Allgemeines

F: Was ist Amazon Neptune?

Amazon Neptune ist ein schneller, zuverlässiger, vollständig verwalteter Graph-Datenbankservice, mit dem es ganz einfach ist, Anwendungen zu erstellen und auszuführen, die mit stark verbundenen Datensätzen arbeiten. SQL-Abfragen für optimal verbundene Daten sind komplex und schwer in der Leistung zu verbessern. Stattdessen können Sie mit Amazon Neptune offene und beliebte Graphen-Abfragesprachen verwenden, um leistungsfähige Abfragen auszuführen, die leicht zu verfassen sind und bei verbundenen Daten eine gute Leistung zeigen. Der Kern von Neptune ist eine speziell entwickelte, hochleistungsfähige Graphdatenbank-Engine, die für die Speicherung von Milliarden von Beziehungen und die Abfrage des Graphen mit einer Latenzzeit von Millisekunden optimiert ist. Neptune unterstützt Graph-Anwendungsfälle wie Empfehlungsengines, Betrugserkennung, Wissensgraphen, Wirkstoffentdeckung und Netzwerksicherheit. Amazon Neptune ist vollständig verwaltet und verarbeitet die zeitaufwändigen Aufgaben wie Bereitstellung, Patching, Backup, Fehlererkennung und mehr. Sie zahlen eine einfache Monatsgebühr für jede Amazon Neptune-Datenbank-Instance, die Sie verwenden. Es gibt keine Vorabkosten oder langfristige Verpflichtungen.

F: Wie kann ich Amazon Neptune testen?

Wenn Sie Amazon Neptune testen möchten, fordern Sie Zugriff auf die Vorschau an.

F: Welche gängigen Graph-Abfragesprachen werden von Amazon Neptune unterstützt?

Amazon Neptune unterstützt sowohl die Open Source-Graph Traversal-Sprache Apache TinkerPop Gremlin als auch die standardmäßige W3C RDF (Resource Description Framework) SPARQL-Abfragesprache.

 

F: Wie kann ich von einer vorhandenen Apache TinkerPop Gremlin-Anwendung zu Amazon Neptune migrieren?

Amazon Neptune bietet einen Apache TinkerPop Gremlin-Server, der sowohl Websocket- als auch REST-Verbindungen unterstützt. Wenn Sie eine Instance von Amazon Neptune bereitstellen, können Sie ihre vorhandene TinkerPop-Anwendung konfigurieren, sodass sie den vom Service bereitgestellten Endpunkt verwendet. Siehe auch Zugreifen auf den Graph über Gremlin.

F: Muss ich Client-Treiber ändern, um den Gremlin-Server von Amazon Neptune verwenden zu können?

Nein, der Gremlin-Server von Amazon Neptune unterstützt Clients, die mit Apache TinkerPop Version 3.3 kompatibel sind, sowohl über Websocket- als auch über REST-Verbindungen.

F: Wie kann ich von einem Triple Store mit einem SPARQL-Endpunkt zu Amazon Neptune migrieren?

Amazon Neptune bietet einen HTTP REST-Endpunkt, der das SPARQL 1.1-Protokoll implementiert. Sobald Sie eine Service-Instance bereitstellen, können Sie Ihre Anwendung konfigurieren, sodass sie auf den SPARQL-Endpunkt verweist. Siehe auch Zugreifen auf den Graph über SPARQL.

F: Muss ich Client-Treiber ändern, um den SPARQL-Endpunkt von Amazon Neptune verwenden zu können?

Nein, der SPARQL-Endpunkt von Amazon Neptune funktioniert mit jedem Client, der das SPARQL 1.1-Protokoll unterstützt.  

Performance

F: Muss ich bei Amazon Neptune Indizes für meine Daten erstellen?

Nein, die Benutzer von vorhandenen Graph-Datenbanken sind oftmals gezwungen, die Implementierung des Anbieters durch Ausprobieren herauszufinden. Die explizite Verwaltung von Indizes ist nur ein Aspekt dabei. Bei Amazon Neptune müssen Sie keine spezifischen Indizes erstellen, um eine gute Abfrageleistung zu erzielen, und ein Erraten des Datenbank-Designs ist nicht erforderlich.

