Datenschutz in Argentinien

Übersicht

Argentina

Argentiniens Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten Nr. 25 326, einschließlich Verordnung Nr. 1558/2001 und ergänzender Bestimmungen ("PDPA"), ist ein Bundesgesetz Argentiniens zum Schutz personenbezogener Daten in Argentinien sowie zum Zwecke der Verarbeitung in andere Länder übertragener personenbezogener Daten. In Bestimmung Nr. 11/2006 legt die Datenschutzbehörde Argentiniens ("ADPA") unter dem PDPA drei Stufen technologischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen fest (Standard, Mittel, Kritisch), die Sie je nach Art der von Ihnen durchgeführten Aktivitäten oder der von Ihnen verarbeiteten personenbezogenen Daten berücksichtigen müssen.

AWS ist Datenschutz und die Sicherheit von Daten ein vorrangiges Anliegen. Sicherheit bei AWS beginnt bei seiner eigenen Kerninfrastruktur. Für die Cloud entwickelt und den strengsten Sicherheitsanforderungen der Welt angepasst, wird unsere Infrastruktur rund um die Uhr überwacht, um die Sicherheit, Integrität und Verfügbarkeit unserer Kundendaten sicherzustellen. Die gleichen Sicherheitsexperten von Weltklasse, die diese Infrastruktur überwachen, sind auch für die Entwicklung und Verwaltung unserer breiten Auswahl an innovativen Sicherheitsservices verantwortlich, die Ihnen bei der Erfüllung Ihrer eigenen regulatorischen und Sicherheitsanforderungen helfen. Als AWS-Kunde, unabhängig von Größe und Standort, genießen Sie sämtliche Vorteile unserer Erfahrung, die auch den strengsten Qualitätssicherungsframeworks von Drittanbietern Stand hält.

AWS implementiert und pflegt technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen für AWS Cloud-Infrastrukturservices unter weltweit anerkannten Qualitätssicherungsframeworks und -zertifizierungen wie ISO 27001, ISO 27017, ISO 27018, PCI DSS Level 1 und SOC 1, 2 und 3. Diese technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen, die nicht autorisierten Zugriff oder die Offenlegung von Kundeninhalten verhindern, wurden von unabhängigen Prüfgesellschaften validiert.

ISO 27018 beispielsweise ist der erste internationale Leitfaden für den Schutz personenbezogener Daten in der Cloud. Er basiert auf dem Informationssicherheitsstandard ISO 27002 und bietet eine Anleitung zur Implementierung von Kontrollen gemäß ISO 27002, die für personenbezogene Daten gelten, anhand derer eine Person eindeutig identifiziert werden kann (Personally Identifiable Information, PII), die von öffentlichen Cloud-Serviceanbietern verarbeitet werden. AWS verfügt somit über ein System von Kontrollmechanismen, die sich speziell mit dem Datenschutz für Kundeninhalte beschäftigen.

Diese umfassenden technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen von AWS sind konsistent mit den Zielen des PDPA sowie mit Bestimmung 11/2006 des PDPA zum Schutz personenbezogener Daten. Kunden, die AWS-Services verwenden, behalten die Kontrolle über ihre Inhalte und sind eigenverantwortlich für die Implementierung zusätzlicher, ihren Anforderungen angepasster Sicherheitsmaßnahmen, zu denen etwa die Inhaltsklassifizierung, Verschlüsselung, Zugriffsmanagement und Sicherheitsanmeldeinformationen zählen.

Da AWS keinen Einblick in und keine Kenntnis der von Kunden ins Netzwerk hochgeladenen Inhalte hat und auch nicht ermitteln kann, ob diese Daten die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes erfüllen, sind die Kunden für die Konformität mit dem Datenschutzgesetz und den zugehörigen Bestimmungen selbst verantwortlich. Diese Seite ist eine Ergänzung zu den bestehenden Datenschutz-Ressourcen und hilft Ihnen bei der Ausrichtung Ihrer Sicherheitsmaßnahmen an Ihre Anforderungen im Rahmen des AWS-Modells der gemeinsamen Verantwortung, wenn Sie personenbezogene Daten mit AWS-Services verarbeiten.

  • Welche Rolle spielt der Kunde beim Schutz seiner Inhalte?

