Sammeln

Protokolle einfach sammeln und speichern

Mit dem Service "Amazon CloudWatch Logs" können Sie Protokolle Ihrer Ressourcen, Anwendungen und Services nahezu in Echtzeit sammeln und speichern. Es gibt drei Hauptkategorien von Protokollen: 1) Vended Protokolle. Diese werden von AWS-Services nativ für den Kunden veröffentlicht. Zurzeit werden Amazon VPC Flow Logs und Amazon Route 53-Protokolle unterstützt. 2) Von AWS-Services veröffentlichte Protokolle. Zurzeit veröffentlichen mehr als 30 AWS-Services Protokolle auf CloudWatch. Diese Services umfassen Amazon API Gateway, AWS Lambda, AWS CloudTrail und viele mehr. 3) Benutzerdefinierte Protokolle. Bei diesen Protokollen handelt es sich um Ihre eigenen Anwendungs- und lokalen Ressourcen. Sie können mit AWS Systems Manager einen CloudWatch-Agenten installieren oder mit der API-Aktion PutLogData Protokolle mühelos veröffentlichen.

Integrierte Metriken

Die Erfassung von Metriken verteilter Anwendungen (z. B. mit Microservices-Architekturen erstellte Metriken) ist zeitintensiv. Amazon CloudWatch ermöglicht Ihnen die Erfassung von Standardmetriken von über 70 AWS-Services, z. B. Amazon EC2, Amazon DynamoDB, Amazon S3, Amazon ECS, AWS Lambda und Amazon API Gateway, ohne dass Sie irgendeine Maßnahme ergreifen müssen. So veröffentlichen EC2-Instances beispielsweise automatisch Metriken über die CPU-Nutzung, die Datenübertragung und die Datenträgernutzung, damit Sie Statusänderungen besser verstehen. Sie können eine der sieben integrierten Metrikern für API Gateway zur Erfassung der Latenz oder eine der acht integrierten Metriken für AWS Lambda zur Erkennung von Fehlern und Engstellen nutzen. Wenn Sie über die Standardmetriken hinausgehende detailliertere Metriken benötigen, z. B. gemeinsame Metriken von Amazon Kinesis Data Streams, können Sie diese einfach pro Ressource wählen.

Benutzerdefinierte Metriken

Amazon CloudWatch ermöglicht Ihnen die benutzerdefinierte Erfassung der Metriken Ihrer eigenen Anwendungen, um die Leistungsfähigkeit zu überwachen, Probleme zu beheben und Trends zu erkennen. Eine benutzerdefinierte Metrik, die Sie über einen bestimmten Zeitraum erfassen und überwachen können, ist zum Beispiel die Benutzeraktivität. Sie können diese Metriken mit CloudWatch Agent oder der API-Aktion PutMetricData in CloudWatch veröffentlichen. Sämtliche bekannten Funktionen von CloudWatch stehen mit einer Frequenz von bis zu einer Sekunde für Ihre benutzerdefinierten Metriken zur Verfügung, inklusive Statistiken, Grafiken und Alarme.

Überwachen

Einheitliche Funktionsansicht mit Dashboards

Mit Amazon CloudWatch-Dashboards können Sie wiederverwendbare Diagramme erstellen und Ihre Cloud-Ressourcen und Anwendungen in einer einheitlichen Ansicht visualisieren. Sie können Metriken und Protokolldaten in einem einzigen Dashboard nebeneinander grafisch darstellen, um den Kontext schnell zu erfassen und von der Problemdiagnose zum Verständnis der eigentlichen Ursache übergehen. Sie können beispielsweise Schlüsselmetriken wie die CPU- und Speichernutzung visualisieren und sie mit der Kapazität vergleichen. Sie können auch das Protokollmuster einer bestimmten Metrik in Beziehung setzen und Alarme festlegen, die bei Leistungs- und Funktionsproblemen proaktiv ausgegeben werden. Dadurch erhalten Sie einen systemweiten Einblick in den Funktionszustand und haben die Möglichkeit, Probleme schnell zu beheben und die durchschnittliche Zeit bis zur Problemlösung (Mean Time to Resolution, MTTR) zu verkürzen.

Hochauflösende Alarme

Amazon CloudWatch-Alarme ermöglichen Ihnen die Definition eines Schwellenwerts für Metriken und die Auslösung einer Aktion. Sie können hochauflösende Alarme erstellen, ein Perzentil als Statistik festlegen und ggf. eine Aktion angeben oder den Alarm ignorieren. Sie können beispielsweise Alarme für Amazon EC2-Metriken erstellen, Benachrichtigungen festlegen und eine oder mehrere Aktionen ausführen, um nicht benutzte oder nicht ausgelastete Instances zu erkennen und herunterzufahren. Echtzeitalarme für Metriken und Ereignisse ermöglichen es Ihnen, Ausfallzeiten und mögliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit auf ein Minimum zu reduzieren.

