Amazon EC2 bietet eine große Auswahl von Instance-Typen, die für unterschiedliche Anwendungsfälle optimiert sind. Instance-Typen unterstützen verschiedene Kombinationen von CPU, Arbeitsspeicher, Speicher und Netzwerkkapazität. So können Sie flexibel die geeignete Ressourcenzusammenstellung für Ihre Anwendungen auswählen. Jeden Instance-Typ gibt es in einer oder mehreren Größen, sodass Sie Ihre Ressourcen an zu erfüllende Zielvorgaben anpassen können.
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Jede vCPU ist ein Hyperthread eines Intel Xeon-Kerns. Ausnahmen sind T2 und m3.medium.
*M3-Instances können auch auf einem Intel Xeon E5-2670 (Sandy Bridge)-Prozessor mit 2,6 GHz gestartet werden.
** Diese M4-Instances können auf einem Intel Xeon E5-2686 v4-Prozessor (Broadwell) gestartet werden.
† AVX, AVX2 und Enhanced Networking stehen nur für Instances zur Verfügung, die mit HVM-AMIs gestartet wurden.
Amazon EC2-Instances bieten eine Vielzahl weiterer Funktionen, mit deren Hilfe Sie Ihre Anwendungen bereitstellen, verwalten und skalieren können.
Amazon EC2 bietet Ihnen die Wahl zwischen Instances mit gleichbleibender Leistung (z. B. M3, C3 und R3) und Instances mit Spitzenlastleistung (z. B. T2). Instances mit Spitzenlastleistung bieten eine CPU-Basisleistung mit der Möglichkeit zur Verarbeitung von Spitzenlasten oberhalb der Basisleistung bieten. T2-Instances eignen sich für Arbeitslasten, die die volle CPU-Leistung nicht häufig oder uneinheitlich verwenden, jedoch gelegentlich Spitzenlasten verarbeiten müssen.
Bei T2-Instances werden die Basisleistung und die Fähigkeit zur Verarbeitung von Spitzenlasten per CPU-Guthaben verwaltet. Jede T2-Instance fortlaufend CPU-Guthaben, deren Rate von der Instance-Größe abhängt. T2-Instances sammeln im Leerlauf CPU-Guthaben und verbrauchen CPU-Guthaben, wenn sie aktiv sind. Ein CPU-Guthaben stellt die Leistung eines gesamten CPU-Kerns für eine Minute zur Verfügung.
Beispielsweise erhält eine Instance vom Typ t2.small fortlaufend Guthaben mit einer Rate von 12 CPU-Guthaben pro Stunde. Diese Fähigkeit stellt eine Basisleistung bereit, die 20 % eines CPU-Kerns entspricht. Wenn die Instance die erhaltenen Guthaben zu irgendeinem Zeitpunkt nicht benötigt, speichert sie sie in ihrem CPU-Guthabensaldo für bis zu 24 Stunden. Immer wenn Ihre t2.small Spitzenlasten mit mehr als 20 % der Leistung eines Kerns verarbeiten muss, zieht sie dies aus dem CPU-Guthabensaldo ab, um die Lastspitze nahtlos zu verarbeiten. Wenn sich im Lauf der Zeit herausstellt, dass für Ihre Arbeitslast mehr CPU-Guthaben erforderlich sind als Sie haben oder Ihre Instance keinen positiven CPU-Guthabensaldo aufrecht erhalten kann, empfehlen wir entweder eine größer dimensionierte T2-Instance, wie etwa die t2.medium, oder einen Instance-Typ mit konstanter Leistung.
Viele Anwendungen, wie etwa Webserver, Entwicklungsumgebungen und kleine Datenbanken, benötigen keine gleichbleibend hohe CPU-Leistung, profitieren aber stark von schnellen CPUs, wenn sie deren Leistung benötigen. T2-Instances sind besonders für diese Anwendungsfälle ausgelegt. Wenn Sie gleichbleibend hohe CPU-Leistung für Anwendungen wie Videokodierung, Websites mit hohem Durchsatz oder HPC-Anwendungen benötigen, empfehlen wir Ihnen Instanzen mit konstanter Leistung zu verwenden. T2-Instances sind so ausgelegt, dass sie sich verhalten, als stünden ihnen dedizierte Intel-Kerne mit hoher Leistung zur Verfügung, wenn Ihre Anwendung CPU-Leistung benötigt, schützt Sie aber zugleich von der schwankenden Leistung und anderen häufigen Nebenwirkungen, die typischer Weise in anderen Umgebungen bei überdimensionierten Abonnements auftreten.
