Amazon EC2
AWS Cloud
Erste Schritte mit Elastic Load Balancing
Hohe Verfügbarkeit

Hohe Verfügbarkeit

Elastic Load Balancing verteilt den Datenverkehr automatisch auf mehrere Ziele – Amazon EC2-Instances, Container und IP-Adressen – in einer oder mehreren Availability Zones.

Zustandsprüfungen

Zustandsprüfungen

Elastic Load Balancing ermittelt fehlerhafte Ziele, stoppt den Datenverkehr mit ihnen und verteilt dann die Last auf die verbleibenden fehlerfreien Ziele.

Sicherheitsfunktionen

Sicherheitsfunktionen

In einer Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) können Sie dem Load Balancer zugeordnete Sicherheitsgruppen erstellen und verwalten, die zusätzliche Netzwerk- und Sicherheitsoptionen bieten. Sie können auch einen internen Load Balancer (ohne Verbindung mit dem Internet) erstellen.

TLS-Terminierung

TLS-Terminierung

Elastic Load Balancing bietet eine integrierte Zertifikatverwaltung und SSL-Entschlüsselung, sodass Sie die SSL-Einstellungen des Load Balancers zentral verwalten und Ihrer Anwendung CPU-intensive Aufgaben abnehmen können.

Layer 4- oder Layer 7-Lastausgleich

Layer 4- oder Layer 7-Lastausgleich

Sie können bei HTTP/HTTPS-Anwendungen einen Lastausgleich für Layer-7-spezifische Funktionen durchführen oder einen reinen Layer-4-Lastausgleich für Anwendungen verwenden, die ausschließlich das TCP-Protokoll nutzen.

Betriebsüberwachung

Betriebsüberwachung

Elastic Load Balancing bietet eine Integration in Amazon CloudWatch-Metriken und Anforderungsnachverfolgung, um die Leistung Ihrer Anwendungen in Echtzeit zu überwachen.

Sie können den Load Balancer wählen, der am besten zu den Anforderungen Ihrer Anwendung passt. Wenn Sie ein flexibles Anwendungsmanagement benötigen, empfehlen wir Ihnen, einen Application Load Balancer zu verwenden. Wenn Sie für Ihre Anwendung extreme Leistung und eine statische IP-Adresse benötigen, raten wir Ihnen, einen Network Load Balancer zu verwenden. Wenn Sie über eine Anwendung verfügen, die im EC2-Classic-Netzwerk erstellt wurde, sollten Sie einen Classic Load Balancer verwenden.

Funktion

Application Load Balancer

Network Load Balancer

Classic Load Balancer

Protokolle

HTTP, HTTPS

TCP

TCP, SSL, HTTP, HTTPS

Plattformen

VPC

VPC

EC2-Classic, VPC

Zustandsprüfungen

CloudWatch-Metriken

Protokollierung

Zonales Failover

Connection Draining (Verzögerung bei Aufheben der Registrierung)

Lastausgleich auf mehrere Ports derselben Instance

 

WebSockets

 

IP-Adressen als Ziele
 

Lastausgleich-Löschschutz

 

Pfadbasiertes Routing

 

 

Hostbasiertes Routing

 

 

Natives HTTP/2

 

 

Konfigurierbare Zeitbeschränkung bei Verbindungsleerlauf
 

Zonenüberschreitender Lastausgleich

 

SSL-Auslagerung

 

Server Name Indication (SNI)    

Sticky Sessions

 

Backend-Server-Verschlüsselung

 

Statische IP

 

 

Elastic IP-Adresse

 

 

Quell-IP-Adresse beibehalten

 

 

  • Application Load Balancer

    Der Application Load Balancer wirkt auf der Anforderungsebene (Layer 7) und leitet Datenverkehr basierend auf dem Inhalt der Anforderung zu Zielen – EC2-Instances, Container und IP-Adressen. Application Load Balancer eignet sich optimal für den erweiterten Lastausgleich von HTTP- und HTTPS-Datenverkehr und bietet erweiterte Weiterleitung von Anforderungen für die Bereitstellung moderner Anwendungsarchitekturen einschließlich Microservices und containerbasierter Anwendungen. Application Load Balancer stellt sicher, dass jederzeit die neuesten SSL-/TLS-Verschlüsselungen und Protokolle verwendet werden und vereinfacht und verbessert so die Sicherheit Ihrer Anwendung.

