F: Was ist Amazon Elastic File System?

Amazon EFS ist ein vollständig verwalteter Service, mit dem Sie einen Dateispeicher in der Amazon-Cloud einrichten und skalieren können. Mit nur wenigen Klicks in der AWS Management Console können Sie Dateisysteme erstellen, auf die Amazon EC2-Instances über eine Dateisystemoberfläche (mithilfe standardmäßiger Betriebssystem-Datei-E/A-APIs) zugreifen können und die die vollständige Dateisystem-Zugriffssemantik (zum Beispiel starke Konsistenz und Dateisperren) unterstützen.

Amazon EFS-Dateisysteme können automatisch von Gigabyte auf Petabyte von Daten skaliert werden, ohne dass Speicher bereitgestellt werden muss. Zehn, Hunderte oder sogar Tausende von Amazon EC2-Instances können gleichzeitig auf ein Amazon EFS-Dateisystem zugreifen, und Amazon EFS stellt jeder Amazon EC2-Instance eine konsistente Leistung bereit. Amazon EFS ist für hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit konzipiert. Bei Amazon EFS gibt es keine Mindestgebühr und keine Einrichtungskosten, und Sie bezahlen nur für den tatsächlich verwendeten Speicher.

 

F: Für welche Anwendungsfälle eignet sich Amazon EFS?

Amazon EFS wurde konzipiert, um Leistung für ganz verschiedene Verarbeitungslasten und Anwendungen bereitzustellen, darunter Big Data und Analysen, Medienverarbeitungsworkflows, Inhaltsmanagement, Webserver und Startverzeichnisse.

 

F: Wann sollte Amazon EFS, wann Amazon Simple Storage Service (S3) und wann Amazon Elastic Block Store (EBS) verwendet werden?

Amazon Web Services (AWS) bietet Cloud-Speicherservices zur Unterstützung einer breiten Palette von Speicherverarbeitungslasten.

Amazon EFS ist ein Dateispeicherdienst für Amazon EC2. Amazon EFS stellt eine Dateisystemoberfläche, eine Dateisystem-Zugriffssemantik (z. B. starke Konsistenz und Dateisperren) sowie Speicher bereit, auf die bzw. den Tausende von Amazon EC2-Instances gleichzeitig zugreifen können.

Amazon EBS ist ein Speicherdienst auf Blockebene für Amazon EC2. Amazon EBS kann Leistung für Workloads bereitstellen, die einen Zugriff mit niedrigster Latenz auf Daten aus einer einzigen EC2-Instance erfordern.

Amazon S3 ist ein Objektspeicher-Service. Amazon S3 macht Daten durch eine Internet-API verfügbar, auf die von überall aus zugegriffen werden kann.

 

F: Wo werden meine Daten gespeichert?

Weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Amazon EFS-Services nach Regionen finden Sie unter Regionale Produkte und Services.

 

F: Was sind die ersten Schritte mit Amazon EFS?

Für die Verwendung von Amazon EFS benötigen Sie ein Amazon Web Services-Konto. Falls Sie noch kein AWS-Konto haben, können Sie eines erstellen, indem Sie auf die Schaltfläche "Try the Free Tier" auf der Amazon EFS-Detailseite klicken.

Sobald Sie ein AWS-Konto erstellt haben, finden Sie im Amazon EFS-Leitfaden Erste Schritte Informationen zur Verwendung von Amazon EFS. Sie können ein Dateisystem über die AWS Management Console, die AWS Command Line Interface (AWS CLI) und die Amazon EFS-API (sowie über mehrere sprachspezifische SDKs) erstellen.

 

F: Wie kann ich von einer Amazon EC2-Instance aus auf ein Dateisystem zugreifen?

Für den Zugriff auf Ihr Dateisystem mounten Sie das Dateisystem auf einer Amazon EC2-Linux-basierten Instance mithilfe des Linux-Standard-Mount-Befehls und des DNS-Namens des Dateisystems. Danach können Sie mit den Dateien und Verzeichnissen in Ihrem Dateisystem wie in einem lokalen Dateisystem arbeiten.

Amazon EFS verwendet das NFSv4.1-Protokoll. Ein schrittweises Beispiel für den Zugriff auf ein Dateisystem von einer Amazon EC2-Instance aus finden Sie im Amazon EFS-Leitfaden Erste Schritte.

