Allgemeines

F: Was ist Amazon DocumentDB (mit MongoDB-Kompatibilität)?

Amazon DocumentDB (mit MongoDB-Kompatibilität) ist ein schneller, skalierbarer, hochverfügbarer und vollständig verwalteter Dokumentdatenbankdienst, der MongoDB-Workloads unterstützt. Als Dokumentdatenbank macht es Amazon DocumentDB einfach JSON-Daten zu speichern, abzufragen und zu indexieren. Entwickler können denselben MongoDB-Anwendungscode, dieselben Treiber und dieselben Tools verwenden, die sie heute bereits nutzen, um Arbeitslasten in Amazon DocumentDB auszuführen, zu verwalten und zu skalieren und die Leistung, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit zu verbessern, ohne sich um die Verwaltung der zugrunde liegenden Infrastruktur kümmern zu müssen. Mit AWS Database Migration Service (DMS), der Kunden sechs Monate lang kostenlos zur Verfügung steht, können Sie Ihre lokalen oder in Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) gespeicherten nicht relationalen MongoDB-Datenbanken praktisch und ohne Ausfallzeiten zu Amazon DocumentDB migrieren. Es sind keine Vorabinvestitionenen für die Nutzung von Amazon DocumentDB erforderlich, und die Kunden zahlen nur für die von ihnen genutzte Kapazität.

F: Was bedeutet „MongoDB-kompatibel“?

"MongoDB-kompatibel" bedeutet, dass ein Großteil der Anwendungen, Treiber und der Tools, die Sie bereits heute bei MongoDB-Datenbanken verwenden, lediglich mit geringfügigen oder sogar komplett ohne Änderungen in Amazon DocumentDB eingesetzt werden können. Amazon DocumentDB emuliert die Antworten, die ein Kunde von einem MongoDB-Server erwartet. Dabei wird die Apache 2.0 Open Source MongoDB 3.6-API auf einem speziell entwickelten, verteilten, fehlertoleranten, selbstreparierenden Speichersystem implementiert. So ein Speichersystem bietet den Kunden die Leistung, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit, die sie benötigen, um geschäftskritische MongoDB-Workloads skalierbar zu betreiben. Weitere Informationen zu unterstützten MongoDB-APIs.

F: Wie funktioniert Amazon DocumentDB?

Amazon DocumentDB emuliert die Antworten, die ein Kunde von einem MongoDB-Server erwartet, indem es die Apache 2.0 Open Source MongoDB 3.6-API auf einem speziell entwickelten, verteilten, fehlertoleranten, selbstreparierenden Speichersystem implementiert, das den Kunden die Leistung, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit bietet, die sie benötigen, um geschäftskritische MongoDB-Workloads skalierbar zu betreiben.

F: Wie kann ich Daten von einer bestehenden MongoDB-Datenbank nach Amazon DocumentDB migrieren?

Mit AWS Database Migration Service (DMS), das Kunden sechs Monate lang kostenlos zur Verfügung steht, können Sie Ihre lokalen oder in Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) gespeicherten MongoDB-Datenbanken praktisch und ohne Ausfallzeiten nach Amazon DocumentDB migrieren. Mit DMS können Sie von einem MongoDB-Replikat-Set oder von einem Sharded Cluster zu Amazon DocumentDB migrieren. Darüber hinaus können Sie die meisten vorhandenen Tools verwenden, um Daten von einer MongoDB-Datenbank nach Amazon DocumentDB zu migrieren, einschließlich mongodump/mongorestore, mongoexport/mongoimport und Drittanbieter-Tools, die Change Data Capture über das Oplog unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Migration zu Amazon DocumentDB.

F: Was ist Free DMS und gilt es für Amazon DocumentDB?

Der AWS Database Migration Service (DMS) bietet kostenlose Nutzung für 6 Monate pro Instance bei der Mitgration auf Amazon DocumentDB. AWS Database Migration Service hilft Ihnen, Datenbanken schnell und sicher zu AWS zu migrieren. Die Quelldatenbank bleibt während der Migration voll betriebsbereit, wodurch die Ausfallzeiten für Anwendungen, die von der Datenbank abhängig sind, minimiert werden. Der AWS Database Migration Service kann Ihre Daten von den meisten gängigen kommerziellen und Open-Source-Datenbanken, darunter sowohl relationale als auch nicht relationale Datenbanken, zu Amazon DocumentDB migrieren. Weitere Informationen finden Sie unter Kostenloser DMS.

