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Fallstudie: Wooga Case

2014

Wooga ist ein Startup, das 2009 in Berlin gegründet wurde und Spiele für soziale Netzwerke entwickelt. Benutzer können diese auf Facebook ebenso wie auf Smartphones oder Tablets und auch quer über diese Plattformen spielen. Die Spiele des Unternehmens (zu denen Monster World, Magic Land, Bubble Island und Diamond Dash) gehören, sind in bis zu 20 Sprachen verfügbar. Mehr als 250 Mitarbeiter aus über 40 Ländern arbeiten daran, neue Spiele in kleinen, unabhängigen Teams von rund 15 Personen zu entwickeln. Jedes Team kann seine Tools selbst auswählen und entscheiden, ob Spiele in der Cloud oder auf einem physischen Computer gehostet werden.

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Mit AWS können wir Entscheidungen sehr schnell – auf Stundenbasis – treffen, wann immer wir wollen."

Jesper Richter-Reichhelm
Leiter des Engineerings bei Wooga

Die Herausforderung

Wooga benötigte eine Cloud-Lösung spezifisch für Spiele in sozialen Medien, an denen eine höchst variable und nicht vorhersehbare Anzahl von Spielern teilnimmt, die kurze Reaktionszeiten und eine hohe Zuverlässigkeit des Servers benötigen. Diese über den Webbrowser gespielten Spiele können binnen kurzer Zeit eine große Anzahl von Spielern anziehen. Beispielsweise hat Woogas Monster World rund 2 Millionen Spieler pro Tag. Dies entspricht 15 000 Abfragen pro Sekunde zu Spitzenzeiten, wie das Unternehmen mitteilt. Monster World läuft ausschließlich in der AWS Cloud. Ein anderes Wooga-Spiel, Magic Land, hat 850 000 Spieler pro Tag und rund 5000 Abfragen pro Sekunde in Spitzenzeiten.

Der Erfolg oder Fehlschlag eines Spiels hängt hauptsächlich von der Benutzerakzeptanz ab – also von der Anzahl der Benutzer, die das Spiel spielen. Die Anzahl der Spieler kann unvorhersehbar sein. Bei einigen Spielen steigt diese Anzahl schnell an und fällt dann auch wieder ab. Die Herausforderung für Wooga besteht darin, laufend das Interesse der Spieler zu erwecken und eine hohe Spielertreue zu erreichen.

Monster World ist ein Spiel mit einer klassischen Spielarchitektur, das einen statuslosen Anwendungsserver und eine zentrale Datenbank nutzt. Magic Land wurde hingegen auf einer Nicht-Standard-Architektur mit statusbehafteten Anwendungsservern mit einem Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) anstelle von Datenbanken aufgesetzt. In Abbildung 1 unten sehen Sie einen Screenshot von Monster World.

Als Wooga entschied, Monster World und Magic Land auf AWS zu hosten, musste die Lösung folgende Anforderungen erfüllen:

  • Flexible Skalierbarkeit der Rechenkapazität. Spiele ziehen eine nicht vorhersehbare Anzahl von Spielern an, sodass die Anzahl von erforderlichen Instances zu einem bestimmten Zeitpunkt kaum kalkulierbar ist. Da der Rechenbedarf von Wooga sehr variabel ist, müssen die erforderlichen Server-Instances schnell und präzise ermittelt werden.
  • Hoher Automatisierungsgrad, um eine rasche Bereitstellung einer Vielzahl von Tools zu gewährleisten, da die schnelle Reaktion bei Spielen in sozialen Netzwerken einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt.
  • Solide Zuverlässigkeit des Servers. Wenn ein Spiel offline ist, gehen die Spieler zum nächsten.
  • Eine Lösung, die für kleine, agile Teams geeignet ist, da Wooga mit einer schlanken Engineering-Organisation arbeitet.