Korrelation zwischen Protokollen und Metriken

Anwendungen und Infrastrukturressourcen generieren Unmengen an Funktions- und Überwachungsdaten in Form von Protokollen und Metriken. Mit Amazon CloudWatch können Sie nicht nur auf diese Datensätze zugreifen und sie auf einer einzigen Plattform visualisieren, sondern auch Metriken und Protokolle in Beziehung setzen. Dies unterstützt Sie dabei, schnell von der Problemdiagnose zum Verstehen der eigentlichen Ursache überzugehen. Sie können z. B. ein Protokollmuster (beispielsweise einen Fehler) mit einer bestimmten Metrik in Beziehung setzen und Alarme festlegen, die bei Leistungs- und Funktionsproblemen aktiv ausgegeben werden.

Handeln

Auto Scaling

Auto Scaling unterstützt Sie bei der Automatisierung der Kapazitäts- und Ressourcenplanung. Sie können einen Schwellenwert für einen Alarm bei einer Schlüsselmetrik festlegen und eine automatisierte Auto-Scaling-Aktion auslösen. Beispielsweise könnten Sie einen Auto-Scaling-Workflow zum Hinzufügen oder Entfernen von EC2-Instances auf Basis von CPU-Nutzungsmetriken einrichten und die Ressourcenkosten optimieren.

Reaktion auf Funktionsänderungen mit CloudWatch Events automatisieren

CloudWatch Events stellt einen Ereignisstrom von Systemereignissen bereit, der Änderungen Ihrer AWS-Ressourcen nahezu in Echtzeit beschreibt. Er ermöglicht es Ihnen, schnell auf Funktionsänderungen zu reagieren und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Sie schreiben einfach Regeln, in denen Sie angeben, welche Ereignisse für Ihre Anwendung von Interesse sind und welche automatisierten Aktionen durchgeführt werden sollen, wenn ein Ereignis mit einer Regel übereinstimmt. Sie können beispielsweise eine Regel festlegen, um AWS Lambda-Funktionen aufzurufen oder ein Amazon SNS-Thema (Simple Notification Service) zu benachrichtigen.

Analysieren

Detaillierte Daten und längere Aufbewahrung

Amazon CloudWatch ermöglicht Ihnen die Überwachung von Trends und Saisonalität mit 15 Monaten an Metrikdaten (Speicherung und Aufbewahrung). Anhand dieser Daten können Sie Verlaufsanalysen ausführen, um die Ressourcennutzung zu optimieren. Mit CloudWatch können Sie auch Zustandsmetriken von bis zu 1 Sekunde erfassen, einschließlich eigener Metriken, wie z. B. die eigener Anwendungen. Detaillierte Echtzeitdaten ermöglichen eine bessere Visualisierung und bieten die Möglichkeit, Trends zu erkennen und zu überwachen, um Anwendungsleistung und Funktionszustand zu optimieren.

Benutzerdefinierte Prozesse bei Metriken

Mit Amazon CloudWatch Metric Math können Sie Berechnungen über mehrere Metriken zur Echtzeitanalyse durchführen, sodass Sie mühelos Einblick in Ihre bestehenden CloudWatch-Metriken erhalten und den Funktionszustand und die Leistung Ihrer Infrastruktur besser verstehen. Sie können diese berechneten Metriken in der AWS Management Console visualisieren, sie zu CloudWatch-Dashboards hinzufügen oder sie mit der API-Aktion GetMetricData abrufen. Metric Math unterstützt arithmetische Operationen wie etwa +, -, /, * und mathematische Funktionen wie Summe, Durchschnitt, Minimum, Maximum und Standardabweichung.

Compliance und Sicherheit

Amazon CloudWatch ist in AWS Identity and Access Management (IAM) integriert, damit Sie kontrollieren können, welche Benutzer und Ressourcen eine Zugangserlaubnis für Ihre Daten haben und wie der Zugriff erfolgt.

Amazon CloudWatch Logs ist auch mit PCI und FedRamp kompatibel. Daten sind im Ruhezustand und bei der Übertragung verschlüsselt. Sie können Ihre Protokollgruppen mit der AWS KMS-Verschlüsselung verschlüsseln, um Compliance und Sicherheit zu erhöhen.

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