Seton Hall ist eine Katholische Universität mit 10 000 Studenten und Doktoranden. Seiner IT-Abteilung ist das Teaching, Learning, and Technology (TLT) Center angegliedert, das die Fakultät bei Vorlesungen, bei der praktischen Ausbildung und bei Forschungsprojekten unterstützt. Drei technologisch modernst ausgestattete Räume im TLT Center stehen der Universität für Seminare, Veranstaltungen und Besprechungen zur Verfügung, für die spezielle technologische Anforderungen bestehen. Das TLT Center nutzt ein auf dem Universitätsgelände eingerichtetes Rechenzentrum mit einer eigenen Virtualisierungstechnolgie, mit deren Hilfe es für die Fakultät technologische Lösungen entwickelt, durch die die Vorlesungen attraktiver gestaltet werden.

Das TLT Center suchte nach einer Lösung, die es den Fakultätsmitgliedern bei etwa 10 bis 12 Veranstaltungen pro Jahr schnell und unkompliziert erlauben würde, Pilotprogramme auszuführen und Live-Medien zu streamen, ohne dass die IT-Mitarbeiter für die Beschaffung und Bereitstellung der hierfür erforderlichen Server Zeit aufwenden müssten. Als Technologiezentrum einer Universität hat das TLT Center ein vielfältiges Aufgabenfeld, vor allem aber muss es schnell auf die Anforderungen seiner Kollegen reagieren und dabei die Kosten möglichst gering halten. So kann dem Technologiezentrum die Aufgabe angetragen werden, den Besuch eines hochrangigen Vertreters der Vereinten Nationen zu streamen oder auch den Zugriff externer Benutzer auf die Netzwerkressourcen zu ermöglichen.

"Bei einer kleinen Universität sind oft auch die Ressourcen eingeschränkt", meint Michael Soupios, Associate Director. "Für uns entscheidend war, dass wir Leistungen bereitstellen können, ohne Ressourcen von anderen Projekten abziehen oder neue Technologie anschaffen zu müssen", so Soupios. "Wir mussten der Fakultät alle technologischen Freiheiten bereitstellen, die sie für ihre wissenschaftlichen Arbeiten benötigte, ohne Zuschüsse oder andere finanzielle Mittel zu beantragen, die zu beschaffen sehr viel Zeit gekostet hätte."

"AWS half dem TLT Center, die vielfältigen Anforderungen seiner Fakultätskollegen zu erfüllen", so Soupios. So stattete beispielsweise UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon dem Campus einen Besuch ab. Die Universität wollte das Ereignis live ausstrahlen, jedoch war der Vortrag so kurzfristig anberaumt, dass für die Einrichtung eines Streaming-Medienserver nicht sehr viel Zeit blieb. "Wir wollen auch nicht, dass unsere Campus-Infrastruktur durch diese Anforderung in die Knie ging, für die Einrichtung einer neuen Infrastruktur, was Wochen oder Monate hätte dauern können, hatten wir aber schlicht nicht die Zeit”, berichtet Soupios. "Also installierten wir einen Wowza-Server auf AWS. Das dauerte etwa einen Tag und es funktionierte reibungslos."

Für ein anderes Projekt, einer gemeinsamen Initiative von Seton Hall und einem großen Telekommunikationsbetreiber, sollten externe Benutzer Zugriff auf eine Datenerfassungsplattform erhalten. Das TLT Center betreibt AWS außerhalb der herkömmlichen lokalen Infrastruktur von Seton Hall, weshalb sich Schwierigkeiten beim Hinzufügen neuer Benutzerkonten oder Firewall-Probleme leicht umgehen lassen. "AWS half uns, alle Probleme, die wir bislang hatten – wie die Einrichtung eines VPN oder die Lizenzierung – zu umschiffen", so Soupios. "Und je enger unsere Zusammenarbeit wird, desto einfacher wird es, Instances zu klonen oder neu einzurichten, um die zur Verfügung stehenden Kapazitäten unserer Arbeitslast anzupassen. Wir erwarten, dass dieses Projekt exponentiell wächst, und AWS ist die perfekte Umgebung dafür."