 

F: Welche Amazon EC2-Instance-Typen und AMIs funktionieren mit Amazon EFS?

Amazon EFS ist mit allen Linux-basierten AMIs für Amazon EC2 kompatibel. Sie können die Instance-Typen, die mit einem einzelnen Dateisystem verbunden sind, mischen und aufeinander abstimmen. Ein schrittweises Beispiel für den Zugriff auf ein Dateisystem von einer Amazon EC2-Instance aus finden Sie im Amazon EFS-Leitfaden Erste Schritte.

 

F: Wie kann ich ein Dateisystem verwalten?

Amazon EFS ist ein vollständig verwalteter Service, daher wird die gesamte Dateispeicherinfrastruktur für Sie verwaltet. Wenn Sie Amazon EFS verwenden, vermeiden Sie die Komplexität des Bereitstellens und Wartens einer komplexen Dateisysteminfrastruktur. Ein Amazon EFS-Dateisystem wächst und schrumpft automatisch, wenn Sie Dateien hinzufügen und entfernen, sodass Sie keine Speicherbeschaffung oder -bereitstellung verwalten müssen.

Sie können ein Dateisystem über die AWS Management Console, die AWS Command Line Interface (AWS CLI) und die Amazon EFS-API (sowie über mehrere sprachspezifische SDKs) verwalten. Konsole, API und SDK bieten die Möglichkeit, Dateisysteme einzurichten und zu löschen, zu konfigurieren, wie auf Dateisysteme zugegriffen wird, Dateisystem-Tags zu erstellen und zu bearbeiten sowie detaillierte Informationen über Dateisysteme anzuzeigen.

 

F: Wie kann ich Daten in ein Dateisystem laden?

Es gibt mehrere Methoden, um Daten eines vorhandene Dateisystems in Amazon EFS zu laden, unabhängig davon, ob sich die Dateisystemdaten in AWS oder auf den lokalen Servern befinden.

Amazon EFS-Dateisysteme werden auf einer Amazon EC2-Instance bereitgestellt, sodass alle Daten, auf die eine Amazon EC2-Instance zugreifen kann, auch in Amazon EFS gelesen und geschrieben werden können. Um Dateidaten zu laden, die derzeit nicht in AWS gespeichert sind, können Sie mit der EFS-Dateisynchronisierung Daten direkt in Amazon EFS kopieren.

Für lokale Dateisysteme bietet die EFS-Dateisynchronisierung eine schnelle und einfache Methode, um vorhandene Dateisysteme sicher in Amazon EFS zu synchronisieren. Die EFS-Dateisynchronisierung funktioniert über jede Netzwerkverbindung, auch mit AWS Direct Connect. AWS Direct Connect bietet eine dedizierte Netzwerkverbindung mit hoher Bandbreite und geringerer Latenz, über die Sie die EFS-Dateisysteme bereitstellen können. Sie können Datendateien auch mit standardmäßigen Linux-Kopier-Tools in Amazon EFS verschieben.

Weitere Informationen zum Zugriff auf ein Dateisystem von einem lokalen Server finden Sie auf dieser Seite mit häufig gestellten Fragen im Abschnitt Lokaler Zugriff.

Weitere Informationen zum Verschieben von Daten in die Amazon-Cloud finden Sie auf der Seite Datenmigration in die Cloud.


F: Auf welche Weise stellt Amazon EFS hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bereit?

Jedes Objekt des Dateisystems (d. h. Verzeichnis, Datei und Link) wird in verschiedenen Availability Zones redundant gespeichert. Außerdem ist der Zugriff auf ein Dateisystem gleichzeitig von allen Availability Zones in der Region aus möglich, in der es sich befindet. Das bedeutet, dass Sie Ihre Anwendung für ein Failover von einer AZ zu anderen AZs in der Region konzipieren können, um die höchstmögliche Anwendungsverfügbarkeit sicherzustellen. Mount-Ziele wurden im Hinblick auf hohe Verfügbarkeit entwickelt.

F: Wie kann ich ein Dateisystem sichern?

