Unsere Strategie heißt inzwischen „Cloud zuerst“. AWS wird unsere erste Wahl bei digitalen Initiativen sein, egal welchen Weg wir für die verschiedenen Geschäftsbereiche vorsehen.
Professor Dr. Matthias Mehrtens Vice President Information Systems

Die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG., mit Sitz in Winnenden und 100 Tochtergesellschaften in 60 Ländern, ist der weltweite führende Anbieter von Reinigungstechnik. Am bekanntesten ist Kärcher wohl durch die Hochdruckreiniger und die Produkt-und Servicepalette für die professionelle Reinigung von Büros, Hotels und Supermärkten. Das Familienunternehmen beschäftigt mehr als 11.000 Mitarbeiter/innen und kann auf eine 80-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Ein neues Serviceangebot ist Kärcher Fleet, eine Flottenmanagement-Lösung, welche topaktuelle Daten liefert, die von den Reinigungsgeräten übermittelt werden. Autorisierte Nutzer— üblicherweise Facility-Manager, die die professionelle Reinigungsflotte betreuen—können über PCs, Notebooks oder mobile Geräte auf die web-basierte Lösung zugreifen, um geräterelevante Daten wie Batteriezustand, Einsatzort oder Auslastung zu erhalten. Kärcher Fleet ist einer der ersten Schritte in der strategischen Positionierung des Unternehmens, um Mehrwert zu schaffen. Indem Geräte intelligenter gemacht werden, will man Kunden darin unterstützen, die Effizienz ihrer Reinigungsflotte zu optimieren.

Seit der Gründung 1935 war Innovation stets ein Schlüsselelement der Firmenkultur des Unternehmens. Kärcher investiert Jahr für Jahr große Summen in Forschung und Entwicklung. Zudem arbeiten mehr als 900 Ingenieure und Techniker weltweit an der Entwicklung neuer Produkte. Im Zeitalter des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT), ist der Anbieter von Reinigungstechnik stets bestrebt Produkte effizienter und sparsamer zu gestalten, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Da das Unternehmen von der Idee, Geräte mit dem Internet zu verbinden überzeugt ist, entschied man sich dazu Kärcher Fleet einzuführen.

Kärcher schloss aus, die Lösung im internen Rechenzentrum zu betreiben, denn man wusste, dass schnellere Markteinführungszeiten sowie eine agilere, auf Abruf skalierbare IT-Infrastruktur von Nöten waren. „Da wir uns in einem Wettbewerbsmarkt befinden, müssen wir schnell agieren und benötigen demnach Partner, mit denen wir unsere web-basierten Lösungen schnell in Dutzenden Ländern weltweit umsetzen können. Dabei ist unser Fokus langfristig ausgelegt“, so Professor Dr. Matthias Mehrtens, Vice President Information Systems bei der Kärcher GmbH & Co. KG.

Kärcher arbeitete erstmals 2012 mit Amazon Web Services (AWS) zusammen, als man eine Plattform für die Bereitstellung von Bedienungsanleitungen anbieten, und die globale Website relaunchen wollte. Diese Projekte verliefen erfolgreich: Schnellere Content-Auslieferung und verbesserte Kundenerlebnisse dank geringerer Latenzzeiten. Da das Unternehmen von den Vorteilen der Cloud beeindruckt war, entschied es sich 2013 dazu, Kärcher Fleet mittels AWS zu betreiben. „Dies war unser erster IoT-Anwendungsfall. Anhand unserer Erfahrungen mit AWS wussten wir jedoch, dass man uns die benötigte flexible Plattform bieten könnte, um unsere Lösung auf den Markt zu bringen“, so Professor Mehrtens.

Jedes Kärcher-Gerät ist mit einer Vodafone SIM-Karte ausgestattet, die die Daten über das Vodafone-Netzwerk direkt an die AWS-Umgebung sendet. Diese Daten werden von Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) Instanzen verarbeitet, die auf Windows Servern laufen. Mit Auto Scaling wird die Kapazität automatisch hoch- oder runtergefahren, Elastic Load Balancing verteilt den Traffic und Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) bietet einen vollkommen redundanten Speicher.

Kärchers Datenbank setzt auf Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) mit Microsoft SQL Server auf. „Hierauf speichern wir sämtliche Informationen über die Kärcher-Produkte“, erläutert Oliver Dembniak, Abteilungsleiter New Technology bei der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. „Da wir alle paar Minuten Informationen erhalten, generieren wir viele Daten.“

Amazon Route 53 liefert die Domain Name System-Dienste, während Amazon Simple Email Service (Amazon SES) der Email-Verwaltung dient. Inhalte werden mit niedrigen Latenzzeiten über Amazon CloudFront an die weltweiten Tochtergesellschaften verteilt.