Derzeit verwendet das TLT Center Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) und Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) Instances. Darüber hinaus verwendet es Windows, Linux, Wowza Media Server, Linux-Datenbanken mit einem WAMP- oder LAMP-Stack und Ruby.

AWS wird separat zur Infrastruktur der Universität ausgeführt, was den Sicherheitsanforderungen des TLT Center sehr entgegen kommt. "AWS hat einen großen Teil unserer Sicherheitssorgen aus dem Weg geräumt", so Soupios.

Um die Features von AWS besser nutzen zu können, hat das TLT Center ein AWS Support-Abonnement abgeschlossen. "AWS Support half uns in 99 Prozent aller Fälle in nur wenigen Tagen bei der Lösung unserer Probleme", erklärt Soupios. "Wir erhalten jede Unterstützung durch den AWS Support, um alles aus AWS herauszuholen."

In einer Kostenanalyse fand Soupios heraus, dass die Verwendung von AWS jährlich beträchtliche Einsparungen gegenüber den Kosten einer lokalen Infrastruktur mit sich bringt. "Die Kosten für AWS betragen ca. 40 USD im Monat", erklärt Soupios. "Für den Aufbau und die Unterhaltung unserer eigenen Infrastruktur würden wir jährlich mehr als 30 000 USD zahlen."

Auch die Einführungszeiten neuer Projekte konnte das TLT Center dank AWS verkürzen. AWS Instances können schnell eingerichtet und wieder zurückgeschraubt werden – im Gegensatz zu einer lokalen Infrastruktur ist dies völlig unbürokratisch möglich. Es muss hier weder ein Geschäftsfall noch eine lokale Infrastruktur eingerichtet werden. Beide Projekte – der Besuch des UN-Generalsekretärs und die gemeinsam mit dem Telekommunikationsbetreiber eingerichtete Datenerfassungsplattform – konnten innerhalb einer Woche abgeschlossen werden. "Vor der Hinzuziehung von AWS konnte es, wenn ein Fakultätsmitglied eine Idee hatte, recht lange dauern, bis der Plan stand, die erforderlichen Ressourcen beschafft waren und das Projekt auf dem IT-Kalender stand", meint Soupios. "Nun können wir unsere Fakultät dabei unterstützen, ihre Forschungsarbeiten nahezu sofort und sicher durchzuführen. Was bislang ein ganzes Semester dauern konnte, ist nun in wenigen Tagen möglich."

Auch die Flexibilität von AWS weiß das TLT Center sehr zu schätzen. Soupios: "Ohne AWS hätte ich für kurzfristige Projekte nicht die Bandbreite bereitstellen können. AWS hat uns ein Ausmaß an Flexibilität gegeben, das wir so nicht kannten, gerade hinsichtlich der Ressourcenzuweisung, was bislang viel Zeit kostete und sehr mühsam war."

Insgesamt kann das TLT Center seiner Fakultät dank AWS mehr Leistungen bieten und die Kosten dennoch gering halten. "Mit AWS können Sie Ihre Kapazitäten schnell herauf- und herunterfahren – und das bei geringen Kosten", so Soupios. "Unser IT-Team leistet wirklich ganze Arbeit, unseren Betrieb auf höchstem Niveau zu halten. Und AWS gibt uns so viel mehr Flexibilität und spart uns gleichzeitig Zeit und Geld."

Mit Blick in die Zukunft prüft Seton Hall bereits die Verwendung von AWS für die Aufzeichnung seiner Vorlesungen. "Wir verlassen uns bei der Einrichtung unserer Umgebungen auf AWS, statt hunderttausende Dollar in Hardware zu stecken", schließt Soupios. "Wir wissen, dass AWS bezahlbar ist, ohne uns langfristig verpflichten zu müssen. Fahren Sie die Kapazität hoch, nutzen Sie sie und geben Sie sie dann wieder ab."

Weitere Informationen zur Verwendung von AWS im Bildungswesen finden Sie auf unserer Detailseite zum Bildungswesen unter http://aws.amazon.com/education/.