Einführung

Mit Amazon Neptune können Sie anspruchsvolle, interaktive Graph-Anwendungen erstellen, die innerhalb von Millisekunden Milliarden von Beziehungen abfragen können. SQL-Abfragen für optimal verbundene Daten sind komplex und schwer in der Leistung zu verbessern. Stattdessen können Sie mit Amazon Neptune die beliebten Graph-Abfragesprachen Apache TinkerPop Gremlin und SPARQL von W3C verwenden, um leistungsfähige Abfragen auszuführen, die leicht zu verfassen sind und bei verbundenen Daten eine gute Leistung zeigen. Auf diese Weise wird die Komplexität der Codes erheblich verringert, und Sie können schneller Anwendungen erstellen, die Beziehungen verarbeiten.

Amazon Neptune bietet eine Verfügbarkeit von über 99,99 %; es erhöht die Leistung und Verfügbarkeit von Datenbanken durch eine enge Integration der Datenbank-Engine in ein SSD-gesichertes, virtuelles Speicher-Layer, das speziell für Datenbank-Arbeitslasten konzipiert wurde. Der Speicher von Neptune ist fehlertolerant und repariert sich selbst; Datenträgerfehler werden ohne Verlust der Datenbankverfügbarkeit im Hintergrund behoben. Amazon Neptune ist so konzipiert, dass es Datenbankausfälle erkennt und automatisch neu startet, und zwar ohne dass Crash Recovery oder eine Neuerstellung des Datenbank-Cache erforderlich wäre. Schlägt die ganze Instance fehl, führt Neptune automatisch einen Failover zu einer von bis zu 15 Read Replicas durch.

Sie können eine Amazon Neptune-Datenbank-Instance mit ein paar Klicks in der RDS Management Console starten. Neptune skaliert den Speicher automatisch, indem es den Speicher erweitert und die E/As neu ausgleicht, und bietet so konstante Leistung, ohne dass Überkapazitäten bereitgestellt werden müssten.

Hohe Leistung und Skalierbarkeit

Hoher Durchsatz und geringe Latenzzeiten für Graph-Abfragen
Amazon Neptune ist eine zweckgerichtete, leistungsstarke Graph-Datenbank-Engine. Neptune speichert und navigiert effizient durch Graph-Daten und verwendet eine speicheroptimierte Scale-Up-Architektur, um eine schnelle Abfrageevaluierung über große Graphen durchzuführen. Mit Amazon Neptune können Sie entweder Gremlin oder SPARQL verwenden, um leistungsfähige Abfragen auszuführen, die leicht zu verfassen sind und eine gute Leistung zeigen.

Einfache Skalierung von Datenbank-Rechenressourcen
Mit einigen wenigen Klicks in der AWS-Managementkonsole können Sie die Rechen- und Speicherressourcen, die Ihren Produktions-Cluster antreiben, vergrößern oder verkleinern, indem Sie neue Replica-Instances der gewünschten Größe erstellen oder Instances entfernen. Skalierungsvorgänge bei der Datenverarbeitung dauern in der Regel nur wenige Minuten.

Speicher, der sich automatisch in der Größe anpasst
Amazon Neptune vergrößert Ihr Datenbank-Volume automatisch, wenn der Datenbankspeicher mehr Platz benötigt. Ihr Volume wächst in 10 GB-Schritten bis maximal 64 TB. Sie müssen nicht in Hinblick auf zukünftiges Wachstum Überkapazitäten für die Speicherung bereitstellen.

Read Replicas mit geringer Latenzzeit
Erhöhen Sie den Lese-Durchsatz, um Anwendungsanforderungen mit großem Umfang zu unterstützen, indem Sie bis zu 15 Datenbank-Read Replicas erstellen. Amazon Neptune Replicas nutzen denselben zugrunde liegenden Speicher wie die primäre Instance. So können die Kosten gesenkt und auf das Kopieren von Daten auf die Replica-Knoten verzichtet werden. Dadurch wird größere Verarbeitungsleistung für Leseanforderungen freigesetzt und die Verzögerung bei der Replizierung reduziert – häufig bis in den einstelligen Millisekundenbereich. Neptune bietet zusätzlich einen einzelnen Endpunkt für Leseabfragen, sodass die Anwendung verbunden werden kann, ohne dass die Replicas nachverfolgt werden müssen, die hinzugefügt oder entfernt werden.