F: Muss ich Client-Treiber ändern, um Amazon DocumentDB verwenden zu können?

A: Nein, Amazon DocumentDB funktioniert mit einer großen Mehrheit der MongoDB-Treiber, die mit MongoDB 3.4+ kompatibel sind.

F: Wie greife ich auf meinen Amazon DocumentDB-Cluster zu?

Die Amazon DocumentDB-Cluster werden in einer Amazon VPC des Kunden bereitgestellt und können direkt von EC2-Instances oder anderen AWS-Services aufgerufen werden, die in der gleichen VPC bereitgestellt werden. Außerdem kann Amazon DocumentDB über EC2-Instances oder andere AWS-Services in anderen VPCs in derselben Region oder anderen Regionen über VPC-Peering aufgerufen werden. Der Zugriff auf Amazon DocumentDB-Cluster muss über die Mongo-Shell oder mit MongoDB-Treibern erfolgen. Amazon DocumentDB erfordert eine Authentifizierung bei der Verbindung zum Cluster. Weitere Optionen finden Sie unter Verbindung mit einem Amazon DocumentDB Cluster von außerhalb einer Amazon VPC.

F: Warum sind für die Verwendung von Amazon DocumentDB die Amazon RDS-Berechtigungen und Ressourcen erforderlich?

Für bestimmte Management-Funktionen wie z. B. Lebenszyklusverwaltung, Verschlüsselung gespeicherter Daten mit Amazon Key Management Service (KMS) Schlüsseln und Sicherheitsgruppen-Management verwendet Amazon DocumentDB die gleiche Betriebstechnologie wie Amazon RDS.

F: Welche Instances-Typen bietet Amazon DocumentDB?

Weitere Informationen zu den verfügbaren Instance-Typen nach Region finden Sie in der Amazon DocumentDB Preisübersicht.

F: Wie kann ich Amazon DocumentDB testen?

Weitere Informationen zum Testen von Amazon DocumentDB finden Sie im Leitfaden Erste Schritte.

F: Ist Amazon DocumentDB mit einem Service Level Agreement verknüpft?

Ja. Weitere Informationen finden Sie unter Amazon DocumentDB (mit MongoDB-Kompatibilität) – Service Level Agreement.

Leistung

F: Welche Leistung kann ich von Amazon DocumentDB erwarten?

Beim Schreiben in den Speicher persistiert Amazon DocumentDB nur ein Schreibvorschau-Protokoll und muss keine Synchronisation der vollständigen Pufferseiten schreiben. Als Ergebnis dieser Optimierung, die die Haltbarkeit nicht beeinträchtigt, sind Amazon DocumentDB-Schreibvorgänge typischerweise schneller als bei gewöhnlichen Datenbanken. Amazon DocumentDB-Cluster können mehrere Millionen Lesezugriffe pro Sekunde mit bis zu 15 lesbaren Replikaten verarbeiten.

Preise

F: Was kostet Amazon DocumentDB?

Aktuelle Preisinformationen finden Sie auf der Amazon DocumentDB-Preisseite.

F: In welchen AWS-Regionen ist Amazon DocumentDB verfügbar?

Aktuelle Informationen zu Regionen und Preisen finden Sie auf der Amazon DocumentDB-Preisseite.

F: Besitzt Amazon DocumentDB ein kostenloses Kontingent?

A: Nein, Amazon DocumentDB hat kein kostenloses Kontingent.

F: Amazon DocumentDB repliziert jeden Block meines Speichervolumens sechsfach über drei Availability Zones hinweg. Bedeutet das, dass der tatsächliche Preis für den Speicher drei- oder sechsmal so hoch sein wird wie auf der Seite mit der Preisübersicht angezeigt?

