Amazon EBS ermöglicht Ihnen, Speicher-Volumes zu erstellen und Amazon EC2 Instances zur Verwendung zuzuordnen. Nach der Zuordnung können Sie ein Dateisystem auf Basis dieser Volumes erstellen, eine Datenbank ausführen oder die Volumes wie einen herkömmlichen Blockspeicher verwenden. Amazon EBS-Volumes werden in einer bestimmten Availability Zone platziert, in der sie automatisch repliziert werden, um Schutz gegen den Ausfall einzelner Komponenten zu bieten. Alle EBS-Volume-Typen bieten Funktionen für beständige Snapshots und sind auf eine Verfügbarkeit von 99,999 % ausgelegt.

Amazon EBS bietet eine Reihe von Optionen zum Optimieren der Speicherleistung und der Kosten Ihrer Arbeitslast. Diese Optionen sind in zwei Hauptkategorien unterteilt: SSD-basierter Speicher für Transaktionsarbeitslasten wie bei Datenbanken und Start-Volumes (Leistung primär von E/A\Sek. abhängig) sowie HDD-basierter Speicher für durchsatzintensive Arbeitslasten wie MapReduce und die Protokollverarbeitung (Leistung primär von MB/s abhängig).

SSD-basierte Volumes beinhalten die leistungsstärkste bereitgestellte E/A\Sek.-SSD (io1) für latenzempfindliche Transaktionsarbeitslasten und eine Standard-SSD (gp2) mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Vielzahl von Transaktionsdaten. HDD-basierte Volumes beinhalten eine durchsatzoptimierte HDD (st1) für häufig genutzte, durchsatzintensive Arbeitslasten sowie die kostengünstigste selten genutzte (cold) HDD (sc1) für seltener aufgerufene Daten.

Elastic Volumes ist eine Amazon EBS-Funktion, die es Ihnen ermöglicht, die Kapazität dynamisch zu erhöhen, die Leistung zu optimieren und den Typ der Live-Volumes ohne Ausfallzeiten oder Leistungsauswirkungen zu ändern. Auf diese Weise können Sie Ihre Bereitstellung problemlos auf die richtige Größe und auf Leistungsänderungen anpassen.

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In der folgenden Tabelle werden Anwendungsfälle und Leistungsmerkmale der aktuellen Generation von EBS-Volumes gezeigt:

  Solid State Drives (SSD) Hard Disk Drives (HDD)
Volume-Typ EBS – Bereitgestellte E/A\Sek.-SSD (io1) Standard-SSD (gp2)* für EBS Durchsatzoptimierte HDD (st1) Selten genutzte (cold) HDD (sc1)

Kurzbeschreibung

Hochleistungs-SSD-Volume für latenzempfindliche Transaktionsarbeitslasten

Standard-SSD-Volume mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Vielzahl von Transaktionsarbeitslasten

Kostengünstiges HDD-Volume für häufig genutzte, durchsatzintensive Arbeitslasten

Kostengünstiges HDD-Volume für seltener genutzte Arbeitslasten

Anwendungsfälle

E/A-intensive NoSQL- und relationale Datenbanken

Start-Volumes, interaktive Apps mit geringer Latenz, Entwicklung und Tests

Big Data, Data Warehouses, Protokollverarbeitung

Seltener genutzte Daten, die weniger Scans pro Tag erfordern

API-Name

io1

gp2

st1

sc1

Volume-Größe

4 GB – 16 TB

1 GB – 16 TB

500 GB – 16 TB

500 GB – 16 TB

Max. E/A\Sek.**/Volume

20 000

10 000

500***

250***

Max. Durchsatz/Volumen

320 MB/s

160 MB/s

500 MB/s***

250 MB/s***

Max. E/A\Sek./Instance

80 000

80 000

80 000

80 000

Max. Durchsatz/Instance

1 750 MB/s

1 750 MB/s

1 750 MB/s

1 750 MB/s

Preis

Monatlich 0,125 USD/GB

Monatlich 0,065 USD/bereitgestellte E/A\Sek.

Monatlich 0,100 USD/GB

Monatlich 0,045 USD/GB

Monatlich 0,025 USD/GB

Dominantes Leistungsattribut

E/A\Sek.

E/A\Sek.

MB/s

MB/s

Sie interessieren sich für EBS-Magnetfestplatten? Lesen Sie hierzu die Seite Volumes der vorherigen Generation.
*Standard-Volume-Typ
**io1/gp2 basierend auf E/A-Größe von 16 K, st1/sc1 basierend auf E/A-Größe von 1 MB
***Amazon EC2 C5-Instanzen unterstützen derzeit keine st1-/sc1-Volumes.