F: Welche Arten von Workloads für Graph-Abfragen sind für die Arbeit mit Amazon Neptune optimiert?

Amazon Neptune wurde entwickelt, um Graph-Anwendungen zu unterstützen, die einen hohen Durchsatz und Graph-Abfragen mit geringer Latenzzeit erfordern. Amazon Neptune unterstützt dank bis zu 15 Read Replicas und 100 000 Abfragen pro Sekunde.

F: Führt Amazon Neptune eine Abfrageoptimierung durch?

Ja, Amazon Neptune verwendet die Abfrageoptimierung sowohl für SPARQL-Abfragen als auch für Gremlin-Traversals.

F: Ist Amazon Neptune auf einer relationalen Datenbank aufgebaut?

Nein, Amazon Neptune ist eine zweckgerichtete, leistungsstarke Graph-Datenbank-Engine. Neptune speichert und navigiert effizient durch Graph-Daten und verwendet eine speicheroptimierte Scale-Up-Architektur, um eine schnelle Abfrageevaluierung über große Graphen durchzuführen.

Preise

F: Wie viel kostet Amazon Neptune?

Auf unserer Seite mit der Preisübersicht finden Sie die aktuellen Preisinformationen.

F: In welchen AWS-Regionen ist Amazon Neptune verfügbar?

Aktuelle Informationen zu Regionen und Preisen finden Sie in unserer Preisübersicht.

F: Amazon Neptune repliziert jeden Block meines Datenbank-Volume sechsfach und in drei Availability Zones. Bedeutet das, dass der tatsächliche Preis für den Speicher drei- oder sechsmal so hoch sein wird, wie das auf der Seite mit der Preisübersicht Angezeigte?

Nein. Amazon Neptune-Replikation ist im Paketpreis enthalten. Es wird auf Basis des Speichers verrechnet, den Ihre Datenbank in der Datenbankschicht nutzt, nicht auf Basis des in der virtualisierten Speicherebene von Amazon Neptune genutzten Speichers.

F: Was sind E/A-Vorgänge in Amazon Neptune und wie werden sie berechnet?

E/A-Vorgänge sind Eingabe-/Ausgabevorgänge, die von Amazon Neptune in einer SSD-basierten virtualisierten Speicherebene ausgeführt werden. Jede Datenbank-Seitenleseoperation zählt als E/A-Vorgang. Amazon Neptune führt Lesevorgänge in der Speicherebene aus, um Datenbankseiten abzurufen, die nicht im Puffercache vorhanden sind. Jede Seite in Amazon Neptune hat eine Größe von 16 KB.
Amazon Neptune ist so konzipiert, dass es unnötige E/A-Vorgänge eliminiert, so die Kosten senkt und sicherstellt, dass die Ressourcen für Lese-/Schreibvorgänge verfügbar sind. Schreib-E/A-Vorgänge werden nur genutzt, wenn Transaktionsprotokoll-Aufzeichnungen in die Speicherebene übertragen werden, um Schreibvorgänge dauerhaft zu machen. Schreib-E/A-Vorgänge werden in Einheiten von 4 KB gezählt. Eine Transaktionsprotokoll-Aufzeichnung mit 1024 Bytes beispielsweise zählt als ein E/A-Vorgang. Gleichzeitige Schreibvorgänge, deren Transaktionsprotokoll weniger als 4 KB hat, können jedoch zur Optimierung der E/A-Nutzung durch die Amazon Neptune-Datenbank-Engine zusammengefasst werden. Anders als herkömmliche Datenbank-Engines überträgt Amazon Neptune nie modifizierte Datenbankseiten zur Speicherebene, was die E/A-Nutzung weiter senkt.

Hardware und Skalierung

F: Was sind die unteren und oberen Speicherplatzlimits einer Amazon Neptune-Datenbank?

