Sogeti bietet seit 1967 IT-Beratungsservices an. Das Unternehmen ist neben Qualitätssicherung und -prüfung, Projektmanagement und High-Tech-Ingenieursservices auf Anwendungs- und Infrastrukturverwaltung spezialisiert. Weltweiter Hauptsitz von Sogeti ist Paris, Frankreich. Das Unternehmen verfügt zudem über eine Hauptgeschäftsstelle in Nordamerika in Dayton, Ohio. Das wachsende Netzwerk von Sogeti von 20.000 Fachleuten erstreckt sich über 200 Standorte in den USA, Europa und Indien.

Im Rahmen seiner Anstrengungen, fortschrittliche, dennoch praktikable Geschäftslösungen anzubieten, hat Sogeti das Ziel, vereinheitlichte, kostengünstige Prozesse zur Notfallwiederherstellung für relationale Datenbankverwaltungssysteme (RDBMS) zu entwickeln. Bei einem lokalen Notfall muss der Standort zur Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery, DR) physisch von der primären Umgebung getrennt sein, aber die gleichen Servertypen einsetzen. Auch muss die von Oracle zertifizierte sekundäre Datenbank mit dem primären Standort lose gekoppelt sein, um synchronisierte Daten vorzuhalten und multidirektionale Skalierbarkeit zu unterstützen und so den wechselnden Geschäftsanforderungen gerecht zu werden.

Das primäre Rechenzentrum von Sogeti in Cincinnati, Ohio, USA, besteht aus einem RAC (Real Application Cluster) mit vier Knoten, der auf einer kompakten Oracle Exadata Maschine gehostet wird.

Angesichts strikter Infrastrukturanforderungen verwendet Sogeti Amazon Web Services (AWS) in Kombination mit dem Datenreplikationsmechanismus Oracle Data Guard, um Cloud-basierte Infrastruktur für die Prozesse zur Notfallwiederherstellung bereitzustellen. Die Kunden von Sogeti können, je nach den eigenen Geschäftsanforderungen und Budgets, aus drei Optionen wählen, von täglich je drei Stunden Backup bis hin zu ununterbrochenem Backup mit automatisierten Skripterstellungsfunktionen. 

Nachdem die Kunden eine der Optionen für die Notfallwiederherstellung ausgewählt haben, richtet Sogeti eine Amazon EC2-Instance (Amazon Elastic Compute Cloud) in der AWS-Region "USA Ost (Nord-Virginia) ein. Amazon EBS-Datenträger (Amazon Elastic Block Store) werden für die Amazon EC2-Instances bei Bedarf als zusätzliche Speicher bereitgestellt. Das Unternehmen richtet unter Verwendung der AWS-Sicherheitsfunktionen sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen der Infrastruktur zur Notfallwiederherstellung und der primären Datenbank ein.

Sogeti Architecture Diagram

Abbildung 1: Diagramm der Architektur von Sogeti zur Notfallwiederherstellung für Oracle E-Business Suite

Heute können die Sogeti-Kunden Notfallübungen in kürzerer Zeit und mit weniger Ressourcen als früher einplanen. Durch Verzicht auf komplizierte Datenvalidierung und langwierige Backups, die die primäre Datenbank verlangsamen, können die Kunden auch die Anforderungen von SLAs (Service Level Agreements) einfacher erfüllen.

Zusätzlich vermeiden Sogeti und seine Kunden die beträchtlichen Kosten, die im Zusammenhang mit sekundären Rechenzentren anfallen, z. B. für Hardwarebedarf, Stromversorgung und fortlaufende Wartung. Stattdessen können mit dem eingesparten Budget für die Notfallwiederherstellung Kosten der primären Datenumgebung gedeckt werden. Ragesh Rao, Leiter Datenbankservices, meint: "Mit AWS können virtuelle Server mit persistentem Speicher für den Netzwerkbetrieb zur Nutzung von Amazon EC2-Services schnell und unkompliziert bereitgestellt werden. Wir zahlen nur für das, was wir tatsächlich nutzen und es fallen keine Vorabkosten oder langfristigen Vertragsbindungen an."

Weitere Informationen dazu, wie AWS Ihr Unternehmen bei den Anforderungen im Bereich der Notfallwiederherstellung unterstützen kann, finden Sie auf der Detailseite: https://aws.amazon.com/disaster-recovery/.