Das National Cerebral and Cardiovascular Center ist eine nationale Forschungs- und Entwicklungseinrichtung unter dem Dach des japanischen National Centers for Advanced and Specialized Medical Care. Das Krankenhaus und das ihm angegliederte Forschungszentrum arbeiten gemeinsam an der Bekämpfung kardiovaskulärer Erkrankungen und erbringen neben weltweit führenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fortschrittlichste medizinische Leistungen.

Das im April 2014 gegründete National Cerebral and Cardiovascular Center verwendete eigene Server und Einrichtungen, erwartete nun aber einen raschen Anstieg der Datenmengen, da das Zentrum auch die Daten anderer medizinischer Einrichtungen in Japan erfassen und verarbeiten sollte. Das Zentrum plante seine Einrichtungen bis zum Geschäftsjahr 2018 zu verlagern und entschloss sich, für einen reibungsloseren Ablauf externe Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Auch die Sicherheit war ein wichtiger Faktor. Die Organisation realisierte, dass eine vertrauenswürdige externe Umgebung die Sicherheit gegenüber einer eigenen Serververwaltung erhöhen würde, und entschied sich für die Migration in eine Cloud-Infrastruktur.

Zur Auswahl eines Providers für die Entwicklung seiner Cloud-Infrastruktur führte das Zentrum eine öffentliche Ausschreibung aus. Deren Spezifikation lag auch eine Formulierung der Datensicherheitsrichtlinien für die Cloud bei.

Der Plan lautete zudem, das gesamte Netzwerksystem des Zentrums – also nicht nur die einzelnen Server – in die Cloud zu migrieren. Daher legte das Zentrum mehr Gewicht auf die Netzwerkflexibilität (wie die Anzahl der VLANs), denn auf die Auswahl der Infrastruktur.

Nach einem Vergleich der Angebote auf Basis dieser Anforderungen, durchgeführt durch einen Evaluierungsausschuss, fiel die Wahl auf Amazon Web Services (AWS) als diejenige Infrastruktur, die alle Anforderungen erfüllte.

In AWS entwickelte das Zentrum mit Unterstützung des Beratungsunternehmens Mitsui Knowledge Industry (MKI) eine Überwachungsinfrastruktur mit Hinemos sowie eine Infrastruktur für die Protokollverwaltung mit Logstorage. 

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Nach einem Vergleich der Betriebskosten über fünf Jahre, wobei die Nutzung von AWS Reserved-Instances berücksichtigt wurde, berichtet die Geschäftsführung des Zentrums, dass sich die Kosten für die Cloud und die für den lokalen Betrieb in etwa die Waage halten. Jedoch ist die durch die Migration in die AWS Cloud erlangte Sicherheit ganz klar ein Vorteil.

Zudem ist das Zentrum überzeugt, dass die Migration nach AWS die betriebliche Belastung für die internen Systeme reduziert. Es setzt daher seine Pläne fort, die Cloud auch für seine öffentliche Website, auf der Daten zu zerebro- und kardiovaskulären Erkrankungen erfasst werden, zur obersten Priorität zu machen.

Ryo Haraguchi, Assistant Director beim Department of Medical Informatics des Zentrums, meint: "Vor der Installation der Cloud-Infrastruktur mussten wir verschiedene technische Studien und Anpassungen durchführen, in deren Zuge wir auch Aspekte wie Sicherheit, Regulierungen und Vertragsdetails prüften. Angesichts der Sicherheits- und Betriebsvorteile war diese Mühe auf lange Sicht jedoch den Aufwand wert."