Allgemeines

F: Was ist Amazon Elastic File System?

Amazon EFS ist ein vollständig verwalteter Service, mit dem Sie einen Dateispeicher in der Amazon-Cloud einrichten und skalieren können. Mit nur wenigen Klicks in der AWS-Managementkonsole können Sie Dateisysteme erstellen, auf die Amazon EC2-Instances über eine Dateisystemoberfläche (mithilfe standardmäßiger Betriebssystem-Datei-E/A-APIs) zugreifen können und die die vollständige Dateisystem-Zugriffssemantik (zum Beispiel starke Konsistenz und Dateisperren) unterstützen.

Amazon EFS-Dateisysteme können automatisch von Gigabyte auf Petabyte von Daten skaliert werden, ohne dass Speicher bereitgestellt werden muss. Zehn, Hunderte oder sogar Tausende von Amazon EC2-Instances können gleichzeitig auf ein Amazon EFS-Dateisystem zugreifen, und Amazon EFS stellt jeder Amazon EC2-Instance eine konsistente Leistung bereit. Amazon EFS ist für hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit konzipiert. Bei Amazon EFS gibt es keine Mindestgebühr und keine Einrichtungskosten, und Sie bezahlen nur für den tatsächlich verwendeten Speicher.

F: Welche Anwendungsfälle werden von Amazon EFS unterstützt?

Amazon EFS wurde konzipiert, um Leistung für ganz verschiedene Verarbeitungslasten und Anwendungen bereitzustellen, darunter Big Data und Analysen, Medienverarbeitungsworkflows, Inhaltsmanagement, Webserver und Startverzeichnisse.

F: Wann sollte Amazon EFS, wann Amazon Simple Storage Service (S3) und wann Amazon Elastic Block Store (EBS) verwendet werden?

Amazon Web Services (AWS) bietet Cloud-Speicherservices zur Unterstützung einer breiten Palette von Speicherverarbeitungslasten.

Amazon EFS ist ein Dateispeicherdienst für Amazon EC2. Amazon EFS stellt eine Dateisystemoberfläche, eine Dateisystem-Zugriffssemantik (z. B. starke Konsistenz und Dateisperren) sowie Speicher bereit, auf die bzw. den Tausende von Amazon EC2-Instances gleichzeitig zugreifen können.

Amazon EBS ist ein Speicherdienst auf Blockebene für Amazon EC2. Amazon EBS kann Leistung für Workloads bereitstellen, die einen Zugriff mit niedrigster Latenz auf Daten aus einer einzigen EC2-Instance erfordern.

Amazon S3 ist ein Objektspeicher-Service. Amazon S3 macht Daten durch eine Internet-API verfügbar, auf die von überall aus zugegriffen werden kann.

Welche Punkte gilt es zu berücksichtigen, wenn Sie die Nutzung von Amazon EFS planen.

F: In welchen AWS-Regionen ist Amazon EFS derzeit verfügbar?

Weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Amazon EFS-Services nach Regionen finden Sie unter Regionale Produkte und Services.

F: Was sind die ersten Schritte mit Amazon EFS?

Für die Nutzung von Amazon EFS benötigen Sie ein AWS-Konto. Falls Sie noch kein AWS-Konto eingerichtet haben, können Sie sich für ein AWS-Konto registrieren. Mit Ihrem neuen Konto erhalten Sie sofort Zugriff auf das kostenlose AWS-Kontingent.

Sobald Sie ein AWS-Konto erstellt haben, finden Sie im Amazon EFS-Leitfaden Erste Schritte Informationen zur Verwendung von Amazon EFS. Sie können ein Dateisystem über die AWS-Managementkonsole, die AWS Command Line Interface (AWS CLI) und die Amazon EFS-API (sowie über mehrere sprachspezifische SDKs) erstellen.

F: Wie kann ich von einer Amazon EC2-Instance aus auf ein Dateisystem zugreifen?

Für den Zugriff auf Ihr Dateisystem mounten Sie das Dateisystem auf einer Amazon EC2-Linux-basierten Instance mithilfe des Linux-Standard-Mount-Befehls und des DNS-Namens des Dateisystems. Danach können Sie mit den Dateien und Verzeichnissen in Ihrem Dateisystem wie in einem lokalen Dateisystem arbeiten.

