Siemens nutzt AWS zur Reduzierung der Warnmeldungen von Kraftwerken um 90 %

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Es war noch nie einfacher, die Anlagen und den Betrieb von Kraftwerken zu überwachen. Doch die einfache Bereitstellung Tausender Sensoren erzeugt eine problematische Menge an Sensordaten. Siemens, das seit 170 Jahren bestehende weltweit führende Technologieunternehmen, hat sich dieser Herausforderung angenommen. Die mit AWS entwickelte Lösung von Siemens Gas and Power hat die Menge der Warnmeldungen für seine Kraftwerkskunden um 90 Prozent verringert.

"In einem modernen Kraftwerksleitsystem gehen täglich etwa 5 000 Warnmeldungen zu Komponentenfehlern oder Toleranzüberschreitungen bei Verfahrensbedingungen ein. Überwachungsteams können an einem Tag aber nur 500 dieser Meldungen analysieren", erklärt Stefan Lichtenberger, Programmleiter bei Siemens Gas and Power. "Da manche Warnmeldungen weniger dringlich sind und andere auf mögliche Ausfälle oder erforderliche Maßnahmen hinweisen, benötigen diese Teams Hilfe beim Aussortieren und Priorisieren."

Projekte zur Reduzierung des Warnmeldungsvolumens können zwei Vollzeitangestellte erfordern und bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Da die Menge der Warnmeldungen irgendwann unweigerlich wieder ansteigt, muss der Prozess zudem alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden.

"Mit der serverlosen AWS-Plattform konnten wir die Anzahl der Warnmeldungen im Kundenleitsystem um 90 Prozent reduzieren und die Infrastrukturkosten um 85 Prozent senken."

– Stefan Lichtenberger, Programmleiter, Siemens Gas and Power

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  • Die Siemens AG ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Das Unternehmen bietet Lösungen für die Energieerzeugung und -übertragung, für medizinische Bildgebung, für Labordiagnostik sowie für die industrielle Infrastruktur und Antriebssysteme.


  • Vorteile von AWS
    • Entwicklung einer einsatzfähigen serverlosen Plattform und Anwendung in drei Monaten
    • Reduzierung der Warnmeldungen beim Kunden um 90 %
    • Reduzierung der Infrastrukturkosten um 85 %
    • Keine ungeplante Ausfallzeit im ersten Jahr
  • Genutzte AWS-Services

Ein serverloser Ansatz führt zum Erfolg

Um den Kunden von Siemens eine kostengünstige Problemlösung zu bieten, wollte das Team von Lichtenberger eine automatisierte Überwachung und Analyse von Warnmeldungen sowie verwertbare Empfehlungen bereitstellen, um die Anzahl der Meldungen zu reduzieren. Gemeinsam mit Beratern von AWS Professional Services arbeitete das Team an einer Lösung, die später den Namen "Siemens I&C Monitors and Advisors" erhielt.

"Schon einen Monat nach unserem ersten Meeting mit den Beratern von AWS stand der Prototyp einer serverlosen Plattform für diese Lösung bereit", so Lichtenberger. "Innerhalb von drei Monaten hatten wir einen Prototyp der Anwendung."

I&C Monitors and Advisors nutzt AWS Lambda zur Analyse der Prozesssteuerungsdaten eines Kraftwerks.

Außerdem verwendet die serverlose Lösung Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) als Objektspeicher, Amazon Simple Queue Service (Amazon SQS) für das vollständig verwaltete Queuing von Warnmeldungen und Amazon DynamoDB zur Speicherung der Ergebnisse von Analyseprozessen, die anhand von Daten in Amazon S3 durchgeführt wurden.

"Mit der serverlosen AWS-Plattform konnten wir die Zahl der Warnmeldungen im Kundenleitsystem um 90 Prozent reduzieren und die Infrastrukturkosten um 85 Prozent senken", so Lichtenberger. "In den 18 Monaten, seit wir auf die serverlose Lösung umgestiegen sind, hatten wir keine einzige Minute ungeplante Ausfallzeit."

 


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