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Financial Times analysiert Daten schnell und kosteneffizient mit AWS Redshift (3:26)

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FT hat schon vor langer Zeit erkannt, welche Chancen Kundendaten bergen. Dementsprechend hat das Unternehmen eigene Methoden entwickelt, um die Kundenbindung zu analysieren, wobei es sich konsequent Strategien der Business Intelligence (BI) zunutze macht. Redakteure und Journalisten verwenden BI, um zu entscheiden, welche Storys veröffentlicht werden sollen. Die Marketing-Abteilung vollzieht mithilfe von BI die Wirksamkeit ihrer Kampagnen nach. Der Vertrieb setzt angemessene Abonnementspreise anhand von BI fest.

Seit fast einem Jahrzehnt übertrifft das Datenwachstum konsequent die Vorhersagen und das von FT genutzte Data Warehouse musste ungefähr im 3-Jahres-Rhythmus auf eine neue Plattform migriert werden. Ein Drittanbieter übernahm das Hosting und die Verwaltung des Data Warehouse und half zum Teil auch bei der Entwicklung, wodurch erhebliche Kosten entstanden. Mehr Kapazität konnte einzig durch die Aufstockung des Personals geschaffen werden und Änderungen in der Verwaltung ließen sich nur schwierig und langsam vollziehen. Um intensive Analysen mit der begrenzten Kapazität des Data Warehouse durchführen zu können, mussten die Aufgaben im Voraus genau geplant werden. Aufgrund dieser Einschränkungen konnten die Analysten potenziell bedeutenden Geschäftsfragen nicht nachgehen.

Als es mal wieder an der Zeit war für eine Migration des Data Warehouse auf eine neue Plattform, war den Verantwortlichen von FT klar, dass ihre Datennutzung mit der Zeit weiter wachsen würde. Daher sahen sie sich nach einer günstigeren, skalierbaren Lösung um. "Unsere Datenmengen sind in der Vergangenheit sehr viel stärker gewachsen, als wir erwartet hatten – und es geht vielleicht ewig so weiter", erzählt John Kundert, Leiter der BI-Abteilung. "Uns war klar, dass wir eine skalierbare Lösung brauchen, die mit uns wächst."

Das Unternehmen wollte außerdem den Zugriff auf Daten beinahe in Echtzeit, um noch schneller besser informierte Entscheidungen treffen zu können. Eine Angebotsanfrage herausgeben, die Angebote auswerten und den richtigen Anbieter auswählen – dieser Prozess kann schon mal mehrere Monate dauern. "Unser Geschäftsumfeld ist so dynamisch und fließend, dass wir am Ende der Anbietersuche das Gefühl hatten, dass unsere Ergebnisse bereits nicht mehr gelten würden", erinnert sich Kundert.

Schließlich entschloss sich das BI-Team der FT, Amazon Redshift auszuprobieren um zu prüfen, ob es die Anforderungen des Unternehmens erfüllen könnte. Zu Testzwecken wurden die innerhalb von zwei Jahren gesammelten Daten zum Nutzerverhalten auf FT.com hochgeladen und ein Reporting-Tool hinzugefügt. Damit standen etwa zwei Milliarden Datensätze zur Verfügung, die jeden Klick auf FT.com erfassten. Als nächstes verglichen die Analysten die Ergebnisse mit denen des bis dahin genutzten Data Warehouse, das auf Microsoft-Technologie-Stacks basierte. Die Ergebnisse beider Data Warehouses stimmten überein.

Amazon Redshift führte Aufgaben so schnell aus, dass einige Analysten eine Fehlfunktion vermuteten – schließlich waren sie es gewöhnt, Abfragen über Nacht laufen zu lassen. Sie stellten jedoch fest, dass die Ergebnisse tatsächlich stimmten und von Amazon Redshift einfach nur sehr viel schneller bereitgestellt wurden. "Einige Abfragen laufen jetzt 98 Prozent schneller und die meisten Aufgaben können wir nun 90 Prozent schneller erledigen", freut sich John O'Donovan, technischer Leiter von FT. "Auch die Tatsache, dass wir Redshift ausprobieren konnten, bevor wir große Summen investieren mussten, kam uns äußerst gelegen." Nach dem erfolgreichen Test entschied sich FT dafür, Amazon Redshift als einzige Data-Warehouse-Schicht zu verwenden.

"Heute ist Amazon Redshift die zentrale Informationsquelle für unsere Benutzerdaten", erklärt O'Donovan. "Es speichert die Daten zum Kundenverhalten, Kundenservice und Marketing und präsentiert sie übersichtlich in verschiedenen Ansichten."