    Layer-7-Lastverteilung
    Sie können HTTP/HTTPS-Anwendungen mit einer Lastverteilung versehen und Layer 7-spezifische Funktionen verwenden, z. B. X-Forwarded-For-Header.

    HTTPS-Unterstützung
    Ein Application Load Balancer unterstützt die HTTPS-Terminierung zwischen Clients und dem Load Balancer. Application Load Balancer ermöglichen außerdem die Verwaltung von SSL-Zertifikaten über AWS Identitiy and Access Management (IAM) und vordefinierte Sicherheitsrichtlinien mittels AWS Certificate Manager.

    Server Name Indication (SNI)
    Server Name Indication (SNI) ist eine Erweiterung des TLS-Protokolls. Dabei wird zu Beginn des TLS-Handshake durch den Client der Hostname angezeigt, mit dem eine Verbindung aufgebaut werden soll. Der Load Balancer kann über denselben sicheren Listener mehrere Zertifikate vorlegen und damit mehrere sichere Websites unterstützen. Application Load Balancers unterstützen außerdem einen intelligenten Algorithmus für die Zertifikatsauswahl mit SNI. Wenn der von einem Client angegebene Hostname mehreren Zertifikaten entspricht, bestimmt der Load Balancer das beste zu verwendende Zertifikat auf der Grundlage von mehreren Faktoren, darunter die Fähigkeiten des Clients.

    IP-Adressen als Ziele
    Sie können einen Lastausgleich für jede in AWS oder lokal gehostete Anwendung mithilfe der IP-Adressen der Anwendungs-Back-Ends als Ziele durchführen. Auf diese Weise wird ein Lastausgleich für ein Anwendungs-Back-End ermöglicht, das mit einer beliebigen IP-Adresse und auf einer beliebigen Schnittstelle einer Instance gehostet wird. Jede auf der gleichen Instance gehostete Anwendung kann über eine zugehörige Sicherheitsgruppe verfügen und den gleichen Port verwenden. Sie können auch IP-Adressen als Ziele verwenden, um einen Lastausgleich für Anwendungen durchführen, die an lokalen Standorten (über Direct Connect oder eine VPN-Verbindung), in gleichgeschalteten VPCs und auf EC2-Classic (mithilfe von) gehostet werden. Die Möglichkeit, einen Lastausgleich für AWS- und lokale Ressourcen durchzuführen, hilft Ihnen beim Migrieren in die Cloud, beim Burst in die Cloud und beim Failover zur Cloud.

    Hohe Verfügbarkeit
    Sie müssen mehr als eine Availability Zone für einen Application Load Balancer festlegen. Sie können den eingehenden Datenverkehr an die Ziele in mehreren Availability Zones leiten. Ein Application Load Balancer passt seine Kapazität zum Verarbeiten von Anforderungen automatisch an den eingehenden Anwendungsdatenverkehr an.

    Sicherheitsfunktionen
    In einer Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) können Sie dem Elastic Load Balancing zugeordnete Sicherheitsgruppen erstellen und verwalten, die zusätzliche Netzwerk- und Sicherheitsoptionen bieten. Sie können einen Application Load Balancer so konfigurieren, dass er eine Verbindung mit dem Internet hat, oder Sie erstellen einen Lastverteiler ohne öffentliche IP-Adresse, der nur in internen Netzwerken (ohne Internetverbindung) eingesetzt wird.

    Inhaltsbasiertes Routing
    Wenn Ihre Anwendung aus mehreren einzelnen Services besteht, kann ein Application Load Balancer eine Anforderung basierend auf deren Inhalt an einen Service leiten.

            Hostbasiertes Routing
            Sie können eine Clientanforderung auf Basis des Hostfelds des HTTP-Headers weiterleiten und auf diese Weise von demselben Load Balancer aus eine Weiterleitung an mehrere Domänen vornehmen.

            Pfadbasiertes Routing
            Sie können eine Clientanforderung auf Basis des URL-Pfads des HTTP-Headers weiterleiten.

