In diesem Tutorial erfahren Sie, wie Sie eine Umgebung für die Ausführung Ihrer PostgreSQL-Datenbank erstellen – diese Umgebung wird als Instance bezeichnet –, eine Verbindung zu dieser Datenbank herstellen und die Datenbank-Instance anschließend wieder löschen. Dazu verwenden wir Amazon Relational Database Service (Amazon RDS). Alle in diesem Tutorial erstellten und verwendeten Ressourcen können im Rahmen des kostenlosen Kontingents verwendet werden.

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Klicken Sie hier, um die AWS-Managementkonsole in einem neuen Browserfenster zu öffnen. So können Sie diese Schritt-für-Schritt-Anleitung geöffnet lassen. Wenn dieser Bildschirm geladen ist, suchen Sie RDS unter Databases und klicken darauf, um die Amazon RDS-Konsole zu öffnen.

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In diesem Schritt erstellen wir mithilfe von Amazon RDS eine PostgreSQL-DB-Instance mit der DB-Instance-Klasse "db.t2.micro", 20 GB Speicherplatz und automatischen Sicherungen mit einem Aufbewahrungszeitraum von einem Tag.  Zur Erinnerung: Alle in diesem Tutorial erstellten und verwendeten Ressourcen können im Rahmen des kostenlosen Kontingents verwendet werden.


a. a. Wählen Sie in der rechten oberen Ecke der Amazon RDS-Konsole die Region aus, in der Sie die DB-Instance erstellen möchten.

Hinweis: AWS Cloud-Ressourcen werden in hoch verfügbaren Rechenzentren in verschiedenen Regionen der Welt bereitgestellt. Sie können auswählen, in welcher Region Ihre Amazon RDS-Ressourcen gehostet werden sollen. 

2-rds-region

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b.   Wählen Sie unter Datenbank erstellen die Option Datenbank erstellen aus.

 

 

3-rds-launch-instance

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c.  Nun können Sie das zu verwendende Datenbanksystem auswählen. Klicken Sie für dieses Tutorial auf das Symbol für PostgreSQL, wählen Sie Nur Optionen aktivieren, die mit dem kostenlosen Nutzungskontingent für RDS verwendet werden können und klicken Sie dann auf Weiter.

4-rds-select-postgresql

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d. Nun können Sie Ihre DB-Instance konfigurieren. In der nachstehenden Liste finden Sie Beispieleinstellungen, die Sie für dieses Tutorial verwenden können:

Instance-Spezifikationen:

  • Lizenzmodell: Wählen Sie die Standardeinstellung "postgresql-license" aus.
  • Version des Datenbanksystems: Wählen Sie die Standardversion aus.
  • Klasse der DB-Instance: Wählen Sie die Standardeinstellung db.t2.micro --- 1vCPU, 1 GIB RAM aus. Dies entspricht 1 GB Speicher und 1 vCPU. Eine Liste der unterstützten Instance-Klassen finden Sie in den Produktdetails zu Amazon RDS.
  • Multi-AZ-Bereitstellung: Beachten Sie, dass die Multi-AZ-Bereitstellung kostenpflichtig ist. Bei einer Multi-AZ-Bereitstellung wird ein synchrones Standby-Replikat automatisch in einer anderen Availability Zone bereitgestellt und verwaltet.  Weitere Informationen finden Sie unter Hochverfügbarkeit
  • Speichertyp: Wählen Sie "Allgemein (SSD)" aus. Weitere Informationen finden Sie unter Storage for Amazon RDS (Speicher für Amazon RDS).
  • Zugewiesener Speicher: Wählen Sie den Standardwert "20" aus, um Ihrer Datenbank 20 GB Speicherplatz zuzuweisen. Mit Amazon RDS ist eine Skalierung auf bis zu 16 TB möglich.
  • Automatische Speicherplatzskalierung aktivieren: Wenn Ihre Verarbeitungslast zyklisch oder nicht prognostizierbar ist, sollten Sie die Funktion zum automatischen Skalieren des Speicherplatzes verwenden, damit von RDS bei Bedarf automatisch mehr Speicherplatz bereitgestellt wird. Diese Option ist in diesem Tutorial nicht relevant.