Das Hosten von zwei der beliebtesten Spiele von Wooga in der Cloud bedeutete, dass die ausgewählte Cloud-Lösung einen hohen Stellenwert bekam. „Man legt quasi das Firmenkapital in die Hände seines Providers“, erklärt Jesper Richter-Reichhelm, der Leiter des Engineerings bei Wooga. „Für den Weg in die Cloud war AWS die einzige sinnvolle Wahl.“

Gründe für Amazon Web Services

Wooga benötigt leicht skalierbare Rechenkapazität, damit sich das System an das laufend veränderte Verkehrsvolumen anpassen kann. Das Unternehmen brauchte auch eine Lösung, die für das schlanke Ressourcen-Organisationsmodell des Unternehmens zugeschnitten war, in der kleine Teams schnell daran arbeiten können, ein Spiel auf den Markt zu bringen. AWS konnte dies mit seiner Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit auch bereitstellen.

Für Monster World verwenden die Entwickler AWS OpsWorks, eine DevOps-Lösung für die Verwaltung von Anwendungen beliebiger Größe oder Komplexität in der AWS Cloud. AWS OpsWorks bietet integrierte Funktionen für die Verwaltung des kompletten Lebenszyklus der auf Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) laufenden Software, einschließlich Automatisierungstools, mit denen Wooga die Kapazität flexibel auf die Anforderungen des Unternehmens anpassen kann. Da der Erwerb und Start neuer Server-Instances nur wenige Minuten in Anspruch nimmt, kann die Kapazität schnell in beiden Richtungen skaliert werden. Die stündliche Verrechnung gewährleistet, dass auch bei starken Nachfrageschwankungen das Unternehmen nur für das bezahlt, was auch wirklich verwendet wird. „AWS OpsWorks stellt uns die Tools zur Verfügung, die wir für die Betriebsautomatisierung benötigen“, erklärt Richter-Reichhelm. „Wir können Monster World für Millionen von Benutzern skalieren, ohne je mehr als zwei Entwickler im Backend zu benötigen."

Wooga nutzt Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS) mit Amazon EC2-Instances zum Speichern der Daten der Spiele für soziale Netzwerke. Amazon EBS ermöglicht die Speicherung außerhalb der Instances und bietet damit Unabhängigkeit von der Lebensspanne einer Instance. Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) wird für die Spiele von Wooga ebenfalls verwendet und bietet eine einfache Schnittstelle für Web-Services, mit der beliebige Datenmengen jederzeit und überall im Web gespeichert und abgerufen werden können.

Die Vorteile

„Mit AWS können wir Entscheidungen sehr schnell – auf Stundenbasis – treffen, wann immer wir wollen“, bekräftigt Richter-Reichhelm. „Unsere Teams können in einem sehr kurzen Zeitrahmen entscheiden, welche und wie viele Server wir benötigen. AWS bietet uns Flexibilität und hervorragenden Service."


Über Wooga

Wooga ist ein Startup, das 2009 in Berlin gegründet wurde und Spiele für soziale Netzwerke entwickelt. Benutzer können diese auf Facebook ebenso wie auf Smartphones oder Tablets und auch quer über diese Plattformen spielen.

Vorteile von AWS

  • Integrierte Funktionen zur Verwaltung des Software-Lebenszyklus
  • Tools zur Automatisierung von Betriebsabläufen
  • Möglichkeit, Daten überall und jederzeit abzurufen und zu speichern

Genutzte AWS-Services

AWS OpsWorks

AWS OpsWorks ist ein Konfigurationsverwaltungsservice, der verwaltete Instances von Chef und Puppet bietet. Dies sind Automatisierungsplattformen, mit denen Sie Code zum Automatisieren Ihrer Serverkonfigurationen verwenden können.

Weitere Informationen >>

Amazon EC2

Der Web-Service Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) stellt sichere, skalierbare Rechenkapazitäten in der Cloud bereit. Der Service ist darauf ausgelegt, Cloud Computing für Entwickler zu erleichtern.

Weitere Informationen >>

Amazon EBS

Amazon Elastic Block Store (EBS) ist ein einfach zu bedienender, leistungsstarker Block Storage-Dienst, der für die Verwendung mit Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) sowohl für den Durchsatz als auch für transaktionsintensive Workloads in jeder Größenordnung entwickelt wurde.

Weitere Informationen >>

Amazon S3

Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) ist ein Objektspeicherservice, der branchenführende Skalierbarkeit, Datenverfügbarkeit, Sicherheit und Leistung bietet.

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