Amazon EFS verwendet das NFSv4.1-Protokoll. Ein schrittweises Beispiel für den Zugriff auf ein Dateisystem aus einer Amazon EC2-Instance finden Sie in diesem Handbuch.

F: Welche Amazon EC2-Instance-Typen und AMIs funktionieren mit Amazon EFS?

Amazon EFS ist mit allen Linux-basierten AMIs für Amazon EC2 kompatibel. Sie können die Instance-Typen, die mit einem einzelnen Dateisystem verbunden sind, mischen und aufeinander abstimmen. Ein schrittweises Beispiel für den Zugriff auf ein Dateisystem aus einer Amazon EC2-Instance finden Sie im Handbuch zu den Instance-Typen.

F: Wie kann ich ein Dateisystem verwalten?

Amazon EFS ist ein vollständig verwalteter Service, daher wird die gesamte Dateispeicherinfrastruktur für Sie verwaltet. Wenn Sie Amazon EFS verwenden, vermeiden Sie die Komplexität des Bereitstellens und Wartens einer komplexen Dateisysteminfrastruktur. Ein Amazon EFS-Dateisystem wächst und schrumpft automatisch, wenn Sie Dateien hinzufügen und entfernen, sodass Sie keine Speicherbeschaffung oder -bereitstellung verwalten müssen.

Sie können ein Dateisystem über die AWS-Managementkonsole, die AWS Command Line Interface (AWS CLI) und die Amazon EFS-API (sowie über mehrere sprachspezifische SDKs) verwalten. Konsole, API und SDK bieten die Möglichkeit, Dateisysteme einzurichten und zu löschen, zu konfigurieren, wie auf Dateisysteme zugegriffen wird, Dateisystem-Tags zu erstellen und zu bearbeiten sowie detaillierte Informationen über Dateisysteme anzuzeigen.

F: Wie kann ich Daten in ein Dateisystem laden?

Es gibt mehrere Methoden, um Daten eines vorhandene Dateisystems in Amazon EFS zu laden, unabhängig davon, ob sich die Dateisystemdaten in AWS oder auf den lokalen Servern befinden.

Amazon EFS-Dateisysteme werden auf einer Amazon EC2-Instance bereitgestellt, sodass alle Daten, auf die eine Amazon EC2-Instance zugreifen kann, auch in Amazon EFS gelesen und geschrieben werden können. Um Dateidaten zu laden, die derzeit nicht in AWS gespeichert sind, können Sie mit der EFS-Dateisynchronisierung Daten direkt in Amazon EFS kopieren.

Für lokale Dateisysteme bietet die EFS-Dateisynchronisierung eine schnelle und einfache Methode, um vorhandene Dateisysteme sicher in Amazon EFS zu synchronisieren. EFS File Sync funktioniert über jede Netzwerkverbindung, auch mit AWS Direct Connect. AWS Direct Connect bietet eine dedizierte Netzwerkverbindung mit hoher Bandbreite und niedrigerer Latenz, über die Sie Ihre EFS-Dateisysteme mounten können. Sie können Datendateien auch mit standardmäßigen Linux-Kopier-Tools in Amazon EFS verschieben.

Weitere Informationen zum Zugriff auf ein Dateisystem von einem lokalen Server finden Sie auf dieser Seite mit häufig gestellten Fragen im Abschnitt Lokaler Zugriff.

Weitere Informationen zum Verschieben von Daten in die Amazon-Cloud finden Sie auf der Seite Datenmigration in die Cloud.

Datenschutz und Verfügbarkeit

F: Auf welche Weise stellt Amazon EFS hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bereit?

Jedes Objekt des Dateisystems (d. h. Verzeichnis, Datei und Link) wird in verschiedenen Availability Zones redundant gespeichert. Außerdem ist der Zugriff auf ein Dateisystem gleichzeitig von allen Availability Zones in der Region aus möglich, in der es sich befindet. Das bedeutet, dass Sie Ihre Anwendung für ein Failover von einer AZ zu anderen AZs in der Region konzipieren können, um die höchstmögliche Anwendungsverfügbarkeit sicherzustellen. Mount-Ziele wurden im Hinblick auf hohe Verfügbarkeit entwickelt.

F: Wie kann ich ein Dateisystem sichern?