Amazon EFS wurde im Hinblick auf eine hohe Zuverlässigkeit entwickelt. Wenn Sie in der Lage sein möchten, ältere Dateiversionen wiederherzustellen, um Änderungen rückgängig zu machen, können Sie eine standardmäßige Sicherungssoftware von Drittanbietern verwenden.

Sie können auch AWS Data Pipeline verwenden, um regelmäßige, automatisierte Kopien Ihres Dateisystems basierend auf einem von Ihnen definierten Zeitplan zu erstellen. Weitere Informationen zum Zugriff auf eine von Amazon EFS bereitgestellte AWS Data Pipeline-Vorlage finden Sie im Amazon EFS-Thema Walkthrough: Back Up an EFS File System.

 

F: Wie greife ich von außerhalb meiner VPC auf mein Dateisystem zu?

Amazon EC2-Instances innerhalb Ihrer VPC können direkt auf Ihr Dateisystem zugreifen, und Amazon EC2 Classic-Instanzen außerhalb Ihrer VPC können ein Dateisystem über ClassicLink bereitstellen. Lokale Server können Ihre Dateisysteme über eine AWS Direct Connect-Verbindung für Ihre VPCs bereitstellen.


F: Welche Datenmenge kann gespeichert werden?

Amazon EFS-Dateisysteme können mehrere Petabyte an Daten speichern. Amazon EFS-Dateisysteme sind flexibel. Ihr Umfang nimmt zu bzw. ab, wenn Sie Dateien hinzufügen bzw. entfernen. Sie stellen keine Dateisystemgröße bereit, geben vorab keine Größe an und bezahlen nur für den tatsächlich verwendeten Speicher.

 

F: Wie viele Amazon EC2-Instances können mit einem Dateisystem verbunden werden?

Amazon EFS unterstützt eine bis Tausende von Amazon EC2-Instances, die gleichzeitig eine Verbindung zu einem Dateisystem herstellen.

 

F: Wie viele Dateisysteme können erstellt werden?

Sie können standardmäßig bis zu 10 Dateisysteme pro AWS-Konto und Region erstellen. Unter AWS Service Limits können Sie die Erhöhung Ihres Dateisystemlimits anfordern.

 

F: Wie ist die Leistung von Amazon EFS im Vergleich zu anderen Speicherlösungen?

Amazon EFS-Dateisysteme sind über eine unbeschränkte Anzahl von Speicherservern verteilt, sodass Dateisysteme flexibel bis zur Petabytegröße wachsen können und einen gleichzeitigen Massenzugriff von Amazon EC2-Instances auf Ihre Daten zulassen. Das verteilte Design von Amazon EFS vermeidet die Engpässe und Beschränkungen herkömmlicher Dateiserver.

Durch das Design der verteilten Datenspeicherung können Multithread-Anwendungen und Anwendungen, die ständig auf Daten aus mehreren Amazon EC2-Instances zugreifen, einen erheblichen Gesamtdurchsatz und IOPS erzielen. Big Data- und Analyseverarbeitungslasten, Medienverarbeitungsworkflows, Inhaltsmanagement und Webserver sind Beispiele für diese Anwendungen.

In der Tabelle weiter unten werden Hochleistungs- und Speichermerkmale der Datei- und Block-Cloud-Speicherangebote von Amazon verglichen.

 

Amazon EFS

Amazon EBS
PIOPS

Vorgangsbasierte Latenz

Niedrig, konsistent

Niedrigste, konsistent

Durchsatz

Mehrere GB pro Sekunde

Ein GB pro Sekunde

Durch das verteilte Design von Amazon EFS werden hohe Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit ermöglicht. Diese verteilte Architektur führt bei jedem einzelnen Dateivorgang zu einer geringen Latenz. Aufgrund dieser vorgangsbasierten Latenz steigt der Gesamtdurchsatz normalerweise zusammen mit der durchschnittlichen E/A-Größe, da sich der Aufwand auf eine größere Datenmenge verteilt. Durch die Unterstützung hoch paralleler Verarbeitungslasten seitens Amazon EFS (d. h. konsistente Vorgänge aus mehreren Threads und mehreren EC2-Instances) werden ein hoher Gesamtdurchsatz und IOPS ermöglicht.

