Mit Amazon EC2 Spot-Instances können Sie dieselben Amazon EC2-Instances anfordern, um Ihre Datenverarbeitungskosten zu reduzieren und den Anwendungsdurchsatz zu verbessern. Spot-Instances können Sie über die Spot-Verwaltungskonsole, das CLI, die API oder dieselbe Schnittstelle, die zum Starten von On-Demand-Instances verwendet wird, anfordern, indem Sie einfach auswählen, dass Sie Spot verwenden möchten. Ihre Anforderung wird gewährt, falls die notwendigen Kapazitäten vorhanden sind. Sie können eine Startvorlage oder ein vorab konfiguriertes oder benutzerdefiniertes Amazon Machine Image (AMI) wählen, Sicherheit und Netzwerkzugriff für Ihre Spot-Instance konfigurieren, unter mehreren Instance-Typen und Speicherorten wählen, statische IP-Endpunkte verwenden und dauerhafte Blockspeicher für Ihre Spot-Instances auswählen.

Der Spot-Preis berechnet sich nach den langfristigen Trends bei Angebot und Nachfrage sowie nach den EC2-Reservekapazitäten. Sie bezahlen den Spot-Preis, der zu Beginn jeder Instance-Stunde gilt und sekundengenau abgerechnet wird.

Amazon EC2 bietet Funktionen und Tools, damit Sie Ihre Kosteneinsparungen und Anwendungsleistung mit Spot-Instances optimieren können.

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Das kostenlose Kontingent für AWS umfasst ein Jahr lang jeden Monat 750 Stunden Nutzung von Linux- und Windows-Instances vom Typ t2.micro. Um innerhalb des kostenlosen Nutzungskontingents zu bleiben, verwenden Sie nur EC2-Instances vom Typ "Micro".

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Spot-Instances können über die RunInstances-API mit einem einzelnen weiteren Parameter gestartet werden. Die Spot-Instances, die über RunInstances gestartet werden, unterscheiden sich nicht von den anderen EC2 Spot-Instances. Sie bieten dieselbe Zuverlässigkeit, Sicherheit, Leistung, Kontrolle und Elastizität von Amazon EC2 zu marktabhängigen Preisen. Wählen Sie beim Anfordern der Kapazität einfach Spot als Marktoption aus. Erfahren Sie mehr über das Starten von Spot-Instances über die RunInstances-API. 

Mithilfe von Spot-Flotten können Sie automatisch Spot-Instances mit dem niedrigsten Preis pro Kapazitätseinheit anfordern. Senden Sie einfach eine Spot-Flotten-Anforderung ein, die die Instance-Typen enthält, die Ihre Anwendung verwenden kann. Legen Sie anhand der Bedürfnisse Ihrer Anwendung (in jeder Einheit, einschließlich Instances, vCPUs, Arbeitsspeicher, Speicher und Netzwerkdurchsatz). Weitere Informationen über Spot-Flotten.

Spot-Flotten erkennen unterbrochene oder manuell beendete Spot-Instances. Sie können sie automatisch ersetzen, um sicherzustellen, dass die nötige Rechenkapazität für Ihre Anwendung verfügbar ist. Mit Spot-Flotten können Sie auch Spot-Kapazitäten über mehrere Instance-Pools hinweg bereitstellen. So erhöhen Sie die Anwendungsverfügbarkeit und senken Sie langfristig die Betriebskosten der Flotte. Weitere Informationen über Spot-Flotten.

Spot kann Ihre Instances im Falle einer Unterbrechung pausieren oder anhalten (herunterfahren), anstatt sie zu beenden, wenn die Kapazität nicht mehr verfügbar ist. Instances werden ab dem Zeitpunkt fortgesetzt, ab dem weitere Kapazitäten verfügbar sind, was es Ihrer Instance ermöglicht, die Arbeit schneller wiederaufzunehmen. Weitere Informationen über Stop/Start und Hibernate.

Sie zahlen für Spot-Instances nie mehr als den von Ihnen angegebenen Höchstpreis. Wenn der Spot-Preis den von Ihnen festgelegten Höchstpreis für eine bestimmte Instance übersteigt oder keine Kapazitäten mehr verfügbar sind, wird die Instance automatisch heruntergefahren (oder angehalten/pausiert, wenn Sie sich bei einer persistenten Anforderung für diese Verhaltensweise entscheiden). Spot bietet drei Funktionen, mit denen Sie mehr Sichtbarkeit und Kontrolle darüber haben, wann Spot-Instances ausgeführt und beendet (oder angehalten/pausiert) werden.

