„Während unserer letzten Verkaufsaktion am Black Friday hatten wir viermal mehr Datenaustausch als an einem normalen Verkaufstag. Unser Online-Shop geriet dadurch jedoch nicht ins Wanken, denn wir hatten vorher unsere Serverkapazität mit Amazon EC2 Instances verdoppelt, um der erhöhten Nachfrage nachzukommen.”
Björn Clemens Chief Technology Officer, Notebooksbilliger.de

Notebooksbilliger.de ist der viertgrößte E-Commerce-Einzelhändler Deutschlands mit zusätzlich vier Ladengeschäften landesweit. Das Unternehmen ist auf elektronische Gebrauchsgüter spezialisiert und hat von Smartphones und Laptops bis zu Waschmaschinen und Drohnen alles im Angebot: Notebooksbilliger.de strebt an, ungefähr 13.000 verschiedene Produkte günstig zu verkaufen. Über 80 Prozent der Einnahmen stammen von Online-Verkäufen. Im Jahr 2016 wurde das Unternehmen in einer vom Deutschen Institut für Service-Qualität durchgeführten nationalen Verbraucherbefragung, an der 35.000 Personen teilnahmen, zum besten Online-Händler Deutschlands gewählt.

Für Notebooksbilliger.de spielt IT eine große Rolle bei der Gewährleistung der Kundenzufriedenheit. „An unseren Online-Shop werden hohe Leistungsanforderungen gestellt, besonders zu Spitzenzeiten. Wir müssen sehr schnell skalieren, um die Nachfrage befriedigen und unseren Kunden einen effizienten Service bieten zu können“, sagt Björn Clemens, der CTO des Unternehmens.

„Vor ein paar Jahren betrieben wir unsere Geschäfte ausschließlich über ein unternehmenseigenes Rechenzentrum. Später zogen wir zu einem Colocation Center in Frankfurt um“, sagt Clemens. Heute strebt das Unternehmen eine hybride Infrastruktur an, innerhalb der es für temporäre Hochskalierungen die Cloud benutzen kann. „Wir brauchen eine dynamische Skalierung und möchten außerdem nicht für Ressourcen bezahlen, die nicht immer im Einsatz sind. Das ist das Problem, wenn man in einer physischen Infrastruktur agiert“, meint er. „Automatisierung ist ebenfalls ein wichtiger Teil unserer Strategie. Für das Geschäft ist es ein maßgeblicher Treiber, zeitaufwändige manuelle Prozesse zu ersetzen und unserem Team mehr Zeit für die Entwicklung zu geben.“

Für seinen Online-Shop hat Notebooksbilliger.de als Teil des Übergangs zu cloudbasierten Technologien Amazon Web Services (AWS) verwendet. „Wir haben eine komplexe Architektur. Deshalb suchen wir für jede Aufgabe den besten Anbieter. Wir entschieden uns für AWS, weil das Unternehmen die besten Tools für PHP und Java besitzt. Außerdem konnte es uns die Skalierung bereitstellen, die wir benötigten.“

Um ihre „dynamische Test- und Entwicklungsumgebung“ zu schaffen, verwenden Clemens und sein Team AWS SDK für PHP und AWS SDK für Java. Sie verwalten die Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) Instanzen über Amazon API Gateway, welches laut Clemens „großartige Flexibilität und Kontrolle über unsere IT-Ressourcen ermöglicht. Wir können sie schnell an- und ausschalten und auch die richtige Größe der Instances gemäß unseren Anforderungen wählen.“

Notebooksbilliger.de verwendet den verwalteten Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) und speichert Daten wie produktbezogene Unterlagen und Marketingmaterialien im Amazon Simple Storage Service (Amazon S3). Seine AWS-Architektur wird in einer Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) in der AWS EU Region (Irland) ausgeführt, zur Ausfallsicherheit über zwei Verfügbarkeitszonen. Da Notebooksbilliger.de nur auf dem deutschen Markt agiert, plant das Unternehmen, seine Infrastruktur in die EU-Region (Frankfurt) umzuziehen, um näher am Kunden zu sein.