    Anwendungs-Support in Container-Form
    Application Load Balancer bietet eine verbesserte Containerunterstützung durch Lastausgleich über mehrere Ports auf einer einzelnen Amazon EC2-Instance. Aus der nahtlosen Integration in den Amazon EC2 Container Service (ECS) resultiert ein vollständig verwaltetes Containerangebot. Mit dem ECS können Sie in der ECS-Aufgabendefinition einen dynamischen Port festlegen, um dem Container einen ungenutzten Port zuzuweisen, wenn der Container auf der EC2-Instance ausgeführt wird. Der ECS-Scheduler fügt die Aufgabe dem Load Balancer automatisch über diesen Port hinzu.

    HTTP/2 Support
    HTTP/2 ist eine neue Version des HyperText Transfer Protocol (HTTP), das eine einzelne, gebündelte Verbindung verwendet, was das Senden mehrerer Anfragen über dieselbe Verbindung ermöglicht. Außerdem werden Kopfdaten komprimiert, bevor sie im Binärformat verschickt werden, und TLS-Verbindungen zu Clients unterstützt.

    WebSockets-Support
    Über WebSockets kann ein Server Nachrichten in Echtzeit mit Endbenutzern austauschen, ohne dass die Endbenutzer ein Update vom Server anfordern müssen. Das WebSockets-Protokoll bietet bidirektionale Kommunikationskanäle zwischen einem Client und einem Server über eine lange laufende TCP-Verbindung.

    Native IPv6-Unterstützung
    Application Load Balancer unterstützen das native Internetprotokoll Version 6 (IPv6) in einer VPC. Clients können daher über IPv4 oder IPv6 Verbindungen mit einem Application Load Balancer herstellen.

    Sticky Sessions
    Sticky Sessions sind ein Mechanismus zum Routen von Anfragen desselben Clients auf dasselbe Ziel. Der Application Load Balancer unterstützt Sticky Sessions mit vom Load Balancer generierten Cookies. Wenn Sie Sticky Sessions aktivieren, erhält dasselbe Ziel die Anfrage und kann den Sitzungsinhalt über das Cookie wiederherstellen. Die Gebundenheit wird auf Zielgruppenebene festgelegt.

    Zustandsprüfungen
    Ein Application Load Balancer leitet den Datenverkehr nur an ordnungsgemäß funktionierende Ziele weiter. Mit einem Application Load Balancer erhalten Sie bessere Einblicke in den Status Ihrer Anwendungen – und das auf zweierlei Weise: (1) Verbesserungen bei der Zustandsprüfung, dank derer Sie detaillierte Fehlercodes von 200 bis 499 konfigurieren können. Mit diesen Zustandsprüfungen können Sie den Status jedes Services hinter dem Load Balancer überwachen. (2) Neue Metriken, durch die Sie Einblicke in den Datenverkehr jedes Services erhalten, der auf einer EC2-Instance ausgeführt wird.

    Betriebsüberwachung
    Amazon CloudWatch erstellt Berichte zu Application Load Balancer-Metriken wie der Anzahl der Anfragen, Fehler, Fehlertypen und der Anfragelatenz.

    Protokollierung
    Verwenden Sie die Funktion Zugriffsprotokolle, um alle an Ihren Load Balancer gesendeten Anforderungen aufzuzeichnen, und speichern Sie die Protokolle für die spätere Analyse in Amazon S3. Die Protokolle sind komprimiert und haben die Dateiendung "gzip". Die komprimierten Protokolle sparen sowohl Speicherplatz als auch Übertragsungsbandbreite und sind nützlich für die Diagnose von Anwendungsfehlern und die Analyse von Internetdatenverkehr.

    Sie können AWS CloudTrail verwenden, um Application Load Balancer-API-Aufrufe für Ihr Konto zu erfassen und Protokolldateien bereitzustellen. Mithilfe des API-Aufrufverlaufs können Sie Sicherheitsanalysen, Ressourcenänderungsverfolgung und Compliance-Überprüfungen durchführen.

    Verhinderung von Datenverlust
    Sie können auf einem Application Load Balancer die Verhinderung von Datenverlust aktivieren, um eine versehentliche Löschung auszuschließen.

    Anforderungsnachverfolgung
    Der Application Load Balancer fügt allen Anforderungen, die den Load Balancer erreichen, eine neue benutzerdefinierte "X-Amzn-Trace-Id"-HTTP-Header-ID hinzu. Die Anforderungsnachverfolgung ermöglicht Ihnen das Nachverfolgen einer Anforderung über ihre eindeutige ID, während die Anforderung verschiedene Services durchläuft, aus denen Ihre Websites und verteilten Anwendungen bestehen. Sie können die eindeutige Nachverfolgungs-ID verwenden, um Leistungs- oder Timingprobleme Ihrer Anwendungen mit der Genauigkeit einer einzelnen Anforderung aufzudecken.