IO1 basiert auf Solid-State Drives (SSDs) und ist die leistungsstärkste EBS-Speicheroption. Die Volumes wurden für kritische, E/A-intensive Datenbank- und Anwendungsarbeitslasten sowie durchsatzintensive Datenbank- und Data Warehouse-Arbeitslasten wie bei HBase, Vertica und Cassandra konzipiert. Diese Volumes eignen sich optimal für E/A\Sek.- und durchsatzintensive Arbeitslasten, die eine extrem geringe Latenz erfordern.

IO1 liefert eine konsistente Basisleistung bis 50 E/A\Sek. pro GB und ein Maximum von 20 000 E/A\Sek. Der Durchsatz pro Volume beträgt bis zu 320 MB/s. Um io1 maximal auszuschöpfen, wird die Verwendung von EBS-optimierten EC2 Instances empfohlen. Bei einer Anbindung an EBS-optimierte Instances soll io1 die bereitgestellte Leistung 99,9 % der Zeit bei einer Latenz im einstelligen Millisekundenbereich bieten. Weitere Informationen zu Instance-Typen, die als für EBS optimierte Instances gestartet werden können, finden Sie unter Amazon EC2-Instance-Typen. Weitere Informationen zu Leistungsrichtlinien für Amazon EBS finden Sie unter Increasing EBS Performance.

GP2 ist der Standardtyp bei den EBS-Volumes für Amazon EC2 Instances. Diese Volumes basieren auf Solid-State Drives (SSDs) und eignen sich für eine Vielzahl von Transaktionsarbeitslasten wie Entwicklungs- und Testumgebungen, interaktive Anwendungen mit geringer Latenz und Start-Volumes. GP2 bietet Latenzen im einstelligen Millisekundenbereich, liefert eine konsistente Basisleistung von 3 E/A\Sek. pro GB und ein Maximum von 10 000 E/A\Sek. Der Durchsatz pro Volume beträgt bis zu 160 MB/s. GP2-Volumes unter 1 TB können auch Spitzenleistungen bis 3 000 E/A\Sek. erreichen. Die E/A-Leistung ist im Preis von gp2 enthalten, sodass Sie nur für die von Ihnen bereitgestellten GB Speicher zahlen. GP2 liefert die bereitgestellte Leistung 99 % der Zeit. Wenn Sie eine höhere Anzahl von E/A\Sek. benötigen, als gp2 bereitstellen kann, eine Arbeitslast haben, bei der die Latenz kritisch ist, oder eine konsistentere Leistung benötigen, empfehlen wir io1. Um die Leistung von gp2 zu maximieren, wird die Verwendung von EBS-optimierten EC2 Instances empfohlen.

ST1 basiert auf Hard Disk Drives (HDDs) und eignet sich optimal für häufig genutzte, durchsatzintensive Arbeitslasten mit hohen Datensätzen und umfangreichen E/A-Größen wie bei MapReduce, Kafka, der Protokollverarbeitung, Data Warehouse- und ETL-Arbeitslasten. Die Leistung der Volumes wird anhand des Durchsatzes in MB/s gemessen. Sie können Spitzenleistungen bis 250 MB/s pro TB erreichen. Der Basisdurchsatz liegt bei 40 MB/s pro TB und der maximale Durchsatz bei 500 MB/s pro Volume. ST1 liefert die erwartete Durchsatzleistung 99 % der Zeit. Das E/A-Guthaben reicht aus, um zu Spitzenlastzeiten einen vollständigen Volume-Scan durchzuführen. Um die Leistung von st1 zu maximieren, wird die Verwendung von EBS-optimierten EC2 Instances empfohlen.

SC1 basiert auf Hard Disk Drives (HDDs) und zeichnet sich unter allen EBS-Volume-Typen durch die geringsten Kosten pro GB aus. Die Volumes eignen sich optimal für seltener genutzte Arbeitslasten mit großen, selten genutzte Datensätzen. Ähnlich wie st1 bietet auch sc1 ein Spitzenleistungsmodell: Diese Volumes können Spitzenleistungen bis 80 MB/s pro TB erreichen. Der Basisdurchsatz liegt bei 12 MB/s pro TB und der maximale Durchsatz bei 250 MB/s pro Volume. Für selten aufgerufene Daten bietet sc1 einen extrem kostengünstigen Speicher. SC1 liefert die erwartete Durchsatzleistung 99 % der Zeit. Das E/A-Guthaben reicht aus, um zu Spitzenlastzeiten einen vollständigen Volume-Scan durchzuführen. Um die Leistung von sc1 zu maximieren, wird die Verwendung von EBS-optimierten EC2 Instances empfohlen.


