• Infos zu AFG

    Australia Financial Group (AFG) ist einer der größten Hyothekenaggregatoren in Australien. Das 1994 gegründete Unternehmen bietet Zugriff auf mehr als 2 800 Hypotheken-Broker. Es verarbeitet pro Monat ein Finanzvolumen von etwa 4 Milliarden AUD (2,98 Milliarden USD) und verwaltet mehr als 127 Milliarden AUD (94,5 Milliarden USD) an Hypothekengeldern. Neben der Aggregierung von Immobilienkrediten führt AFG außerdem kommerzielle Finanz- und Versicherungsprodukte in seinem Portfolio. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Australien.

  • Genutzte AWS-Angebote

  • Vorteile von AWS

    • Jährliche Einsparungen von 500 000 AUD (372 150 USD) bei IT-Betriebskosten
    • 60 Prozent der IT-Ressourcen mit Fokus auf Innovation
    • Entwicklungsteam um 68 Prozent vergrößert
    • Testumgebungen können in Stunden statt Wochen aufgebaut werden

     

     

Fintech transformiert Finanzdienstleistungen, indem es sie für Menschen, die bisher noch keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen hatten, bequemer und zugänglicher gestaltet. Da Fintech-Startup-Unternehmen klein sind, können sie Innovationen schneller als Großunternehmen verfolgen, in denen die Entscheidungsfindung häufig länger dauert. Obwohl Startups die Triebfeder hinter Fintech sind (sie erhielten laut KPMG im Jahr 2016 Investitionen von 24,7 Milliarden USD), versuchen große, gut aufgestellte Finanzdienstleistungsunternehmen immer mehr, dieselbe Flexibilität wie ihre kleinen Wettbewerber zu entwickeln.

Australia Finance Group (AFG), laut Mortgage & Finance Association of Australia einer der größten Hypothekenaggregatoren in Australien, ist ein Beispiel für ein solches Unternehmen. Kunden von AFG erhalten Zugang zu mehr als 2 800 Hypotheken-Brokern in ganz Australien, die mehr als 1 450 verschiedene Kredite von den 45 führenden Verleihern in Australien anbieten. Insgesamt vermittelt AFG etwa 11 Prozent der landesweit vergebenen Immobilienkredite. Mit Blick auf das Potenzial von Fintech-Startups und der sich daraus ergebenden Bedrohung für das eigene Geschäft plante AFG, seine Flexibilität und Kapazität für Innovationen ausbauen.

Fintech-Startups haben damit begonnen, mit AFG in den Wettbewerb zu treten, indem sie Online-Marketplaces für Kreditnehmer und Hypotheken-Broker ins Leben gerufen haben, auf denen Immobilienkredite in Australien verhandelt werden können. Jaime Vogel, Chief Information Officer bei AFG, war bewusst, dass das Unternehmen Probleme mit der Konkurrenzfähigkeit bekäme, wenn es bei den IT-Ausgaben nicht den Fokus auf die Bereitstellung neuer Mehrwertdienste richten würde. Mehr als 80 Prozent der IT-Ausgaben bei AFG wurden von IT-Betriebskosten aufgefressen. Die Kosten für den Betrieb der Infrastruktur in zwei voneinander getrennten Rechenzentren verbrauchte den Löwenanteil des Budgets. "Wir sahen keine Möglichkeit, das IT-Budget für Entwicklungen zu erhöhen, daher waren wir gezwungen, nach Möglichkeiten zu suchen, unsere IT-Ausgaben zu reduzieren und die frei werdenden Mittel direkt in Innovation zu investieren", sagt Vogel.

Um Betriebskosten zu reduzieren und Ressourcen für Innovationen zur Verfügung zu haben, nahm Vogel die Cloud in den Blick. Eine solche Lösung würde nicht nur die Reduzierung von Betriebskosten bewirken, sondern auch dabei helfen, Innovation voranzutreiben. "Fintech-Startups nutzen Cloud-basierte IT zur Unterstützung ihrer Dienstleistungen", sagt Vogel. "Sie greifen auf Basis eines wachstumsabhängigen Zahlungsmodells auf hochmoderne Technologie zu. Die Cloud ist sicher und in hohem Maße skalierbar. So können Startups Umgebungen im laufenden Betrieb einrichten."

Vogel plante, die gesamte IT-Infrastruktur bei AFG in die Cloud zu verlagern und die beiden Unternehmensrechenzentren letztlich obsolet zu machen. Unter den Systemen, die Vogel migrieren musste, hat Oracle Siebel Customer Relationship Management (CRM) die größte Bedeutung für das Unternehmen. Dieses System unterstützt AFG bei der Koordination der Kommunikation mit Kunden über verschiedene Kanäle und der elektronischen Einrichtung von Anwendungen für Immobilienkredite. "Die Oracle-Plattform wird von all unseren 2 800 Brokern und dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Support verwendet", sagt Vogel. "Sie verwaltet sämtliche Interaktionen mit Kunden und ermöglicht die Integration mit den Systemen von 45 wichtigen Verleihern, sodass wir etwa 1 450 Finanzprodukte liefern können. Es ist das Herz des Unternehmens."