Es gibt ein unteres Speicherplatzlimit von 10 GB. Ihr Amazon Neptune-Speicher wächst entsprechend Ihrer Datenbanknutzung automatisch in 10 GB-Schritten auf bis zu 64 TB. Die Datenbankleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Es besteht keine Notwendigkeit, Speicher im Voraus bereitzustellen.

F: Wie skaliere ich die mit meiner Amazon Neptune-DB-Instance verbundenen Datenverarbeitungsressourcen?

Sie können die Ihrer DB-Instance zugewiesenen Rechenressourcen über die AWS-Managementkonsole skalieren, indem Sie die gewünschte DB-Instance auswählen und auf die Schaltfläche "Modify" klicken. Speicher- und CPU-Ressourcen können durch eine Änderung der DB-Instance-Klasse modifiziert werden.
Alle gewünschten Änderungen der DB-Instance-Klasse erfolgen während des von Ihnen festgelegten Wartungszeitfensters. Alternativ können Sie einen "ApplyImmediately"-Schalter setzen, um die angeforderte Skalierung sofort durchzuführen. Beide Optionen wirken sich ein paar Minuten lang auf die Verfügbarkeit aus, solange die Skalierung durchgeführt wird. Beachten Sie, dass in diesem Fall alle anderen noch ausstehenden Systemänderungen ebenfalls durchgeführt werden.

Sicherung und Wiederherstellung

F: Wie aktiviere ich Backups für meine DB-Instance?

In Amazon Neptune-DB-Instances sind automatisierte Backups immer aktiviert. Backups wirken sich nicht auf die Leistung der Datenbank aus.

 

F: Kann ich DB-Snapshots erstellen und solange aufbewahren, wie ich möchte?

Ja. Das Erstellen von Snapshots wirkt sich nicht auf die Leistung aus. Beachten Sie, dass für die Datenwiederherstellung aus DB-Snapshots die Erstellung einer neuen DB-Instance erforderlich ist.

F: Was ist bei einem Ausfall meiner Datenbank mein Wiederherstellungspfad?

Amazon Neptune verwaltet automatisch 6 Kopien Ihrer Daten in drei verschiedenen Availability Zones und versucht automatisch, Ihre Datenbank in einer fehlerfreien AZ ohne Datenverlust wiederherzustellen. Im unwahrscheinlichen Fall, dass Ihre Daten im Amazon Neptune-Speicher nicht verfügbar sind, können Sie sie aus einem DB-Snapshot wiederherstellen oder eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung auf eine neue Instance durchführen. Beachten Sie, dass der späteste wiederherstellbare Zeitpunkt bei einer zeitpunktbezogenen Wiederherstellung bis zu 5 Minuten zurückliegt.

F: Was passiert mit meinen automatisierten Sicherungen und DB-Snapshots, wenn ich meine DB-Instance lösche?

Sie können vor dem Löschen Ihrer DB-Instance einen abschließenden DB-Snapshot erstellen. In diesem Fall können Sie diesen DB-Snapshot zum Wiederherstellen der gelöschten DB-Instance zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Amazon Neptune behält diesen letzten vom Benutzer erstellten DB-Snapshot zusammen mit allen anderen manuell erstellten DB-Snapshots bei, nachdem die DB-Instance gelöscht wurde. Nach dem Löschen der DB-Instance werden nur DB-Snapshots beibehalten (d. h. automatisierte Backups für zeitpunktbezogene Wiederherstellung werden nicht beibehalten).

F: Kann ich meine Snapshots für andere AWS-Konten freigeben?

