Kellogg's wurde 1898 gegründet, als die beiden Brüder W. K. Kellogg und Dr. John Harvey Kellogg versehentlich Weizenflocken herstellten – ein Versehen, das als Ergebnis Kellogg’s Corn Flakes haben sollte. Das Unternehmen mit Sitz in Battle Creek, Michigan, USA, ist heute in 180 Ländern tätig und führt verzehrfertige Frühstücksflocken und andere Nahrungsmittelprodukte im Sortiment. 2013 verzeichnete es einen Nettoumsatz von insgesamt 14,8 Milliarden USD. Kellogg’s ist Eigentümer der Marken Froot Loops, Frosted Flakes, Special K, Rice Krispies, Pop Tarts, Eggo Waffles, Nutri-Grain Bars und natürlich Kellogg’s Corn Flakes.

Die Gewinnmargen sind auf dem Markt für verzehrfertige Frühstücksflocken äußerst knapp. Ein Unternehmen wie Kellogg's muss ca. ein Drittel seines Jahresumsatzes für Werbe- und Vertriebskosten aufwenden. Jeder ausgegebene Dollar muss eingerechnet werden, ob für Gutscheine und Sonderangebote, Werbeaktionen für Sonderpreise, Sponsorenleistungen oder für den Platz, den jede Marke im Supermarktregal braucht. "Jede Verbesserung, die wir an den Vertriebskoten vornehmen, wirkt sich direkt auf den Gewinn aus", so Stover McIlwain, Senior Director von IT Infrastructure Engineering bei Kellogg's. "Wenn wir die Vertriebskosten nur um 1 % senken, ergeben sich daraus 50 Millionen USD."

Das Unternehmen behält seine Vertriebskosten genau im Auge, analysiert ein großes Datenvolumen und führt komplexe Simulationen aus, um abzuschätzen, welche Werbemaßnahmen am kosteneffizientesten sind." Kellogg's setzte früher zur Datenanalyse und -modellierung auf eine herkömmliche relationale Datenbank, die lokal betrieben wurde. 2013 konnte diese Lösung mit der Nachfrage jedoch nicht mehr Schritt halten. Kellogg's führt täglich zahlreiche komplexe Datensimulationen aus, ob für die Kosten von Fernsehwerbung, digitales Marketing, Gutscheinkampagnen und andere Werbeaktionen, Verkaufsprovisionen oder Kosten für Präsentations- und Regalflächen. Das System hatte allerdings so wenig Kapazität, dass pro Tag eine Simulation möglich war. "Die Gewinnmargen sind in unserer Branche äußerst knapp. Selbst minimale Änderungen der Vertriebskosten können den Marktanteil ins Schwanken bringen", so McIlwain. "In einigen unserer Kategorien ist das Umsatzwachstum eher schwach, weshalb wir sehr agil sein müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir müssen uns von Ballast trennen und mehr in leistungsfähigere Abläufe investieren, die für schnellere Markteinführungszeiten und mehr Umsatz sorgen." Es war klar, dass Kellogg's sich von der herkömmlichen lokalen Infrastruktur verabschieden musste.

Kellogg's war auf der Suche nach einer Lösung, die mit Datenvolumen im Terabyte-Bereich umgehen konnte, je nach Infrastrukturanforderungen skalierbar war um im Rahmen das Budgets lag. Das Unternehmen zeigte Interesse an einer SAP-Lösung namens "Accelerated Trade Promotion Planning", die von SAP HANA betrieben wird, SAPs In-Memory-Datenbanktechnologieplattform. Amazon Web Services (AWS) hatte eine vollständig SAP-zertifizierte HANA-Umgebung auf einer öffentlichen Cloud-Plattform im Angebot. Da SAP in der AWS-Cloud funktioniert, wurde dem Unternehmen bewusst, dass es mit dieser Lösung die benötigte Schnelligkeit, Leistung und Agilität erzielen konnte, ohne Unsummen in eigene Hardware investieren zu müssen. Kellogg's entschied sich für die sofortige Nutzung einer Test- und Entwicklungsumgebung für seinen US-amerikanischen Betrieb.

Der Konzern verwendet jetzt die SAP-Lösung "Accelerated Trade Promotion Management" (TPM), die von SAP HANA betrieben wird und für die SAP-Anwendungen und die HANA-Datenbank-Layer mehrere AWS-Instance-Typen nutzt. Diese Instances von Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) verarbeiten pro Woche Verkaufsdaten von Werbeaktionen in den USA mit einer Größe von 16 TB und erstellen täglich zahlreiche Datensimulationen.

Das Unternehmen setzt zudem auf Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) mit direkter Verbindung zu den Rechenzentren von Kellogg's, damit seine Mitarbeiter über das Firmennetzwerk direkt auf SAP TPM zugreifen können. Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) wird unter anderem für HANA zur Datensicherung genutzt und durch die mit Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS) zu Speicherzwecken bereitgestellten E/A\Sek.-Volumes (P-IOPS) ergänzt. Das Unternehmen protokolliert Ereignisse mit AWS Identity and Access Management (AWS IAM).