Einstellungen:

  • DB-Instance-Kennung: Geben Sie einen Namen für die DB-Instance ein. Dieser muss für Ihr Konto in der ausgewählten Region eindeutig sein. Für dieses Tutorial verwenden wir den Namen rds-postgresql-10minTutorial.
  • Hauptbenutzername: Geben Sie einen Benutzernamen für die Anmeldung in Ihrer DB-Instance ein. In unserem Beispiel ist dies masterUsername.
  • Master Password (Hauptpasswort): Geben Sie als Passwort für den Masterbenutzer ein Passwort aus 8–41 druckbaren ASCII-Zeichen (ohne „/“ und „@“) ein.
  • Confirm Password (Passwort bestätigen): Geben Sie Ihr Passwort erneut ein.

Klicken Sie auf Weiter.

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e. Sie befinden sich jetzt auf der Seite Erweiterte Einstellungen konfigurieren. Hier können Sie zusätzliche Informationen angeben, die von RDS zum Starten der PostgreSQL-DB-Instance benötigt werden. In der nachstehenden Liste finden Sie Einstellungen für unsere Beispiel-DB-Instance.

Netzwerk und Sicherheit
  • Öffentliche Zugänglichkeit: Wählen Sie Ja aus. Dadurch wird Ihrer Datenbank-Instance eine IP-Adresse zugewiesen. So können Sie mit Ihrem eigenen Gerät eine Verbindung zur Datenbank herstellen.
  • VPC security groups (VPC-Sicherheitsgruppen): Wählen Sie Create new VPC security group (Neue VPC-Sicherheitsgruppe erstellen) aus. So wird eine Sicherheitsgruppe erstellt, mit der Sie sich über die IP-Adresse Ihres aktuell verwendeten Gerätes mit der erstellten Datenbank verbinden können.

Datenbankoptionen

  • Datenbankname: Geben Sie einen Datenbanknamen mit 1 bis 64 alphanumerischen Zeichen ein. Wenn Sie keinen Namen angeben, wird von Amazon RDS auf der von Ihnen erstellten DB-Instance nicht automatisch eine Datenbank erstellt. Verwenden Sie in diesem Tutorial myDatabase.
  • Port: Lassen Sie den Standardwert "5432" unverändert.
  • Optionsgruppe: Diese Option ist im Rahmen des kostenlosen Kontingents nicht verfügbar. In Amazon RDS werden Optionsgruppen zur Aktivierung und Konfiguration zusätzlicher Funktionen verwendet.  Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit Optionsgruppen.
  • DB-Authentifizierung über IAM: Wählen Sie Deaktivieren aus. Mit dieser Option können Sie die Anmeldeinformationen für Ihre Datenbank anhand von Benutzern und Gruppen in AWS IAM verwalten.

Verschlüsselung

Diese Option ist im Rahmen des kostenlosen Kontingents nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Verschlüsseln von Amazon RDS-Ressourcen.

Sicherung

  • Backup Retention Period (Aufbewahrungszeitraum der Sicherung): Sie können festlegen, wie viele Tage die vorgenommene Sicherung aufbewahrt wird. Setzen Sie für dieses Tutorial den Wert auf 1 day (1 Tag).
  • Backup Window (Sicherungsfenster): Verwenden Sie die Standardoption No Preference (Keine Präferenz).

Überwachung

  • Erweiterte Überwachung: Wählen Sie Erweiterte Überwachung aktivieren aus. Wenn Sie die erweiterte Überwachung aktivieren, erhalten Sie in Echtzeit Metriken zu dem Betriebssystem, auf dem Ihre DB-Instance ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Anzeigen von DB-Instance-Metriken.