A: Nein. Die Speicherreplikationsfunktion von Amazon DocumentDB ist im Preis inbegriffen. Die Kosten für Sie richten sich nach der Größe der Daten in Ihrem Cluster und werden nicht separat für den replizierten Speicher berechnet.

F: Was sind E/A-Vorgänge in Amazon DocumentDB und wie werden sie berechnet?

A: E/A-Vorgänge sind Eingabe-/Ausgabevorgänge, die von Amazon DocumentDB in einer SSD-basierten virtualisierten Speicherebene ausgeführt werden. Jede Datenbank-Seitenleseoperation zählt als E/A-Vorgang. Amazon DocumentDB führt Lesevorgänge in der Speicherebene aus, um Datenbankseiten abzurufen, die nicht im Puffercache vorhanden sind. Jede Seite in Amazon DocumentDB hat 8 KB.

Amazon DocumentDB ist so konzipiert, dass es unnötige E/A-Vorgänge eliminiert, so die Kosten senkt und sicherstellt, dass die Ressourcen für Lese-/Schreibvorgänge verfügbar sind. Schreib-E/A-Vorgänge werden nur genutzt, wenn Schreibvorschau-Protokolle in die Speicherebene übertragen werden, um Schreibvorgänge dauerhaft zu machen. Schreib-E/A-Vorgänge werden in Einheiten von 4 KB gezählt. Ein Schreibvorschau-Protokoll mit 1 KB beispielsweise zählt als ein E/A-Vorgang. Gleichzeitige Schreibvorgänge, deren Schreibvorschau-Protokoll weniger als 4 KB hat, können jedoch zur Optimierung der E/A-Nutzung durch die Amazon DocumentDB Cloud-Datenbank-Engine zusammengefasst werden. Anders als herkömmliche Datenbank-Engines überträgt Amazon DocumentDB nie modifizierte Datenbankseiten zur Speicherebene, was die E/A-Nutzung weiter senkt. 

Der Umfang der E/A-Vorgänge-Nutzung durch Ihren Amazon DocumentDB-Cluster wird in der AWS-Konsole angezeigt. Um die Anzahl Ihrer E/A-Vorgänge zu ermitteln, gehen Sie zum Amazon DocumentDB-Bereich der Konsole, sehen Sie sich die Cluster-Liste an, wählen Sie den Amazon DocumentDB-Cluster aus und suchen Sie dann nach den Kennzahlen „VolumeReadIOPs“ und „VolumeWriteIOPs“ im Bereich „Überwachung“.

F: Wie funktioniert die sekundengenaue Fakturierung?

A: Der Preis für eine Instance wird vom Zeitpunkt der Instanzerstellung bis zum Zeitpunkt des Löschens der Instance berechnet. Instances werden in Schritten von einer Sekunde mit einer Mindestgebühr von 10 Minuten nach einer abrechenbaren Statusänderung wie dem Anlegen, Ändern oder Löschen der Instance abgerechnet.

Wenn Sie beispielsweise um 13:00 Uhr eine r5.large-Instance erstellen, diese Instance um 13:30 Uhr in eine r5.xlarge-Instance ändern und anschließend um 13:50 Uhr löschen, werden Ihnen 1.800 Sekunden (30 Minuten) zum r5.large Preis und 1.200 Sekunden (20 Minuten) zum r5.xlarge Preis berechnet. Wenn Sie um 15:00 Uhr eine r5.large-Instanz erstellen und diese um 15:06 Uhr löschen, gilt das Minimum von 10 Minuten und Ihnen werden 600 Sekunden (10 Minuten) zum r5.large Preis in Rechnung gestellt.

Hardware, Skalierung und Speicher

F: Was sind die unteren und oberen Speicherplatzlimits eines Amazon DocumentDB-Clusters?

A: Es gibt ein unteres Speicherplatzlimit von 10 GB. Ihr Amazon DocumentDB-Speicher wächst entsprechend Ihrer Cluster-Nutzung automatisch in 10-GB-Schritten auf bis zu 64 TB. Die Leistung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Es besteht keine Notwendigkeit, Speicher im Voraus bereitzustellen.

F: Wie wird Amazon DocumentDB skaliert?

