Preisleistungsgerechter Service – AWS sticht eindeutig hervor, denn es bietet einen besseren Service zu niedrigeren Kosten. AWS bietet spezielle Tools zur Bewertung der bisherigen Umgebung, bevor es die beste und kostengünstigste Lösung vorschlägt
Marco van den Berg Chief Information Officer

1960 gegründet mit Sitz in Los Baños auf den Philippinen entwickelt das International Rice Research Institute (IRRI) widerstandsfähige Reissorten, die Dürren, Überflutungen, Krankheiten und andere potenziell schädigende Ereignisse überstehen. Das IRRI ist eine Non-Profit-Organisation mit mehr als Tausend Mitarbeitern verteilt auf 17 Reisanbauländer in Asien und Afrika. Es ist Mitglied der Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (Consultative Group for International Agricultural Research, CGIAR), einer Forschungsgruppe mit dem Ziel der Bekämpfung von Armut und Hunger in Entwicklungsländern.

Bis zum Jahr 2012 verwendete das IRRI für seine Verwaltungsaufgaben lokal konfigurierte ERP-Systeme. Diese lokalen Systeme waren jedoch nicht integriert und ermöglichten den CGIAR-Partnern keinen Einblick in die weltweiten landwirtschaftlichen Vorhaben und Maßnahmen. Das IRRI und weitere Mitgliedsorganisationen entschieden sich daher für die Entwicklung eines gemeinsamen ERP-Systems – einerseits zur Reduzierung der Kosten, vor allem aber auch für die bessere Zusammenarbeit und koordinierte Schulungs- und Softwareentwicklungsvorhaben. "Wenn einer unserer Donatoren einen bestimmten Fortschrittsbericht zu einem unserer Forschungsprojekte wünscht und ein Mitglied unserer Organisation ein Modul entwickelt, das diesen Bericht bereitstellen kann, sollte diese Funktionalität auch den anderen teilnehmenden Instituten zur Verfügung gestellt werden", so Marco van den Berg, CIO der IRRI.

Das gemeinsame System sollte allen Partnern und Büros weltweit zur Verfügung stehen. "Das IRRI betreibt Büros in 18 Ländern mit 150 Mitarbeitern in Bangladesh und 120 Mitarbeitern in Indien. Um effizient arbeiten zu können, brauchten unsere Mitarbeiter Zugang zur Aktualisierung ihrer Buchhaltungs-, Personal- und Projektmanagementsysteme", erklärt van den Berg. Außerdem musste das System durch eine flexible, agile Infrastruktur unterstützt werden, um die schnelle Entwicklung neuer Funktionen zu ermöglichen, und es musste problemlos auf neue Regionen und Organisationen erweiterbar sein.

2012 prüften die CGIAR-Partner verschiedene Anbieter, die eine gehostete Infrastruktur für ein gemeinsames ERP-System bereitstellen konnten. Das Team schloss seine Bewertung zu Beginn des Jahres 2013 ab, mit dem Ergebnis, dass Amazon Web Services (AWS) den Wettbewerb in puncto Preis und Leistung bei weitem übertraf. "In puncto Preisleistungsverhältnis stach AWS eindeutig hervor, denn es bietet einen besseren Service zu niedrigeren Kosten. AWS bietet spezielle Tools zur Bewertung der bisherigen Umgebung, bevor es die beste und kostengünstigste Lösung vorschlägt", erläutert van den Berg.

Für das ERP-Systemprojekt implementierten das IRRI und seine Partner eine neue Umgebung auf AWS, in der neue Softwarereleases, neue Datenbankversionen oder Betriebssystemupgrades getestet werden können. Die Partner richteten ein Services-Team aus AWS-Architekten und -Experten ein, das sie gemeinsam finanzierten, und starteten die Implementierung 2013.

Damit das Projekt verwaltbar blieb, entschieden sich Team und Partner für eine stufenweise Implementierung. WorldFish, eine internationale Organisation mit Sitz in Penang (Malaysia), das Forschungen zur Beseitigung von Hunger in der Fischerei und Aquakultur betreibt, ging als erste der Mitgliedsorganisationen auf dem gemeinsamen ERP-System live, gefolgt vom IRRI und dem International Potato Center in Lima (Peru). Das Team nutzte ein "unterstütztes Build-Verfahren", das einen gemeinsamen Nenner zwischen den drei Organisationen fand, um die Systeme und Prozesse zu standardisieren, wobei dieses Verfahren auch Raum für ergänzende Lösungen ließ, die den individuellen Anforderungen der Partner gerecht werden. "Durch die Migration auf das gemeinsame ERP-System musste das IRRI alle seine bisherigen Buchhaltungs-, Personal-, Projekt- und Materialmanagement-Module ersetzen und seine historischen Daten in das neue System migrieren", so van den Berg. "Die ersten drei Partner waren Ende 2014 im neuen System live."