Amazon EFS wurde im Hinblick auf eine hohe Zuverlässigkeit entwickelt. Mit der EFS-zu-EFS-Sicherungslösung können Sie automatische inkrementelle Sicherungen Ihres Amazon EFS-Dateisystems planen. Weitere Informationen finden Sie in der Anleitung in Einzelschritten: Sicherungslösungen für Amazon EFS-Dateisysteme für Amazon EFS.

F: Wie greife ich von außerhalb meiner VPC auf mein Dateisystem zu?

Amazon EC2-Instances innerhalb Ihrer VPC können direkt auf Ihr Dateisystem zugreifen, und Amazon EC2 Classic-Instanzen außerhalb Ihrer VPC können ein Dateisystem über ClassicLink bereitstellen. Lokale Server können Ihre Dateisysteme über eine AWS Direct Connect-Verbindung für Ihre VPCs bereitstellen.

Größe und Leistung

F: Welche Datenmenge kann gespeichert werden?

Amazon EFS-Dateisysteme können mehrere Petabyte an Daten speichern. Amazon EFS-Dateisysteme sind flexibel. Ihr Umfang nimmt zu bzw. ab, wenn Sie Dateien hinzufügen bzw. entfernen. Sie stellen keine bestimmte Dateisystemkapazität bereit, geben vorab keine Größe an und bezahlen nur für den tatsächlich verwendeten Speicher.

F: Wie viele Amazon EC2-Instances können mit einem Dateisystem verbunden werden?

Amazon EFS unterstützt eine bis Tausende von Amazon EC2-Instances, die gleichzeitig eine Verbindung zu einem Dateisystem herstellen.

F: Wie viele Dateisysteme können erstellt werden?

Die Anzahl der Dateisysteme, die Sie pro Konto erstellen können, variiert je nach Region. Weitere Informationen zu Amazon EFS-Beschränkungen finden Sie auf der Seite mit den Beschränkungen von Amazon EFS

F: Wie ist die Leistung von Amazon EFS im Vergleich zu anderen Speicherlösungen?

Amazon EFS-Dateisysteme sind über eine unbeschränkte Anzahl von Speicherservern verteilt, sodass Dateisysteme flexibel bis zur Petabytegröße wachsen können und einen gleichzeitigen Massenzugriff von Amazon EC2-Instances auf Ihre Daten zulassen. Das verteilte Design von Amazon EFS vermeidet die Engpässe und Beschränkungen herkömmlicher Dateiserver.

Durch das Design der verteilten Datenspeicherung können Multithread-Anwendungen und Anwendungen, die ständig auf Daten aus mehreren Amazon EC2-Instances zugreifen, einen erheblichen Gesamtdurchsatz und IOPS erzielen. Big Data- und Analyseverarbeitungslasten, Medienverarbeitungsworkflows, Inhaltsmanagement und Webserver sind Beispiele für diese Anwendungen.

In der Tabelle weiter unten werden Hochleistungs- und Speichermerkmale der Datei- und Block-Cloud-Speicherangebote von AWS verglichen.

  Amazon EFS Amazon EBS (io1)

Vorgangsbasierte Latenz

Niedrig, konsistent

Niedrigste, konsistent

Durchsatz

Mehrere GB pro Sekunde

Ein GB pro Sekunde

Durch das verteilte Design von Amazon EFS werden hohe Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit ermöglicht. Diese verteilte Architektur führt bei jedem einzelnen Dateivorgang zu einer geringen Latenz. Aufgrund dieser vorgangsbasierten Latenz steigt der Gesamtdurchsatz normalerweise zusammen mit der durchschnittlichen E/A-Größe, da sich der Aufwand auf eine größere Datenmenge verteilt. Durch die Unterstützung hoch paralleler Verarbeitungslasten seitens Amazon EFS (d. h. konsistente Vorgänge aus mehreren Threads und mehreren EC2-Instances) werden ein hoher Gesamtdurchsatz und IOPS ermöglicht.

F: Was ist der Unterschied zwischen den Leistungsmodi "General Purpose" und "Max I/O"? Für welchen sollte ich mich entscheiden?

Der Leistungsmodus "General Purpose" eignet sich für die meisten Dateisysteme. Dabei handelt es sich um den Modus, der beim Erstellen eines Dateisystems standardmäßig ausgewählt wird. Der Leistungsmodus "Max I/O" ist für Anwendungen optimiert, bei denen zehn, Hunderte oder Tausende EC2-Instances auf das Dateisystem zugreifen – er wird auf einen höheren Gesamtdurchsatz und mehr Vorgänge pro Sekunde mit dem Nachteil etwas höherer Latenzen für Dateivorgänge skaliert. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Dateisystemleistung.

