Amazon RDS Read Replicas bieten erweiterte Leistung und Zuverlässigkeit für Datenbank-Instances. Mit dieser Funktion können Sie einfach elastisch über die Kapazitätseinschränkungen einer einzelnen Datenbank (DB)-Instance hinaus Skalierungen vornehmen, um leseintensive Datenbankarbeitslasten zu unterstützen. Sie können eine oder mehrere Replicas einer gegebenen Quell-DB-Instance erstellen und umfangreichen Lesedatenverkehr Ihrer Anwendungen aus mehreren Kopien Ihrer Daten unterstützen und somit den Lesedurchsatz insgesamt steigern. Read Replicas können bei Bedarf auch hochgestuft werden, sodass sie selbstständige DB-Instances werden. Read Replicas sind in Amazon RDS für MySQL, MariaDB, PostgreSQL undAmazon Aurora verfügbar.

Für die MySQL-, MariaDB- und PostgreSQL-Datenbank-Enginges erstellt Amazon RDS mit einem Snapshot der Quell-DB-Instance eine sekundäre DB-Instance. Der Service verwendet anschließend die native, asynchrone Replikation des Moduls, um die Read Replicas bei jeder Änderung der Quell-DB-Instance zu aktualisieren. Read Replicas funktionieren wie eine Datenbank-Instance, die nur schreibgeschützte Verbindungen zulässt. Anwendungen können zu Read Replicas eine Verbindung wie zu jeder anderen Datenbank-Instance herstellen. Amazon RDS repliziert alle Datenbanken in der Datenbank-Quell-Instance.

Amazon Aurora nutzt eine virtualisierte Speicherebene mit SSD-Unterstützung, die speziell für Datenbank-Arbeitslasten konzipiert wurde. Amazon Aurora Replicas nutzen den gleichen Speicher wie die Quell-Instance, wodurch die Kosten gesenkt werden und auf das Kopieren von Daten auf die Replica-Knoten verzichtet werden kann. Weitere Informationen zur Replikation mit Amazon Aurora finden Sie in der Online-Dokumentation.

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Sie können die Verarbeitungslast Ihrer Datenbank-Quell-Instance durch Umleiten von Leseanfragen von Ihren Anwendungen an das Read Replica reduzieren. Read Replicas ermöglichen Ihnen, eine über die Kapazitätsgrenzen einzelner DB Instances hinausgehende elastische Skalierung für hohe Datenbank-Lesearbeitslasten vorzunehmen.

Um die Leseleistung zu maximieren, ermöglicht Ihnen Amazon RDS for MySQL das direkte Hinzufügen von Tabellenindizes zu Read Replicas, ohne dass diese Indizes auf dem Master vorhanden sind.

Da Read Replicas auf den Master-Status hochgestuft werden können, sind sie als Teil einer Sharding-Implementierung nützlich. Um das Sharding der Datenbank zu ermöglichen, fügen Sie ein Read Replica hinzu und stufen es auf den Master-Status hoch. Löschen Sie dann aus allen resultierenden Datenbank-Instances die Daten, die zur anderen Shard gehören.

Da die Amazon RDS for MySQL-Engine Ihnen das Ausführen tabellenweiter Aktionen wie das Hinzufügen von Indizes oder neuer Spalten zu Read Replicas ermöglicht, können Sie die Funktion zur Replikathochstufung einsetzen, um die Auswirkungen dieser Aktionen zu minimieren. Leiten Sie dazu den DDL für die Aktion an ein Read Replica weiter, stufen Sie dieses Read Replica auf den Master-Status hoch und leiten Sie den Datenbankverkehr dann an den neuen Master um.

Read Replicas in Amazon RDS für MySQL, MariaDB und PostgreSQL bieten einen ergänzenden Verfügbarkeitsmechanismus für Amazon RDS-Multi-AZ-Bereitstellungen. Sie können eine Read Replica hochstufen, wenn die Quell-DB-Instance ausfällt. Zudem können Sie DB-Instances als Teil Ihrer Strategie für die Wiederherstellung im Notfall über mehrere AWS-Regionen hinweg replizieren. Diese Funktion ergänzt die synchrone Replikation, die automatische Fehlererkennung und das Failover von Multi-AZ-Bereitstellungen.

