenen Amazon S3-Bucket speichern. Sie können die Protokollierung jederzeit aktivieren oder deaktivieren. Weitere Informationen zu CloudFront-Zugriffsprotokollen finden Sie unter Zugriffsprotokolle.
  • Log Prefix (Protokollpräfix): Wenn Sie für "Logging" (Protokollierung) die Option "On" (Ein) wählen, können Sie die Zeichenfolge angeben, die CloudFront den Zugriffsprotokoll-Dateinamen für diese Verteilung voranstellen soll. Weitere Informationen zu CloudFront-Zugriffsprotokollen finden Sie unter Zugriffsprotokolle.
  • Cookie Logging (Protokollierung von Cookies): Wenn Amazon S3 als Ursprung für Ihre Objekte verwendet wird, verarbeitet Amazon S3 keine Cookies. Sofern Ihre Verteilung auch keinen Amazon EC2- oder anderen benutzerdefinierten Ursprung enthält, müssen Sie als Wert für "Cookie Logging" (Protokollierung von Cookies) "Off" (Aus) auswählen. Weitere Informationen zu Cookies finden Sie unter Konfigurieren von CloudFront für die Zwischenspeicherung von Objekten auf der Grundlage von Cookies.
  • Comment (Kommentar): Sie können Kommentare eingeben, die Sie mit der Verteilung speichern möchten.
  • Distribution Status (Verteilungsstatus): Der Standardwert lautet Enabled (Aktiviert). Dies bedeutet, dass Ihre Inhalte verfügbar sein werden, sobald die Verteilung erstellt wird.
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Sobald Sie Ihre Verteilung konfiguriert haben, erstellt CloudFront die Verteilung und verteilt sie im gesamten CloudFront-Netzwerk, damit sie verwendet werden kann.  Wählen Sie Create Distribution (Verteilung erstellen) aus.  

Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, ändert sich Ihre Statusspalte von In Progress (In Bearbeitung) zu Deployed (Bereitgestellt).

Hinweis: Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.

Die Domänennamen, den CloudFront Ihrer Verteilung zuweist, wird in der Liste der Verteilungen angezeigt. Merken Sie ihn sich, er ist im nächsten Schritt erforderlich. Wenn Sie auf das Feld Distribution ID (Verteilungs-ID) klicken, gelangen Sie auf eine Seite mit der vollständigen CloudFront-Domäne unter "Domain Name" (Domänenname).

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Nachdem Sie Ihre Web-Verteilung erstellt haben, können Sie sie testen. Bestätigen Sie hierzu, dass CloudFront Ihr Objekt vom Ursprung erhält und an einen Webbrowser zurückgibt.  Für diesen Test benötigen Sie den CloudFront-Domänennamen aus Schritt 4 und den Bildnamen, den Sie in den S3-Bucket im Schritt 1 hochgeladen haben.


a. Öffnen Sie einen Text-Editor auf Ihrem Computer. Kopieren Sie den folgenden HTML-Code und fügen Sie ihn ein:

</html>

<head>Mein CloudFront-Test</head>

<body>

<p>Mein Textinhalt wird hier eingefügt.</p>

<p><img src="http://domain name/object name" alt="my test image">

</body>

</html>

  • Geben Sie anstelle von domain name den Domänennamen ein, den CloudFront Ihrer Verteilung zugewiesen hat, z. B. d111111abcdef8.cloudfront.net.
  • Geben Sie anstelle von object name den Namen Ihrer Bilddatei im Amazon S3-Bucket ein – in unserem Fall cloudfront-test-image.png.
  • Speichern Sie den Text in einer Datei unter mycloudfronttest.html.

b. Öffnen Sie Ihre Webseite in einem Browser und stellen Sie sicher, dass die Inhalte angezeigt werden. 

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Sie können die Verteilung einfach über die CloudFront-Konsole deaktivieren. Dies ist tatsächlich eine bewährte Methode zur Deaktivierung von Verteilungen, die Sie nicht mehr benötigen, sodass sie Ihnen nicht länger in Rechnung gestellt werden. Wenn eine Verteilung deaktiviert wird, ist jedoch zu beachten, dass alle von der Verteilung unterstützten Websites ausfallen und deren Inhalte für Endbenutzer nicht mehr verfügbar sind.


a.  Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben der zuvor erstellten Verteilung und klicken Sie auf Disable (Deaktivieren).

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b. Sie werden zur Bestätigung aufgefordert – klicken Sie auf Yes, Disable (Ja, deaktivieren).

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Sie haben damit Ihre erste Amazon CloudFront-Web-Verteilung erstellt und statische Inhalte mit Amazon S3 in der Cloud bereitgestellt. Mit einigen Konfigurationsänderungen können Sie mit CloudFront dynamische Inhalte, Live-Ereignisse wie Meetings, Konferenzen oder Konzerte in Echtzeit über HTTP oder HTTPS bereitstellen. Nutzen Sie Amazon Cloudfront, um die Bereitstellung Ihrer gesamten Website oder Anwendung zu beschleunigen, einschließlich dynamischer, statischer, gestreamter und interaktiver Inhalte.

Nachdem Sie nun gelernt haben, wie Sie eine Webdistribution einrichten und statische Inhalte mit Amazon CloudFront bereitstellen, können Sie unseren CloudFront-Experten während der bevorstehenden Bürozeiten oder der bevorstehenden AWS Tech Talks Fragen stellen.

Amazon CloudFront – Seite "Erste Schritte" >>

 

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