Je nach Anforderungen bietet Amazon EC2 Ihnen die Wahl zwischen mehreren Speicheroptionen. Amazon EBS ist ein beständiges Speicher-Volume auf Blockebene, das Sie einer einzelnen ausgeführten Amazon EC2-Instance zuordnen können. Sie können Amazon EBS als primäres Speichermedium für Daten nutzen, die häufig und im Detail aktualisiert werden. Amazon EBS wird beispielsweise als Speicher empfohlen, wenn Sie eine Datenbank in Amazon EC2 ausführen. Amazon EBS-Volumes bleiben unabhängig von der Betriebsdauer einer einzelnen Amazon EC2-Instance erhalten. Sobald ein Volume einer Instance zugeordnet wurde, können Sie es wie ein physisches Festplattenlaufwerk nutzen. Amazon EBS bietet drei Volume-Typen zum Erfüllen der Anforderungen Ihrer Verarbeitungslasten: Standard (SSD), Bereitgestellte E/A\Sek. (SSD) und Magnetfestplatten. Standard-Volumes (SSD) sind der neue SSD-gestützte EBS-Volume-Typ für allgemeine Zwecke, den wir Kunden als Standardoption empfehlen. Standard-Volumes (SSD) sind für ein breites Spektrum von Arbeitslasten einschließlich kleiner und mittelgroßer Datenbanken sowie Entwicklungs- und Testumgebungen geeignet und ideal für Start-Volumes. Bereitgestellte E/A\Sek.-Volumes (SSD) bieten Speicher mit einheitlicher Leistung und kurzer Latenz und eignen sich für Anwendungen mit E/A-intensiven Verarbeitungslasten wie z. B. große relationale oder NoSQL-Datenbanken. Magnetfestplatten-Volumes verursachen die niedrigsten Kosten pro GB aller EBS-Volume-Typen. Magnetfestplatten-Volumes sind ideal für Arbeitslasten mit seltenen Datenzugriffen und Szenarien, bei denen die Speicherkosten so niedrig wie möglich sein sollen.
Viele Amazon EC2-Instances können auch über Speicher auf Festplatten verfügen, die physisch an den Hostcomputer angeschlossen sind. Dieser Festplattenspeicher wird als Instance-Speicher bezeichnet. Instance-Speicher bietet Amazon EC2-Instances temporären Speicher auf Blockebene. Die Daten auf Instance-Speicher-Volumes bleiben nur für die Nutzungsdauer der zugehörigen Amazon EC2-Instance erhalten.
Zusätzlich zu Speicher auf Blockebene mithilfe von Amazon EBS- oder Instance-Speicher können Sie auch Amazon S3 als überaus beständigen, hochverfügbaren Objektspeicher nutzen. Weitere Informationen über die Speicheroptionen von Amazon EC2 finden Sie in der Dokumentation zu Amazon EC2.
Gegen eine geringe zusätzliche Stundengebühr können Kunden bestimmte Amazon EC2-Instance-Typen als für EBS optimierte Instances starten. Für C5-, C4-, M5-, M4-, P3-, P2-, G3- und D2-Instances ist diese Funktion standardmäßig ohne Zusatzkosten aktiviert. Mithilfe von für EBS optimierten Instances können EC2-Instances die auf einem EBS-Volume bereitgestellten E/A-Vorgänge pro Sekunde in vollem Umfang nutzen. Für EBS optimierte Instances liefern je nach verwendetem Instance-Typ zwischen Amazon EC2 und Amazon EBS einen dedizierten Durchsatz mit Optionen von 500 MBit/s (Megabits pro Sekunde) bis 4 000 MBit/s. Durch den dedizierten Durchsatz werden Konflikte zwischen E/A-Vorgängen von Amazon EBS und anderem Datenverkehr Ihrer EC2-Instance minimiert, wodurch Ihre EBS-Volumes eine optimale Leistung liefern können. Für EBS optimierte Instances sind für die Nutzung mit sowohl standardmäßigen als auch bereitgestellten E/A\Sek.-Volumes für Amazon EBS konzipiert. Bei einer Anbindung an für EBS optimierte Instances können bereitgestellte E/A\Sek.-Volumes 99,9 % der Zeit bei einer Latenz im einstelligen Millisekundenbereich mindestens 90 % ihrer bereitgestellten E/A\Sek.-Leistung bieten. Wir empfehlen bereitgestellte E/A\Sek.-Volumes mit für EBS optimierten Instances bzw. Instances, die Cluster-Netzwerke für Anwendungen mit hohen Speicher-E/A-Anforderungen unterstützen.