A: Amazon DocumentDB wird in zwei Dimensionen skaliert: Speichern und Datenverarbeitung. Amazon DocumentDB-Speicher wird automatisch von 10 GB bis auf 64 TB in Schritten von 10 GB skaliert. Die Datenverarbeitungskapazität von Amazon DocumentDB kann durch die Erstellung größerer Instances skaliert werden, sowie horizontal (für einen höheren Lesedurchsatz) durch Hinzufügen zusätzlicher Replikations-Instances (bis zu 15) zum Cluster.

F: Wie skaliere ich die mit meinem Amazon DocumentDB-Cluster verbundenen Datenverarbeitungsressourcen?

A: Sie können die Ihrer Instance zugewiesenen Rechenressourcen über die AWS-Managementkonsole skalieren, indem Sie die gewünschte Instance auswählen und auf die Schaltfläche „Modify“ klicken. Speicher- und CPU-Ressourcen können durch eine Änderung der Instance-Klasse modifiziert werden.

Alle gewünschten Änderungen der Instance-Klasse erfolgen während des von Ihnen festgelegten Wartungszeitfensters. Alternativ können Sie einen "Apply Immediately"-Schalter setzen, um die angeforderte Skalierung sofort durchzuführen. Beide Optionen wirken sich ein paar Minuten lang auf die Verfügbarkeit aus, solange die Skalierung durchgeführt wird. Beachten Sie, dass in diesem Fall alle anderen noch ausstehenden Systemänderungen ebenfalls durchgeführt werden.

F: Unterstützt Amazon DocumentDB MongoDB-Sharding?

A: Nein. Die verteilte Speicherarchitektur von Amazon DocumentDB ist ein anderer Ansatz zur Skalierung als das MongoDB-Sharding.

Sicherung und Wiederherstellung

F: Wie aktiviere ich die Sicherung für meinen Cluster?

In Amazon DocumentDB-Clustern sind automatisierte Sicherungen immer aktiviert. Amazon
Mit der einfachen Datenbanksicherungsfunktion von DocumentDB können Sie eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung für Ihre
Cluster durchführen. Sie können Ihr Sicherungszeitfenster für zeitpunktbezogene Wiederherstellungen auf bis zu 35 Tage verlängern. Sicherungen wirken sich nicht auf die Leistung der Datenbank aus.

F: Kann ich Cluster-Snapshots erstellen und solange aufbewahren, wie ich möchte?

Ja. A: Ja, manuelle Snapshots können über das Sicherungszeitfenster hinaus beibehalten werden und es gibt keine Leistungseinbußen beim Anlegen von Snapshots. Beachten Sie, dass für die Datenwiederherstellung aus Cluster-Snapshots die Erstellung eines neuen Clusters erforderlich ist.

F: Wie wird meine Instance bei einem Ausfall wiederhergestellt?

A: Amazon DocumentDB verwaltet automatisch sechs Kopien Ihrer Daten in drei verschiedenen Availability Zones und versucht automatisch, Ihre Instance in einer fehlerfreien AZ ohne Datenverlust wiederherzustellen. Im unwahrscheinlichen Fall, dass Ihre Daten im Amazon DocumentDB-Speicher nicht verfügbar sind, können Sie sie aus einem Cluster-Snapshot wiederherstellen oder eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung auf einen neuen Cluster durchführen. Beachten Sie, dass der späteste wiederherstellbare Zeitpunkt bei einer zeitpunktbezogenen Wiederherstellung bis zu fünf Minuten zurückliegt.

F: Was passiert mit meinen automatisierten Sicherungen und Cluster-Snapshots, wenn ich meinen Cluster lösche?

A: Sie können vor dem Löschen Ihrer Instance einen abschließenden Snapshot erstellen. In diesem Fall können Sie diesen Snapshot zum Wiederherstellen der gelöschten Instance zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Amazon DocumentDB behält diesen letzten vom Benutzer erstellten Snapshot zusammen mit allen anderen manuell erstellten Snapshots bei, nachdem die Instance gelöscht wurde. Nach dem Löschen der Instance werden nur Snapshots beibehalten (d. h. automatisierte Sicherungen für zeitpunktbezogene Wiederherstellung werden nicht beibehalten).