F: Was ist der Unterschied zwischen den Leistungsmodi "General Purpose" und "Max I/O"? Für welchen sollte ich mich entscheiden?

Der Leistungsmodus "General Purpose" eignet sich für die meisten Dateisysteme. Dabei handelt es sich um den Modus, der beim Erstellen eines Dateisystems standardmäßig ausgewählt wird. Der Leistungsmodus "Max I/O" ist für Anwendungen optimiert, bei denen zehn, Hunderte oder Tausende EC2-Instances auf das Dateisystem zugreifen – er wird auf einen höheren Gesamtdurchsatz und mehr Vorgänge pro Sekunde mit dem Nachteil etwas höherer Latenzen für Dateivorgänge skaliert. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Dateisystemleistung.

 

F: Wie viel Durchsatz kann ein Dateisystem unterstützen?

Der für ein Dateisystem verfügbare Durchsatz skaliert zusammen mit dem Wachstum des Dateisystems. Da dateibasierte Verarbeitungslasten normalerweise stark variieren – zeitweise ist ein höherer Durchsatz und zweitweise ein geringerer erforderlich – wurde Amazon EFS so konzipiert, dass zweitweise ein hoher Durchsatz möglich ist. Alle Dateisysteme bieten eine konsistente Basisleistung von 50 MB/s pro TB Speicher, alle Dateisysteme können (unabhängig von der Größe) auf 100 MB/s erweitert werden, und Dateisysteme über 1 TB können auf 100 MB/s pro TB Speicher erweitert werden. Wenn Sie dem Dateisystem Daten hinzufügen, wird der für das Dateisystem maximal verfügbare Durchsatz linear und automatisch mit dem Speicher skaliert.

Der Dateisystemdurchsatz wird von allen Amazon EC2-Instances, die mit einem Dateisystem verbunden sind, gemeinsam genutzt. Ein 1-TB-Dateisystem, das auf einen Durchsatz von 100 MB/s erweitert werden kann, unterstützt 100 MB/s von einer einzelnen Amazon EC2-Instance aus, oder 10 Amazon EC2-Instances können gemeinsam 100 MB/s unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Dateisystemleistung.


F: Wie kann ich steuern, welche Amazon EC2-Instances auf mein Dateisystem zugreifen können?

Wenn Sie ein Dateisystem erstellen, erstellen Sie Endpunkte in Ihrem VPC, die als "Bereitstellungsziele" oder "Mount Targets" bezeichnet werden. Wenn Sie von einer EC2-Instance mounten, wird der DNS-Name Ihres Dateisystems, den Sie in Ihrem Mount-Befehl angeben, in eine IP-Adresse des Mount-Ziels aufgelöst. Nur Ressourcen, die auf ein Mount-Ziel zugreifen können, können auf Ihr Dateisystem zugreifen. Sie können den Netzwerkdatenverkehr zu und aus Ihren Dateisystem-Bereitstellungszielen mithilfe von VPC-Sicherheitsgruppen steuern.

 

F: Wie kann ich steuern, wer auf mein Dateisystem zugreifen kann?

Sie können mithilfe von AWS Identity and Access Management (IAM) steuern, wer Ihr Dateisystem verwalten kann. Sie können den Zugriff auf Dateien und Verzeichnisse mit POSIX-kompatiblen Benutzer- und Gruppenrichtlinien steuern.


F: Was ist die Amazon EBS-Verschlüsselung?

Amazon EFS bietet die nahtlose Verschlüsselung von EFS-Dateisystemen. Daten werden während des Schreibens transparent verschlüsselt und während des Lesens transparent entschlüsselt. Ein Anpassen Ihrer Anwendungen erübrigt sich dadurch. Verschlüsselungsschlüssel werden vom AWS Key Management Service (KMS) verwaltet, sodass Sie sich nicht mit dem Erstellen und Verwalten einer sicheren Schlüsselverwaltungsinfrastruktur befassen müssen.

 

F: Was ist der AWS Key Management Service (KMS)?