Hohe Verfügbarkeit und Beständigkeit

Überwachung und Reparatur von Instances
Die Fehlerfreiheit Ihrer Amazon Neptune-Datenbank und seiner zugrundeliegenden EC2-Instance wird fortlaufend überwacht. Wenn die Instance, die Ihre Datenbank antreibt, ausfällt, werden die Datenbank und die dazugehörigen Prozesse automatisch neu gestartet. Bei der Wiederherstellung durch Neptune ist keine potenziell langwierige Wiedergabe der Datenbank-Wiederholungsprotokolle erforderlich, sodass die für einen Neustart benötigte Zeit normalerweise 30 Sekunden oder weniger beträgt. Amazon Neptune isoliert auch den Puffercache der Datenbank von den Datenbankprozessen, sodass der Cache auch bei einem Neustart erhalten bleibt.

Multi-AZ-Bereitstellungen mit Read Replicas
Bei Ausfall einer Instance automatisiert Amazon Neptune den Failover auf eine von bis zu 15 Neptune-Replicas, die Sie in einer von drei Availability Zones erstellt haben. Falls keine Neptune Replicas bereitgestellt wurden, versucht Neptune bei einem Ausfall, eine neue Datenbank-Instance für Sie zu erstellen.

Fehlertolerante Speicherung, die Probleme automatisch behebt
Jeder 10 GB-Block Ihrer Datenbank wird sechsfach und in drei Availability Zones repliziert. Amazon Neptune ist fehlertolerant und verarbeitet transparent den Verlust von bis zu zwei Kopien der Daten ohne Beeinträchtigung der Schreibverfügbarkeit der Datenbank, und bis zu drei Kopien ohne Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von Leseleistung. Der Speicher von Neptune repariert sich ebenfalls selbst: Datenblöcke und Festplatten werden kontinuierlich auf Fehler gescannt und automatisch ersetzt.

Automatische, fortlaufende, inkrementelle Backups und zeitpunktbezogene Wiederherstellung
Mit der Backup-Funktion von Amazon Neptune können Sie eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung für Ihre Instance durchführen. Sie erhalten so die Möglichkeit, für jede einzelne Sekunde innerhalb des Aufbewahrungszeitraums bis auf die letzten fünf Minuten eine Wiederherstellung Ihrer Datenbank vorzunehmen. Der Aufbewahrungszeitraum für automatische Backups kann auf bis zu fünfunddreißig Tage konfiguriert werden. Automatisierte Backups werden in Amazon S3 gespeichert, das für eine Beständigkeit von 99,999999999 % konzipiert ist. Sicherungen erfolgen in Neptune automatisch, inkrementell und fortlaufend, und haben keine Auswirkung auf die Leistung der Datenbank.

Datenbank-Snapshots
Datenbank-Snapshots sind vom Benutzer gestartete, in Amazon S3 gespeicherte Backups Ihrer Instance, die dort aufbewahrt werden, bis Sie sie ausdrücklich löschen. Sie nutzen die automatisierten inkrementellen Snapshots zur Reduktion des Zeit- und Speicherbedarfs. Sie können zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine neue Instance aus einem Datenbank-Snapshot erstellen.

Offene Graph-APIs

Unterstützt Property-Graph Apache TinkerPop Gremlin
Property-Graphs sind beliebt, da sie den Entwicklern vertraut sind, die den Umgang mit relationalen Modellen gewöhnt sind. Die Traversal-Sprache Gremlin bietet eine Möglichkeit, Property-Graphs schnell zu durchlaufen. Amazon Neptune unterstützt das Property-Graph-Modell mithilfe der Open Source-Traversal-Sprache Apache TinkerPop Gremlin und bietet einen Gremlin Websockets-Server, der TinkerPop Version 3.3 unterstützt. Bei Neptune können Sie einfach schnelle Gremlin-Traversals über Property-Graphs erstellen. Vorhandene Gremlin-Anwendungen können Neptune problemlos nutzen, indem die Gremlin-Servicekonfiguration geändert wird, sodass sie auf eine Neptune-Instance verweist.