F: Was passiert mit meinen automatisierten Sicherungen und DB-Snapshots, wenn ich mein Konto lösche?

A: Wenn Sie Ihr AWS-Konto löschen, werden alle im Konto enthaltenen automatisierten Sicherungen und Snapshot-Sicherungen gelöscht.

F: Kann ich meine Snapshots für ein anderes AWS-Konto freigeben?

Ja. Amazon DocumentDB bietet Ihnen die Möglichkeit, Snapshots Ihres Clusters zu erstellen, die Sie später zum Wiederherstellen eines Clusters verwenden können. Sie können einen Snapshot für ein anderes AWS-Konto freigeben und der Besitzer des Empfängerkontos kann Ihren Snapshot verwenden, um einen Cluster wiederherzustellen, die Ihre Daten enthält. Sie können Ihre Snapshots sogar öffentlich zugänglich machen, sodass jeder einen Cluster mit Ihren (öffentlichen) Daten wiederherstellen kann. Sie können diese Funktion nutzen, um Daten zwischen Ihren unterschiedlichen Umgebungen (Produktion, Entwicklung/Tests, Staging usw.) zu teilen, die unterschiedliche AWS-Konten nutzen, sowie Sicherungen all Ihrer Daten in einem getrennten Konto aufzubewahren, falls einmal in Ihr AWS-Konto eingebrochen werden sollte.

F: Werden mir freigegebene Snapshots in Rechnung gestellt?

Die Freigabe von Snapshots für verschiedene Konten ist kostenlos. Möglicherweise werden Ihnen aber die Snapshots selbst sowie die Cluster, die Sie über freigegebene Snapshots wiederherstellen, in Rechnung gestellt.

F: Kann ich automatisch Snapshots freigeben?

A: Die Freigabe von automatischen Cluster-Snapshots wird nicht unterstützt. Um einen automatischen Snapshot freizugeben, müssen Sie manuell eine Kopie des Snapshots erstellen und diese dann freigeben.

F: Kann ich meine Amazon DocumentDB-Snapshots in unterschiedlichen Regionen freigeben?

A: Nein. Nur Konten, die sich in derselben Region wie das freigebende Konto befinden, können auf Ihre freigegebenen Amazon DocumentDB-Snapshots zugreifen.

F: Kann ich einen verschlüsselten Amazon DocumentDB-Snapshot freigeben?

A: Ja. Sie können verschlüsselte Amazon DocumentDB-Snapshots freigeben. Der Empfänger des gemeinsamen Snapshots muss Zugriff auf den KMS-Schlüssel haben, mit dem der Snapshot verschlüsselt wurde.

F: Kann ich Amazon DocumentDB-Snapshots auch außerhalb des Services verwenden?

A: Nein, Amazon DocumentDB-Snapshots können nur innerhalb des Services verwendet werden.

F: Was passiert mit meinen Sicherungen, wenn ich meinen Cluster lösche?

A: Sie können vor dem Löschen Ihres Clusters einen abschließenden Snapshot erstellen. In diesem Fall können Sie diesen Snapshot zum Wiederherstellen des gelöschten Clusters zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Amazon DocumentDB behält diesen letzten vom Benutzer erstellten Snapshot zusammen mit allen anderen manuell erstellten Snapshots bei, nachdem der Cluster gelöscht wurde.

Hohe Verfügbarkeit und Replikation

F: Wie verbessert Amazon DocumentDB die Fehlertoleranz meines Clusters bei Datenträgerfehlern?

A: Amazon DocumentDB teilt Ihr Speicher-Volume automatisch in 10-GB-Segmente ein, die auf vielen unterschiedlichen Datenträgern untergebracht sind. Jeder 10 GB große Block Ihres Speicher-Volumes wird auf sechs Arten über drei Availability Zones repliziert. Amazon DocumentDB ist so konzipiert, dass es transparent den Verlust von bis zu zwei Kopien der Daten ohne Beeinträchtigung der Schreibverfügbarkeit und bis zu drei Kopien ohne Beeinträchtigung der Verfügbarkeit der Leseverfügbarkeit verarbeiten kann. Das Speicher-Volume von Amazon DocumentDB repariert sich außerdem selbst. Datenblocks und Datenträger werden laufend auf Fehler untersucht und automatisch repariert.