AWS KMS ist ein verwalteter Service, der das Erstellen und Kontrollieren der Verschlüsselungsschlüssel vereinfacht, die zum Verschlüsseln Ihrer Daten verwendet werden. Der AWS Key Management Service ist in andere AWS-Services wie Amazon EFS, Amazon EBS und Amazon S3 integriert, um die Verschlüsselung Ihrer Daten mit von Ihnen verwalteten Verschlüsselungsschlüsseln zu vereinfachen. Der AWS Key Management Service ist auch in AWS CloudTrail integriert und erstellt Protokolle aller Schlüsselnutzungen. Dies erleichtert die Einhaltung der unternehmensinterne und gesetzlichen Richtlinien. Weitere Informationen zu KMS finden Sie auf der Produktseite AWS Key Management Service.

 

F: Wie aktiviere ich die Verschlüsselung für mein Amazon EFS-Dateisystem?

Sie können die Verschlüsselung Ihres EFS-Dateisystems in der EFS-Konsole oder mithilfe des AWS CLI-Tools oder AWS SDKs aktivieren. Wenn Sie ein neues Dateisystem in der EFS-Konsole erstellen, klicken Sie auf die Option zum Erstellen des Dateisystems und aktivieren das Kontrollkästchen für die Verschlüsselung. Weitere Informationen erhalten Sie in der Benutzerdokumentation im Abschnitt über die Verschlüsselung.

 

F: Wirkt sich die Verschlüsselung auf die Leistung von Amazon EFS aus?

Die Verschlüsselung Ihrer Daten wirkt sich minimal auf die E/A-Latenz und den Durchsatz aus.


F: Wie greife ich von Servern in meinem lokalen Rechenzentrum auf ein EFS-Dateisystem zu?

Zum lokalen Zugriff auf EFS-Dateisysteme benötigen Sie eine AWS Direct Connect-Verbindung zwischen Ihrem lokalen Rechenzentrum und Ihrer Amazon VPC. AWS Direct Connect richtet eine private Netzwerkverbindung zwischen Ihrem lokalen Rechenzentrum und AWS ein. Wenn Sie über noch keine AWS Direct Connect-Verbindung verfügen, können Sie diese nach den Anweisungen im AWS Direct Connect User Guide erstellen.

Auf einem lokalen Linux-Server stellen Sie ein EFS-Dateisystem mit dem Linux-Standardbefehl "mount" zum Bereitstellen eines Dateisystems über das NFSv4.1-Protokoll bereit.

Weitere Informationen zum Zugriff auf EFS-Dateisysteme von lokalen Servern über AWS Direct Connect finden Sie in der Dokumentation.

 

F: Welche Vorteile bietet mir der Zugriff auf meine EFS-Dateisysteme von meinen lokalen Servern?

Sie können Ihre Amazon EFS-Dateisysteme auf Ihren lokalen Servern bereitstellen und Dateidaten mit Linux-Standardtools und -skripts zu und von Amazon EFS verschieben. Die Möglichkeit, Dateidaten zu und von Amazon EFS-Dateisystemen zu verschieben, eröffnet Ihnen drei Anwendungsfälle.

Zunächst können Sie Daten aus lokalen Rechenzentren migrieren, sodass sie dauerhaft auf Amazon EFS-Dateisystemen gespeichert werden.

Des Weiteren unterstützen Sie dadurch Cloud Bursting-Arbeitslasten, sodass Sie Ihre Anwendungsverarbeitung in die Cloud auslagern können. Sie können Daten von Ihren lokalen Servern auf Ihre EFS-Dateisysteme verschieben, sie in Ihrer Amazon VPC in einem Cluster aus EC2-Instances analysieren und die Ergebnisse danach dauerhaft auf Ihren EFS-Dateisystemen speichern oder sie zurück auf die lokalen Server verschieben.

Schließlich können Sie Ihre lokalen Dateidaten regelmäßig als Sicherung nach EFS kopieren und erhalten so die Möglichkeit des Disaster Recovery.

 

F: Kann ich ein AWS VPN für den lokalen Zugriff auf ein EFS-Dateisystem verwenden?

Nein, Amazon EFS unterstützt keinen Zugriff über AWS VPN.

 

F: Kann ich auf das Amazon EFS-Dateisystem gleichzeitig von den Servern meines lokalen Rechenzentrums und über Amazon EC2-Instances zugreifen?