FT kann dank der schnelleren Auswertung von Daten bessere Geschäftsentscheidungen treffen. Bei dem zuvor genutzten Data Warehouse verwendete FT wöchentliche Berichte zu neuen und gekündigten Abonnements. Die dafür genutzten Daten waren stets bereits ein paar Tage veraltet. Heute können die FT-Analysten Clickstream-Daten innerhalb weniger Sekunden oder Minuten aufrufen und abfragen, anstatt wie mit dem früheren Data Warehouse stundenlang darauf warten zu müssen.

Während des Implementierungsprozesses stellte FT zu ihrer Freude fest, dass das Laden von Daten schnell und ohne viel Anpassung möglich war. Außerdem machte die Migration in die Cloud die mühselige Planung der Datensicherung und weitere Aufgaben der Datenbankverwaltung überflüssig. Die Analysten konnten jetzt einfach Geschäftsfragen nachgehen, ohne zuvor aufwendig im Umgang mit dem neuen Tool geschult werden zu müssen. Der geringe Schulungsbedarf verringerte die Kosten und den Zeitaufwand der Umstellung.

Mithilfe von Amazon Redshift kann FT dieselben Geschäftsaufgaben zu deutlich geringeren Kosten erfüllen. Die Einsparungen liegen dabei etwa bei 80 Prozent. Das Personal musste nicht aufgestockt werden und die Abfragen werden deutlich schneller ausgeführt.

Darüber hinaus ermöglicht die höhere Geschwindigkeit nicht nur umfassendere und präzisere Analysen, sondern lässt dem Unternehmen auch Kapazitäten zur Entwicklung neuer Lösungen, die den Umsatz und die Leserzahlen in die Höhe treiben. So konnte FT beispielsweise ihre eigene Web-Anwendung entwickeln, mit der Journalisten in Echtzeit nachverfolgen können, wie erfolgreich ihre Artikel sind und welche Leser sie erreichen. Dieses Tool stellt die Daten direkt den Mitarbeitern bereit, die bei FT für die Erstellung der Inhalte verantwortlich sind.

Dank der Erfassung und Auswertung der Daten kann FT feststellen, dass die Leser sich eine Weile mit den Artikeln beschäftigen, anstatt eine Seite lediglich kurz anzuklicken und schnell zur nächsten zu wechseln. Bei FT liegt der Standard für die Sichtbarkeit (Viewability) von Anzeigen bei 5 Sekunden, während die restliche Branche mit einem Standard von 0,5 Sekunden arbeitet. "Unser Standard liegt 10 Mal höher, daher ist klar, dass wenn eine Anzeige auf FT als sichtbar angezeigt wird, war sie tatsächlich auch sichtbar", erklärt O'Donovan. Mithilfe dieser Daten kann FT ihren Werbekunden demonstrieren, welchen Wert eine Anzeige auf FT.com hat, und somit den eigenen Umsatz steigern. Keine dieser Innovationen wären mit dem zuvor genutzten Data Warehouse möglich gewesen, denn dafür stellten die mangelnde Kapazität und die langsamere Verarbeitungsgeschwindigkeit einfach zu große Hindernisse dar.

Nun da FT die Kapazitätsbeschränkungen durch die Migration zu Amazon Redshift beseitigen konnte, müssen sich die Verantwortlichen nicht mehr entscheiden, welchen Geschäftsfragen sie nachgehen wollen, sondern können sich mit mehreren Dinge gleichzeitig beschäftigen. Außerdem können die Analysten komplexere Abfragen mit zusätzlichen Variablen durchführen, die statistisch relevanter sind. Das Unternehmen kann Chancen erkennen und analysieren, Lösungen ausprobieren und die Ergebnisse auswerten – und das alles beinahe in Echtzeit. "Da wir Daten jetzt beinahe in Echtzeit auswerten können, sind wir in der Lage, erheblich bessere Entscheidungen zu treffen. Unsere Entscheidungsfindung basiert nun endlich auf dem aktuellen Geschehen und nicht mehr auf dem Stand von vor vier Tagen", berichtet O'Donovan. "Redshift ist der Motor, der unsere Entscheidungsfindung vorantreibt – so wichtig ist das Data Warehouse für uns geworden."

Weitere Informationen darüber, wie AWS Ihnen beim Erfüllen Ihrer Data-Warehouse-Anforderungen helfen kann, finden Sie auf unserer Detailseite zu Amazon Redshift: http://aws.amazon.com/redshift/.