Im Laufe des Projekts galt es jedoch einige Herausforderungen zu meistern. Einige Partner hatten sich auf einen lokalen Technologiepark mit investitionsorientierter Budgetierung verlassen. Sie mussten ihre Netzwerke und Bandbreiten aufstocken und ihre Finanzierungsverfahren dem cloud-basierten Betriebsaufwandsmodell anpassen.

Das ERP-System wird in einer Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) ausgeführt, um Trennung und Sicherheit in einer freigegebenen AWS-Infrastruktur zu gewährleisten. Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) stellt die Rechenressourcen für Web-, Anwendungs- und Datenbankserver bereit, während Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) und Amazon Elastic Block Storage (Amazon EBS) die erforderlichen Speicher- und kurzfristigen Archivierungskapazitäten für Betriebsdaten liefern. Die längerfristige Archivierung erfolgt in Amazon Glacier. Die Partner befinden sich noch im Prozess der Anpassung und Optimierung ihrer Infrastruktur, um Kosten zu senken, die Leistung zu verbessern und eine Erweiterung des ERP-Systems zu unterstützen. "Wir konnten die Infrastrukturkosten des ERP-Systems mithilfe des Service AWS Trusted Advisor mehrmals reduzieren", so van den Berg. "Darüber hinaus planen wir, Amazon Route 53 für die Bereitstellung von DNS-Services zu nutzen, und denken darüber nach, unsere Datenbank nach Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) auszulagern, um die Skalierbarkeit und Leistung zu verbessern."

Erst kürzlich stellte die Organisation mit dem Support-Plan "Business" auf AWS Support um, das Unternehmen mit AWS-Technikern verbindet, die bei der Problemlösung helfen und Schulungen bereitstellen. 

IRRI und andere Partner schätzen verschiedene Vorteile ihres gemeinsamen ERP-Systems auf AWS. Wenn die Partner ein neues Softwarerelease oder eine neue Version testen müssen, haben sie die hierfür erforderliche Testumgebung innerhalb von zwei Stunden eingerichtet. "Ich kann einem Mitarbeiter unserer Organisation innerhalb weniger Minuten einen virtuellen Server und ein Betriebssystem bereitstellen, statt wie bisher mehrere Wochen warten zu müssen, bis mir ein Anbieter die erforderliche Hardware bereitstellt", so van den Berg.

Bis heute haben die Partner durch das gemeinsame ERP-System auf AWS bereits 30 Prozent ihrer Gesamtkosten für die technische Infrastruktur eingespart. Für IRRI bedeutet die Implementierung dieses Systems, eines Bibliothekssystems und weiterer Anwendungen auf AWS Kosteneinsparungen, die sie nun in Forschungsvorhaben wie die Analyse genetischer Informationen stecken können.

Auch der Zugriff hat sich verbessert. Die Mitarbeiter der Partner können von jedem Standort aus auf das cloud-basierte ERP-System zugreifen, an dem eine Internetverbindung verfügbar ist. "Durch die Bereitstellung eines cloud-basierten ERP-Systems auf AWS können wir Mitarbeiter in den Länderbüros und auf Dienstreisen besser unterstützen und in unsere Arbeit einbeziehen. Der Service ist sogar unabhängig von den häufigen Stromausfällen auf den Philippinen oder der Infrastrukturschäden durch die zahlreichen Taifune in der Region verfügbar", so van den Berg.

Die CGIAR-Partner erreichen für ihr ERP-System mithilfe der Tools und Technologien von AWS eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent und geben ihren Mitarbeitern damit die Gewissheit, dass wichtige Geschäftsdaten bei Bedarf stets verfügbar sind.

Auch wenn die Verlagerung auf AWS zunächst eine aggressive Verkaufstaktik für das IRRI und andere CGIAR-Partner war, hat sie sich durch die Gewinne doch bei Weitem wett gemacht. "Unser Geschäftsprüfer wollte den Serverraum sehen, und es fühlte sich schon seltsam an, ihm erklären zu müssen, dass ich nicht weiß, wo er ist. Nachdem wir die entsprechenden Zertifizierungen und Spezifikationen von AWS vorlegten, war er jedoch zufrieden", so van den Berg. Die Verlagerung auf AWS veranlasste einige der Partner auch, mehr in Bandbreite und Konnektivität zu investieren, so dass Forschungsprojekte nun schneller anlaufen können.

Für das IRRI und andere Partner ist das ERP-Projekt bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Das IRRI verwendet die Tools und Technologien von AWS für ein Projekt, innerhalb dessen die vollständige Sequenz der Genome dreitausend verschiedener Reissorten entschlüsselt und veröffentlicht werden soll. Außerdem sollen mit diesen Tools Satellitendaten zum Zustand der Reiskulturen in Asien ausgewertet werden. "Bislang funktioniert AWS für uns ziemlich gut, und wir freuen uns bereits darauf, mit dieser Plattform weitere Leistungssteigerungen zu erzielen und neue Projekte zu starten", so van den Berg.

Weitere Informationen zur Verwendung von AWS für Geschäftsanwendungen finden Sie auf unserer Detailseite für Geschäftsanwendungen.