Elastic Volumes ist eine Funktion, mit der Sie Ihre Volumes problemlos auf die sich ändernden Anforderungen Ihrer Anwendungen anpassen können. Mit Elastic Volumes können Sie die Kapazität dynamisch erhöhen, die Leistung optimieren und den Typ aller neuen und vorhandenen Volumes der aktuellen Generation ohne Ausfallzeit oder Leistungsauswirkungen ändern. Passen Sie Ihre Bereitstellung problemlos auf die richtige Größe und auf Leistungsänderungen an.

Erstellen Sie einfach ein Volume mit der heute benötigten Kapazität und Leistung in dem Wissen, dass Sie Ihre Volume-Konfiguration zukünftig ändern und damit viele Planungsstunden einsparen können.

Durch die Verwendung von Amazon CloudWatch mit AWS Lambda können Sie Volume-Änderungen automatisieren, um den sich ändernden Anforderungen Ihrer Anwendungen zu entsprechen.

Die Elastic Volumes-Funktion vereinfacht das Anpassen Ihrer Ressourcen auf sich ändernde Anwendungsanforderungen. Sie wissen außerdem, dass Sie zukünftig jederzeit Änderungen vornehmen können, wenn sich Ihre Geschäftsanforderungen ändern.

Amazon EBS bietet die Möglichkeit der Speicherung zeitpunktbezogener Snapshots Ihrer Volumes in Amazon S3. Amazon EBS-Snapshots werden inkrementell gespeichert. Das heißt, dass nur die Blöcke gespeichert werden, die sich seit dem letzten Snapshot geändert haben. Und nur die geänderten Blöcke werden Ihnen in Rechnung gestellt. Wenn Sie ein Gerät mit 100 GB Daten haben, von denen sich seit dem letzten Snapshot nur 5 GB geändert haben, belegt ein nachfolgender Snapshot nur 5 GB zusätzliche Daten. Ihnen werden nur die zusätzlichen 5 GB an Snapshot-Speicher in Rechnung gestellt, auch wenn sowohl die früheren als auch späteren Snapshots vollständig zu sein scheinen.

Wenn Sie einen Snapshot löschen, werden nur die Daten entfernt, die nicht für einen anderen Snapshot benötigt werden. Alle aktiven Snapshots enthalten alle Informationen, die zum Wiederherstellen des Volumes bis zu der Stelle benötigt werden, an der der Snapshot erstellt wurde. Die Dauer der Wiederherstellung geänderter Daten im funktionierenden Volume ist für alle Snapshots gleich.

Mithilfe von Snapshots können mehrere neue Volumes instanziiert, die Größe eines Volumes erweitert und Volumes zwischen Availability Zones verschoben werden. Es besteht die Möglichkeit, ein neues Volume auf Grundlage eines vorhandenen Amazon EBS-Snapshots zu erstellen. Bei diesem Szenario ist das neue Volume am Anfang ein exaktes Replikat des Snapshots.

Amazon EBS-Snapshots haben die folgenden Hauptmerkmale:

  • Sofortiger Zugriff auf Amazon EBS-Volume-Daten – Nach der Erstellung eines Volumes auf Grundlage eines Snapshots muss nicht gewartet werden, bis alle Daten von Amazon S3 auf das Amazon EBS-Volume übertragen wurden, bevor die zugewiesene Instance auf das Volume zugreifen kann. Amazon EBS-Snapshots implementieren das sog. Lazy Loading (träge Laden), sodass Sie sie sofort verwenden können.
  • Ändern der Größe von Amazon EBS-Volumes – Es gibt zwei Methoden zum Ändern der Größe eines Amazon EBS-Volumes. Wenn Sie ein neues Volume basierend auf einem Snapshot erstellen, können Sie eine andere Größe für das neue Volume angeben. Mit der Elastic Volumes-Funktion können Sie Live-Volumes ohne Verwendung von Snapshots dynamisch vergrößern. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Dateisystem und Ihre Anwendung das Ändern der Größe eines Geräts unterstützen.
  • Gemeinsame Nutzung von Amazon EBS-Snapshots – Durch die Möglichkeit der gemeinsamen Verwendung von Amazon EBS-Snapshots können Sie diese Daten problemlos Kollegen oder anderen Benutzern der AWS-Community zugänglich machen. Autorisierte Benutzer können basierend auf Ihren freigegebenen Amazon EBS-Snapshots eigene Amazon EBS-Volumes erstellen, wobei Ihr Original-Snapshot intakt bleibt. Sie können Ihre Daten auch für alle AWS-Benutzer öffentlich zur Verfügung stellen. Weitere Informationen zur gemeinsamen Nutzung von Snapshots finden Sie unter Modifying Snapshot Permissions.  
  • AWS-regionsübergreifendes Kopieren von Snapshots – Amazon EBS ermöglicht auch das AWS-regionsübergreifende Kopieren von Snapshots, wodurch das Nutzen mehrerer AWS-Regionen für geografische Ausdehnungen, Rechenzentrumsmigrationen und Notfallwiederherstellung vereinfacht wird. Sie können alle Snapshots kopieren, auf die sie Zugriff haben. Dazu zählen selbst erstellte Snapshots, mit anderen gemeinsam genutzte Snapshots und auch Snapshots aus AWS Marketplace, VM Import/Export und AWS Storage Gateway. Weitere Informationen finden Sie unter Copying an Amazon EBS Snapshot.