Wenn Sie ein Read Replica für Amazon RDS für MySQL, MariaDB und PostgreSQL erstellen, richtet Amazon RDS – selbst bei einer regionsübergreifenden Replikation – mithilfe der Public Key-Verschlüsselung einen sicheren Kommunikationskanal zwischen der Quell-DB-Instance und dem Read Replica ein. Amazon RDS nimmt alle AWS-Sicherheitskonfigurationen vor, zum Beispiel das Hinzufügen von Sicherheitsgruppeneinträgen, die zum Aktivieren des sicheren Kanals erforderlich sind.

Sie können außerdem Read Replicas innerhalb einer Region oder zwischen Regionen für Ihr Amazon RDS für MySQL-, MariaDB- und PostgreSQL-Datenbank-Instances erstellen, die im inaktiven Zustand mit AWS Key Management Service (KMS) verschlüsselt werden.

Read Replicas werden mit den gleichen Preisen wie standardmäßige DB-Instances in Rechnung gestellt und standardmäßige DB-Instance-Reservierungen (RDS Reserved Instances) der gleichen DB-Instance-Klasse und -Region können auf Read Replicas angewendet werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite mit den Amazon RDS-Preisen.

Mithilfe der AWS Management Console können Sie Read Replicas problemlos vorhandenen Datenbank-Instances hinzufügen. Verwenden Sie die Option "Create Read Replica" entsprechend Ihrer Datenbank-Instance in der AWS Management Console. Amazon RDS für MySQL, MariaDB und PostgreSQL ermöglichen das Hinzufügen von bis zu 5 Read Replicas pro DB-Instance.

Amazon RDS für MySQL, MariaDB und PostgreSQL bieten zwei SSD-basierte Optionen für die Datenbankspeicherung: General Purpose und Provisioned IOPS. Read Replicas für diese Engines müssen nicht den gleichen Speichertyp wie ihre Master-Datenbank-Instances verwenden. Möglicherweise können Sie Ihre Leistung oder Ihre Ausgaben durch Auswahl eines alternativen Speichertyps für Read Replicas optimieren.

Amazon RDS Read Replicas ergänzen Multi-AZ-Bereitstellungen. Für beide Funktionen wird eine zweite Kopie Ihrer Daten beibehalten, allerdings gibt es Unterschiede zwischen den beiden:

Multi-AZ-Bereitstellungen Read Replicas
Synchrone Replikation – sehr robust Asynchrone Replikation – hoch skalierbar
Nur die Datenbank-Engine in der primären Instance ist aktiv Sämtliche Read Replicas sind zugänglich und können für eine Leseskalierung verwendet werden
Automatische Sicherungen werden von der Standby-Instance erstellt Standardmäßig sind keine Sicherungen konfiguriert
Über eine einzelne Region erstrecken sich immer zwei Availability Zones Kann in einer Availability Zone AZ-übergreifend oder Regionen-übergreifend sein
Versions-Upgrades der Datenbank-Engine werden in der primären Instance durchgeführt Ein Versions-Upgrade der Datenbank-Engine ist unabhängig von der Quell-Instance
Automatisches Failover auf die Standby-Instance bei der Erkennung eines Problems Kann manuell auf eine eigenständigen Datenbank-Instance hochgestuft werden

Mit Amazon RDS können Sie Multi-AZ-Bereitstellungen und Read Replicas in Kombination verwenden, um sich die Vorteile beider Lösungen zunutze zu machen. Beispielsweise können Sie eine Quelldatenbank als Multi-AZ für hohe Verfügbarkeit konfigurieren und eine Read Replica (in Single-AZ) für eine Lese-Skalierbarkeit erstellen.

Mit RDS für MySQL und MariaDB können Sie auch die Read Replica als Multi-AZ festlegen. Dadurch können Sie die Read Replica als Notfallwiederherstellungsziel verwenden. Wenn Sie die Read Replica auf eine eigenständige Datenbank hochstufen, ist sie bereits Multi-AZ-fähig. Beachten Sie, dass diese Funktion von RDS für PostgreSQL noch nicht unterstützt wird.