Amazon EC2 stellt eine rein virtuelle Rechenumgebung dar, in der Sie Web-Service-Oberflächen zum Starten von Instanzen mit verschiedenen Betriebssystemen verwenden, diese Instanzen mit Ihrer angepassten Anwendungsumgebung laden, die Zugangsberechtigungen für Ihr Netzwerk verwalten und Ihr Image unter Verwendung von so vielen oder so wenigen Systemen wie gewünscht ausführen können.

Die Verwendung von Amazon EC2 ist einfach:

  • Wählen Sie ein als Vorlage vorkonfiguriertes Amazon Machine Image (AMI) aus, um ohne Verzögerung sofort loslegen zu können. Sie können ein AMI auch selbst erstellen, das Ihre Anwendungen, Bibliotheken, Daten und zugehörigen Konfigurationseinstellungen enthält.
  • Konfigurieren Sie die Sicherheitseinstellungen und den Netzwerkzugang für Ihre Amazon EC2-Instance.
  • Wählen Sie die gewünschten Instance-Typen aus. Anschließend können Sie mithilfe der Web-Service-APIs oder der verschiedenen Verwaltungstools so viele Instances Ihres AMI wie benötigt starten, beenden und überwachen.
  • Legen Sie fest, ob an mehreren Standorten ausgeführt werden soll, ob Sie statische IP-Endpunkte verwenden möchten oder ein dauerhafter Blockspeicher zu Ihren Instanzen hinzugefügt werden soll.
  • Zahlen Sie nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen, wie Instanz-Stunden oder Datenübertragung.

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Das kostenlose Kontingent für AWS umfasst ein Jahr lang jeden Monat 750 Stunden Nutzung von Linux- und Windows-Instances vom Typ t2.micro. Um innerhalb des kostenlosen Nutzungskontingents zu bleiben, verwenden Sie nur EC2-Instances vom Typ "Micro".

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Amazon EC2 verfügt über zahlreiche leistungsstarke Funktionen zum Erstellen skalierbarer, ausfallsicherer Anwendungen der Enterprise-Klasse.

Die Amazon EC2 Bare Metal-Instances bieten Ihren Anwendungen den direkten Zugriff auf den Prozessor und den Arbeitsspeicher der zugrunde liegenden Server. Diese Instances eignen sich ideal für Workloads, die Zugriff auf Hardwarefunktionen (wie Intel VT-x) benötigen, oder für Anwendungen, die aus Lizenz- oder Support-Gründen in einer nicht virtualisierten Umgebung ausgeführt werden müssen. Bare Metal-Instances bauen auf dem Nitro-System auf, einer Ansammlung von AWS-entwickelter Hardware-Entlastungs- und -Schutzkomponenten, die gemeinsam die Ausführung geschäftskritischer Anwendungen mit hohen Anforderungen an Leistung und Verfügbarkeit auf sichere Art und Weise möglich machen. Bare Metal-Instances bieten dieselbe robuste Sicherheit, Zuverlässigkeit, Kapazitätselastizität und denselben Support für verschiedene Betriebssysteme und Softwarepakete wie virtuelle EC2-Instances. Sie können Bare Metal-Instances zusammen mit AWS-Services wie Amazon Virtual Private Cloud (VPC), Elastic Block Store (EBS) und Elastic Load Balancing (ELB) verwenden. Bare Metal-Instances sind als öffentliche Vorversion verfügbar. Sie können das Antragsformular hier ausfüllen, um Zugang zu den EC2 Bare Metal-Instances anzufordern.

Kunden mit einem hohen Performance-Bedarf für die Verarbeitung von Fließkommazahlen profitieren von dieser nächsten Generation universaler GPU Compute-Instances von AWS: Amazon EC2 P3-Instances mit bis zu 8 NVIDIA Volta GV100-GPUs. P3-Instances bieten eine Fließkommaleistung von bis zu 1 PetaFLOPS Mixed-Precision, 125 TeraFLOPS Single-Precision und 62 TeraFLOPS Double-Precision. Ein 300 GB/s-NVLink-Interconnect der zweiten Generation ermöglicht GPU-zu-GPU-Kommunikation bei hoher Geschwindigkeit und niedriger Latenz. P3-Instances bieten darüber hinaus bis zu 64 vCPUs auf Basis eines maßgeschneiderten Intel Xeon E5-Prozessors (Codename Broadwell), 488 GB DRAM und 25 Gbit/s dedizierte Gesamtnetzwerkbandbreite über Elastic Network Adaptor (ENA). P3-Instances eignen sich ideal für maschinelles Lernen, High Performance Computing (HPC), numerische Strömungsmechanik, Finanzanwendungen, seismische Analysen, molekulare Modellierung, Genomforschung und Workload-Rendering.