    Webanwendungs-Firewall
    Sie können AWS WAF jetzt verwenden, um Ihre Webanwendungen auf Ihren Application Load Balancers zu schützen. AWS WAF ist eine Webanwendungs-Firewall, die Ihre Webanwendungen vor verbreiteten Internet-Bedrohungen schützt, die die Verfügbarkeit der Anwendung oder die Sicherheit beeinträchtigen bzw. Ressourcen exzessiv belasten können.

  • Network Load Balancer

    Network Load Balancer wirkt auf der Verbindungsebene (Layer 4) und leitet Verbindungen zu Zielen – Amazon EC2-Instances, Container und IP-Adressen basierend auf dem IP-Protokoll. Network Load Balancer ist in der Lage, bei extrem geringen Latenzen Millionen von Anforderungen pro Sekunde zu verarbeiten, und eignet sich damit optimal für den Lastausgleich bei TCP-Datenverkehr. Network Load Balancer ist für den Umgang mit unvorhergesehenen und flüchtigen Datenverkehrsmustern optimiert und verwendet dabei eine einzelne statische IP-Adresse pro Availability Zone. Er ist in andere gängige AWS-Services wie Auto Scaling, Amazon EC2 Container Service (ECS) und Amazon CloudFormation integriert.

    Verbindungsbasierter Lastausgleich
    Sie können einen Lastausgleich bei TCP-Datenverkehr durchführen und Verbindungen zu Zielen leiten – Amazon EC2-Instances, Microservices und Container sowie IP-Adressen.

    Hohe Verfügbarkeit
    Network Load Balancer ist hoch verfügbar. Er akzeptiert eingehenden Datenverkehr von Clients und verteilt diesen Datenverkehr auf die Ziele, die sich in derselben Availability Zone befinden. Der Load Balancer überwacht auch den Zustand seiner registrierten Ziele und stellt sicher, dass er den Datenverkehr nur an fehlerfreie Ziele weiterleitet. Wenn der Load Balancer ein fehlerhaftes Ziel erkennt, leitet er keinen Verkehr mehr an das Ziel, sondern an verbleibende fehlerfreie Ziele. Wenn sämtliche Ziele in einer Availability Zone fehlerhaft sind, leitet Network Load Balancer den Verkehr automatisch an Ihre fehlerfreien Ziele in den anderen Availability Zones weiter, sofern Sie zuvor Ziele in einer anderen Availability Zone festgelegt haben.

    Hoher Durchsatz
    Network Load Balancer ist so konzipiert, dass er sich wachsendem Datenverkehr anpassen und einen Lastausgleich für Millionen Anforderungen pro Sekunde durchführen kann. Er kann auch unvorhergesehene flüchtige Datenverkehrsmuster verarbeiten.

    Niedrige Latenz
    Network Load Balancer bietet extrem niedrige Latenzen für latenzempfindliche Anwendungen.

    Beibehalten der Quell-IP-Adresse
    Network Load Balancer behält die clientseitige Quell-IP-Adresse bei, sodass das Backend die IP-Adresse des Clients sehen kann. Diese kann dann von Anwendungen zur weiteren Verarbeitung verwendet werden.

    Unterstützung der statischen IP-Adresse
    Network Load Balancer bietet automatisch eine statische IP-Adresse pro Availability Zone (Subnetz), die von Anwendungen als Frontend-IP-Adresse des Lastausgleichs verwendet werden kann.

    Unterstützung der Elastic IP-Adresse
    Außerdem können Sie Network Load Balancer eine Elastic IP-Adresse pro Availability Zone (Subnetz) zuweisen und damit Ihre eigene feste IP-Adresse angeben.

