TheMetOffice_Customer-Reference_Logo

Fallstudie: Met Office

2014

Das Met Office ist ein nationaler Wetterdienst im Vereinigten Königreich. Als Teil des Department of Business, Energy & Industrial Strategy liefert die Organisation wichtige meteorologische Daten an Industrien wie Verteidigung, Energie, Transport, zivile Notfälle und Luftfahrt.

Python-Tutorial starten
CustomerReferences_QuoteMark

Unser Datenspeicher skaliert mit AWS um 1 000 Prozent, während das Altsystem nicht einmal eine 50-prozentige Steigerung unterstützen konnte."

James Tomkins
Chief Architect, Met Office

Die Herausforderung

Das Met Office verfügt über zwei Supercomputer in einer lokalen Umgebung mit numerischen Wettermodellen, welche die physikalischen Gesetze auf mehr als 300 Millionen tägliche Beobachtungen anwenden. Es stellt Bürgern, Regierungen und Branchen wie der Luftfahrt, der Verteidigung und dem Verkehrssektor meteorologische Daten zur Verfügung. „Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich die Art, wie die Menschen über Wetterinformationen denken, geradezu revolutioniert“, so James Tomkins, Chief Architect bei Met Office. „Neue Anwendungsfälle beinhalten Analysen über wie meteorologische Informationen das Verhalten auf dem Markt beeinflussen.“

Met Office benötigte eine flexible und kostengünstige Möglichkeit für Verbraucher, bei Bedarf auf seine Daten zuzugreifen. Die lokale EDV war eine Herausforderung bei der Sicherung und Akkreditierung. „Der schwierige Teil war die Umsetzung dieser riesigen Datenmengen in brauchbare und kommunizierbare Informationen, die in einer hochsicheren Architektur übertragen werden können“, meint Tomkins.

Met Office – mit einem Exabyte (10^18 Bytes) an Archivdaten vor Ort – wollte die Daten über eine Wetter-App auf Smartphones leicht zugänglich machen. Ein Hauptziel war eine hochskalierbare Lösung zur Bewältigung von Datenverkehr-Spitzenlasten bei ungewöhnlichen meteorologischen Ereignissen, wie zum Beispiel dem als "Beast from the East " bezeichneten Kälteeinbruch im Jahr 2018.

Gründe für Amazon Web Services

Met Office wählte Amazon Web Services (AWS) als Unterstützung seiner Weather App für iPhone und Android. „Die Festlegung auf AWS war zunächst eine taktische Entscheidung“, meint Tomkins. „Es war die einzige ersichtliche Möglichkeit, wie dieser Service bereitgestellt werden konnte. Alle Daten, auf die die App zugreift, werden auf AWS bereitgestellt.“

Die AWS-Architektur der Organisation umfasst Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2), ein automatisch skalierter Web-Service, der Met Office vollständige Kontrolle über seine Rechenressourcen überlässt. Außerdem nutzt das Met Office AWS Lambda, mit dem die Organisation Backend-Code ohne Bereitstellung eigener Server ausführen kann. Lambda reagiert auf Ereignisse einschließlich dem Hochladen von Objekten in Buckets in Amazon Simple Storage Service (Amazon S3), Tabellenaktualisierungen in Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) oder App-interne Aktivitäten.

Um bei wetterabhängigen Spitzenbelastungen auf leseintensive Abfragen reagieren zu können, implementierte das Met Office Amazon ElastiCache, um Daten aus schnellen, verwalteten In-Memory-Caches abrufen zu können. Diese Technologie wird verwendet, um verteilte Datenerfassungssysteme aufzubauen sowie Echtzeitstatistiken und Metadaten im Zusammenhang mit mobilen Anwendungen zu verarbeiten.

Erst kürzlich begann die Organisation, Amazon API Gateway zu testen. Damit sollen eine Reihe von Daten-APIs erstellt, veröffentlicht, überwacht und geschützt werden, die den dynamischen Austausch von Inhalten wie weltweite standortspezifische 7-Tages-Vorhersagen, syndizierte Inhalte und Wetterwarnungen innerhalb des Vereinigten Königreichs ermöglichen sollen. Dabei erhalten die Nutzer die Möglichkeit, Ihre Prognosen zu personalisieren.

Seit der Live-Schaltung seiner Weather App im Januar 2016 erreichte das Met Office über seine App 6,3 Millionen Nutzer. „Wir nutzen die Cloud jetzt strategischer“, erläutert Tomkins. „Die APIs, die wir entwickeln, übersteigen alles, was wir bislang mit unserem FTP-basierten Bereitstellungsmodell erreicht haben.“

Als Unterstützung für den Betrieb seiner Wetter-App engagierte Met Office AWS Premium-Partner Cloudreach. Mithilfe von Amazon Cloud Adoption Framework stellte das Met Office fest, dass sein Spielraum in puncto Cloud-Reife noch groß ist. Daher beauftragte es Cloudreach mit der Optimierung seiner internen Kapazitäten. „Cloudreach unterstützte uns bei der Bereitstellung unserer Services und so konnten wir unsere Entwicklung in den verschiedensten Disziplinen der Cloud beschleunigen“, so Tomkins.

