Der Aufbau einer umfangreichen E-Mail-Lösung kann für ein Unternehmen sehr komplex und teuer sein: Sie müssen Ihre Infrastruktur aufbauen, Ihr Netzwerk konfigurieren, Ihre IP-Adressen bereit machen und Ihre Absenderzuverlässigkeit schützen. Bei vielen E-Mail-Lösungen von Drittanbietern müssen Vertragsverhandlungen geführt werden und es fallen erhebliche Vorabgebühren an.

Mit Amazon SES gehören diese Probleme der Vergangenheit an und Sie können innerhalb weniger Minuten damit beginnen, E-Mails zu senden. Sie profitieren von der jahrelangen Erfahrung und der ausgereiften E-Mail-Infrastruktur, die Amazon.com für seinen eigenen umfangreichen Kundenstamm aufgebaut hat.

Erste Schritte mit Amazon SES

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Die Zustellbarkeitsrate Ihrer E-Mails, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass die von Ihnen gesendete E-Mail auch im Postfach Ihres Empfängers eingeht, basiert auf der Zuverlässigkeit der IP-Adressen, über die die E-Mails gesendet werden. Die Zuverlässigkeit wird weitgehend von historischen Trend bestimmt. Wenn eine Adresse bisher nur minderwertige Inhalte gesendet hat, ist die Zuverlässigkeit schlecht. Amazon SES bietet eine hohe Zuverlässigkeit bei den Postfachanbietern, indem Spam und schädliche Inhalte aktiv herausgefiltert werden.

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Generische E-Mails mit einem für alle gleichen "Universalkonzept" werden im Allgemeinen statistisch weniger gut angenommen als personalisierte E-Mails. Mit Amazon SES können Sie E-Mail-Vorlagen erstellen, die Austausch-Tags für die Personalisierung der Inhalte enthalten.

Wenn Sie eine E-Mail versenden, geben Sie die Vorlage und die Werte des Austausch-Tags für den entsprechenden Empfänger an. Amazon SES entfernt automatisch die Austausch-Tags aus Ihren Nachrichten und ersetzt sie mit den von Ihnen festgelegten, spezifischen Werten. Ihre Kunden erhalten so hochgradig personalisierte Nachrichten, die sie eher annehmen.  

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Wenn ein Internetdienstanbieter (Internet Service Provider, ISP) eine E-Mail erhält, überprüfen Sie, ob diese authentifiziert ist, bevor versucht wird, die E-Mail an den Empfänger zu senden. Durch die Authentifizierung erkennt der ISP, dass Ihnen die E-Mail-Adresse, über die Sie die E-Mail senden, auch tatsächlich gehört. Amazon SES unterstützt alle branchenüblichen Authentifizierungsmechanismen, wie z. B. DomainKeys Identified Mail (DKIM), Sender Policy Framework (SPF), and Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC).

Weitere Informationen zur Authentifizierung finden Sie unter Authentifizieren Ihrer E-Mail in Amazon SES im Amazon SES-Entwicklerhandbuch.

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Standardmäßig sendet Amazon SES E-Mails über IP-Adressen, die auch von anderen Amazon SES-Kunden genutzt werden. Gemeinsam genutzt Adressen stellen eine großartige Option für viele Benutzer dar: sie sind im Basispreis von Amazon SES inbegriffen und die Zuverlässigkeit wird sorgfältig überwacht, um eine hohe Zustellbarkeitsrate gewährleisten zu können.

Amazon SES-Kunden, die eine große Menge an E-Mails versenden, können dedizierte IP-Adressen leasen, die dann exklusiv von ihnen genutzt werden können. Wenn Sie E-Mails über dedizierte IP-Adressen senden, basiert die Absenderzuverlässigkeit dieser Adressen ausschließlich auf Ihrer Praxis beim Senden von E-Mails.

Wenn Sie mehrere dedizierte IP-Adresse für die Nutzung mit Ihrem Amazon SES-Konto leasen, können Sie die dedizierte Funktion für IP-Pools verwenden, um Gruppen (Pools)) dieser IP-Adressen zu erstellen. Sie können dann jeden Pool einem Konfigurationssatz zuweisen. Wenn Sie E-Mails mithilfe dieses Konfigurationssatzes versenden, werden diese E-Mails nur über die IP-Adressen im zugewiesenen Pool versendet.

Im Amazon SES-Entwicklerhandbuch erfahren Sie mehr über das Anfordern dedizierter IPs und dem Erstellen dedizierter IP-Pools.

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Amazon SES bietet verschiedene Methoden zum Überwachen Ihrer E-Mail-Sendeaktivitäten, mit denen Sie Ihre E-Mail-Sendestrategie optimieren können. Amazon SES kann Informationen zum gesammten E-Mail-Antworttrichter erfassen, darunter die Anzahl der Sendungen, Zustellungen, Öffnungen, Klicks, Bounces, Beschwerden und Ablehnungen. Diese Daten können in einem Amazon S3-Bucket oder einer Amazon Redshift-Datenbank gespeichert, für Echtzeitbenachrichtigungen an Amazon SNS gesendet oder mit Amazon Kinesis Analytics analysiert werden.