Kellogg's verwendet zur Überwachung Amazon CloudWatch, damit das Unternehmen die Kosten auf Grundlage der jeweils verwendeten Infrastruktur den einzelnen Abteilungen zuordnen kann. "Mit CloudWatch können unsere Mitarbeiter besser abschätzen, welche Kapazität sie benötigen, um möglichst wenig Kapazität zu vergeuden" so McIlwain. "Mit unserer lokalen Infrastruktur war das nie möglich. AWS schlüsselt die Nutzung und Kosten so präzise auf, dass wir genau nachvollziehen können, welche Kosten auf welche Abteilung zurückgehen, wie bei einem Modell." Die Kosten und Vorteile dieses IT-Services können jetzt so präzise zugeordnet werden, dass Kellogg's seinen wahren Return on Investment ermitteln kann.

Um eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, nutzt Kellogg's mehrere AWS-Availability Zones (AZs), muss jedoch keine Kosten für ein separates Rechenzentrum aufwenden.

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Abbildung 1. Architektur der SAP-HANA-Bereitstellung von Kellogg's in AWS

Kellogg's rechnet in den nächsten 5 Jahren in den Bereichen Software, Hardware und Wartung mit Einsparungen in Höhe von 1 Million USD – und die nur durch die Nutzung von AWS in seiner Test- und Entwicklungsumgebung. "Mit AWS sparen wir über 900.000 USD und können täglich zahlreiche Datensimulationen laufen lassen, um die Vertriebskosten zu senken. Es ist ein Win-Win-Geschäft und ein ziemlich überzeugendes Geschäftsmodell für die Verlagerung in die Cloud" so McIlwain.

Dank AWS ist das Unternehmen zudem agiler. Statt mit den Änderungen am Analysesystem der Vertriebskosten 30 Tage lang warten zu müssen, kann das Unternehmen die Instances jetzt sofort erweitern, um die erforderlichen Datensimulationen oder Berechnungen auszuführen. "Die Geschwindigkeit und Agilität, die AWS uns bietet, ermöglicht uns ein wesentlich schnelleres Entwickeln und Bereitstellen von Unternehmensservices als zuvor, sodass wir auf dem Markt weiter die Nase vorn haben." Unsere Mitarbeiter können die Instances im Vergleich zu unserer alten lokalen Lösung um 90 % schneller bereitstellen", so McIlwain. "Die AWS-Cloud bietet Kellogg's unzählige geschäftliche Vorteile."

Die Ingenieure von Kellogg's loben vor allem die Zugriffsmöglichkeiten und Benutzerfreundlichkeit der AWS-Plattform, da sie ihr vorhandenes Wissen und ihre Fähigkeiten im Umgang mit der Infrastruktur einfach auf die AWS-Cloud übertragen konnten. Durch die Nutzung von AWS können die internen Kunden des IT-Teams ihre IT-Projekte jetzt selbst finanzieren. Das IT-Team muss sich somit nicht mehr um die Budgetplanung für Projekte anderer Abteilungen kümmern und die Ressourcen können effizienter eingesetzt werden. "Dank AWS kann ich der Sales-Abteilung die Kosten für die Infrastruktur, die sie nutzt, direkt zuordnen, das war früher nicht möglich. Früher gingen diese Hosting-Kosten im Jahresbudget für Infrastruktur unter", so McIlwain.

Kellogg's profitiert zudem von der Möglichkeit, bestehende HANA-Lizenzen für AWS zu verwenden, die das Unternehmen von SAP gekauft hat. So kann das Team schnell Instances bereitstellen und muss die Software nicht immer wieder neu installieren und konfigurieren.

Weiterhin nutzt das Unternehmen AWS Support auf der Stufe "Business" sowie Schulungen. Ein Ingenieur hat bereits die Zertifizierung AWS Certified Architect erlangt. "Im Rahmen des Support für Ingenieure werden Schulungen und die entsprechende Dokumentation angeboten", so McIlwain. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Dieses Alleinstellungsmerkmal stellt einen weiteren Vorteil der Nutzung von AWS dar."

Kellogg's verwendet AWS für seinen US-amerikanischen Betrieb, plant für 2014 jedoch eine weltweite Ausweitung – damit stiege das Volumen der verarbeiteten Daten von 16 TB auf 50 TB. "Dank AWS sind unsere Kunden zufriedener und wir arbeiten schneller, billiger und besser", so McIlwain.

Weitere Informationen dazu, wie AWS Ihnen beim Ausführen Ihrer SAP-Anwendungen helfen kann, finden Sie auf unserer Detailseite zu SAP-Lösungen: http://aws.amazon.com/sap/.