Ja. Neptune bietet Ihnen die Möglichkeit, Snapshots Ihrer Datenbanken zu erstellen, die Sie später zum Wiederherstellen einer Datenbank verwenden können. Sie können einen Snapshot für ein anderes AWS-Konto freigeben und der Besitzer des Empfängerkontos kann Ihren Snapshot verwenden, um eine Datenbank wiederherzustellen, die Ihre Daten enthält. Sie können Ihre Snapshots sogar öffentlich zugänglich machen, sodass jeder eine Datenbank mit Ihren (öffentlichen) Daten wiederherstellen kann. Sie können diese Funktion zum Freigeben von Daten für Ihre verschiedenen Umgebungen (Produktion, Entwicklung/Test, Staging usw.) verwenden, für die unterschiedliche AWS-Konten verwendet werden. Außerdem können Sie Sicherungskopien all Ihrer Daten sicher in einem separaten Konto speichern, falls es bei Ihrem AWS-Hauptkonto einmal zu Problemen kommt.

F: Werden mit freigegebene Snapshots in Rechnung gestellt?

Die Freigabe von Snapshots für verschiedene Konten ist kostenlos. Möglicherweise werden Ihnen aber die Snapshots selbst sowie die Datenbanken, die Sie über freigegebene Snapshots wiederherstellen, in Rechnung gestellt. Weitere Informationen zu den Amazon Neptune-Preisen.

F: Kann ich automatische Snapshots freigeben?

Die Freigabe von automatischen Datenbank-Snapshots wird nicht unterstützt. Um einen automatischen Snapshot freizugeben, müssen Sie manuell eine Kopie des Snapshots erstellen und diese dann freigeben.

F: Für wie viele Konten kann ich meine Snapshots freigeben?

Sie können manuelle Snapshots für bis zu 20 AWS-Konto-IDs freigeben. Wenn Sie den Snapshot für mehr als 20 Konten freigeben möchten, können Sie den Snapshot entweder öffentlich freigeben oder sich an den Support wenden, damit Ihr Kontingent erhöht wird.

F: In welchen Regionen kann ich meine Amazon Neptune-Snapshots freigeben?

Sie können Ihre Amazon Neptune-Snapshots in allen AWS-Regionen freigeben, in denen Amazon Neptune verfügbar ist.

F: Kann ich meine Amazon Neptune-Snapshots in unterschiedlichen Regionen freigeben?

Nein. Auf Ihre freigegebenen Amazon Neptune-Snapshots kann nur von Konten in derselben Region wie das freigebende Konto zugegriffen werden.

F: Kann ich verschlüsselte Amazon Neptune-Snapshots freigeben?

Ja, Sie können verschlüsselte Amazon Neptune-Snapshots freigeben.

Hohe Verfügbarkeit und Replikation

F: Wie verbessert Amazon Neptune die Fehlertoleranz meiner Datenbank bei Datenträgerfehlern?

Amazon Neptune trennt automatisch Ihr Datenbank-Volume in 10 GB-Segmente, die auf vielen unterschiedlichen Datenträgern untergebracht sind. Jeder 10 GB-Block Ihrer Datenbank wird sechsfach und in drei Availability Zones repliziert. Amazon Neptune ist so konzipiert, dass es transparent den Verlust von bis zu zwei Kopien der Daten ohne Beeinträchtigung der Schreibverfügbarkeit, und bis zu drei Kopien ohne Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von Leseleistung verarbeiten kann. Außerdem behebt der Speicher von Amazon Neptune Probleme automatisch. Datenblocks und Datenträger werden laufend auf Fehler untersucht und automatisch repariert.

 

F: Wie verbessert Amazon Neptune die Wiederherstellungsdauer nach einem Datenbankabsturz?

Amazon Neptune muss nach einem Datenbankabsturz – anders als andere Datenbanken – nicht das Redo Log aus dem letzten Datenbank-Prüfpunkt wiedergeben, bevor es die Datenbank für Operationen zur Verfügung stellt (was normalerweise 5 Minuten dauert), und rückmelden, dass alle Änderungen angewendet wurden. Das reduziert in den meisten Fällen die Dauer des Neustarts auf weniger als 60 Sekunden. Amazon Neptune löst den Puffercache der Datenbank vom Datenbankprozess und macht diesen sofort zum Zeitpunkt des Neustarts verfügbar. Das verhindert eine Drosselung des Zugriffs bis zur Neuauffüllung des Cache zur Vermeidung von Brownouts.