Kunden, die hohe Performance für die Verarbeitung von Fließkommazahlen benötigen, werden von GPU Compute-Instances profitieren. Die aktuelle Generation der GPU Graphics-Instances, die G3-Instance, bietet Zugriff auf NVIDIA Tesla M60-GPUs mit je bis zu 2 048 parallelen Prozessorkernen, 8-GiB-GPU-Speicher und einen Hardware-Encoder, der bis zu 10 H.265 (HEVC) 1080p30-Streams und bis zu 18 H.264 1080p30-Streams unterstützt. Mit dem zuletzt veröffentlichten Treiber bieten diese GPUs Unterstützung für OpenGL, DirectX, CUDA, OpenCL und das Capture-SDK (ehemals GRID-SDK). GPU Graphics-Instances sind ideal für 3D-Visualisierungen, grafikintensive Remote-Workstations, 3D-Rendering, Anwendungsstreaming, Videocodierung und andere serverseitige Grafik-Verarbeitungslasten geeignet.

Kunden, die eine sehr hohe bzw. niedrige Latenz erfordern sowie Random-I/O-Zugang zu ihren Daten können von High I/O Instances profitieren. High I/O-Instances sind ein Amazon EC2 Instance-Typ, der Kunden Random-I/O-Raten über 3 Millionen IOPS bieten kann. High I/O-Instances werden von SSD-Festplatten, die auf Non-Volatile Memory Express (NVMe) basieren, unterstützt. Sie eignen sich bestens für Kunden, die sehr leistungsstarke NoSQL-Datenbanken, Transaktionssysteme und Elastic Search-Arbeitslasten ausführen. High I/O-Instances bieten außerdem sequenziellen Datenträgerdurchsatz von bis zu 16 GB/s, womit sie ideal zur Analyse von Inhalten geeignet sind.

Sehen Sie sich die Amazon EC2 Instance-Typen an, um mehr Informationen über High I/O-Instances zu erhalten.

Kunden, die eine sehr hohe Speicherdichte pro Instance und eine hohe sequenzielle E/A-Leistung für datenintensive Anwendungen wie Data Warehouses mit massiver Parallelverarbeitung (MPP), verteiltes Computing mit MapReduce und Hadoop sowie Protokoll- und Datenverarbeitung benötigen, können von Dense Storage-Instances profitieren. Dense Storage-Instances sind ein Amazon EC2-Instance-Typ, der Kunden einen sequentiellen E/A-Durchsatz von bis zu 3,9 GB/s und Instance-Speicher von bis zu 48 TB auf 24 Festplattenlaufwerken bietet. Alternativ ist auch ein Ausgleich mit weniger Storage und Arbeitsspeicher pro vCPU sowie eine auf ENA basierende Vernetzung mit bis zu 25 Gbit/s Netzwerkbandbreite in einer Placement Group möglich. Unter Amazon EC2-Instance-Typen finden Sie weitere Informationen zu Dense Storage-Instances.

Unterschiedliche Amazon EC2-Verarbeitungslasten können sehr unterschiedliche Speicheranforderungen haben. Zusätzlich zum integrierten Instance-Speicher haben wir auch Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS) und Amazon Elastic File System (Amazon EFS) für andere Cloud-Speicher-Verarbeitungslastanforderungen.

Amazon EBS stellt zuverlässige, hochgradig skalierbare, konsistente Blockspeicher-Volumes mit niedriger Latenz für die Verwendung mit Amazon EC2-Instances bereit. Jedes Amazon EBS-Volume wird in seiner Availability Zone automatisch repliziert, um Schutz bei Ausfall von Komponenten zu bieten, was für hohe Verfügbarkeit und Beständigkeit sorgt. Es wurde für Anwendungsmanager entwickelt, die Verarbeitungslasten hinsichtlich Kapazität, Leistung und Kosten optimieren müssen.

Amazon EFS stellt einfachen, skalierbaren, zuverlässigen, vollständig verwalteten Cloud-Dateispeicher für den gemeinsamen Zugriff bereit. Durch die Ausrichtung auf hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit über mehrere Availability Zones hinweg stellt es eine Dateisystemschnittstelle mit standardmäßiger Dateisystem-Zugriffssemantik bereit, erhöht und reduziert die Kapazität automatisch und stellt Anwendungsmanagern einen hohen Durchsatz sowie gleichbleibend niedrige Latenzen in Petabyte-Größe bereit. 