    Zustandsprüfungen
    Network Load Balancer unterstützt sowohl Netzwerkziel- als auch Anwendungsziel-Zustandsprüfungen. Der Zustand auf Netzwerkebene basiert auf der allgemeinen Antwort Ihres Ziels auf normalen Datenverkehr. Wenn das Ziel nicht mehr oder zu langsam auf neue Verbindungen reagiert, markiert der Load Balancer das Ziel als nicht verfügbar. Zustandsprüfungen auf Anwendungsebene können auch für tiefergehende Analysen verwendet werden. Durch periodische Untersuchung einer bestimmten URL auf einem bestimmten Ziel kann der Zustand der eigentlichen Anwendung integriert werden. Für eine schnelle Diagnose und leistungsstarkes Debuggen bieten „Ursachencodes“ in der Network Load Balancer-API und die Amazon CloudWatch-Metriken, die den Zielzustandsprüfungen zugeordnet sind, einen vollständigen Einblick in Zustandsprüfungen und die möglichen Ursachen, aus denen heraus sie nicht bestanden werden.

    DNS Failover
    Wenn der Network Load Balancer keine fehlerfreien Ziele registriert, oder wenn die Network Load Balancer-Knoten in einer bestimmten Zone fehlerhaft sind, leitet Amazon Route 53 den Datenverkehr zu Lastausgleichsknoten in anderen Availability Zones.

    Integration in Amazon Route 53
    Sollte Network Load Balancer nicht reagieren, wird durch Integration in Route 53 die nicht verfügbare Load Balancer-IP-Adresse aus dem Dienst entfernt und der Datenverkehr zu einem alternativen Network Load Balancer in einer anderen Region geleitet.

    Integration mit AWS-Services
    Network Load Balancer ist in andere AWS-Services integriert, wie z. B. Auto Scaling, Amazon EC2 Container Service (ECS), AWS CloudFormation, AWS CodeDeploy und AWS Config.

    Langlebige TCP-Verbindungen
    Network Load Balancer unterstützt langlebige TCP-Verbindungen, die ideal für WebSocket-Anwendungen sind.

    Zentrale API-Unterstützung
    Network Load Balancer verwendet dieselbe API wie Application Load Balancer. Deshalb können Sie mit Zielgruppen und Zustandsprüfungen arbeiten und einen mehrere Ports übergreifenden Lastausgleich auf derselben Amazon EC2-Instance durchführen, um in Containern ausgeführte Anwendungen zu unterstützen.

    Robuste Überwachung und Prüfung
    Amazon CloudWatch erstellt Berichte über Network Load Balancer-Metriken. CloudWatch stellt Metriken wie Active Flow-Anzahl, Healthy Host-Anzahl, New Flow-Anzahl, verarbeitete Bytes und vieles mehr bereit. Network Load Balancer ist auch in AWS CloudTrail integriert. CloudTrail verfolgt API-Aufrufe des Network Load Balancer nach.

    Erweiterte Protokollierung
    Sie können mit der Funktion „Flow Logs“ alle an Ihren Load Balancer gesendeten Anforderungen aufzuzeichnen. „Flow Logs“ erfassen Informationen zum IP-Datenverkehr zu und von Netzwerkschnittstellen in Ihrer VPC. „Flow Log“-Daten werden mithilfe von Amazon CloudWatch-Protokollen gespeichert.

    Zonale Isolierung
    Die Network Load Balancer ist für Anwendungsarchitekturen in einer einzigen Zone konzipiert. Wenn in der Availability Zone ein Fehler auftritt, wird automatisch ein Failover zu anderen intakten Availability Zones durchgeführt. Wir empfehlen Kunden, den Load Balancer und Ziele in mehreren AZs zu konfigurieren, um hohe Verfügbarkeit zu erzielen, doch der Network Load Balancer kann in einer einzelnen Availability Zone aktiviert werden, um Architekturen zu unterstützen, die zonale Isolation erfordern.

    Lastausgleich mithilfe von IP-Adressen als Ziele
    Sie können einen Lastausgleich für jede in AWS oder lokal gehostete Anwendung mithilfe der IP-Adressen der Anwendungs-Back-Ends als Ziele durchführen. Auf diese Weise wird ein Lastausgleich für ein Anwendungs-Back-End ermöglicht, das mit einer beliebigen IP-Adresse und auf einer beliebigen Schnittstelle einer Instance gehostet wird. Jede auf der gleichen Instance gehostete Anwendung kann über eine zugehörige Sicherheitsgruppe verfügen und den gleichen Port verwenden. Sie können auch IP-Adressen als Ziele verwenden, um einen Lastausgleich für Anwendungen durchzuführen, die an lokalen Standorten (über eine Direct Connect-Verbindung) und auf EC2-Classic (mithilfe von ClassicLink) gehostet werden. Die Möglichkeit, einen Lastausgleich für AWS- und lokale Ressourcen durchzuführen, hilft Ihnen beim Migrieren in die Cloud, beim Burst in die Cloud und beim Failover zur Cloud.