F: Wie viel Durchsatz kann ein Dateisystem unterstützen?

Der für ein Dateisystem verfügbare Durchsatz skaliert zusammen mit dem Wachstum des Dateisystems. Da dateibasierte Verarbeitungslasten normalerweise stark variieren – zeitweise ist ein höherer, zeitweise ein geringerer Durchsatz erforderlich – wurde Amazon EFS so konzipiert, dass jederzeit auch ein hoher Durchsatz möglich ist. Alle Dateisysteme bieten eine konsistente Basisleistung von 50 MB/s pro TB Speicher, alle Dateisysteme können (unabhängig von der Größe) auf 100 MB/s erweitert werden, und Dateisysteme über 1 TB können auf 100 MB/s pro TB Speicher erweitert werden. Wenn Sie dem Dateisystem Daten hinzufügen, wird der für das Dateisystem maximal verfügbare Durchsatz linear und automatisch mit dem Speicher skaliert.

Der Dateisystemdurchsatz wird von allen Amazon EC2-Instances, die mit einem Dateisystem verbunden sind, gemeinsam genutzt. Ein 1-TB-Dateisystem, das auf einen Durchsatz von 100 MB/s erweitert werden kann, unterstützt 100 MB/s von einer einzelnen Amazon EC2-Instance aus, oder 10 Amazon EC2-Instances können gemeinsam 100 MB/s unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Dateisystemleistung.

Zugriffssteuerung

F: Wie kann ich steuern, welche Amazon EC2-Instances auf mein Dateisystem zugreifen können?

Wenn Sie ein Dateisystem erstellen, erstellen Sie Endpunkte in Ihrem VPC, die als "Bereitstellungsziele" oder "Mount Targets" bezeichnet werden. Wenn Sie von einer EC2-Instance mounten, wird der DNS-Name Ihres Dateisystems, den Sie in Ihrem Mount-Befehl angeben, in eine IP-Adresse des Mount-Ziels aufgelöst. Nur Ressourcen, die auf ein Bereitstellungsziel zugreifen können, können auf Ihr Dateisystem zugreifen. Sie können den Netzwerkdatenverkehr zu und aus Ihren Dateisystem-Bereitstellungszielen mithilfe von VPC-Sicherheitsgruppen steuern.

F: Wie kann ich steuern, wer auf mein Dateisystem zugreifen kann?

Sie können mithilfe von AWS Identity and Access Management (IAM) steuern, wer Ihr Dateisystem verwalten kann. Sie können den Zugriff auf Dateien und Verzeichnisse mit POSIX-kompatiblen Benutzer- und Gruppenrichtlinien steuern.

Verschlüsselung

F: Was ist die Amazon EFS-Verschlüsselung?

Amazon EFS bietet eine Verschlüsselung der Daten im Speicher und während der Übertragung.

Im Speicher verschlüsselte Daten werden während des Schreibens transparent verschlüsselt und während des Lesens transparent entschlüsselt. Ein Anpassen Ihrer Anwendungen erübrigt sich dadurch. Verschlüsselungsschlüssel werden vom AWS Key Management Service (KMS) verwaltet, sodass Sie sich nicht mit dem Erstellen und Verwalten einer sicheren Schlüsselverwaltungsinfrastruktur befassen müssen.

Für die Verschlüsselung der Daten während der Übertragung wird der Branchenstandard Transport Layer Security (TLS) 1.2 für die zwischen Clients und EFS-Dateisystemen übertragenen Daten verwendet.

Die Verschlüsselung der Daten im Speicher und während der Übertragung kann in Abhängigkeit der jeweiligen Sicherheitsanforderungen gemeinsam oder unabhängig voneinander konfiguriert werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Benutzerdokumentation im Abschnitt über die Verschlüsselung.

F: Was ist der AWS Key Management Service (KMS)?