Heute verfügt das Met Office über ein Team für den Cloud Betrieb mit vielen Spezialisten. Sie helfen Met Office beim Einsatz von Amazon EC2 Container Service (Amazon ECS) für die Ausführung von Anwendungen in einem verwalteten Cluster aus Amazon EC2-Instances. Die Produktions-Cloud-Architektur von Met Office nutzt Amazon Direct Connect, um Supercomputer-Ausgaben sicher mit der Cloud zu verbinden und täglich 10 Terabyte Betriebsdaten in die Cloud zu übertragen.

Die Vorteile

Durch den Umstieg auf AWS konnte das Met Office – bei gleichzeitiger Kostensenkung – seine Agilität, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit erhöhen. Die Infrastrukturbereitstellung ist laut Tomkins innerhalb weniger Minuten möglich – statt bisher Monaten – und die Datenübertragung an die Kunden dauert statt der bisherigen Minuten nur noch Sekunden. „Unser standortspezifischer Datenspeicher skaliert mit AWS um 1000 Prozent, während der alte Ansatz nicht einmal eine Steigerung von 50 Prozent unterstützen konnte“, erklärt Tomkins. „Durch die Iteration unserer Lösungsarchitektur konnten wir gegenüber der ursprünglichen lokalen Lösungskonzept 50 Prozent der Kosten einsparen.“

Die Organisation ist zuversichtlich, dass ihre Daten sicher sind und ihr Akkreditierungsteam ist begeistert über die Überwachungs- und Prüfoptionen der AWS-Tools. „Verschiedene Sicherheitsmuster nach bewährten Methoden sind bereits über einen einfachen API-Aufruf verfügbar,“ meint Tomkins. „Scripting und Automatisierung sind mit einem hohen Grad an Konsistenz möglich. Wir können einzelne Systeme isolieren und den Zugriff streng kontrollieren. Diese Funktionen, die in unserer internen Umgebung nur mühsam zu implementieren wären, stehen uns bei AWS standardmäßig zur Verfügung.“

Das Met Office nutzt AWS-Services zur Bereitstellung seiner Infrastruktur und zur Implementierung von Anwendungen. Dank der Automatisierung bislang zeitaufwändiger Arbeitslasten gelang es der Organisation, Iteration und Veröffentlichung neuer Anwendungen um das 30fache zu beschleunigen. Zudem kann das Met Office seine Kapazitäten im Handumdrehen erweitern und ebenso nicht mehr benötigte Ressourcen wieder stilllegen. „Mit AWS können wir unsere Kapazitäten jederzeit hochskalieren, um große Mengen an Daten zu veröffentlichen und für viele Computer bereitzustellen“, so Tomkins.

Der Umstieg auf AWS bietet dem Met Office auch Experimentiermöglichkeiten, durch die Innovation auf völlig neuem Niveau möglich ist. So gelang es der Organisation beispielsweise, die Leistung und Kosteneffizienz dreier verschiedener AWS-Speicherlösungen in nur einem Tag zu vergleichen. Tomkins meint: „Mit AWS konnten wir diese Services bereitstellen, unsere Tests durchführen und die Services anschließend wieder entfernen. Ohne die Cloud hätte es Monate gedauert.“

In einer Welt, in der die Technologie Störungen ermöglicht, nimmt der Bereich der Meteorologie den Wandel an. Tomkins resümierte, „Wir sind also zur Innovation gezwungen, wenn wir mit der Art des modernen Datenkonsums Schritt halten möchten. Um dem breiten Markt individuelle Wetterinformationen zur Verfügung zu stellen, nutzen wir die AWS Cloud."


Über das Met Office

Das Met Office ist national renommierter Wetterdienst in Großbritannien mit Sitz in Exeter, England. Als Trade Fund im Department of Business, Energy & Industrial Strategy stellt das Unternehmen seit mehr als 160 Jahren Wetterinformationen zur Verfügung.

Vorteile von AWS

  • Datenlieferung in Sekunden statt Minuten
  • Der Speicher ist leicht um 1000 Prozent skalierbar
  • Iterative Prozesse senken die Kosten um 50 Prozent
  • Erhöht die Software-Veröffentlichungen um das 30-fache
  • Vereinfachung der Überwachung und Prüfung
  • Durchführung von Tests in 24 Stunden statt mehreren Monaten

Genutzte AWS-Services

Amazon S3

Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) ist ein Objektspeicherservice, der branchenführende Skalierbarkeit, Datenverfügbarkeit, Sicherheit und Leistung bietet. 

Weitere Informationen »

Amazon EC2

Der Web-Service Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) stellt sichere, skalierbare Rechenkapazitäten in der Cloud bereit.

Weitere Informationen >>

Amazon RDS

Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) erleichtert Ihnen das Einrichten, Verwalten und Skalieren einer relationalen Datenbank in der Cloud.

Weitere Informationen >>

AWS Lambda

Code ausführen, ohne an Server zu denken. Sie zahlen nur für die tatsächlich verbrauchte Rechenzeit.

Weitere Informationen >>


Erste Schritte

Unternehmen aller Größen und Branchen nutzen AWS, um erfolgreicher zu sein. Kontaktieren Sie unsere Experten und begeben Sie sich noch heute auf Ihre eigene AWS Cloud-Reise.