Amazon Aurora ist eine relationale Datenbank-Engine, die die Geschwindigkeit und Verfügbarkeit einer hochwertigen kommerziellen Datenbank mit der Wirtschaftlichkeit einer Open Source-Datenbank verbindet. Die MySQL-kompatible Edition von Aurora bietet einen bis zu fünf Mal höheren Durchsatz als Standard-MySQL bei Ausführung auf der gleichen Hardware und ist mit MySQL kompatibel. Dadurch können vorhandene Anwendungen und Tools ausgeführt werden, ohne dass eine Modifizierung notwendig ist.

Erste Schritte mit Amazon Aurora

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Tests mit Standard-Benchmarks wie SysBench ergaben eine fünffache Durchsatzleistung gegenüber Original-MySQL auf ähnlicher Hardware. Amazon Aurora verwendet eine Vielzahl von Software- und Hardware-Techniken, um sicherzustellen, dass die Datenbank-Engine die verfügbaren Rechen-, Arbeitsspeicher- und Netzwerkressourcen vollständig nutzen kann. E/A-Operationen nutzen zur Verbesserung der Leistungskonsistenz die Methoden verteilter Systeme, etwa Quoren.

Über die Amazon RDS-APIs oder mit nur wenigen Klicks in der AWS Management Console können Sie die Rechen- und Speicherkapazitäten für Ihre Bereitstellung nach Belieben erhöhen oder verringern. Skalierungsvorgänge bei der Datenverarbeitung dauern in der Regel nur wenige Minuten.

Amazon Aurora vergrößert Ihr Datenbank-Volume automatisch, wenn der Datenbankspeicher mehr Platz benötigt. Ihr Volume wächst in 10 GB-Schritten bis maximal 64 TB. Sie müssen nicht in Hinblick auf zukünftiges Wachstum Überkapazitäten für die Speicherung bereitstellen.

Erhöhen Sie den Lese-Durchsatz, um Anwendungsanforderungen mit großem Umfang zu unterstützen, indem Sie bis zu 15 Datenbank-Read Replicas erstellen. Amazon Aurora Replicas nutzen denselben zugrunde liegenden Speicher wie die primäre Instance. So können die Kosten gesenkt und auf das Kopieren von Daten auf die Replica-Knoten verzichtet werden. Dadurch wird größere Verarbeitungsleistung für Leseanforderungen freigesetzt und die Verzögerung bei der Replizierung reduziert – häufig bis in den einstelligen Millisekundenbereich. Aurora bietet zusätzlich einen Reader-Endpunkt, sodass die Anwendung verbunden werden kann, ohne dass die Replicas nachverfolgt werden müssen, die hinzugefügt oder entfernt werden.

Amazon RDS überwacht laufend den Zustand Ihrer Amazon Aurora-Datenbank und der zugrunde liegenden EC2-Instance. Bei einem Datenbankausfall startet Amazon RDS die Datenbank und zugeordnete Prozesse automatisch neu. Amazon Aurora benötigt keine Crash Recovery-Wiedergabe von Datenbank-Redo Logs, und das reduziert die Dauer des Neustarts gewaltig. Amazon Neptune isoliert auch den Puffercache der Datenbank von den Datenbankprozessen, sodass der Cache auch bei einem Neustart erhalten bleibt.

Beim Ausfall einer Instance verwendet Amazon Aurora RDS Multi-AZ-Technologie für einen automatischen Failover zu einer von bis zu 15 Amazon Aurora Replicas, die Sie in einer von drei Availability Zones erstellt haben. Wurden keine Amazon Aurora Replicas bereitgestellt, so versucht Amazon RDS bei einem Ausfall automatisch, für Sie eine neue Amazon Aurora-DB-Instance zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie in den Häufig gestellten Fragen.

Jeder 10 GB-Block Ihrer Datenbank wird sechsfach und in drei Availability Zones repliziert. Amazon Aurora-Speicher ist fehlertolerant und verarbeitet transparent den Verlust von bis zu zwei Kopien der Daten ohne Beeinträchtigung der Schreibverfügbarkeit der Datenbank, und bis zu drei Kopien ohne Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von Leseleistung. Der Amazon Aurora-Speicher repariert sich ebenfalls selbst. Datenblöcke und Festplatten werden kontinuierlich auf Fehler gescannt und automatisch ersetzt.

Mit der Backup-Funktion von Amazon Aurora können Sie eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung für Ihre Instance durchführen. Sie erhalten so die Möglichkeit, für jede einzelne Sekunde innerhalb des Aufbewahrungszeitraums bis auf die letzten fünf Minuten eine Wiederherstellung Ihrer Datenbank vorzunehmen. Der Aufbewahrungszeitraum für automatische Backups kann auf bis zu fünfunddreißig Tage konfiguriert werden. Automatisierte Backups werden in Amazon S3 gespeichert, das für eine Beständigkeit von 99,999999999 % konzipiert ist. Sicherungen erfolgen in Amazon Aurora automatisch, inkrementell und fortlaufend, und haben keine Auswirkung auf die Leistung der Datenbank.

