Amazon RDS gibt Ihnen die Möglichkeit, mit der AWS Management Console oder einer Reihe einfacher Web-Services-APIs relationale Datenbank-Instances (DB-Instances) zu erstellen, zu löschen und zu ändern. Darüber hinaus können Sie Zugriff und Sicherheit für Ihre Instance(s) kontrollieren und Ihre Datenbank-Backups und -Snapshots verwalten. Eine vollständige Liste der verfügbaren Amazon RDS-APIs finden Sie im Amazon-RDS-API-Handbuch. Im Folgenden sind einige der am häufigsten verwendeten APIs und ihre Funktionen aufgelistet:

  • CreateDBInstance – Bereitstellung einer neuen DB-Instance, unter Angabe der DB-Engine als MySQL, der DB-Instance-Klasse, der Speicherkapazität, der DB-Engine-Version (optional), der gewünschten Aufbewahrungsrichtlinie für Backups und ob die DB-Instance als Multi-AZ-Bereitstellung betrieben werden soll. Dieser eine API-Befehl reicht aus, um Zugriff auf eine funktionsfähige MySQL-Datenbank mit vorinstallierter Software und der gewünschten Ressourcen-Kapazität zu erhalten. Sie können auch die CreateDBInstanceReadReplica-API nutzen, um eine ReadReplica für eine gegebene Quell-DB-Instance-Bereitstellung zu erstellen.
  • ModifyDBInstance – Dient zum Ändern der Einstellungen einer laufenden DB-Instance. Verwenden Sie einen einzigen API-Aufruf, um die für Ihre DB-Instance verfügbaren Ressourcen entsprechend der Arbeitslast Ihrer Datenbank zu skalieren, um die Einstellungen zur automatischen Sicherung und Wartung zu überarbeiten oder um Ihre DB-Instance in eine oder aus einer Multi-AZ-Bereitstellung zu konvertieren. Sie können diese API auch nutzen, um zusätzliche Kontrolle über MySQL-Versions-Upgrades für Ihre DB-Instance zu gewinnen – Sie können die Kompatibilität mit spezifischen MySQL-Versionen sicherstellen, neue Versionen mit Ihrer Anwendung testen, bevor Sie sie in der Produktionsumgebung bereitstellen, und Versions-Upgrades nach Ihren eigenen Vorstellungen und Zeitplänen durchführen.
  • DeleteDBInstance – Löschen einer laufenden DB-Instance. Bei Amazon RDS können Sie Ihre DB-Instance jederzeit beenden und zahlen nur die verwendeten Ressourcen.
  • CreateDBSnapshot – Erstellen eines Snapshots Ihrer DB-Instance. Diese durch den Benutzer erstellten Snapshots können genutzt werden, um DB-Instances, selbst zuvor gelöschte, jederzeit wiederherzustellen.
  • RestoreDBInstanceToPointInTIme – Erstellen einer neuen DB-Instance aus dem Backup zu einem bestimmten Zeitpunkt. Eine Wiederherstellung kann für jeden Zeitpunkt innerhalb des von Ihnen festgelegten Aufbewahrungszeitraums, in der Regel bis auf die letzten fünf Minuten Ihrer Datenbanknutzung, vorgenommen werden.
  • CreateDBInstanceReadReplica – Erstellen einer DB-Instance, die als Read Replica einer Quell-DB-Instance fungiert.

Wenn Ihre Anwendung bereits eine MySQL-Datenbank nutzt, ist der Import von Daten nach Amazon RDS wirklich einfach. Grundsätzlich sind zur Migration Ihrer Daten nach Amazon RDS die folgenden einfachen Schritte nötig:

  • Erstellen Sie eine DB-Instance mit den gewünschten Rechen- und Speicherkapazitäten sowie Zugriffskontrollen.
  • Extrahieren Sie bei kleineren Datenbanken (z. B. bis zu 1 GB) die Daten mit mysqldump und spielen Sie sie direkt in Amazon RDS auf. Unten finden Sie als Beispiel die Datenbank "acme", die in Amazon RDS kopiert wird:
    mysqldump acme | mysql --host=hostname --user=username --password acme
    Bei größeren Datenbanken müssen Sie Ihr Datenbankschema in Amazon RDS erstellen, dann die Daten in eine Flat-Datei konvertieren und über das mysqlimport-Dienstprogramm in Ihre DB-Instance importieren. Unten finden Sie als Beispiel die Datenbank "acme", die in Amazon RDS kopiert wird:
    mysqlimport --local --compress --user=username --password --host=hostname --fields-terminated-by=',' Acme sales.part_*
  • Aktualisieren Sie die Zeichenfolge für die Datenbankverbindung in der Konfigurationsdatei Ihrer Anwendung.

Weitere Informationen zum Import von Daten in Amazon RDS finden Sie im Amazon RDS-Leitfaden zum Import von Daten für MySQL.

Amazon RDS für MySQL unterstützt derzeit die folgenden DB-Instance-Klassen:

Instance-Typ vCPU Arbeitsspeicher (RAM) (GiB) Für bereitgestellte E/As pro Sekunde optimiert
Netzwerkleistung
Standard – Neueste Generation
db.m4.large 2
8
Ja
Mittel
db.m4.xlarge 4
16
Ja Hoch
db.m4.2xlarge 8
32
Ja Hoch
db.m4.4xlarge 16
64
Ja Hoch
db.m4.10xlarge 40
160
Ja 10 Gigabit
Standard – Vorherige Generation
db.m3.medium 1 3,75 Mittel
db.m3.large 2 7,5 Mittel
db.m3.xlarge 4 15 Ja Hoch
db.m3.2xlarge 8 30 Ja Hoch
RAM-optimiert – Aktuelle Generation
db.r3.large 2 15 Mittel
db.r3.xlarge 4 30,5 Ja Mittel
db.r3.2xlarge 8 61 Ja Hoch
db.r3.4xlarge 16 122 Ja Hoch
db.r3.8xlarge 32 244
10 Gigabit
Micro-Instances        
db.t2.micro 1 1 Gering bis mittel
db.t2.small 1 2 Gering bis mittel
db.t2.Medium 2 4 Gering bis mittel

Suchen Sie DB-Instances vom Typ T1, M1, M2 oder CR1? Lesen Sie hierzu die Seite Instances der vorherigen Generation.

Am Monatsende werden Ihnen immer nur die Amazon RDS-Ressourcen in Rechnung gestellt, die Sie verbraucht haben. Sobald eine von Ihnen erstellte DB-Instance zum Herstellen einer Verbindung verfügbar ist, wird Ihre Nutzung dieser Instance stundenweise abgerechnet. Jede DB-Instance wird bis zu ihrer Beendung, d. h., bis Sie einen API-Befehl zum Löschen der DB-Instance geben, oder bis zu einem Ausfall der Instance ausgeführt. Angebrochene DB Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt. Zusätzlich zu den DB-Instance-Stunden fallen Gebühren für Ihre monatlich genutzte Speicherkapazität, E/A-Anforderungen und Backups an. Wenn Sie Ihre Speicherkapazität innerhalb des Abrechnungszeitraums skalieren, werden die Gebühren entsprechend anteilig angepasst.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite mit den Amazon RDS-Preisen für MySQL.

Die Nutzung dieses Service unterliegt der Kundenvereinbarung von Amazon Web Services.