Ja, Sie können gleichzeitig von den Servern Ihres lokalen Rechenzentrums und über Amazon EC2-Instances Ihrer Amazon VPC auf Ihr Amazon EFS-Dateisystem zugreifen. Amazon EFS bietet sowohl für EC2-Instances als auch für lokale Server, die auf ein Dateisystem zugreifen, die gleiche Semantik für den Dateisystemzugriff (z. B. eine hohe Datenkonsistenz und Dateisperren).

 

F: Welche bewährte Methode wird für das Verschieben von Dateidaten zu und von lokalen Servern über AWS Direct Connect empfohlen?

Aufgrund der Weiterleitungsverzögerung bei Daten, die über große Distanzen übertragen werden, kann die Netzwerklatenz einer Direct Connect-Verbindung zwischen Ihrem lokalen Rechenzentrum und Ihrer Amazon VPC im zweistelligen Millisekundenbereich liegen. Wenn Ihre Dateioperationen serialisiert sind, kann die Latenz der Direct Connect-Verbindung Ihren Lese- und Schreibdurchsatz unmittelbar beeinträchtigen. Dies liegt daran, dass die Datenmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit gelesen oder geschrieben werden kann, an die Zeit gebunden ist, die für den Abschluss jedes einzelnen Lese- und Schreibvorgangs benötigt wird. Zur Optimierung Ihres Durchsatzes sollten Sie Ihre Dateioperationen daher parallelisieren, damit EFS mehrere Lese- und Schreibvorgänge gleichzeitig verarbeiten kann. Standardtools wie GNU können Operationen parallel ausführen, sodass das Kopieren von Dateidaten parallelisiert werden kann. Weitere Informationen finden Sie in der Online-Dokumentation.

 

F: Wie kann ich vorhandene Daten aus dem lokalen Dateispeicher in Amazon EFS kopieren?

Es gibt mehrere Methoden zum Kopieren vorhandener lokaler Daten in Amazon EFS. Die EFS-Dateisynchronisierung bietet eine schnelle und einfache Methode, um vorhandene Dateisysteme sicher in Amazon EFS zu synchronisieren, und funktioniert über jede Netzwerkverbindung, auch AWS Direct Connect.

AWS Direct Connect bietet eine dedizierte Netzwerkverbindung mit hoher Bandbreite und geringerer Latenz, über die Sie die Amazon EFS-Dateisysteme bereitstellen können. Nach der Bereitstellung können Sie mit der EFS-Dateisynchronisierung Daten bis zu 5 Mal schneller als standardmäßige Linux-Kopier-Tools in Amazon EFS kopieren.

Weitere Informationen zur EFS-Dateisynchronisierung finden Sie auf dieser Seite mit häufig gestellten Fragen im Abschnitt EFS-Dateisynchronisierung.


F: Was ist die EFS-Dateisynchronisierung?

Die EFS-Dateisynchronisierung bietet eine schnelle und einfache Methode, um Daten aus vorhandenen lokalen Dateisystemen oder Dateisystemen innerhalb der Cloud sicher in Amazon EFS-Dateisysteme zu verschieben. Die EFS-Dateisynchronisierung kopiert Dateien und Verzeichnisse bis zu 5 Mal schneller als standardmäßige Linux-Kopier-Tools in Amazon EFS, mit einfacher Einrichtung und Verwaltung in der AWS Console. Beim Synchronisieren von lokalen Dateisystemen oder Dateisystemen innerhalb der Cloud in Amazon EFS bietet die EFS-Dateisynchronisierung schnelle parallele Datenübertragung, verschlüsselt übertragene Daten und sichert die Integrität der kopierten Daten.

Weitere Informationen zu den technischen Details und ersten Schritten finden Sie auf unserer Dokumentations-Website für die EFS-Dateisynchronisierung

 

F: Was sind die ersten Schritte mit der EFS-Dateisynchronisierung?

Um die EFS-Dateisynchronisierung zu verwenden, besuchen Sie die Amazon EFS Console, um den EFS-Dateisynchronisierungs-Agenten herunterzuladen und in Ihrer IT-Umgebung bereitzustellen. Konfigurieren Sie das Quell- und Zieldateisystem, starten Sie die Synchronisierungsaufgabe und überwachen Sie den Fortschritt über die Konsole oder mithilfe von AWS CloudWatch. Weitere Informationen zu ersten Schritten finden Sie im Abschnitt Dokumentation

 

F: Wie werden meine Daten mithilfe der EFS-Dateisynchronisierung geschützt?