    Unter dem AWS-Modell der gemeinsamen Verantwortung behalten AWS-Kunden die Kontrolle über die Sicherheitsmaßnahmen, die sie zum Schutz ihrer eigenen Inhalte, der Plattform, der Anwendungen, Systeme und Netzwerke einsetzen – genau so, wie es auch bei Anwendungen in einem lokalen Rechenzentrum der Fall wäre. Dabei können Kunden auf den technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen und -kontrollen von AWS aufsetzen, um ihre eigenen Compliance-Anforderungen unter Kontrolle zu behalten. Kunden können auf ihnen vertraute Mittel zum Schutz ihrer Daten zurückgreifen. Beispielsweise können Sie neben AWS-Sicherheitsfunktionen wie AWS Identity and Access Management auch Methoden wie Verschlüsselung oder Multifaktor-Authentifizierung verwenden.

    Der Kunde muss bei der Bewertung der Sicherheit einer Cloud-Lösung Folgendes verstehen und dazwischen unterscheiden können:

    • Sicherheitsmaßnahmen, die AWS implementiert und betreibt – "Sicherheit der Cloud" und
    • Sicherheitsmaßnahmen, die Kunden implementieren und betreiben und die sich auf die Sicherheit ihrer Kundeninhalte und -anwendungen beziehen, für die sie AWS-Services nutzen – "Sicherheit in der Cloud".
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  • Wer hat Zugriff auf Kundeninhalte?

    Kunden sind weiterhin Eigentümer ihrer Inhalte und haben volle Kontrolle darüber. Sie wählen aus, durch welche AWS-Services ihre Inhalte verarbeitet, gespeichert und bereitgestellt werden. AWS hat keinen Einblick in die Inhalte seiner Kunden und greift auf diese Inhalte auch nicht zu, es sei denn zum Zwecke der Bereitstellung der vom Kunden gewählten AWS-Services oder sofern zur Erfüllung eines Gesetzes oder einer bindenden Rechtsvorschrift erforderlich.

    Kunden, die AWS-Services nutzen, behalten innerhalb der AWS-Umgebung die Kontrolle über ihre Inhalte. Kunden haben folgende Möglichkeiten:

    • Sie können bestimmen, wo ihre Inhalte gespeichert werden, z. B. die Art der Speicherumgebung und den geografischen Standort des Speichers.
    • Sie können das Format ihrer Inhalte steuern, z. B. Klartext, maskiert, anonymisiert oder verschlüsselt, entweder mit Hilfe des von AWS bereitgestellten Verschlüsselungsverfahrens oder einer Verschlüsselungstechnik eines vom Kunden gewählten Drittanbieters.
    • Sie können weitere Zugriffssteuerungen verwenden, etwa Identitäts- und Zugriffsmanagement und Sicherheitsanmeldeinformationen.
    • Sie können zur Verhinderung nicht autorisierter Zugriffe die Verwendung von SSL, Virtual Private Cloud und anderen Netzwerksicherheitsmaßnahmen steuern.

    Dies gibt AWS-Kunden die Kontrolle über den gesamten Lebenszyklus ihrer Inhalte auf AWS und ermöglicht ihnen, ihre Inhalte entsprechend den eigenen Anforderungen zu verwalten, einschließlich Klassifizierung der Inhalte, Zugriffskontrolle, Aufbewahrung und Löschung.

  • Wo werden Kundeninhalte gespeichert?

    AWS-Rechenzentren sind weltweit in Clustern und auf zahlreiche Standorte verteilt. Wir bezeichnen ein Cluster aus Rechenzentren an einem bestimmten Ort als "Region".

    AWS-Kunden wählen die AWS-Region (oder Regionen) aus, in der ihre Inhalte gespeichert werden. So können Kunden mit bestimmten geografischen Anforderungen Umgebungen am gewünschten Standort (oder auch an mehreren Standorten) einrichten.

    Kunden können ihre Inhalte in mehrere Regionen replizieren und dort speichern. AWS verschiebt jedoch keine Kundeninhalte außerhalb der vom Kunden festgelegten Region(en). So werden die Services, wie vom Kunden beantragt, bereitgestellt, und geltende Gesetze können eingehalten werden.