Performance-Insights

Wählen Sie für dieses Tutorial die Option Performance-Insights deaktivieren aus.

Wartung

  • Nebenversionen automatisch aktualisieren: Wählen Sie Automatisches Aktualisieren von Nebenversionen aktivieren aus, um Updates automatisch durchzuführen, sobald sie verfügbar sind.
  • Wartungsfenster: Wählen Sie Keine Präferenz aus.

Löschschutz

Deaktivieren Sie für dieses Tutorials die Option Löschschutz aktivieren. Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie die Datenbank nicht löschen.

Klicken Sie auf Create database (Datenbank erstellen).

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f. Ihre DB-Instance wird nun erstellt.  Klicken Sie auf DB-Instance anzeigen.

Hinweis: Je nach der Klasse und dem Speicher, die/den Sie Ihrer DB-Instance zugewiesen haben, kann es einige Minuten dauern, bis die neue DB-Instance verfügbar ist.

Die neue DB-Instance wird in der Liste der DB-Instances in der RDS-Konsole angezeigt. Bis die DB-Instance erstellt ist und verwendet werden kann, hat sie den Status Creating (Wird erstellt).  Wenn der Status in Available (Verfügbar) geändert wurde, können Sie sich auf der DB-Instance mit einer Datenbank verbinden.  

Sie können schon zum nächsten Schritt übergehen, während Sie darauf warten, dass die DB-Instance verfügbar wird.

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Nachdem die Datenbank-Instance erstellt und der Status zu "Verfügbar" geändert wurde, können Sie mit jedem gängigen SQL-Client eine Verbindung zu einer Datenbank auf der DB-Instance herstellen. In diesem Schritt laden wir SQL Workbench herunter, einen gängigen SQL-Client.

Hinweis: Denken Sie daran, dass Sie SQL Workbench auf demselben Gerät und in demselben Netzwerk ausführen müssen, mit dem Sie auch die DB-Instance erstellt haben. Die Ihrer Datenbank zugewiesene Sicherheitsgruppe ist so konfiguriert, dass nur Verbindungen über das Gerät zugelassen werden, mit dem die DB-Instance erstellt wurde. Wenn Sie versuchen, eine Verbindung über ein anderes Netzwerk oder Gerät herzustellen, würde sich Ihre IP-Adresse ändern. Ihre Datenbank kann so konfiguriert werden, dass über jede IP-Adresse auf sie zugegriffen werden kann (Details finden Sie hier). Für dieses Tutorial verwenden wir jedoch eine einfache Konfiguration.


a. Navigieren Sie zur SQL Workbench-Website und klicken Sie auf Generic package for all systems including all optional libraries (Generisches Paket für alle Systeme mit allen optionalen Bibliotheken)

 

 

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b. Klicken Sie anschließend hier, um den aktuellen JDBC-Treiber von der PostgreSQL-Website herunterzuladen. Speichern Sie die Datei an einem Ort, an dem Sie sie später leicht wiederfinden. Diese Datei wird für den nächsten Schritt benötigt.

8-rds-download-driver

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In diesem Schritt stellen wir über SQL Workbench eine Verbindung zu der Datenbank her, die Sie zuvor erstellt haben.


a. Wenn der Download-Vorgang abgeschlossen ist, installieren Sie SQL Workbench.

Hinweis: Sie können zum Starten der Anwendung entweder die ausführbare EXE-Datei (Windows) oder das Shell-Skript (macOS, Linux) verwenden, die beide im heruntergeladenen Ordner enthalten sind. Ausführlichere Informationen finden Sie in der ebenfalls heruntergeladenen PDF-Datei.

b. Öffnen Sie das Programm. Daraufhin wird ein Dialogfeld angezeigt.  Geben Sie Folgendes ein:

  • Treiber: PostgreSQL (org.postgresql.Driver)

Hinweis: Wenn Sie einen Treiber aus dem Dropdown-Menü auswählen, werden Sie aufgefordert, die Treiberdefinition zu bearbeiten. Wählen Sie Ja aus. Klicken Sie im nächsten Dialogfeld auf das Ordnersymbol und wählen Sie den Treiber aus, den Sie im vorherigen Schritt heruntergeladen haben.

