Mit AWS haben wir viel bessere Einblicke in unsere Kunden und wissen basierend auf den Daten, welche Initiativen wir vorantreiben sollten ... Unser Geschäft hat sich deutlich verbessert. 
Andras Balogh Senior Lead Analyst

Prezi ist ein 2009 gegründetes Unternehmen für Präsentationssoftware, das sich zum Ziel gesetzt hat, Präsentationen zu revolutionieren, indem Benutzer Werkzeuge erhalten, mit denen sie ihre Ideen klar strukturieren und auf sehr unterhaltsame und fesselnde Art präsentieren können. Die Cloud-basierte Software von Prezi ist für ihre interaktive, zoomfähige Leinwand bekannt, die die Möglichkeit bietet, Beziehungen zwischen dem großen Ganzen und den Details zu zeigen, damit Benutzer ihre Ideen innerhalb eines größeren Kontextes präsentieren können. Das Unternehmen unterstützt 60 Millionen Benutzer, die die Software-as-a-Service von Prezi eingesetzt haben, um mehr als 200 Millionen Präsentationen zu erstellen. Die 230 Mitarbeiter von Prezi arbeiten in Niederlassungen in Budapest und San Francisco. Das Unternehmen hat eine schnell wachsende Benutzerbasis mit jährlich mehr als 10 Millionen neuen Kunden.  

Um mit dem schnellen Wachstum mitzuhalten, benötigte Prezi eine hochgradig skalierbare und automatisierte Cloud-basierte Plattform zum Hosten der Software als Service. Die Plattform musste außerdem einfach zu warten, flexibel und intuitiv sein, damit Entwickler schnell neue Funktionen für Kunden erstellen konnten. Darüber hinaus benötigte das Unternehmen eine Cloud-Plattform, die zuverlässig mehr als eine Million neue Prezi-Benutzer pro Monat verarbeiten konnte. "Unsere Benutzer erstellen Präsentation für Hunderte von Personen", erläutert Zoltán Nagy, Senior Tools Engineer bei Prezi. "Bei einem Ausfall kündigen sie ihr Abonnement sofort. Darum ist Zuverlässigkeit für uns von zentraler Bedeutung."

Die Mitarbeiter bei Prezi benötigten außerdem eine Möglichkeit für die schnelle Analyse und Visualisierung von Daten, um Service-Angebote zu verbessern, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen und neue Umsatzmöglichkeiten zu identifizieren. Aber wenn Mitarbeiter Informationen benötigten, mussten sie sich an das Datenteam wenden, das dann einen speziellen Code für jede Abfrage schrieb und die Daten manuell in eine Tabelle verschob, um die Analyse durchzuführen. Bei so vielen Anfragen aus unterschiedlichen Unternehmensteilen war das Datenteam häufig überlastet und brauchte manchmal mehrere Tage, um bestimmte Anfragen zu erfüllen. "Da nur wir auf Unternehmensdaten zugreifen konnten, war unsere Auslastung immer sehr, sehr hoch", sagt Tamás Németh, Data Infrastructure Tech Lead bei Prezi. "Es dauerte sehr lange, Mitarbeiterfragen zu beantworten und die Leistung unserer Produkte zu überwachen."

In den ersten Geschäftsjahren hostete Prezi seine interaktiven Präsentationstools auf einer verwalteten Cloud-Plattform, und viele dafür benötigte Services wurden intern entwickelt. Schließlich begann das Unternehmen im Jahr 2012 aufgrund der umfassenden, hochgradig skalierbaren Plattform, die AWS bietet, mit der Migration der Software-as-a-Service zu Amazon Web Services (AWS). "Automatisierung und Skalierbarkeit waren für uns zentrale Punkte", so Nagy. "Wir hatten unter unseren Mitarbeitern nur wenige mit Datenbankerfahrung und waren der Meinung, dass es für uns nur von Vorteil sein kann, wenn AWS diese Aufgaben für uns erledigt."