Unterstützt das Resource Description Framework (RDF) 1.1 von W3C und SPARQL 1.1
RDF ist beliebt, weil es eine flexible Modellierung komplexer Informations-Domains ermöglicht. Es stehen eine Reihe kostenloser oder öffentlicher Datensätze in RDF zur Verfügung, einschließlich Wikidata und PubChem, eine Datenbank mit chemischen Molekülen. Amazon Neptune unterstützt die semantischen Web-Standards von W3C für RDF 1.1 und SPARQL 1.1 (Abfrage und Update) und bietet einen HTTP REST-Endpunkt, der das SPARQL Protocol 1.1 implementiert. Mit Neptune können Sie problemlos den SPARQL-Endpunkt für vorhandene und neue Graph-Anwendungen unterstützen.

Sehr sicher

Netzwerkisolierung
Amazon Neptune wird in Amazon VPC ausgeführt. So können Sie Ihre Datenbank in Ihrem eigenen virtuellen Netzwerk isolieren und Ihre lokale IT-Infrastruktur mit den Branchenstandards entsprechenden verschlüsselten IPSec VPNs verbinden. Außerdem können Sie mit der VPC-Konfiguration von Amazon Neptune die Firewall-Einstellungen festlegen und den Netzwerkzugriff auf Ihre Datenbank-Instances steuern.

Berechtigungen auf Ressourcenebene
Amazon Neptune ist in AWS Identity and Access Management (IAM) integriert und bietet Ihnen die Möglichkeit, die Aktionen zu kontrollieren, die Ihre AWS IAM-Benutzer und -Gruppen auf bestimmten Amazon Neptune-Ressourcen, einschließlich Datenbank-Instances, Datenbank-Snapshots, Datenbank-Parametergruppen, Datenbank-Ereignisabonnements und Datenbank-Optionengruppen, ausführen können. Außerdem können Sie Ihre Neptune-Ressourcen taggen und die Aktionen kontrollieren, die Ihre IAM-Benutzer und -Gruppen mit Ressourcengruppen durchführen können, die den gleichen Tag und Tagwert haben. Beispielsweise können Sie Ihre IAM-Regeln so konfigurieren, dass sichergestellt ist, dass Entwickler "Entwicklungs"-Datenbank-Instances ändern, aber nur Datenbankadministratoren "Produktions"-Datenbank-Instances ändern und löschen können.

Verschlüsselung
Amazon Neptune ermöglicht das Verschlüsseln Ihrer Datenbanken mit Schlüsseln, die Sie mit dem AWS Key Management Service (KMS) erstellen und verwalten. Bei einer mit Neptune-Verschlüsselung ausgeführten Datenbank-Instance werden ruhende Daten sowie die automatischen Backups, Snapshots und Replikate desselben Clusters auf dem zugrunde liegenden Speicher verschlüsselt.

Erweitertes Auditing
Mit Amazon Neptune können Sie Datenbank-Ereignisse mit minimalen Auswirkungen auf die Datenbankleistung protokollieren. Die Protokolle können später auf Datenbankverwaltung, Sicherheit, Governance, Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und sonstige Zwecke analysiert werden. Sie können die Aktivität auch überwachen, indem Sie Prüfprotokolle an Amazon CloudWatch senden. 

Vollständig verwaltet

Benutzerfreundlich
Die ersten Schritte zur Verwendung von Amazon Neptune sind ganz einfach. Starten Sie einfach eine neue Neptune-Datenbank-Instance über die AWS-Managementkonsole. Neptune-Datenbank-Instances sind mit einem geeigneten Satz an Parametern und Einstellungen für die gewählte Datenbank-Instance-Klasse vorkonfiguriert. Sie können eine Datenbank-Instance starten und Ihre Anwendung innerhalb von Minuten ohne weitere Konfigurationen damit verbinden. Datenbank-Parametergruppen bieten präzise Kontrolle und ermöglichen die Optimierung Ihrer Datenbank.