F: Wie verbessert Amazon DocumentDB die Wiederherstellungsdauer nach einem Datenbankabsturz?

A: Amazon DocumentDB muss nach einem Datenbankabsturz – anders als andere Datenbanken –, bevor es die Datenbank für Vorgänge zur Verfügung stellt, nicht das Redo Log aus dem letzten Datenbank-Prüfpunkt wiedergeben (was normalerweise 5 Minuten dauert) und rückmelden, dass alle Änderungen angewendet wurden. Das reduziert in den meisten Fällen die Dauer des Neustarts auf weniger als 60 Sekunden. Amazon DocumentDB löst den Cache der Datenbank vom Datenbankprozess und macht diesen sofort zum Zeitpunkt des Neustarts verfügbar. Das verhindert eine Drosselung des Zugriffs bis zur Neuauffüllung des Cache zur Vermeidung von Brownouts.

F: Welche Arten von Replicas unterstützt Amazon DocumentDB?

Amazon DocumentDB unterstützt Read Replicas, die dasselbe zugrunde liegende Speicher-Volume wie die primäre Instance nutzen. Durch die primäre Instance ausgeführte Updates sind in allen Amazon DocumentDB-Replicas sichtbar.

Funktion: Amazon DocumentDB-Read-Replicas

Anzahl der Replicas: Bis zu 15

Replikationstyp: Asynchron (Millisekunden)

Auswirkungen auf die Leistung der primären Instance: Gering

Fungiert als Failover-Ziel: Ja (kein Datenverlust)

Automatisiertes Failover: Ja

F: Kann ich mit Amazon DocumentDB Replicas in mehreren Regionen haben?

Nein, Amazon DocumentDB unterstützt keine Replicas in mehreren Regionen.

F: Kann ich bestimmte Replicas als Failover-Ziele vor anderen priorisieren?

Ja. Sie können jeder Instance auf dem Cluster ein Beförderungs-Prioritätskontingent zuweisen. Sollte die primäre Instance ausfallen, befördert Amazon DocumentDB die Replica mit der höchsten Priorität zur neuen primären Instance. Wenn zwei oder mehr Replicas dasselbe Prioritätskontingent haben, befördert Amazon DocumentDB die Replica, die dieselbe Größe wie die primäre Instance hat.

F: Kann ich die Prioritätskontingente von Instances ändern, nachdem diese erstellt wurden?

Sie können das Prioritätskontingent für eine Instance jederzeit bearbeiten. Das Bearbeiten eines Prioritätskontingent löst keinen Failover aus.

F: Kann ich einstellen, dass gewisse Replicas niemals zur primären Instance befördert werden?

A: Sie können den Replicas, die Sie nicht zur primären Instance befördern möchten, niedrigere Prioritätskontingente zuweisen. Wenn jedoch die Replicas auf dem Cluster mit höherer Priorität beschädigt oder aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sind, befördert Amazon DocumentDB die Replica mit der niedrigeren Priorität.

F: Wie stellt Amazon DocumentDB die Hochverfügbarkeit meines Clusters sicher?

A: Amazon DocumentDB kann in einer hochverfügbaren Konfiguration bereitgestellt werden, indem Replikations-Instances in mehreren AWS Availability Zones als Failover-Ziele verwendet werden. Im Falle eines Ausfalls einer primären Instance wird eine Replikations-Instance automatisch mit minimaler Betriebsunterbrechung zur neuen primären Instance befördert.

F: Wie kann ich die Verfügbarkeit einer einzelnen Amazon DocumentDB-Instance verbessern?