Prezi entschied sich auch wegen Amazon Redshift für AWS, eine Data Warehouse-Lösung, die die Möglichkeit zum einfachen und kostengünstigen Analysieren von Daten bietet. Um das Ziel einer datengesteuerten Unternehmenskultur zu erreichen, wollte Prezi allen Mitarbeitern den Zugriff auf Daten ermöglichen, ohne auf Hilfe von einem Datenteam-Experten warten zu müssen. Das Unternehmen wollte seinen Mitarbeitern außerdem das Visualisieren von Daten erleichtern, damit sie schnell Trends erkennen und wichtige Anpassungen an ihren Produktstrategien vornehmen können. "Redshift ist eine schnelle, vollständig verwaltete Data Warehouse-Lösung in Petabytegröße, und wir haben dafür als unsere Data Warehouse-Technologie gestimmt", sagt Németh. "Wir speichern darin mehrere Terabyte an Daten, die allen Mitarbeitern für interaktive Datenanalysen mit blitzschnellen Antwortzeiten zur Verfügung stehen."

Zusätzlich zu Redshift verwendet Prezi noch mehrere andere AWS-Datenbankkomponenten, darunter Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) zum Betreiben und Skalieren von SQL Server in der Cloud, Amazon DynamoDB zum Speichern von Metadaten und Verschieben von Daten zwischen Anwendungen, Amazon ElastiCachezum Bereitstellen, Betreiben und Skalieren eines speicherinternen Caches in der Cloud und Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) zum Speichern von Benutzerpräsentationen und Sichern der anderen Datenbanken. "Wir sind ein Anbieter von Präsentationssoftware, und das Erstellen einer skalierbaren Datenbank und eines Speichersystems gehört nicht zu unseren Kompetenzen", erläutert Nagy. "Mit AWS müssen wir keine Wartung durchführen, und unsere Datenbanken skalieren sich automatisch entsprechend unseren Anforderungen."

Für Analysen setzt Prezi Amazon Elastic MapReduce (Amazon EMR) ein. Damit können Entwickler problemlos und kostengünstig große Datenmengen verarbeiten. Für die Datenverarbeitung setzt das Unternehmen Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) ein, um die Datenverarbeitungskapazität schnell hoch- und runterskalieren zu können – je nach den aktuellen Datenverarbeitungsanforderungen des Unternehmens. Prezi vertraut bei Sicherheit und Governance auf AWS Config. AWS Config überwacht Konfigurationsänderungen an den Ressourcen von Prezi in AWS und sendet Benachrichtigungen, wenn Ressourcen erstellt, bearbeitet und gelöscht werden. Prezi hat außerdem AWS Config-Regeln erstellt, um die Bereitstellung und Konfiguration der Ressourcen in AWS zu steuern. Prezi vertraut für die Anforderungen an die Sicherheits- und Compliance-Überwachung darüber hinaus auf AWS CloudTrail. AWS CloudTrail protokolliert die AWS-API-Aktivitäten in den Konten von Prezi und speichert wichtige Informationen, wie zum Beispiel den AWS-API-Aufruf, die Identität des AWS-API-Aufrufers und die Uhrzeit. Diese Protokolle können zum Zwecke der Sicherheits- und sogar Compliance-Überwachung analysiert werden.

Außerdem hat Prezi zwei der wichtigsten Back-End-Services zu AWS Elastic Beanstalk verschoben, um Web-Anwendungen und -Services automatisch bereitzustellen und zu skalieren. Auf diese Weise müssen sich Entwickler von Prezi weniger Gedanken um das Verwalten der Infrastruktur machen. Prezi plant außerdem, die restliche Infrastruktur zu AWS mit Elastic Beanstalk zu verschieben. Mithilfe der Multicontainer-Docker-Unterstützung von Elastic Beanstalk, die von Amazon EC2 Container Service (Amazon ECS) bereitgestellt wird, möchte Prezi eine Microservices-Architektur erstellen, mit der die Entwickler angepasste Entwicklungsumgebungen problemlos aufsetzen können, ohne sich über die Komplexitäten einer Infrastrukturbereitstellung Gedanken machen zu müssen.

In naher Zukunft möchte das Unternehmen AWS Key Management Service (Amazon KMS) zum Verschlüsseln von Daten und Schützen der Schlüsselsicherheit hinzufügen. Außerdem wertet es weitere neue AWS-Serviceangebote mit dem Ziel aus, viele interne Lösungen zu ersetzen. "Wir behalten das AWS-Entwicklungsmodell immer im Blick, und bei neuen Veröffentlichungen überlegen wir, ob wir eine interne Lösung ersetzen können, um mehr Zeit mit dem Verbessern unserer Präsentationssoftware zu verbringen", erläutert Nagy.