AWS KMS verwaltet die Verschlüsselungsschlüssel der verschlüsselten Daten im Speicher von EFS-Dateisystemen. AWS KMS ist ein verwalteter Service, der das Erstellen und Kontrollieren der Verschlüsselungsschlüssel vereinfacht, die zum Verschlüsseln Ihrer Daten verwendet werden. Der AWS Key Management Service ist in andere AWS-Services wie Amazon EFS, Amazon EBS und Amazon S3 integriert, um die Verschlüsselung Ihrer Daten mit von Ihnen verwalteten Verschlüsselungsschlüsseln zu vereinfachen. AWS Key Management Service ist auch in AWS CloudTrail integriert und stellt für Sie Protokolle der gesamten Schlüsselnutzung bereit, um Sie bei der Einhaltung Ihrer gesetzlichen und Compliance-Anforderungen zu unterstützen.

F: Wie aktiviere ich die Verschlüsselung für mein Amazon EFS-Dateisystem?

Sie können die Verschlüsselung gespeicherter Daten in der EFS-Konsole oder mithilfe des AWS CLI-Tools oder AWS SDKs aktivieren. Wenn Sie ein neues Dateisystem in der EFS-Konsole erstellen, klicken Sie auf die Option zum Erstellen des Dateisystems und aktivieren das Kontrollkästchen für die Verschlüsselung.

Für die Verschlüsselung der Daten während der Übertragung zwischen Ihrem Amazon EFS-Dateisystem und seinen Clients kann die EFS-Mount-Hilfe verwendet werden.

Die Verschlüsselung der Daten im Speicher und während der Übertragung kann in Abhängigkeit der jeweiligen Sicherheitsanforderungen gemeinsam oder unabhängig voneinander konfiguriert werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Benutzerdokumentation im Abschnitt über die Verschlüsselung.

F: Wirkt sich die Verschlüsselung auf die Leistung von Amazon EFS aus?

Die Verschlüsselung Ihrer Daten wirkt sich minimal auf die E/A-Latenz und den Durchsatz aus.

Lokaler Zugriff

F: Wie greife ich von Servern in meinem lokalen Rechenzentrum auf ein EFS-Dateisystem zu?

Zum lokalen Zugriff auf EFS-Dateisysteme benötigen Sie eine AWS Direct Connect-Verbindung zwischen Ihrem lokalen Rechenzentrum und Ihrer Amazon VPC. AWS Direct Connect richtet eine private Netzwerkverbindung zwischen Ihrem lokalen Rechenzentrum und AWS ein. Wenn Sie über noch keine AWS Direct Connect-Verbindung verfügen, können Sie diese nach den Anweisungen im AWS Direct Connect User Guide erstellen.

Auf einem lokalen Linux-Server stellen Sie ein EFS-Dateisystem mit dem Linux-Standardbefehl "mount" zum Bereitstellen eines Dateisystems über das NFSv4.1-Protokoll bereit.

Weitere Informationen zum Zugriff auf EFS-Dateisysteme von lokalen Servern über AWS Direct Connect finden Sie in der Dokumentation.

F: Welche Vorteile bietet mir der Zugriff auf meine EFS-Dateisysteme von meinen lokalen Servern?

Sie können Ihre Amazon EFS-Dateisysteme auf Ihren lokalen Servern bereitstellen und Dateidaten mit Linux-Standardtools und -skripts zu und von Amazon EFS verschieben. Die Möglichkeit, Dateidaten zu und von Amazon EFS-Dateisystemen zu verschieben, eröffnet Ihnen drei Anwendungsfälle.

Zunächst können Sie Daten aus lokalen Rechenzentren migrieren, sodass sie dauerhaft auf Amazon EFS-Dateisystemen gespeichert werden.

Des Weiteren unterstützen Sie dadurch Cloud Bursting-Arbeitslasten, sodass Sie Ihre Anwendungsverarbeitung in die Cloud auslagern können. Sie können Daten von Ihren lokalen Servern auf Ihre EFS-Dateisysteme verschieben, sie in Ihrer Amazon VPC in einem Cluster aus EC2-Instances analysieren und die Ergebnisse danach dauerhaft auf Ihren EFS-Dateisystemen speichern oder sie zurück auf die lokalen Server verschieben.

Schließlich können Sie Ihre lokalen Dateidaten regelmäßig als Sicherung nach EFS kopieren und erhalten so die Möglichkeit des Disaster Recovery.

F: Kann ich ein AWS VPN für den lokalen Zugriff auf ein EFS-Dateisystem verwenden?

Nein, Amazon EFS unterstützt keinen Zugriff über AWS VPN.