DB-Snapshots sind vom Benutzer gestartete, in Amazon S3 gespeicherte Backups Ihrer Instance, die dort aufbewahrt werden, bis Sie sie ausdrücklich löschen. Sie nutzen die automatisierten inkrementellen Snapshots zur Reduktion des Zeit- und Speicherbedarfs. Sie können zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine neue Instance aus einem DB-Snapshot erstellen.

Mit Backtrack können Sie eine Datenbank schnell zu einem früheren Zeitpunkt verschieben, ohne dass Daten aus einem Backup wiederhergestellt werden müssen. Dadurch können Sie nach Benutzerfehlern wie z. B. dem Ablegen der falschen Tabelle oder Löschen der falschen Zeile schnell den vorherigen Zustand wiederherstellen. Wenn Sie Backtrack aktivieren, behält Aurora die Datensätze für die angegebene Backtrack-Dauer bei. Sie können Backtrack z. B. so einrichten, dass Ihre Datenbank in einen Zustand zurückversetzt werden kann, der bis zu 72 Stunden in der Vergangenheit liegt. Backtrack führt den Vorgang auch für große Datenbanken in Sekundenschnelle aus, weil keine Datensätze kopiert werden müssen. Sie können sich rückwärts und vorwärts bewegen, um den Punkt direkt vor Auftreten des Fehlers zu finden.

Backtrack ist auch für die Entwicklung und für Tests nützlich, insbesondere in Fällen, in denen Ihr Test die Daten löscht oder auf andere Weise ungültig macht. Gehen Sie einfach zum Originalzustand der Datenbank zurück, und schon sind Sie bereit für den nächsten Testlauf. Sie können per API ein Skript erstellen, das Backtrack aufruft und dann den Test durchführt, um eine einfache Integration in Ihr Testrahmenwerk zu ermöglichen.

Amazon Aurora wird in Amazon VPC ausgeführt. So können Sie Ihre Datenbank in Ihrem eigenen virtuellen Netzwerk isolieren und Ihre lokale IT-Infrastruktur mit den Branchenstandards entsprechenden verschlüsselten IPSec VPNs verbinden. Weitere Informationen zu Amazon RDS in der VPC erhalten Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch. Außerdem können Sie mit Amazon RDS die Firewall-Einstellungen festlegen und den Netzwerkzugriff auf Ihre DB-Instances steuern.

Amazon Aurora MySQL ist in AWS Identity and Access Management (IAM) integriert und bietet Ihnen die Möglichkeit, die Aktionen zu kontrollieren, die Ihre AWS IAM-Benutzer und -Gruppen auf bestimmten Amazon Aurora-Ressourcen (z. B. DB-Instances, DB-Snapshots, DB-Parametergruppen, DB-Ereignisabonnements, DB-Optionengruppen) ausführen können. Außerdem können Sie Ihre Aurora MySQL-Ressourcen taggen und die Aktionen kontrollieren, die Ihre IAM-Benutzer und -Gruppen mit Ressourcengruppen durchführen können, die den gleichen Tag (und Tagwert) haben. Beispielsweise können Sie Ihre IAM-Regeln so konfigurieren, dass sichergestellt ist, dass Entwickler „Entwicklungs“-DB-Instances ändern, aber nur Datenbankadministratoren „Produktions“-DB-Instances ändern und löschen können. Weitere Informationen über Berechtigungen auf Ressourcenebene finden Sie unter „Using AWS IAM with Amazon RDS Resources“ und „Tagging Amazon RDS Resources“.

Amazon Aurora ermöglicht das Verschlüsseln Ihrer Datenbanken mit Schlüsseln, die Sie mit dem AWS Key Management Service (KMS) erstellen und verwalten. Bei einer mit Amazon Aurora ausgeführten Datenbank-Instance werden ruhende Daten sowie die automatischen Backups, Snapshots und Replikate desselben Clusters auf dem zugrunde liegenden Speicher verschlüsselt. Amazon Aurora verwendet SSL (AES-256) zur Sicherung von Daten während der Übertragung.

Mit Amazon Aurora können Sie Datenbank-Ereignisse mit minimalen Auswirkungen auf die Datenbankleistung protokollieren. Die Protokolle können später im Hinblick auf Datenbankverwaltung, Sicherheit, Governance, Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und sonstige Zwecke analysiert werden. Sie können die Aktivität auch überwachen, indem Sie Prüfprotokolle an Amazon CloudWatch senden.