Am Monatsende werden Ihnen immer nur die EC2-Ressourcen in Rechnung gestellt, die Sie verbraucht haben.

Nehmen Sie zum Beispiel an, dass Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt 20 Instances vom Typ "Small" zu 0,085 USD pro Stunde starten. Die Instanzen werden sofort gebootet, sie werden jedoch nicht notwendigerweise alle im selben Moment gestartet. Zu jeder Instanz wird der tatsächliche Startzeitpunkt gespeichert. Im Anschluss wird bei jeder Instanz für alle ausgeführten Stunden 0,085 USD pro Stunde berechnet – zu Beginn jeder Stunde in Relation zur Startzeit. Alle Instances werden so lange ausgeführt, bis eines der folgenden Ereignisse eintritt: Sie beenden die Instance mit dem Aufruf der API "TerminateInstances" (oder einem ähnlichen Tool), die Aufruf fährt sich selbst herunter (z. B. UNIX-Befehl ''shutdown'') oder der Host wird auf Grund eines Software- oder Hardwarefehlers beendet. Angefangene Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt.

Amazon EC2 ermöglicht das Betreiben von Instances an mehreren Standorten. Amazon EC2-Standorte bestehen aus Regionen und Availability Zones. Availability Zones sind eigenständige Standorte, die so entwickelt wurden, dass sie von Ausfällen in anderen Availability Zones isoliert sind. Sie bieten eine kostengünstige Netzwerkverbindung mit kurzer Latenz mit anderen Availability Zones in derselben Region. Indem Instanzen in separaten Availability Zones gestartet werden, können Sie Ihre Anwendungen vor den Fehlern eines einzelnen Standortes schützen. Regionen bestehen aus mindestens einer Availability Zone, sind geografisch verteilt und befinden sich in unterschiedlichen geografischen Zonen oder Ländern. Die SLA (Service Level Agreement) für Amazon EC2 sieht eine Verfügbarkeit von 99,95 % für jede Amazon EC2-Region vor. Weitere Informationen über unsere Produkte und Services sowie deren Verfügbarkeit nach Regionen finden Sie unter Regionale Produkte und Services.

Elastische IP-Adressen sind statische IP-Adressen, die für dynamisches Cloud Computing entwickelt wurden. Eine Elastic IP Address ist mit Ihrem Konto und nicht mit einer bestimmten Instanz verbunden. Sie haben die Kontrolle über diese Adresse, bis Sie sich explizit dafür entscheiden, sie freizugeben. Anders als bei herkömmlichen statischen IP-Adressen können Sie mit Elastic IP Addresses Fehler bei einer Instanz oder einer Availability Zone maskieren, indem Sie Ihre öffentlichen IP-Adressen an eine beliebige Instanz Ihres Kontos programmatisch umleiten. Sie müssen auf keinen Datentechniker warten, der Ihren Host neu konfiguriert oder ersetzt, oder darauf warten, dass sich DNS auf alle Ihre Kunden verteilt. Amazon EC2 ermöglicht Ihnen das Umfahren von Problemen mit Ihrer Instanz oder Software, indem Ihre "Elastic IP Address" schnell an eine Ersatz-Instanz umgeleitet wird. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, den Reverse DNS Eintrag Ihrer Elastic IP Addresses zu konfigurieren, indem Sie dieses Formular ausfüllen.

Mit Auto Scaling können Sie Ihre Amazon EC2-Kapazitäten entsprechend der von Ihnen festgelegten Bedingungen nach oben oder nach unten anpassen. Wenn Auto Scaling angewendet wird, können Sie dafür sorgen, dass die Anzahl der von Ihnen verwendeten Amazon EC2-Instances bei Anforderungsspitzen nahtlos nach oben skaliert wird, um die Leistung beizubehalten. Während eines Anforderungstiefs wird automatisch nach unten skaliert, um die Kosten gering zu halten. Auto Scaling eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen es stündlich, täglich oder wöchentlich zu Unterschieden in der Verwendung kommt. Auto Scaling wird durch Amazon CloudWatch aktiviert und über die Gebühren für Amazon CloudWatch abgedeckt. Es fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter Auto Scaling.

