Amazon Elastic File System (Amazon EFS) ist ein vollständig verwalteter Service. Sie finden hier einen Vergleich zwischen den Gesamtbetriebskosten (TCO) von Amazon EFS und den Kosten einer selbstverwalteten Cloud-Lösung mit Software von Drittanbietern.

Erste Schritte mit Amazon EFS

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Sie können Dateiserver in der AWS Cloud auch mit Software von Drittanbietern betreiben, sofern diese eine Dateisystemschnittstelle wie auch eine Möglichkeit des gemeinsamen Dateizugriffs bereitstellen. Die Verwaltungssoftware für diese Drittanbieterlösungen wird in der Regel auf Amazon EC2 Instances ausgeführt, wobei als Speicherkomponente zumeist Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS) genutzt wird. Als Kosten für diese Lösungen fallen die Lizenzen für die Drittanbietersoftware sowie die Gebühren für Amazon EC2 Instances, Amazon EBS-Volumes und die Datenreplikation über Availability Zones (AZs) an.

Nachfolgende Beispiellösungen veranschaulichen die Differenz der Gesamtbetriebskosten zwischen Amazon EFS und einer selbstverwalteten Cloud-Lösung mit Software von Drittanbietern. Das Beispiel zeigt eine Lösung für eine latenzkritische Arbeitslast mit einem Speicherbedarf von 1 TB, einem durchschnittlichen Durchsatz von 10 MB/s und einem Spitzendurchsatz von 100 MB/s.

Amazon EFS repliziert Daten automatisch über mehrere Availability Zones (AZs). Bei einer selbstverwalteten Cloud-Lösung sind zusätzliche Speicherkapazitäten für die AZ-übergreifende Replikation erforderlich, und für Datenübertragungen zwischen AWS AZs fallen zusätzliche Kosten an, die in der Gebühr für Amazon EFS von monatlich 0,30 USD pro GB bereits inbegriffen sind.

 

Amazon EFS

 Selbstverwaltete Cloud-Lösung

Genutzte Kapazität 1 024 1 024

Erworbene Gesamtkapazität (GB)

1 024

2 409

Speicherkosten (1 Jahr)

3 686 USD

2 891 USD

Rechenkosten – 2 c4.xlarge (1 Jahr – On-Demand)

Enthalten

3 486 USD

Datenübertragungskosten für AZ-übergreifende Replikation (1 Jahr)

Enthalten

3 080 USD

Gesamtbetriebskosten (1 Jahr)

3 686 USD

9 457 USD

USD/genutzte GB pro Monat

0,30 USD

0,77 USD

Einsparungen bei Verwendung von Amazon EFS

61 %

 

Der Kostenvergleich zu diesem Beispiel zeigt, dass Amazon EFS nicht einmal die Hälfte einer selbstverwalteten Cloud-Lösung mit Drittanbietersoftware kostet. Bei den Kosten der selbstverwalteten Lösung wird davon ausgegangen, dass eine kostenlose Open Source-Software verwendet wird. Auch wurde der Arbeitsaufwand für die Einrichtung, Initialisierung, Verwaltung und Wartung der Lösung nicht berücksichtigt.

Vergleichsdetails:

Bei der Berechnung der erworbenen Gesamtkapazität für die selbstverwaltete Cloud-Lösung wurden EBS General Purpose (SSD) gp2-Volumes bei einer Festplattennutzung von 85 % sowie Konten mit gedoppelter Kapazität für die Replikation in eine zweite AZ zugrunde gelegt. Im Beispiel wird von einem durchschnittlichen Durchsatz von 10 MB/s an Lese- und Schreibzugriffen ausgegangen, wobei Lese- und Schreibvorgänge im gleichen Verhältnis stehen. Daraus ergibt sich eine Replikationsrate von 5 MB/s (Schreibzugriffe) in die sekundäre AZ. Den Rechenkosten wurden pro AZ eine c4.xlarge EC2 Instance – also 2 insgesamt Instances – zugrunde gelegt, die für die erforderliche Leistung notwendig sind.

Das vorangegangene Beispiel veranschaulicht die Kosteneinsparungen einer Amazon EFS-Lösung gegenüber einer selbstverwalteten Cloud-Lösung. Berücksichtigen Sie Zeit und Arbeitsaufwand für die Installation, Verwaltung und Wartung einer selbstverwalteten Cloud-Lösung, kommt Amazon EFS sogar noch günstiger. Ein weiterer Vorteil von Amazon EFS neben dieser Kostenersparnis ist, dass weder die Infrastruktur verwaltet noch ein Kapazitätswachstum geplant werden muss.

Wenn Sie die Kostenvorteile eines Wechsels Ihrer lokalen Lösung in die AWS Cloud berechnen möchten, können Sie hier Ihre Konfiguration in unsere TCO-Rechner eingeben. Amazon EFS hilft Ihnen wie alle AWS-Services bei der Senkung Ihrer Gesamtbetriebskosten durch Reduzierung notwendiger Investitionen in große Kapitalausgaben sowie durch Bereitstellung eines Pay-as-you-go-Modells, bei dem Sie nur dann in Kapazitäten investieren müssen, wenn diese für Ihr Geschäft tatsächlich erforderlich sind.