F: Kann ich auf das Amazon EFS-Dateisystem gleichzeitig von den Servern meines lokalen Rechenzentrums als auch über Amazon EC2-Instances zugreifen?

Ja, Sie können gleichzeitig von den Servern Ihres lokalen Rechenzentrums und über Amazon EC2-Instances Ihrer Amazon VPC auf Ihr Amazon EFS-Dateisystem zugreifen. Amazon EFS bietet sowohl für EC2-Instances als auch für lokale Server, die auf ein Dateisystem zugreifen, die gleiche Semantik für den Dateisystemzugriff (z. B. eine hohe Datenkonsistenz und Dateisperren).

F: Welche bewährte Methode wird für das Verschieben von Dateidaten zu und von lokalen Servern über AWS Direct Connect empfohlen?

Aufgrund der Weiterleitungsverzögerung bei Daten, die über große Distanzen übertragen werden, kann die Netzwerklatenz einer Direct Connect-Verbindung zwischen Ihrem lokalen Rechenzentrum und Ihrer Amazon VPC im zweistelligen Millisekundenbereich liegen. Wenn Ihre Dateioperationen serialisiert sind, kann die Latenz der Direct Connect-Verbindung Ihren Lese- und Schreibdurchsatz unmittelbar beeinträchtigen. Dies liegt daran, dass die Datenmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit gelesen oder geschrieben werden kann, an die Zeit gebunden ist, die für den Abschluss jedes einzelnen Lese- und Schreibvorgangs benötigt wird. Zur Optimierung Ihres Durchsatzes sollten Sie Ihre Dateioperationen daher parallelisieren, damit EFS mehrere Lese- und Schreibvorgänge gleichzeitig verarbeiten kann. Standardtools wie GNU können Operationen parallel ausführen, sodass das Kopieren von Dateidaten parallelisiert werden kann. Weitere Informationen finden Sie in der Online-Dokumentation.

F: Wie kann ich vorhandene Daten aus dem lokalen Dateispeicher in Amazon EFS kopieren?

Es gibt mehrere Methoden zum Kopieren vorhandener lokaler Daten in Amazon EFS. Die EFS-Dateisynchronisierung bietet eine schnelle und einfache Methode, um vorhandene Dateisysteme sicher in Amazon EFS zu synchronisieren, und funktioniert über jede Netzwerkverbindung, auch AWS Direct Connect.

AWS Direct Connect bietet eine dedizierte Netzwerkverbindung mit hoher Bandbreite und niedrigerer Latenz, über die Sie Ihre Amazon EFS-Dateisysteme mounten können. Nach der Bereitstellung können Sie mit der EFS-Dateisynchronisierung Daten bis zu 5 Mal schneller als standardmäßige Linux-Kopier-Tools in Amazon EFS kopieren.

Weitere Informationen zur EFS-Dateisynchronisierung finden Sie auf dieser Seite mit häufig gestellten Fragen im Abschnitt EFS-Dateisynchronisierung.

EFS-Dateisynchronisierung

F: Was ist die EFS-Dateisynchronisierung?

Die EFS-Dateisynchronisierung bietet eine schnelle und einfache Methode, um Daten aus vorhandenen lokalen Dateisystemen oder Dateisystemen innerhalb der Cloud sicher in Amazon EFS-Dateisysteme zu verschieben. Die EFS-Dateisynchronisierung kopiert Dateien und Verzeichnisse bis zu 5 Mal schneller als standardmäßige Linux-Kopier-Tools in Amazon EFS, mit einfacher Einrichtung und Verwaltung in der AWS Console. Beim Synchronisieren von lokalen Dateisystemen oder Dateisystemen innerhalb der Cloud in Amazon EFS bietet die EFS-Dateisynchronisierung schnelle parallele Datenübertragung, verschlüsselt übertragene Daten und sichert die Integrität der kopierten Daten. Weitere Informationen zu den technischen Details und ersten Schritten finden Sie in der Dokumentation zur EFS File Sync.

F: Was sind die ersten Schritte mit der EFS-Dateisynchronisierung?