  • Wie schützt AWS seine Rechenzentren?

    Die Sicherheitsstrategie für die Rechenzentren von AWS setzt sich aus skalierbaren Sicherheitskontrollen und verschiedenen Verteidigungsebenen zum Schutz Ihrer Informationen zusammen. AWS hat beispielsweise sorgfältige Überwachungsmaßnahmen auf mögliche Datenüberflutungsrisiken und seismische Aktivitäten implementiert. Den Zugang zu unseren Rechenzentren kontrollieren wir durch physische Sicherheitsanlagen, Sicherheitskräfte, Bedrohungserkennungstechnologie und gründliche Screeningverfahren. Wir sichern unsere Systeme, testen Anlagen und Prozesse regelmäßig und schulen unser AWS-Personal in Achtsamkeit vor dem Unerwarteten.

    Zur Validierung unserer Rechenzentren führen externe Prüfer das gesamte Jahr hindurch Tests zu mehr als 2 600 Standards und Anforderungen durch. Diese unabhängigen Prüfungen stellen sicher, dass wir die geltenden Sicherheitsstandards erfüllen oder gar übertreffen. Aus diesem Grund verlassen sich auch Organisationen in hoch regulierten Branchen weltweit darauf, dass ihre Daten bei AWS sicher sind.

    Erfahren Sie mehr über unsere inhärenten Vorkehrungen zum Schutz unserer Rechenzentren in einer virtuellen Tour durch ein AWS-Rechenzentrum ».

  • Welche AWS-Regionen kann ich nutzen?

    Kunden können eine bestimmte Region, alle Regionen oder eine Kombination aus bestimmten Regionen einschließlich Regionen in Brasilien und den USA wählen. Eine vollständige Liste der AWS-Regionen finden Sie auf der Seite Globale AWS-Infrastruktur.

  • Die Datenschutzbehörde Argentiniens (ADPA) hat festgestellt, dass bestimmte Länder ein "angemessenes Sicherheitsniveau" bereitstellen. Unterhält AWS Regionen in diesen Ländern?

    Unter dem PDPL ist es Datenverantwortlichen (d. h. AWS-Kunden) erlaubt, personenbezogene Daten in Länder mit Rechtssystemen zu übertragen, die für personenbezogene Daten ein gemäß ADPA "angemessenes Sicherheitsniveau" bieten. Gemäß von der ADPA veröffentlichter Bestimmung 60-E/2016 gelten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EEC) als Länder mit "angemessenem Sicherheitsniveau" zum Schutz personenbezogener Daten.

    AWS unterhält Regionen in zahlreichen EU-Ländern mit lt. ADPA unter dem PDPL "angemessenem Sicherheitsniveau", darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland. Eine vollständige Liste der AWS-Regionen finden Sie auf der Seite Globale AWS-Infrastruktur.

    Unabhängig von der gewählten Region wendet AWS auf alle seine Rechenzentren die gleichen Sicherheitsstandards an.

  • Welche internationalen Datenübertragungsvereinbarungen bietet AWS zum Schutz personenbezogener Daten, die in ein anderes Land, einschließlich Brasilien und die USA, übertragen werden?

    In seinen Kundenvereinbarungen geht AWS bestimmte Sicherheits- und Datenschutzverpflichtungen ein, die allgemein für Kundeninhalte gelten, unabhängig von der Region, in der der Kunde seine Daten zu speichern wünscht. Die von AWS eingegangenen Verpflichtungen stimmen mit den Zielen des PDPL, Bestimmung 11/2006 und Bestimmung 60-E/2016, zum Schutz persönlicher Daten überein.

    AWS bietet darüber hinaus einen international geltenden Zusatz zur Datenverarbeitung (Data Processing Addendum, DPA), der weltweit Gültigkeit hat und bestimmte vertragliche Verpflichtungen für einen adäquaten Datenschutz und die Sicherheit personenbezogener Daten beinhaltet.

    Zudem steht Kunden die Option eines Unternehmensvertrags mit AWS offen, der noch genauer an die spezifischen Anforderungen des Kunden angepasst werden kann. Wenn Sie nähere Informationen zu Unternehmensverträgen oder dem DPA wünschen, wenden Sie sich an Ihren Vertriebsmitarbeiter.

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