Alle durch die EFS-Dateisynchronisierung aus den Quelldateisystemen zum Ziel in Amazon EFS übertragenen Daten werden über SSL/TLS verschlüsselt. 

 

F: Unterstützt die EFS-Dateisynchronisierung das Kopieren von Daten zwischen AWS-Regionen?

Ja. Sie können einen EFS-Dateisynchronisierungs-Agenten in einer AWS-Region bereitstellen und in ein EFS-Dateisystem in einer anderen AWS-Region synchronisieren. Ihr Quelldateisystem kann entweder ein EFS-Dateisystem oder ein aus einer EC2-Instanz freigegebenes Dateisystem sein. Weitere Informationen zur Einrichtung der EFS-Dateisynchronisierung finden Sie im Abschnitt Dokumentation

 

F: In welchen Regionen ist die EFS-Dateisynchronisierung verfügbar?

Die EFS-Dateisynchronisierung ist derzeit in den Regionen USA Ost (Nord-Virginia), USA Ost (Ohio), USA West (Oregon) und EU (Irland) verfügbar, in den Regionen EU (Frankfurt) und Asien-Pazifik (Sydney) ab Dezember 2017.

 


F: Welche Interoperabilität und Kompatibilität besteht zwischen vorhandenen AWS-Services und Amazon EFS?

Amazon EFS ist in eine Reihe von anderen AWS-Services integriert, darunter Amazon CloudWatch, AWS CloudFormation, AWS CloudTrail, AWS IAM und AWS Tagging.

Amazon CloudWatch ermöglicht Ihnen die Überwachung der Dateisystemaktivität mithilfe von Kennzahlen. AWS CloudFormation ermöglicht Ihnen das Erstellen und Verwalten von Dateisystemen mithilfe von Vorlagen.

AWS CloudTrail ermöglicht Ihnen das Aufzeichnen aller Amazon EFS-API-Aufrufe in Protokolldateien.

AWS Identity and Access Management (IAM) ermöglicht es Ihnen, zu steuern, wer Ihr Dateisystem verwalten kann. AWS Tagging Services ermöglicht Ihnen die Bezeichnung Ihrer Dateisysteme mit von Ihnen definierten Metadaten.

 

F: Welche Art von Sperren unterstützt Amazon EFS?

Sperren in Amazon EFS verwenden das NFSv4.1-Protokoll für empfohlene Sperren, das Ihren Anwendungen die Verwendung von Datei- und Byte-Bereichssperren ermöglicht.

 

F: Sind Dateisystemnamen global (wie Amazon S3-Bucket-Namen)?

Jedes Dateisystem verfügt über eine automatisch generierte ID-Nummer, die global eindeutig ist. Sie können Ihre Dateisysteme mit Namen versehen, die nicht eindeutig sein müssen.


F: Wie viel kostet Amazon EFS?

Sie bezahlen bei Amazon EFS nur für den Speicherplatz in GB, den Ihr Dateisystem pro Monat nutzt. Es gibt weder Mindestgebühren noch Einrichtungskosten. Es gibt keine zusätzlichen Gebühren für Bandbreite oder Anforderungen. Informationen zu den Preisen von Amazon EFS finden Sie auf der Amazon EFS-Preisseite.

 

F: Wie viel kostet die Amazon EFS-Dateisynchronisierung?

Bei der Amazon EFS-Dateisynchronisierung bezahlen Sie pro GB für in Amazon EFS kopierte Daten. Informationen zu den Preisen der EFS-Dateisynchronisierung finden Sie auf der Preisseite für die Amazon EFS-Dateisynchronisierung.

 

F: Sind Steuern im Preis enthalten?

Falls nicht anders angegeben, gelten unsere Preise zuzüglich anfallender Steuern und Abgaben, u. a. MwSt. und Umsatzsteuer. Bei Kunden mit japanischer Rechnungsadresse unterliegt die Nutzung von AWS-Services der japanischen Verbrauchssteuer. Weitere Informationen.