Die R4-, X1-, M5-, M4-, C5-, C4-, C2-, I3-, CR1-, HS1-, P3-, P2-, G3-, F1- und D2-Instances unterstützen Cluster-Netzwerke. In einer gemeinsamen Cluster Placement-Gruppe gestartete Instances werden in einem logischen Cluster angeordnet, das zwischen allen Instances im Cluster eine hohe Bandbreite und schnelle Netzwerkverbindungen ermöglicht. Die von einer EC2-Instance in einer Cluster-Placement-Gruppe nutzbare Bandbreite richtet sich nach dem Instance-Typ und dessen Netzwerkleistung. Beim Start in einer Placement-Gruppe können bestimmte EC2-Instances bei einseitiger Übertragung bis zu 10 Gbit/s und bei beidseitiger Übertragung (Vollduplex) 25 Gbit/s nutzen. Der Netzwerkdatenverkehr außerhalb einer Cluster-Placement-Gruppe (z. B. im Internet) ist auf 5 Gbit/s (Vollduplex) beschränkt. Cluster-Netzwerke eignen sich ideal für Hochleistungsanalysesysteme und viele wissenschaftliche und Konstruktionsanwendungen, insbesondere für diejenigen, die den MPI-Bibliotheksstandard für Parallelprogrammierung nutzen.
Amazon EC2-Instances bieten Zugriff auf die folgenden Prozessormerkmale von Intel:
- Intel AES New Instructions (AES-NI): Der Befehlssatz für Intel AES-NI-Verschlüsselung verbessert den Original-Algorithmus Advanced Encryption Standard (AES) im Hinblick auf schnelleren Datenschutz und höhere Sicherheit. Alle EC2-Instances der aktuellen Generation unterstützten diese Prozessorfunktion.
- Intel Advanced Vector Extensions (Intel AVX, Intel AVX2 und Intel AVX-512): Intel AVX und Intel AVX2 sind Erweiterungen des 256-Bit-Befehlssatzes und Intel AVX-512 ist eine Erweiterung des 512-Bit-Befehlssatzes für Anwendungen mit vielen Fließkommaberechnungen. Intel AVX-Befehle verbessern die Leistung von Anwendungen wie etwa Bild- und Audio-/Videobearbeitung, wissenschaftlichen Simulationen, Finanzanalysen sowie 3D-Modellierungen und -Analysen. Diese Funktionen stehen nur für Instances zur Verfügung, die mit HVM-AMIs gestartet wurden.
- Intel Turbo Boost Technology: Die Intel Turbo Boost Technology bietet bei Bedarf mehr Leistung. Der Prozessor ist in der Lage, Kerne automatisch schneller als die Basisbetriebsfrequenz auszuführen, sodass Sie mehr schneller erledigen können.
Nicht alle Prozessorfunktionen sind bei allen Instance-Typen verfügbar. Prüfen Sie die Übersicht der Instance-Typen, in der Sie detaillierte Informationen darüber finden, welche Merkmale bei welchen Instance-Typen verfügbar sind.
Amazon EC2 ermöglicht Ihnen die Bereitstellung einer Vielzahl von Instance-Typen, die verschiedene Kombinationen von CPU-, Arbeitsspeicher-, Datenträger- und Netzwerkfunktionen bieten. Das Starten neuer Instances und parallele Ausführen von Tests ist einfach. Wir empfehlen das Messen der Leistung von Anwendungen, um geeignete Instance-Typen zu bestimmen und die Anwendungsarchitektur zu überprüfen. Wir empfehlen außerdem umfassende Belastungs- und Skalierungstests, um sicherzustellen, dass Ihre Anwendungen wie gewünscht skaliert werden können.
Amazon EC2 bietet Ihnen bei zehn verschiedenen Instance-Typen zahlreiche Optionen, jede mit einer oder mehreren möglichen Größen, die in sechs für diverse Anwendungstypen optimierte Instance-Familien aufgeteilt sind. Wir empfehlen, dass Sie die Anforderungen Ihrer Anwendungen analysieren und die geeignete Instance-Familie als Ausgangspunkt für das Testen der Anwendungsleistung wählen. Gehen Sie zum Bewerten der Leistung Ihrer Anwendungen so vor: (1.) Bestimmen Sie Ihre Anwendungsanforderungen im Vergleich mit verschiedenen Instance-Familien. (Ist die Anwendung beispielsweise mehr von Rechenleistung oder Arbeitsspeicher usw. abhängig?) und (2.) Ermitteln Sie die Größe Ihrer Verarbeitungslast zum Bestimmen der geeigneten Instance-Größe. Für das Messen der Leistung Ihrer vollständigen Anwendung gibt es keinen Ersatz, da die Anwendungsleistung von der zugrunde liegenden Infrastruktur oder durch Software- oder Architektureinschränkungen beeinträchtigt werden kann. Wir empfehlen Tests auf Anwendungsebene, einschließlich Nutzung von Tools und Services für die Erstellung von Anwendungsprofilen und Durchführung von Lasttests.