Gegen eine geringe zusätzliche Stundengebühr können Kunden bestimmte Amazon EC2-Instance-Typen als für EBS optimierte Instances starten. Mithilfe von für EBS optimierten Instances können EC2-Instances die auf einem EBS-Volume bereitgestellten E/A pro Sekunde in vollem Umfang nutzen.

Für EBS optimierte Instances liefern je nach verwendetem Instance-Typ zwischen Amazon EC2 und Amazon EBS einen dedizierten Durchsatz mit Optionen von 500 MBit/s (Megabits pro Sekunde) bis 10 000 MBit/s. Durch den dedizierten Durchsatz werden Konflikte zwischen E/A-Vorgängen von Amazon EBS und anderem Datenverkehr Ihrer EC2-Instance minimiert, wodurch Ihre EBS-Volumes eine optimale Leistung liefern können.

Für EBS optimierte Instances sind für die Nutzung mit allen Amazon EBS-Volume-Typen konzipiert.

Weitere Informationen zu Instance-Typen, die als für EBS optimierte Instances gestartet werden können, finden Sie unter Amazon EC2-Instances.

Amazon EBS-Volumes sind auf hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt. Die Daten auf Amazon EBS-Volumes werden auf mehrere Server in einer Availability Zone repliziert, ohne dass weitere Kosten anfallen. Dadurch werden Datenverluste verhindert, die sich durch den Ausfall einer einzelnen Komponente ergeben können. Weitere Einzelheiten finden Sie in der SLA (Service Level Agreement) von Amazon EC2 und EBS.

Amazon EBS-Volumes sind für eine jährliche Fehlerquote (AFR) von 0,1 % – 0,2 % konzipiert, wobei ein Fehler ein vollständiger oder teilweiser Ausfall des Volumes ist, abhängig von Größe und Performance des Volume. Dies macht EBS-Volumes 20 mal zuverlässiger als normale Festplattenlaufwerke, die eine AFR von ungefähr 4 % haben.Wenn Sie beispielsweise 1 000 EBS-Volumes 1 Jahr lang ausführen, müssen Sie damit rechnen, dass 1 bis 2 ausfallen. Außerdem unterstützt EBS eine Snapshot-Funktion, womit Sie Zeitpunkt-Backups Ihrer Daten durchführen können.

Weitere Informationen zu Amazon EBS-Snapshots und zum Erstellen zeitpunktbezogener Sicherungen Ihrer Volumes finden Sie hier.

Die Amazon EBS-Verschlüsselung ermöglicht eine reibungslose Verschlüsselung von EBS-Daten-Volumes, -Start-Volumes und -Snapshots, sodass keine sichere Infrastruktur für die Schlüsselverwaltung entwickelt und gepflegt werden muss. EBS-Verschlüsselung ermöglicht das Schützen gespeicherter Daten mithilfe der Verschlüsselung der Daten-Volumes, Start-Volumes und Daten-Snapshots durch von Amazon verwaltete Schlüssel oder durch von Ihnen mit dem AWS Key Management Service (KMS) erstellte und verwaltete Schlüssel. Darüber hinaus erfolgt die Verschlüsselung auf den Servern, die EC2-Instances hosten, was für die Verschlüsselung von Daten sorgt, die zwischen EC2-Instances und EBS-Daten- und -Start-Volumes übertragen werden. Weitere Informationen zur Amazon EBS-Verschlüsselung finden Sie im Amazon EC2 User Guide.

Der Zugriff auf Amazon EBS-Volumes ist mit AWS Identity and Access Management (IAM) integriert. IAM ermöglicht die Kontrolle des Zugriffs auf Ihre Amazon EBS-Volumes. Weitere Informationen finden Sie unter AWS Identity and Access Management.


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