  • URL: Ihre JDBC-URL finden Sie in der Amazon RDS-Konsole (siehe Screenshot auf der rechten Seite). Geben Sie den Endpunkt (einschließlich Port) der DB-Instance manuell ein. Alternativ können Sie den Teil nach "jdbc:postgresql://" kopieren und einfügen. Fügen Sie am Ende der URL einen Schrägstrich und den Namen Ihrer Datenbank-Instance hinzu. Unsere URL könnte beispielsweise folgendermaßen lauten: jdbc:postgresql://postgresql-instance1.cg034hpkmmjt.us-east-1.rds.amazonaws.com/myDatabase.
  • Benutzername: Geben Sie den Benutzernamen ein, den Sie für die Amazon RDS-Datenbank erstellt haben. Der in diesem Tutorial verwendete Name lautet: masterUsername.
  • Passwort: Geben Sie das Passwort ein, das Sie zum Erstellen der Amazon RDS-Datenbank verwendet haben. 

Klicken Sie auf OK.

 

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c. Die Verbindung zur Datenbank wurde hergestellt. Wählen Sie in Ihrer Amazon RDS-Konsole in der Liste Datenbanken Ihre Instance aus. Wie Sie sehen, wird für Ihre Datenbank unter Aktuelle Aktivität der Eintrag "1 Verbindung" angezeigt. 

Hinweis: Die Datenbank ist jetzt einsatzbereit. Sie können nun damit beginnen, Tabellen zu erstellen, Daten einzufügen und Abfragen über den SQL Workbench-Client auszuführen. 

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Sie können die PostgreSQL-DB-Instance einfach in der Amazon RDS-Konsole löschen. Diese Vorgehensweise ist die bewährte Methode, um nicht mehr benötigte Instances zu löschen und sicherzustellen, dass sie Ihnen nicht mehr in Rechnung gestellt werden.


a. Gehen Sie wieder zur Amazon RDS-Konsole.  Wählen Sie Databases (Datenbanken), wählen Sie die zu löschende Instance aus, und wählen Sie dann Delete (Löschen) aus dem Dropdown-Menü Actions (Aktionen) aus.

 

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b. Sie werden dazu aufgefordert, einen abschließenden Snapshot zu erstellen und das Löschen zu bestätigen. In unserem Beispiel erstellen Sie keinen abschließenden Snapshot. Bestätigen Sie jedoch, dass Sie die Instance löschen möchten, und klicken Sie dann auf Löschen.

    Hinweis: Das Löschen Ihrer DB-Instance kann einige Minuten dauern.

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Sie haben eine PostgreSQL-Datenbank-Instance mit Amazon RDS erstellt, eine Verbindung zu dieser hergestellt und sie anschließend gelöscht.  Mit Amazon RDS ist das Einrichten, Betreiben und Skalieren einer relationalen Datenbank in der Cloud ganz einfach. Dieser Dienst stellt kosteneffiziente und individuell anpassbare Kapazitäten zur Verfügung und erledigt gleichzeitig zeitraubende Datenbank-Verwaltungsaufgaben, sodass Sie sich besser auf Ihre Anwendungen und Ihr Unternehmen konzentrieren können.

Sie haben gelernt, wie Sie mit Amazon RDS eine PostgreSQL-Datenbank erstellen und zu dieser eine Verbindung herstellen. Sie können nun mit dem nächsten Tutorial fortfahren, um zu erfahren, wie Sie eine DB-Instance anhand eines DB-Snapshots wiederherstellen.

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