Kunden mit komplexen Computer-Arbeitslasten wie eng gekoppelten Parallelprozessen oder mit Anwendungen, die empfindlich auf Netzwerkleistung sind, können dieselbe hohe Rechen- und Netzwerkleistung erzielen, die durch maßgeschneiderte Infrastruktur bereitgestellt wird und dabei die Vorteile der Elastizität, Flexibilität und Kosteneinsparungen von Amazon EC2 nutzen. Cluster Compute-, Cluster GPU- und High-Memory-Cluster-Instances wurden speziell konzipiert, um eine hochleistungsfähige Netzwerkkapazität bereitzustellen, und können programmgesteuert in Clustern gestartet werden. So wird die kurze Latenz des Netzwerks erreicht, die für eng gekoppelte Kommunikation zwischen Netzwerkknoten erforderlich ist. Cluster-Instances bieten auch einen wesentlich höheren Durchsatz und sind daher gut für Kundenanwendungen geeignet, die netzwerkintensive Operationen ausführen müssen. Weitere Informationen dazu, wie Amazon EC2 und andere AWS-Services für HPC-Anwendungen verwendet werden können.

Enhanced Networking ermöglicht eine wesentlich höhere PPS-Leistung (Pakete pro Sekunde), niedrigeren Netzwerk-Jitter und kürzere Latenzen. Diese Funktion arbeitet mit einem neuen Netzwerkvirtualisierungs-Stack, der im Vergleich zu herkömmlichen Implementierungen eine höhere E/A-Leistung und niedrigere CPU-Auslastung bietet. Um in den Genuss von Enhanced Networking zu kommen, müssen Sie eine HVM AMI in VPC starten und den entsprechenden Treiber installieren. Anweisungen zum Aktivieren von Enhanced Networking für EC2-Instances finden Sie in den Tutorials Enhanced Networking on Linux und Enhanced Networking on Windows. Informationen zur Verfügbarkeit dieser Funktion je nach Instance und weitere Informationen finden Sie im Abschnitt mit den häufig gestellten Fragen zu erweiterten Netzwerken.

Kunden können über Amazon Virtual Private Cloud (VPC) oder AWS Direct Connect privat auf die Amazon EC2-APIs zugreifen, ohne öffentliche IP-Adressen verwenden zu müssen. Außerdem ist es nicht erforderlich, dass der Datenverkehr durch das Internet geleitet wird. AWS PrivateLink ist eine spezielle Technologie, mit denen Kunden auf hochverfügbare und leistungsstarke Weise auf Amazon Services zugreifen und dabei den Netzwerkverkehr im AWS-Netzwerk belassen können. Sie müssen einen Endpunkt für EC2 in Ihrer VPC erstellen, um Amazon EC2 mit AWS PrivateLink verwenden zu können. Der Datenverkehr, der an diesen Endpunkt geleitet wird, wird privat an den EC2-Service umgeleitet. Weitere Informationen zu AWS PrivateLink erhalten Sie in der PrivateLink-Dokumentation.

Amazon Time Sync Service ist eine äußerst genaue und zuverlässige Zeitquelle mit hoher Verfügbarkeit für AWS-Services, darunter auch EC2-Instances. Alle Instances, die in einer VPC ausgeführt werden, haben Zugriff auf eine universell zugängliche IP-Adresse. Dieser Service stützt sich in den AWS-Regionen auf eine Reihe von redundanten Atom-Referenzuhren, die mit einem Satelliten verbunden sind, sowie zuverlässige Zeitablesungen des globalen Standards Coordinated Universal Time (UTC). Eine Anleitung dazu, wie Sie auf den Service zugreifen, finden Sie in den Bereichen zum Einstellen der Zeit in den Nutzeranleitungen zu Linux und Windows.



Amazon Machine Images (AMIs) sind mit einer stets wachsenden Anzahl von Betriebssystemen vorkonfiguriert. Wir arbeiten mit unseren Partnern und der Community zusammen, um Ihnen die bestmögliche Auswahl bieten zu können. Sie haben auch die Möglichkeit, mit unseren Paket-Tools Ihre eigenen Betriebssysteme hochzuladen. Folgende Betriebssysteme sind derzeit zur Verwendung mit Ihren Amazon-EC2-Instanzen verfügbar:

AWS Marketplace bietet eine große Auswahl an kostenpflichtiger und kostenloser Software bekannter Hersteller, die von Ihren EC2-Instances unterstützt wird. Es folgen einige Beispielprodukte. Die vollständige Angebotsliste finden Sie im AWS Marketplace.

Die Nutzung dieses Service unterliegt der Kundenvereinbarung von Amazon Web Services.