Benachrichtigungen über Beendigung
Wenn Sie vor der Beendigung den Status speichern, abschließende Protokolldateien hochladen oder Spot-Instances aus einem Elastic Load Balancer entfernen müssen, können Sie die Benachrichtigungen über die Beendigung verwenden. Diese werden zwei Minuten vor der Beendigung ausgegeben. Weitere Informationen zum Verwalten von Unterbrechungen.

Persistente Anforderungen
Sie können auch einstellen, dass eine Anforderung offen bleibt, damit eine neue Instance im Falle einer Unterbrechung gestartet wird. Sie können auch festlegen, dass Ihre Amazon EBS-gestützte Instance bei Unterbrechung angehalten und neu gestartet wird, sobald Spot über Kapazitäten zu dem von Ihnen gewünschten Preis verfügt. Weitere Informationen zu persistenten und einmaligen Anforderungen.

Blockdauer
Wenn Sie Arbeitslasten 1–6 Stunden lang durchgehend ausführen müssen, können Sie eine Dauervoraussetzung bei der Anforderung von Spot-Instances angeben. Weitere Informationen über die Blockdauer bei Spot-Instances

Kunden von Amazon Web Services haben die Möglichkeit, ihre Amazon Elastic MapReduce (EMR)-Cluster mithilfe von Spot-Instances auszuführen und so die Kosten für die Verarbeitung riesiger Mengen an Daten in verwalteten Hadoop-Clustern beträchtlich zu verringern. Kunden können ihre EMR-Cluster ausführen, indem sie Spot-Instances einfach mit On-Demand und/oder Reserved Instances mischen, indem sie die Funktion mit mehreren Instance-Gruppen verwenden. Weitere Informationen zum Einrichten eines EMR-Clusters mit Spot finden Sie im Amazon EC2 User Guide.

AWS CloudFormation erleichtert Ihnen die Organisation und Bereitstellung einer Zusammenstellung von AWS-Ressourcen, einschließlich EC2 Spot, und ermöglicht Ihnen, sämtliche Abhängigkeiten oder besonderen Parameter festzulegen, die zur Laufzeit übergeben werden können. Ein Beispiel eines Performance Computing-Frameworks mit CloudFormation, das Spot-Instances nutzen kann, finden Sie in unserer Demo zu cfncluster. Weitere Informationen zum Einrichten von CloudFormation mit Spot finden Sie im Amazon EC2 User Guide.

Mit Auto Scaling-Gruppen können Sie Spot-Instances starten und verwalten, die Anwendungsverfügbarkeit aufrechterhalten und Ihre Amazon EC2-Spot-Kapazität entsprechend den von Ihnen festgelegten Bedingungen nach oben oder nach unten anpassen. Weitere Informationen zur Verwendung von Auto Scaling mit Spot-Instances finden Sie im Auto Scaling Developer Guide.

Kunden von Amazon Elastic Container Service (ECS) können Amazon ECS-Cluster auf Spot-Instances ausführen, um die Betriebskosten für die Ausführung von Anwendungen in Containern auf Amazon ECS zu reduzieren. Amazon ECS Console ist ebenfalls eng in Amazon EC2 Spot integriert. Kunden können mit dem Assistenten "Cluster erstellen" ganz einfach einen ECS-Cluster Spot-Instances einrichten. Weitere Informationen über ECS finden Sie auf der Produktseite von Amazon ECS.

AWS Batch plant Batchverarbeitungs-Workloads auf AWS, legt den Zeitplan für diese fest und führt sie aus. AWS Batch fordert in Ihrem Auftrag auch dynamisch Spot-Instances an und trägt somit zur Reduzierung der Kosten für das Ausführen von Batchaufträgen bei. Weitere Informationen über Batch finden Sie auf der Produktseite von AWS Batch.