Mittels Amazon Identity and Access Management (IAM) können die Kärcher Mitarbeiter, die mit der AWS-Console arbeiten, den Zugriff auf AWS-Ressourcen steuern und der AWS Support Business bietet dem Unternehmen laut Oliver Dembniak „schnelle und hilfreiche Antworten“.

Um auf dem Markt für Reinigungsprodukte erfolgreich zu sein, sind kontinuierliche Innovationen ein Muss. „Das AWS-Modell macht es leicht für uns, neue Technologien hervorzubringen”, unterstreicht Professor Mehrtens. „AWS bringt ständig neue Funktionen und Services heraus und indem wir die Cloud-Dienste von AWS nutzen, können wir genau dies auch mit unserem Portfolio machen.“

Professor Mehrtens fasst zusammen, warum Cloud-Dienste bei Kärcher das Herzstück von neuen Initiativen bilden: „Für uns das Internet der Dinge ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal auf dem Markt. Unsere Ingenieure und Techniker sind stets bestrebt Produkte für die digitale Welt zu entwickeln. Geräte anzubinden und Kunden Zugang zu einer immensen Fülle von Informationen zu bieten, um ihre Reinigungsgeräte zu kontrollieren, schafft Mehrwert—ein entscheidendes Kriterium, um auch morgen noch an der Spitze des Wettbewerbs zu stehen. Ein perfektes Beispiel hierfür ist Kärcher Fleet—ein Projekt, das durch AWS möglich gemacht wurde.“

Vor der Markteinführung der Flottenmanagement-Lösung wusste das Unternehmen nicht, wie gut die Lösung ankommen, und zu welchen Nachfrageschwankungen es an den verschiedenen Standorten kommen würde. Professor Mehrtens: „Falls Kunden in Asien die Lösung beispielsweise sehr gut annehmen würden, müssten wir sie dort schnell hochskalieren und mit AWS haben wir die Gewissheit, dass sich die Kapazität ganz nach Bedarf skalieren lässt.“ Kärcher hält das AWS-Modell auch für kosteneffizient, da in Gebieten mit niedrigerer Nachfrage keine unnötigen Rechenressourcen bereitgestellt werden. „Dank der globalen Präsenz von AWS haben wir weltweiten Zugriff auf eine flexible IT“, ergänzt Professor Mehrtens. „Wir können Instanzen aktiv überwachen und sie nach Bedarf vergrößern oder verkleinern und profitieren so von einem hohen Kontrollniveau, was mit traditioneller Hardware nicht möglich wäre.

Seitdem die Ressourcen cloud-basiert sind, ist Kärcher zuversichtlich, dass man auch hohe Verfügbarkeit erzielen wird. Oliver Dembniak: „Mit unserer AWS-Infrastruktur gibt es keine größeren Zwischenfälle, sondern sie läuft ohne Beanstandungen.”

Neue Projekte schnell voranzutreiben und bedarfsgerechte Ressourcen anzubieten sind Grundvoraussetzungen, um sicherzustellen, dass Kärchers Produkte und Dienstleitungen stets konkurrenzfähig sind—dies gelingt Kärcher mit AWS viel schneller und einfacher. „Früher brauchten wir Monate, um neue Services mit unserer eigenen Infrastruktur bereitzustellen“, bestätigt Professor Mehrtens. „Nehmen wir eine Projektumsetzung in Asien als Beispiel: Um die Arbeit am Standort vor Ort durchzuführen brauchten wir mitunter mehr als drei Monate und mussten zudem nach Asien reisen. Indem wir mit AWS zusammenarbeiten, benötigen wir selbst bei großen Projekten mit mehreren Servern nur einige Tage.“

Das Kärcher-Team will AWS in Zukunft verstärkt nutzen, um Geräte besser in das IoT zu integrieren, und um zusätzliche interne Systeme —einschließlich unternehmenskritischer Anwendungen—zu betreiben. Professor Mehrtens resümiert: „Unsere Strategie heißt inzwischen „Cloud zuerst“. AWS wird unsere erste Wahl bei digitalen Initiativen sein, egal welchen Weg wir für die verschiedenen Geschäftsbereiche vorsehen.“

Informieren Sie sich jetzt über das Internet der Dinge und AWS IoT und die Lösungen von AWS für den Mittelstand. Erfahren Sie im Webcast mit Kärcher, wie das Unternehmen die AWS Cloud für die globale Skalierung der unternehmenseigenen IT-Services nutzt und gleichzeitig Fragen rund zu Datenschutz und Rechtssicherheit löst.