  • Classic Load Balancer

    Der Classic Load Balancer bietet grundlegenden Lastausgleich auf mehrere Amazon EC2-Instances und läuft sowohl auf Anfrage- als auch auf Verbindungsebene. Der Classic Load Balancer eignet sich für Anwendungen, die innerhalb des EC2-Classic-Netzwerks aufgebaut wurden. Wir empfehlen Application Load Balancer für Layer 7 und Network Load Balancer für Layer 4 in einer Virtual Private Cloud (VPC).

    Hohe Verfügbarkeit
    Mit Elastic Load Balancing können Sie eingehenden Datenverkehr auf Ihre Amazon EC2-Instances in einer einzigen oder in mehreren Availability Zones verteilen. Der Classic Load Balancer passt seine Kapazität zum Verarbeiten von Anforderungen automatisch dem eingehenden Anwendungsdatenverkehr an.

    Zustandsprüfungen
    Der Classic Load Balancer kann die Fehlerfreiheit von Amazon EC2-Instances erkennen. Wenn fehlerhafte EC2-Instances erkannt werden, wird die Weiterleitung an diese Instances eingestellt und die Last an die verbleibenden fehlerfreien Instances verteilt.

    Sicherheitsfunktionen
    In einer Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) können Sie dem Classic Load Balancer zugeordnete Sicherheitsgruppen erstellen und verwalten, die zusätzliche Netzwerk- und Sicherheitsoptionen bieten. Sie können einen Classic Load Balancer auch ohne öffentliche IP-Adressen erstellen, der dann als interner Load Balancer (ohne Verbindung mit dem Internet) dient.

    SSL-Auslagerung
    Der Classic Load Balancer unterstützt die SSL-Terminierung einschließlich Auslagerung der SSL-Verschlüsselung aus Anwendungs-Instances, zentraler Verwaltung von SSL-Zertifikaten und Verschlüsselung in Backend-Instances mit optionaler Authentifizierung durch öffentliche Schlüssel. Durch eine flexible Unterstützung von Verschlüsselungsverfahren können Sie die Verschlüsselungen und Protokolle bestimmen, die der Load Balancer Clients präsentiert.

    Gebundene Sitzungen (Sticky Sessions)
    Der Classic Load Balancer unterstützt die Fähigkeit, Benutzersitzungen mit Cookies an bestimmte EC2-Instances zu binden. Datenverkehr wird zu denselben Instances weitergeleitet, während der Benutzer weiter auf Ihre Anwendung zugreift.

    IPv6-Unterstützung
    Classic Load Balancer unterstützt für EC2 Classic-Netzwerke sowohl Internetprotokoll Version 4 als auch 6 (IPv4 und IPv6).

    Layer 4- oder Layer 7-Lastausgleich
    Sie können HTTP/HTTPS-Anwendungen mit einem Lastausgleich versehen und Layer 7-spezifische Funktionen verwenden, z. B. X-Forwarded und Sticky Sessions. Sie können auch einen reinen Layer 4-Lastausgleich für Anwendungen wählen, die ausschließlich das TCP-Protokoll nutzen.

    Betriebsüberwachung
    Classic Load Balancer-Metriken wie Anforderungsanzahl und -latenz werden in Amazon CloudWatch protokolliert.

    Protokollierung
    Verwenden Sie die Funktion "Zugriffsprotokolle", um alle an Ihren Load Balancer gesendeten Anforderungen aufzuzeichnen, und speichern Sie die Protokolle für die spätere Analyse in Amazon S3. Die Protokolle sind bei der Diagnose von Anwendungsfehlern und der Analyse des Web-Datenverkehrs hilfreich. Sie können AWS CloudTrail verwenden, um Classic Load Balancer-API-Aufrufe für Ihr Konto zu erfassen und Protokolldateien bereitzustellen. Mithilfe des API-Aufrufverlaufs können Sie Sicherheitsanalysen, Ressourcenänderungsverfolgung und Compliance-Überprüfungen durchführen.