Die ersten Schritte zur Verwendung von Amazon Aurora sind ganz einfach. Starten Sie einfach mittels der AWS Management Console oder durch einen einzelnen API-Aufruf eine neue Amazon Aurora-DB-Instance. Amazon Aurora-DB-Instances sind mit einem geeigneten Satz an Parametern und Einstellungen für die gewählte DB-Instance-Klasse vorkonfiguriert. Sie können eine DB-Instance starten und Ihre Anwendung innerhalb von Minuten ohne weitere Konfigurationen damit verbinden. DB-Parametergruppen bieten präzise Kontrolle und ermöglichen die Optimierung Ihrer Datenbank.

Amazon Aurora bietet ohne zusätzliche Kosten Amazon CloudWatch-Metriken für Ihre DB-Instances. Mit der AWS Management Console können Sie über 20 wichtige Betriebsmetriken für Ihre Datenbank-Instances prüfen, etwa Datenverarbeitung, Arbeitsspeicher, Abfragendurchsatz, Trefferquote des Cache und aktive Verbindungen. Darüber hinaus können Sie mit Enhanced Monitoring Metriken aus der Betriebssystem-Instance erfassen, unter der Ihre Datenbank ausgeführt wird.

Amazon Aurora hält Ihre Datenbank mit den neuesten Patches aktuell. Über das Versionsmanagement für Datenbank-Engines können Sie kontrollieren, ob und wie Ihre Instance gepatcht wird. Aurora nutzt, sofern möglich, Patching ohne Ausfallzeit: Wenn ein geeignetes Zeitfenster auftritt, wird die Instance an Ort und Stelle aktualisiert, Anwendungssitzungen werden beibehalten und die Datenbank-Engine wird neu gestartet, während das Patch stattfindet. Daraus resultiert eine nur vorübergehende (ca. 5 Sekunden) Reduzierung des Durchsatzes.

Amazon Aurora kann Sie per E-Mail oder SMS über Datenbankereignisse wie einen automatischen Failover benachrichtigen. Mithilfe der AWS Management Console oder Amazon RDS-APIs können Sie mehr als 40 DB-Ereignisse abonnieren, die mit Ihren Amazon Aurora-Datenbanken verknüpft sind.

Amazon Aurora unterstützt schnelle und effiziente Cloning-Verfahren, bei denen vollständige Datenbank-Cluster mit mehreren Terabyte innerhalb von Minuten geklont werden können. Cloning ist für eine Vielzahl von Zwecken nützlich, einschließlich der Anwendungsentwicklung, Tests, Datenbankaktualisierungen, Datenbank-Updates und die Durchführung analytischer Abfragen. Die sofortige Verfügbarkeit der Daten kann Ihre Softwareentwicklung und Aktualisierungsprojekte erheblich beschleunigen und die Analytiken präziser machen.

Sie können eine Amazon Aurora-Datenbank mit ein paar Klicks in der RDS Management-Konsole klonen, ohne die Produktionsumgebung zu beeinträchtigen. Der Klon wird über drei Availability Zones hinweg verteilt und repliziert.

Amazon Aurora kombiniert Sicherheit der Enterprise-Klasse, Leistung, hohe Verfügbarkeit und Widerstandsfähigkeit mit den niedrigen Kosten und der Benutzerfreundlichkeit von MySQL. Dies ergibt ein hervorragendes Migrationsziel beim Verschieben von Workloads von kostspieligen kommerziellen Datenbanken zu AWS. Durch seine Kapazitäten und Fähigkeiten ist MySQL eine optimale Datenbank für einen weiten Bereich von Datenbank-Workloads, von einfachen Transaktionsanwendungen bis hin zu komplexen OLTP- und OLAP-Workloads mit komplizierten SQL- und gespeicherten Verfahren.

Standard-MySQL-Import- und Exporttools funktionieren mit Amazon Aurora. Sie können auch problemlos aus einem Amazon RDS für MySQL-DB-Snapshot eine neue Amazon Aurora-Datenbank erstellen. Auf DB-Snapshots basierende Migrationsprozesse sind normalerweise in weniger als einer Stunde abgeschlossen. Die Dauer hängt jedoch vom Format und der Menge der migrierten Daten ab.

Bei Amazon Aurora fallen keinerlei Vorabgebühren an. Sie zahlen lediglich eine Stundengebühr für jede Instance, die Sie in Betrieb nehmen. Und sollten Sie eine Amazon Aurora-DB-Instance nicht mehr benötigen, können Sie sie einfach löschen. Sie müssen nicht als Sicherheitsspielraum Überkapazitäten für die Speicherung bereitstellen, und Sie zahlen nur für die tatsächliche Speichernutzung. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite mit der Preisübersicht zu Amazon Aurora.