Um die EFS-Dateisynchronisierung zu verwenden, besuchen Sie die Amazon EFS Console, um den EFS-Dateisynchronisierungs-Agenten herunterzuladen und in Ihrer IT-Umgebung bereitzustellen. Konfigurieren Sie das Quell- und Zieldateisystem, starten Sie die Synchronisierungsaufgabe und überwachen Sie den Fortschritt über die Konsole oder mithilfe von AWS CloudWatch. Wenn sich Ihr Quelldateisystem vor Ort befindet, wird der Agent in Ihrem Rechenzentrum bereitgestellt. Befindet sich das Quelldateisystem dagegen in AWS, erfolgt die Bereitstellung als eine Amazon EC2-Instance. Für diese EC2-Instance fallen Standardgebühren an. Informationen zu den ersten Schritten mit EFS File Sync erhalten Sie in der Dokumentation zu EFS File Sync.

F: Wie werden meine Daten mithilfe der EFS-Dateisynchronisierung geschützt?

Alle durch die EFS-Dateisynchronisierung aus den Quelldateisystemen zum Ziel in Amazon EFS übertragenen Daten werden über SSL/TLS verschlüsselt.

F: Unterstützt die EFS-Dateisynchronisierung das Kopieren von Daten zwischen AWS-Regionen?

Ja. Sie können einen EFS-Dateisynchronisierungs-Agenten in einer AWS-Region bereitstellen und in ein EFS-Dateisystem in einer anderen AWS-Region synchronisieren. Ihr Quelldateisystem kann entweder ein EFS-Dateisystem oder ein aus einer EC2-Instanz freigegebenes Dateisystem sein. Informationen zur Einrichtung von EFS File Sync erhalten Sie in der Dokumentation.

Kompatibilität

F: Welche Interoperabilität und Kompatibilität besteht zwischen vorhandenen AWS-Services und Amazon EFS?

Amazon EFS ist in eine Reihe von anderen AWS-Services integriert, darunter Amazon CloudWatch, AWS CloudFormation, AWS CloudTrail, AWS IAM und AWS Tagging.

Amazon CloudWatch ermöglicht Ihnen die Überwachung der Dateisystemaktivität mithilfe von Kennzahlen. AWS CloudFormation ermöglicht Ihnen das Erstellen und Verwalten von Dateisystemen mithilfe von Vorlagen.

AWS CloudTrail ermöglicht Ihnen das Aufzeichnen aller Amazon EFS-API-Aufrufe in Protokolldateien.

AWS Identity and Access Management (IAM) ermöglicht es Ihnen, zu steuern, wer Ihr Dateisystem verwalten kann. AWS Tagging Services ermöglicht Ihnen die Bezeichnung Ihrer Dateisysteme mit von Ihnen definierten Metadaten.

F: Welche Art von Sperren unterstützt Amazon EFS?

Sperren in Amazon EFS verwenden das NFSv4.1-Protokoll für empfohlene Sperren, das Ihren Anwendungen die Verwendung von Datei- und Byte-Bereichssperren ermöglicht.

F: Sind Dateisystemnamen global (wie Amazon S3-Bucket-Namen)?

Jedes Dateisystem verfügt über eine automatisch generierte ID-Nummer, die global eindeutig ist. Sie können Ihre Dateisysteme mit Namen versehen, die nicht eindeutig sein müssen.

Preise und Fakturierung

F: Wie viel kostet Amazon EFS?

Sie bezahlen bei Amazon EFS nur für den Speicherplatz in GB, den Ihr Dateisystem pro Monat nutzt. Es gibt weder Mindestgebühren noch Einrichtungskosten. Es gibt keine zusätzlichen Gebühren für Bandbreite oder Anforderungen. Informationen zu den Preisen von Amazon EFS finden Sie auf der Amazon EFS-Preisseite.

F: Wie viel kostet die Amazon EFS-Dateisynchronisierung?

Bei der Amazon EFS-Dateisynchronisierung bezahlen Sie pro GB für in Amazon EFS kopierte Daten. Informationen zu den Preisen der EFS-Dateisynchronisierung finden Sie auf der Preisseite für die Amazon EFS-Dateisynchronisierung.

F: Sind Steuern im Preis enthalten?

Falls nicht anders angegeben, gelten unsere Preise zuzüglich geltender Steuern und Abgaben, darunter MwSt. und Umsatzsteuer. Bei Kunden mit japanischer Rechnungsadresse unterliegt die Nutzung von AWS-Services der japanischen Verbrauchssteuer. Weitere Informationen.

Weitere Informationen zur Amazon EFS-Preisgestaltung

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