F: Welche Arten von Replicas unterstützt Neptune?

Amazon Neptune unterstützt Read Replicas, die dasselbe zugrunde liegende Volume wie die primäre Instance nutzen. Durch die primäre Instance ausgeführte Updates sind in allen Amazon Neptune Replicas sichtbar.

Funktion                                                Amazon Neptune-Replicas

Anzahl der Replicas                                            Bis zu 15

Replikationstyp                                  Asynchron (Millisekunden)

Auswirkungen auf die Leistung der primären Instance                         Gering

Fungiert als Failover-Ziel                                  Ja (kein Datenverlust)

Automatisiertes Failover                                              Ja

 

F: Kann ich mit Amazon Neptune Replicas in mehreren Regionen haben?

Nein, Amazon Neptune unterstützt keine Replicas in mehreren Regionen.

F: Kann ich bestimmte Replicas als Failover-Ziele vor anderen priorisieren?

A: Ja. Sie können jeder Instance auf dem Cluster ein Beförderungs-Prioritätskontingent zuweisen. Bei einem Ausfall der primären Instance befördert Amazon Neptune die Replica mit der höchsten Priorität zur neuen primären Instance. Wenn zwei oder mehr Replicas dasselbe Prioritätskontingent haben, befördert Amazon Neptune die Replica, die dieselbe Größe wie die primäre Instance hat.

F: Kann ich die Prioritätskontingente von Instances ändern, nachdem sie erstellt wurden?

A: Sie können das Prioritätskontingent für eine Instance jederzeit bearbeiten. Das Bearbeiten eines Prioritätskontingent löst keinen Failover aus.

F: Kann ich einstellen, dass gewisse Replicas niemals zur primären Instance befördert werden?

A: Sie können den Replicas, die Sie nicht zur primären Instance befördern möchten, niedrigere Prioritätskontingente zuweisen. Wenn jedoch die Replicas auf dem Cluster mit höherer Priorität beschädigt oder aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sind, befördert Amazon RDS die Replica mit der niedrigeren Priorität.

F: Wie kann ich die Verfügbarkeit einer einzelnen Amazon Neptune-Datenbank verbessern?

Sie können Amazon Neptune Replicas hinzufügen. Amazon Neptune Replicas nutzen denselben zugrunde liegenden Speicher wie die primäre Instance. Jede Amazon Neptune Replica kann ohne Datenverlust als primär hochgestuft werden. Damit kann man sie bei einem Ausfall der primären DB-Instance zur Verbesserung der Fehlertoleranz verwenden. Zur Verbesserung der Datenbankverfügbarkeit können Sie einfach 1 bis 15 Replicas in einer der 3 AZs erstellen. Amazon Neptune fügt diese automatisch zur Auswahl für einen Failover der primären Instance bei einem Datenbankausfall hinzu.

F: Was geschieht während eines Failovers und wie lange dauert dieser Vorgang?

Der Failover wird von Amazon Neptune automatisch durchgeführt, sodass Ihre Anwendungen den Datenbankbetrieb schnellstmöglich und ohne Verwaltungsaufwand wieder aufnehmen können.

  • Wenn Sie eine Amazon Neptune-Replica in derselben oder einer anderen Availability Zone haben, wechselt Amazon Neptune den anerkannten Namensdatensatz (CNAME) für Ihren primären DB-Endpunkt, sodass auf die fehlerfreie Replica verwiesen wird, die dann dadurch zur neuen primären Instance hochgestuft wird. Das gesamte Failover ist in der Regel innerhalb von 30 Sekunden abgeschlossen. Außerdem sind für den Endpunkt der Read Replicas während des Failover keine CNAME-Updates erforderlich.
  • Verfügen Sie über keine Amazon Neptune Replica (d. h. über eine einzelne Instance), versucht Neptune zuerst, eine DB-Instance in der Availability Zone der ursprünglichen Instance zu erstellen. Gelingt das nicht, so versucht Neptune, eine neue DB-Instance in einer anderen Availability Zone zu erstellen. Ein Failover dauert von Anfang bis Ende normalerweise unter 15 Minuten.