Weitere Informationen zu den Überwachungsmethoden für Amazon SES finden Sie unter Überwachen Ihrer Amazon SES-Sendevorgänge im Amazon SES-Entwicklerhandbuch.

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Amazon SES bietet ein Dashboard für Reputationen, mit dem Sie Probleme nachverfolgen können, welche den Versand Ihrer E-Mails beeinflussen könnten. Dieses Dashboard verfolgt die gesamten Unzustellbarkeits- und Beschwerderaten für Ihr Konto, und kann Sie über Ereignisse informieren, welche die Zustellung beeinträchtigen. Dazu gehören Treffer für Pseudo-E-Mail-Adresse für Spam, Verweise auf Domains in Ihren E-Mails, die auf einer Blockierliste stehen, sowie Berichte von seriösen Anti-Spam-Organisationen.

Die Angaben über die Unzustellbarkeits- und Beschwerderaten in diesem Dashboard werden automatisch in Amazon CloudWatch veröffentlicht. Sie können CloudWatch verwenden, um Alarme zu erstellen, die Sie benachrichtigen, wenn Ihre Unzustellbarkeits- oder Beschwerderaten bestimmte Werte überschreiten. Mit diesen Informationen können Sie sofortige Maßnahmen bei Problemen ergreifen, welche Ihre Reputation als Absender beeinträchtigen könnten.

Weitere Informationen zum Amazon SES Reputations-Dashboard finden Sie im Abschnitt Überwachen Ihrer Reputation als Absender im Amazon SES-Entwicklerhandbuch.

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Wenn Sie Amazon SES für den Empfang eingehender E-Mails verwenden, haben Sie die vollständige Kontrolle darüber, welche E-Mails Sie annehmen möchten und was mit diesen E-Mails nach dem Empfang weiterverfahren wird. Sie können E-Mails basierend auf der E-Mail-Adresse, der IP-Adresse oder der Domain des Absenders annehmen oder ablehnen. Sobald Amazon SES die E-Mail akzeptiert hat, können Sie sie in einem Amazon S3-Bucket speichern, mit einer AWS Lambda-Funktion einen benutzerdefinierten Code ausführen oder Benachrichtigungen in Amazon SNS veröffentlichen.

Weitere Informationen zum Empfangen von E-Mails mit Amazon SES finden Sie unter Empfangen von E-Mails im Amazon SES-Entwicklerhandbuch. Lesen Sie sich zum Einstieg Einrichten einer Pipeline zum Empfangen von E-Mails im AWS-Erste-Schritte-Ressourcencenter durch.

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Amazon SES bietet verschiedene Methoden zum Senden von E-Mails, wie z. B. die Amazon SES Console, die Simple Mail Transfer Protocol (SMTP)-Schnittstelle und die Amazon SES-API. Auf die API können Sie über die AWS Command Line Interface (AWS CLI) oder ein AWS Software Development Kit (SDK) zugreifen.

Am Abschnitt Erste Schritte im Amazon SES-Entwicklerhandbuch oder im 10-minütigen Tutorial zum Senden von E-Mails im AWS-Erste-Schritte-Ressourcencenter finden Sie Informationen zum Senden von E-Mails.

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Mit dem Amazon SES-Postfachsimulator können Sie ganz einfach testen, wie Ihre Anwendung mit bestimmten Szenarien umgeht, wie z. B. zurückgesendete E-Mails oder Beschwerden, ohne Ihre Absenderzuverlässigkeit zu beeinträchtigen. Die Verwendung des Postfachsimulators ist genauso einfach wie das Senden einer Test-E-Mail an eine bestimmte Adresse. Sie können den Postfachsimulator dafür verwenden, erfolgreich zugestellte E-Mails, Hard Bounces, Abwesenheitsmeldungen oder Beschwerden zu simulieren.

Weitere Informationen zum Postfachsimulator finden Sie unter Testen des E-Mail-Versands im Amazon SES-Entwicklerhandbuch.

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Amazon SES lässt sich reibungslos mit anderen AWS-Services wie Amazon EC2, AWS Elastic Beanstalk, Amazon SNS, Amazon Route 53, AWS IAM, Amazon S3, AWS Lambda, AWS KMS, Amazon CloudWatch, AWS CloudTrail, Amazon Kinesis Firehose, Amazon Elasticsearch Services, Amazon Redshift und Amazon WorkMail integrieren.

Weitere Informationen zum Zusammenspiel von Amazon SES mit anderen AWS-Diensten finden Sie unter Amazon SES und andere AWS-Dienste im Amazon SES-Entwicklerhandbuch

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Bei Amazon SES gibt es keine Vorabgebühren oder Mindestverpflichtungen. Sie zahlen Sie nur für das, was Sie auch tatsächlich nutzen. Wenn Sie E-Mails über eine in einer Amazon EC2-Instanz gehosteten Anwendung senden, sind die ersten 62.000 E-Mails kostenlos, für jede anschließend gesendete E-Mail fallen nur sehr geringe Kosten an.