Für die Migration der Oracle-Plattform in die Cloud wandte Vogel sich an Amazon Web Services (AWS). "Wir wollten mit einem eindeutig führenden Cloud-Anbieter zusammenarbeiten", sagt Vogel. "AWS hatte eines der umfassendsten und ausgereiftesten Produktportfolios für Cloud-Services in Australien." Als Vogel dem AFG-Vorstand AWS als Cloud-Anbieter vorschlug, wurde dieser Ansatz von allen begrüßt. "Alle kannten AWS und die Stellung am Markt. Außerdem unterstützte AWS bereits die IT-Betriebsabläufe bei großen Finanzdienstleistern. Wir starteten das Projekt mit großem Vertrauen."

Im Rahmen des Projekts nahm AFG auch Kontakt mit AWS Professional Services auf. Das Services-Team unterstützte das Unternehmen bei der Konzeption der AWS-Architektur für die Oracle-Plattform. Ein Team von Oracle genehmigte anschließend das AWS-Konzept, bevor der Migrationsprozess in Gang gesetzt wurde. AFG migrierte die Oracle Siebel CRM mit 1,2 TB CRM-Daten erfolgreich von der standortbasierten Plattform nach Amazon Relational Database Service (Amazon RDS). Für die Web- und Anwendungsserver der Oracle-Plattform implementierte AFG Instances von Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2).

Nach der erfolgreichen Migration begann AFG damit, weitere Systeme in die AWS Cloud zu verlagern. Heute führt AFG alle unternehmenskritischen IT-Systeme in der Cloud aus. Dazu gehören die Personalverwaltung, die Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie eine Oracle Business Intelligence 12c-Lösung, die ebenfalls Amazon RDS nutzt. Das IT-Team bei AFG nutzt zunehmend Amazon API Gateway für die Veröffentlichung von Services und AWS Lambda für das Serverless-Computing. So startet AWS Lambda nun eine Berechnungsroutine, um die Berechtigung eines Antragstellers auf einen Kredit unmittelbar nach der Anfrageübermittlung zu bestimmen.

Alle AFG-Systeme laufen nun auf AWS. So hat Vogel sein Ziel, in die Cloud zu migrieren, erreicht, das er definierte, als das Unternehmen im Jahr 2016 zwei seiner Rechenzentren schloss. Aber hat der Wechsel zu AWS tatsächlich dazu geführt, dass AFG sich gegen die Konkurrenz aus Fintech-Startups besser durchsetzen kann? "Ja", sagt Vogel. "Jetzt können wir uns auf Innovation konzentrieren. Wir konnten durch die Nutzung von AWS unsere IT-Betriebskosten um etwa 500 000 AUD (372 150 USD) pro Jahr reduzieren und treiben mit den frei gewordenen Mitteln nun die Innovation voran." Mit dem höheren Finanzvolumen kann AFG neue Produkte entwickeln. "Heute fließen 60 Prozent unserer IT-Ausgaben in Innovation, und unsere Entwickler finden neue Möglichkeiten, damit Technologie unseren Kunden höherwertige Services ermöglichen kann", sagt Vogel.

Durch die zusätzlichen Finanzmittel konnte Vogel die Größe des unternehmenseigenen Entwicklungsteam ausbauen. Er bemerkt: "Seit der Migration in die AWS Cloud und die Reduzierung unserer Betriebskosten konnten wir das Entwicklungsteam um 68 Prozent vergrößern. Wir verfügen nun über mehr Talente, um die Entwicklungsprojekte in unserem Unternehmen voranzutreiben."

Durch die Nutzung der AWS Cloud erreicht das Team neue Stufen der Agilität. "Im Rahmen des Entwicklungsprozesses konnten wir innerhalb von Stunden neue Umgebungen aufbauen. Früher, in der standortbasierten Infrastruktur, hätte diese Aufgabe Wochen gedauert. Wir sind außerdem in der Lage, diese Umgebungen herunterzuskalieren, wenn wir sie nicht mehr benötigen", sagt Vogel. "Die Kosteneffizienz und die einfache Skalierbarkeit von AWS sind so großartige Vorteile im Vergleich zur standortbasierten IT, da diese Aspekte Innovationen fördern, die für Finanzdienstleistungsunternehmen in einer Fintech-dominierten Welt unabdingbar sind."

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