Bei Verbindungsunterbrechung muss Ihre Anwendung versuchen, die Datenbankanforderung erneut zu starten.

F: Was geschieht, wenn ich eine primäre Datenbank und eine Amazon Neptune Replica habe, die aktiv Lesedatenverkehr übernimmt, und ein Failover stattfindet?

Amazon Neptune erkennt Probleme bei Ihrer primären Instance automatisch und beginnt mit dem Routen Ihres Schreib-/Lesedatenverkehrs zu einer Amazon Neptune Replica. Dieses Failover ist im Durchschnitt innerhalb von 30 Sekunden abgeschlossen. Außerdem wird der Lesedatenverkehr Ihrer Amazon Neptune Replicas kurz unterbrochen.

F: Wie groß ist der Zeitunterschied zwischen der primären Instance und meinen Replikaten?

Da Amazon Neptune Replicas denselben Daten-Volume verwenden wie die primäre Instance, gibt es praktisch keine Verzögerung bei der Replikation. Wir beobachten normalerweise Verzögerungen im Zehntel-Millisekundenbereich.

 

Sicherheit

F: Kann ich Amazon Neptune in Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) verwenden?

Ja. Alle Amazon Neptune-DB-Instances müssen in einer VPC erstellt werden. Mit Amazon VPC können Sie eine virtuelle Netzwerkarchitektur definieren, die weitgehend einem herkömmlichen Netzwerk entspricht, wie Sie es in Ihrem Rechenzentrum betreiben. Dadurch haben Sie die uneingeschränkte Kontrolle über den Zugriff auf Ihre Amazon Neptune-Datenbanken.

 

F: Unterstützt Amazon Neptune die Verschlüsselung meiner Daten während der Übertragung und bei der Speicherung?

Ja. Amazon Neptune unterstützt die Verschlüsselung Ihrer Daten während der Übertragung mit TLS (HTTPS), einschließlich der Cipher Suite AES-256, um die Verbindung zwischen der Datenbank-Instance und der Anwendung zu sichern. Diese Option ist aktuell nicht standardmäßig aktiviert, kann jedoch durch die Cluster-Parametergruppe konfiguriert werden. Amazon Neptune ermöglicht nun das Verschlüsseln Ihrer Datenbanken mit Schlüsseln, die Sie mit dem AWS Key Management Service (KMS) verwalten. Bei einer mit Amazon Neptune ausgeführten Datenbank-Instance werden ruhende Daten sowie die automatischen Backups, Snapshots und Replikate desselben Clusters auf dem zugrunde liegenden Speicher verschlüsselt. Die Ver- und Entschlüsselung erfolgt nahtlos. Weitere Informationen zur Verwendung von KMS mit Amazon Neptune finden Sie im Amazon Neptune-Benutzerhandbuch.

F: Kann eine bestehende unverschlüsselte Datenbank verschlüsselt werden?

Derzeit wird die Verschlüsselung einer bestehenden unverschlüsselten Neptune-Instance nicht unterstützt. Zum Verwenden der Amazon Neptune-Verschlüsselung für eine bestehende unverschlüsselte Datenbank müssen Sie eine neue DB-Instance mit aktivierter Verschlüsselung erstellen und Ihre Daten in diese Instance migrieren.

F: Wie greife ich auf meine Amazon Neptune-Datenbank zu?

Der Zugriff auf Amazon Neptune-Datenbanken muss über den Datenbank-Port erfolgen, der bei der Erstellung der Datenbank eingegeben wurde. Dies sorgt für eine zusätzliche Sicherheitsebene für Ihre Daten. Schritt-für-Schritt-Anweisungen zur Verbindung mit Ihrer Amazon Neptune-Datenbank finden Sie im Amazon Neptune-Benutzerhandbuch.

Weitere Informationen zu den Amazon Neptune-Preisen

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