Mit Thinkbox Deadline können Sie ganz einfach eine Renderfarm auf EC2 mit einer Spot-Flotte über das AWS Portal starten. Sie können sich für ein beliebiges Produkt eines Drittanbieters entscheiden, wie Autodesk Maya oder Autodesk 3dsMax, und eine EC2 Spot-Flotte starten. Deadline 10 verfügt über ein Dateisystem, mit dem Sie Ihre Asset-Dateien automatisch mit Amazon S3 synchronisieren können. Weitere Informationen über Deadline finden Sie unter Thinkbox Deadline.

Sie können einen unverschlüsselten Snapshot beim Start angeben und Spot dazu auffordern, ein oder mehrere verschlüsselte EBS-Volumes beim Starten der Instance zu erstellen. Geben Sie beim Senden einer Spot-Anfrage "Encrypted: true" als Verschlüsselungsverhalten in Blockgerät-Zuweisungen an. Wenn Sie bereits ein verschlüsseltes EBS-Volume verwenden, geben Sie die Snapshot-ID ohne das Flag "Encrypted" an und Spot erstellt weiterhin verschlüsselte Volumes in Ihrem vorhandenen verschlüsselten EBS-Snapshot.

Wenn Sie eine Spot-Instance anfordern, legt Spot standardmäßig den On-Demand-Preis als Ihren Höchstpreis pro Spot-Instance-Stunde fest. Sie können aber auch beim Anfordern einer Spot-Instance einen eigenen Höchstpreis pro Instance-Stunde festlegen. Für die Dauer der Ausführung der Instances zahlen Sie den bei der Anforderung angegebenen Stundensatz. Sollte der Spot-Preis den Höchstpreis übersteigen, wird Ihre Instance automatisch heruntergefahren, angehalten oder pausiert. Weitere Informationen über die Funktionsweise von Spot.

Sie können das Spot-Flotten-Plug-in für Jenkins und Atlassin Bamboo zur Ausführung der Erstellungsaufgaben für die kontinuierliche Integration auf Spot-Instances verwenden.


Spot-Instances sind gut geeignet für eine Vielzahl von Verarbeitungslasten. Je verteilter, skalierbarer und fehlertoleranter Ihre Anwendung ist, desto einfacher ist es, Geld zu sparen und den Durchsatz zu erhöhen.

Analyse
Komplexe Analysen, wie es beispielsweise bei Protokollabfragen oder bei Simulationen der Fall ist, die üblicherweise als Stapelaufträge verarbeitet werden, können mit Spot-Instances kostengünstig durchgeführt werden. Weitere Informationen zur Stapelverarbeitung.

Erstellung von Finanzmodellen und -analysen
Finanzdienstleister nutzen Spot-Instances, um Zeit und Kosten für komplexe Analysen zu reduzieren, die von Simulationen im Bereich Vermögensverwaltung bis hin zu Counterparty Value Adjustment reichen.

Bild- und Medien-Rendering
Medien- und Unterhaltungsunternehmen können Medienbestände mithilfe von Spot-Instances kostengünstig rendern und verschlüsseln und so ihre Infrastruktur je nach Bedarf skalieren. Weitere Informationen und Referenzarchitekturen finden Sie in unserem Blog.

Testen
Belastungs-, Integrations-, Frühwarn- und Sicherheitstests profitieren von der Flexibilität und den Kosteneinsparungen, die mit Spot-Instances einhergehen. Weitere Informationen.

Big Data
Spot-Instances können mit Tools wie Amazon Elastic MapReduce verwendet werden, um riesige Datenmengen, von menschlichen Genomdaten bis zu Twitter Firehose, zu verarbeiten. Weitere Informationen

Geodatenanalyse
Anbieter von geografischen Informationssystemen (GIS) nutzen Spot-Instances, um Stapelverarbeitungsvorgänge wie Rendering und Satellitenbildverarbeitung zu beschleunigen und deren Kosten zu senken. Weitere Informationen zur Stapelverarbeitung.

Wissenschaftliches Computing
Forscher und Kunden, die High Performance Computing nutzen, können dank Spot-Instances kostengünstig Simulationen durchführen, die von der Entwicklung von Medikamenten bis hin zur Genomforschung reichen. Weitere Informationen.

Web-Crawling
Mit Spot Instances kann die Infrastruktur für Web-Crawling-Prozesse einfach und kostengünstig erweitert werden, indem Amazon Elastic MapReduce oder andere Tools verwendet werden, um die Arbeit schneller und üblicherweise günstiger zu gestalten.