Durch die Migration zu AWS hat Prezi eine hochgradig skalierbare und automatisierte Plattform erhalten, die es dem Unternehmen ermöglicht, mit seinem explosiven Wachstum Schritt zu halten. Durch die benutzerfreundliche Entwicklungsumgebung können Entwickler darüber hinaus sehr schnell reagieren und die benötigten Informationen problemlos anzeigen. "Die Web-Konsole stellt Informationen auf eine Weise bereit, die Entwickler auch ohne tiefen betrieblichen Hintergrund leicht nutzen können", so Nagy. "Sie können zum Beispiel sehen, welche Datenbanken wir verwenden, welche Server wir ausführen, wer sie gestartet hat, wie lange sie schon laufen usw. Die Entwickler haben also jederzeit einen vollständigen Überblick über alle Aktivitäten, was ihre Produktivität steigert."

AWS hat es dem Prezi-Entwicklungsteam außerdem ermöglicht, die Produktentwicklung zu beschleunigen. Mithilfe der Amazon-APIs erhalten Entwickler die erforderliche Dokumentation für die ersten Schritte und die hohe Flexibilität zum Anpassen von Lösungen. Mit einer Microservices-Architektur können Entwickler in Kombination mit AWS an isolierten Aufgaben arbeiten, ohne Gefahr zu laufen, dass die gleichen Aufgaben doppelt erledigt werden. Mit solchen Funktionen können Prezi-Entwickler manchmal neue Services innerhalb von ein oder zwei Tagen bereitstellen – ein Vorgang, der früher Wochen oder sogar Monate gedauert hat. "Früher hatten wir eine riesige Codebasis. Dadurch erhöhte sich das Risiko, dass die Arbeit der Entwickler Konflikte verursachte", sagt Nagy. „Jetzt haben wir kleine Services mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten, was es den Entwicklern viel einfacher macht, da sie an physisch voneinander getrennten Codebasen arbeiten. Außerdem können sie die Services leichter teilen, um Feedback von anderen Entwicklern zu erhalten.“

Am wichtigsten ist es vielleicht, dass AWS Prezi dabei geholfen hat, das Unternehmensziel zu erreichen und zu einem echten datengesteuerten Unternehmen zu werden. Mithilfe von Amazon Redshift kann der Zugriff auf Daten jetzt durch alle Unternehmensmitarbeiter erfolgen, die dadurch schnelle Antworten auf ihre Fragen erhalten. Zuvor war dazu nur das Datenteam von Prezi berechtigt. Außerdem können Geschäftsführer größere Datenmengen mit Datenvisualisierungstools analysieren, um die Leistung der Prezi-Produkte zu überwachen und gleichzeitig detaillierte Informationen zu den Produktbenutzern zu erhalten. "Datenvisualisierung kann jetzt vom ganzen Unternehmen verwendet werden", erklärt Andras Balogh, Senior Lead Analyst bei Prezi. "Zuvor hatte das durchschnittliche Produktteam vier Diagramme. Jetzt hat es sechs Dashboards mit je vier bis acht Diagrammen. Wir haben jetzt also viel mehr Wissen als früher, und Entscheidungen werden basierend auf tatsächlichen Informationen getroffen – nicht nach Bauchgefühl."

Durch den erhöhten Datenzugriff konnte Prezi außerdem Kunden behalten und neue Umsatzmöglichkeiten identifizieren. Produktmanager verstehen jetzt beispielsweise besser, was erfolgreiche Benutzer gemeinsam haben. Auf die gleiche Weise können die Vertriebs- und Supportteams von Prezi jetzt Kunden identifizieren, die nur einen kleinen Prozentsatz der zugewiesenen Arbeitsplätze verwenden und ihnen Hilfe bei der Umsetzung anbieten. Durch solche Initiativen werden die Kundenzufriedenheit verbessert und ein langfristiges Umsatzwachstum unterstützt. "Mit AWS haben wir viel bessere Einblicke in unsere Kunden und wissen basierend auf den Daten, welche Initiativen wir vorantreiben sollten", so Balogh. "Der einfache Datenzugriff hat unsere Denkweise verändert. Unser Geschäft hat sich deutlich verbessert."

Weitere Informationen dazu, wie AWS Ihnen bei der Datenanalyse helfen kann, finden Sie auf unserer Detailseite zu Big Data.