Bedienerfreundlich
Amazon Neptune macht die Bedienung einer hochleistungsfähigen Graph-Datenbank leicht. Mit Neptune müssen Sie keine benutzerdefinierten Indizes für Ihre Graph-Daten erstellen. Neptune bietet Einschränkungen bei Timeout und Speichernutzung, um die Auswirkungen von Abfragen zu verringern, die zu viele Ressourcen beanspruchen.

Überwachung und Metrik
Amazon Neptune bietet Amazon CloudWatch-Metriken für Ihre Datenbank-Instances. Mit der AWS-Managementkonsole können Sie über 20 wichtige Betriebsmetriken für Ihre Datenbank-Instances prüfen, etwa Datenverarbeitung, Arbeitsspeicher, Speicherung, Abfragendurchsatz und aktive Verbindungen.

Automatisches Software-Patching
Amazon Neptune hält Ihre Datenbank mit den neuesten Patches aktuell. Über das Versionsmanagement für Datenbank-Engines können Sie kontrollieren, ob und wie Ihre Instance gepatcht wird.

Benachrichtigung bei Datenbankereignissen
Amazon Neptune kann Sie per E-Mail oder SMS über Datenbankereignisse wie einen automatisierten Failover benachrichtigen. Über die AWS-Managementkonsole können Sie verschiedene Datenbankereignisse abonnieren, die mit Ihren Amazon Neptune-Datenbanken verknüpft sind.

Fast Database Cloning
Amazon Neptune unterstützt schnelle und effiziente Cloning-Verfahren, bei denen vollständige Datenbank-Cluster mit mehreren Terabyte innerhalb von Minuten geklont werden können. Cloning ist für eine Vielzahl von Zwecken nützlich, einschließlich der Anwendungsentwicklung, Tests, Datenbankaktualisierungen, Datenbank-Updates und die Durchführung analytischer Abfragen. Die sofortige Verfügbarkeit der Daten kann Ihre Softwareentwicklung und Aktualisierungsprojekte erheblich beschleunigen und die Analytiken präziser machen.

Sie können eine Amazon Neptune-Datenbank mit ein paar Klicks in der Management Console klonen, ohne die Produktionsumgebung zu beeinträchtigen. Der Klon wird über drei Availability Zones hinweg verteilt und repliziert.

Schnelle parallele Massendateneinspielung

Property-Graph-Masseneinspielung
Amazon Neptune unterstützt schnelle, parallele Massendateneinspielung für Property-Graph-Daten, die in S3 gespeichert sind. Sie können eine REST-Schnittstelle verwenden, um den S3-Ablageort für die Daten festzulegen. Diese Schnittstelle nutzt das CSV-Trennformat, um Daten in die Knoten und Edges zu laden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Neptune Property-Graph-Masseneinspielung.

RDF-Masseneinspielung
Amazon Neptune unterstützt schnelle, parallele Massendateneinspielung für RDF-Daten, die in S3 gespeichert sind. Sie können eine REST-Schnittstelle verwenden, um den S3-Ablageort für die Daten festzulegen. Es werden die Serialisierungen N-Triples (NT), N-Quads (NQ), RDF/XML und Turtle RDF 1.1 unterstützt. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Neptune RDF-Masseneinspielung.

Wirtschaftlichkeit

Sie zahlen nur für das, was Sie nutzen
Bei Amazon Neptune fallen keinerlei Vorabgebühren an. Sie zahlen lediglich eine Stundengebühr für jede Instance, die Sie in Betrieb nehmen. Sollten Sie eine Datenbank-Instance nicht mehr benötigen, können Sie sie einfach löschen. Sie müssen nicht als Sicherheitsspielraum Überkapazitäten für die Speicherung bereitstellen, und Sie zahlen nur für die tatsächliche Speichernutzung. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite mit den Neptune-Preisen.

Weitere Informationen zu den Amazon Neptune-Preisen

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