Bei Gibraltar Area Schools handelt es sich um einen Bezirk öffentlicher Schulen in Fish Creek in Wisconsin. Der Bezirk umfasst die Grundschule Gibraltar Elementary School (Vorkindergartenstufe bis zur fünften Schulstufe) und die Realschule Gibraltar Secondary School (sechste bis zwölfte Schulstufe). Auf diesen Bezirk entfallen insgesamt 681 Schüler, die von ungefähr 35 Lehrern unterrichtet werden. Zusätzlich 40 Mitarbeiter arbeiten im administrativen, Wartungs- und Betreuungsbereich.

Gibraltar musste bei acht lokalen Servern Upgrades durchführen, über die alles lief, angefangen von Schülerdatenbanken bis hin zum Verwaltungssystem der Bibliothek. Der Leiter des IT-Bereichs von Gibraltar, Steve Minten, schätzt, dass eine neue Ausstattung und die Wartung für 4 Jahre Kosten in Höhe von 44 000 USD verursacht hätte – eine große Summe für eine finanzschwache Institution.

Die Einschulungsquote in diesem kleinen Bezirk öffentlicher Schulen ist rückläufig, dies bedeutet auch weniger Subventionen durch den Staat. Infolgedessen sieht sich der Bezirk immer wieder gezwungen, sich an die Wählerschaft zu wenden, um die erforderlichen Mittel für die Beibehaltung des Lehrerstabs und der Einrichtungen zu beschaffen. Man entschied sich für Cloud Computing, um die Kosten für den Austausch der Hardware zu sparen.

"Da der Zyklus auf den Servern aufgrund der rückläufigen Einschulungszahlen elastisch bleiben muss", so Minten, "möchten wir die Flexibilität haben, Verarbeitungslasten zu verschieben. Unsere Einschulungszahlen können steigen oder fallen, deshalb haben wir uns gegen eine physische Infrastruktur entschieden."

"Wir haben uns Amazon Web Services (AWS) angesehen, um herauszufinden, was wir in einen Stundensatz alles hineinpacken könnten", so Minten. "AWS bietet mehr Optionen, die unsere Anforderungen erfüllen, als die Konkurrenz. Die anderen hatten einfach nicht dieselbe Erfolgsbilanz. Also haben wir uns für AWS entschieden."

Innerhalb von 3 Monaten nach der Entscheidung, in die AWS-Cloud zu wechseln, wurde für den Gibraltar-Schulbezirk mithilfe von Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) eine virtuelle private Netzwerkverbindung zwischen Amazon Elastic Cloud Compute (Amazon EC2) und den Schulcomputern erstellt. Als diese sichere Verbindung eingerichtet war, migrierte der Bezirk seinen Destiny Library Manager, über den der Ausleih-Prozess der Bücherei verwaltet wird. Anschließend wurde eine DeskPRO Helpdesk-PHP-Anwendung mithilfe einer Amazon Machine Image (AMI) bereitgestellt. Da AMI für PHP bereits vorkonfiguriert war, konnte diese Verschiebung in nur 6 Stunden abgewickelt werden.

Der Gibraltar-Schulbezirk ist auf dem besten Weg, 25 Prozent gegenüber einer üblicherweise auf 5 Jahre ausgelegten lokalen Infrastruktur einzusparen. Der Bezirk konnte sofortige Energieeinsparungen durch das Abschalten einiger alter Server erzielen. Außerdem wurden die Produkteinführungszeit und die Servicekosten durch die Unterstützung über den Amazon Premium Support verringert, da keine externe Hilfe angefordert werden musste. Ein hardwarebasierter Ansatz hätte drei bis vier Tage in Anspruch genommen. Im Gegensatz dazu konnte AWS im Schulbezirk in nur 20 Minuten eingerichtet werden und war bereits nach sechs Stunden vollständig konfiguriert und betriebsbereit.

"Soweit wir wissen, sind wir die erste öffentliche Schule in Wisconsin, die sich gegen den Kauf von Hardware-Servern und für einen Wechsel zum Hosten von Daten in der Cloud entscheidet", so Minten. "Über die nächsten 5 Jahre sparen wir 25 Prozent – das hat das Budget unseres Bezirks enorm beeinflusst."

Nachdem diese beiden Systeme eingerichtet wurden, ermittelt der Schulbezirk zusätzliche Verarbeitungslasten, die in AWS übertragen werden sollen, darunter ein E-Mail-Server, Windows Update Service, Webfilterung, Druckerserver, Domänensicherungssysteme, Dateispeicher, Sicherheitssysteme und WLAN-Verwaltung.

Der Schulbezirk plant außerdem das Verschieben seines Schülerverwaltungssystems von Skyward in AWS. Da im Großteil der Bezirke öffentlicher Schulen in Wisconsin Skyward verwendet wir, möchte Minten anderen Gemeinden zeigen, dass sich eine Migration in die Cloud sowohl technisch als auch finanziell lohnt.

Weitere Informationen über AWS und Bildung finden Sie unter http://aws.amazon.com/education/.