Notebooksbilliger.de verwendet aktuell AWS Business Support für die technische Beratung. Clemens sagt, dass das Unternehmen AWS Support Services zusätzlich für die strategische Beratung verwenden wird, wenn es weitere Funktionen in die Cloud migriert.

Einer der größten Vorteile von AWS sind für Clemens die Freiräume, die seinem Team nun zur Verfügung stehen. „Wir konnten den Wartungsaufwand um ungefähr ein Drittel verkürzen. Nun haben wir mehr Zeit, um uns auf das Geschäft statt die IT zu konzentrieren. Indem wir neue Ideen verwirklichen, können wir die Erfahrungen unserer Kunden verbessern.“ Nun ist es auch nicht mehr so zeitaufwändig die Servicekontinuität sicherzustellen. „Unsere Verfügbarkeit war immer 100 % und das hat sich auch nicht geändert. Aber der Aufwand, um diese Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten, ist auf AWS viel geringer. Für Notebooksbilliger.de ist das großartig, denn nun können sich mehr Mitarbeiter auf den Kernbereich Entwicklung konzentrieren.“ 

Durch die Nutzung von AWS hat Notebooksbilliger.de die Rechenleistung, die es benötigt, um seinen Online-Shop zu unterstützen. „Wir führen bis zu 20 große Marketingkampagnen pro Jahr durch. Während sie laufen, sehen wir riesige Zunahmen im Datenverkehr, da unsere Kunden bei den Schnäppchen zugreifen. Während der letzten Verkaufsaktion am Black Friday hatten wir viermal mehr Datenverkehr als an einem normalen Verkaufstag. Unser Online-Shop geriet jedoch nicht ins Wanken, denn wir hatten vorher unsere Serverkapazität mit Amazon EC2 Instances verdoppelt, um der erhöhten Nachfrage nachzukommen.“

Früher mussten Maschinen diese Fluktuationen im Datenverkehr bewältigen, die ansonsten ungenutzt im unternehmenseigenen Rechenzentrum oder im Colocation Center standen. „Mit AWS werden jedoch keine Ressourcen verschwendet“, sagt Clemens. „Wir bezahlen nur die Instanzen, die wir benutzen.“

Dadurch, dass IT-Ressourcen zur Verfügung stehen, können Entwickler von Notebooksbilliger.de schnell Testumgebungen schaffen. „Um kontinuierlich liefern zu können, müssen die Bereitstellungsprozesse über einen hohen Grad an Automatisierung verfügen. Wenn wir in der AWS Cloud arbeiten, können wir Instanzen einrichten, unsere Tests durchführen und sie dann abschalten. Es ist für unsere Entwickler eine äußerst flexible Arbeitsweise.“

„Wenn wir vor einer Herausforderung stehen“, fährt Clemens fort, „erkundigen wir uns immer zuerst bei AWS, ob sie eine Lösung für uns haben. Wir gehen momentan einer ganzen Reihe von Fragen nach.“ Eine bezieht sich darauf, wie Notebooksbilliger.de seine Kosten durch Amazon EC2 Reserved Instances optimieren kann. Außerdem plant das Unternehmen, Amazon Redshift für Data Warehousing und Business Intelligence (BI) einzusetzen, um Unterstützung bei der Analyse des Nutzerverhaltens online zu bekommen. Clemens sagt dazu: „Diese Art des Reporting wird uns einen Einblick in das Einkaufsverhalten unserer Kunden geben, den dann z. B. unsere Marketingteams verwenden können, um den Erfolg von Verkaufsaktionen zu maximieren. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir unseren Daten einsetzen können, um das Geschäft zu unterstützen.“

Erfahren Sie auf https://aws.amazon.com/websites/ wie AWS Sie bei Ihrem E-Commerce-Shop unterstützen kann.