A: Sie können zusätzliche Amazon DocumentDB-Replicas hinzufügen. Amazon DocumentDB-Replicas nutzen denselben zugrunde liegenden Speicher wie die primäre Instance. Jede Amazon DocumentDB-Replica kann ohne Datenverlust als primär hochgestuft werden. Damit kann man sie bei einem Ausfall der primären Instance zur Verbesserung der Fehlertoleranz verwenden. Zur Verbesserung der Cluster-Verfügbarkeit können Sie einfach 1 bis 15 Replicas in mehreren AZs erstellen. Amazon DocumentDB fügt diese automatisch zur Auswahl für einen Failover der primären Instance bei einem Instance-Ausfall hinzu.

F: Was geschieht während eines Failovers und wie lange dauert dieser Vorgang?

Der Failover wird von Amazon DocumentDB automatisch durchgeführt, sodass Ihre Anwendungen den Datenbankbetrieb schnellstmöglich und ohne Verwaltungsaufwand wieder aufnehmen können.

  • Wenn Sie eine Amazon DocumentDB-Replica in derselben oder einer anderen Availability Zone haben, wechselt Amazon DocumentDB den anerkannten Namensdatensatz (CNAME) für Ihre Instance, sodass auf die fehlerfreie Replica verwiesen wird, die dann dadurch zur neuen primären Instance hochgestuft wird. Das gesamte Failover ist in der Regel innerhalb von 30 Sekunden abgeschlossen.
  • Verfügen Sie über keine Amazon DocumentDB-Replica (d. h. über ein einzelnes Instance-Cluster), versucht Amazon DocumentDB zuerst, eine neue Instance in derselben Availability Zone wie die ursprüngliche Instance zu erstellen. Dieser Austausch der ursprünglichen Instance wird nach bestem Bemühen durchgeführt, ist aber nicht immer erfolgreich, z. B. wenn ein Problem vorliegt, das sich allgemein auf die Availability Zone auswirkt.

Bei Verbindungsunterbrechung muss Ihre Anwendung versuchen, die Verbindung zur Datenbank wiederherzustellen.

F: Was geschieht, wenn ich eine primäre Instance und eine Amazon DocumentDB-Replica-Instance habe, die aktiv Lesedatenverkehr übernimmt, und ein Failover stattfindet?

A: Amazon DocumentDB erkennt Probleme bei Ihrer primären Instance automatisch und beginnt mit dem Routen Ihres Schreib-/Lesedatenverkehrs zu einer Amazon DocumentDB-Replica-Instance. Dieses Failover ist im Durchschnitt innerhalb von 30 Sekunden abgeschlossen. Außerdem wird der Lesedatenverkehr Ihrer Amazon DocumentDB-Replica-Instances kurz unterbrochen.

F: Wie groß ist der Zeitunterschied zwischen der primären Instance und meinen Replikaten?

A: Da Amazon DocumentDB-Replicas denselben Daten-Volume verwenden wie die primäre Instance, gibt es praktisch keine Verzögerung bei der Replizierung. Wir beobachten normalerweise Verzögerungen im Zehntel-Millisekundenbereich.

Sicherheit und Compliance

F: Kann ich Amazon DocumentDB in Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) verwenden?

Ja. Alle Amazon DocumentDB-Cluster müssen in einer VPC erstellt werden. Mit Amazon VPC können Sie eine virtuelle Netzwerkarchitektur definieren, die weitgehend einem herkömmlichen Netzwerk entspricht, wie Sie es in Ihrem Rechenzentrum betreiben. Dadurch haben Sie die uneingeschränkte Kontrolle über den Zugriff auf Ihre Amazon DocumentDB-Cluster.

F: Unterstützt Amazon DocumentDB die rollenbasierte Zugriffskontrolle?

Amazon DocumentDB unterstützt die rollenbasierte Zugriffskontrolle mit integrierten Rollen. Die rollenbasierte Zugriffskontrolle ermöglicht Ihnen die Erzwingung von Mindestrechten als Best Practices, indem die Aktionen beschränkt werden, die Benutzer ausführen dürfen. Weitere Informationen finden Sie unter Rollenbasierte Zugriffskontrolle von Amazon DocumentDB.

F: Wie funktionieren die bestehenden MongoDB-Authentifizierungsmodi bei Amazon DocumentDB?

A: Amazon DocumentDB nutzt die strengen Netzwerk- und Autorisierungsanforderungen von VPCs. Die Authentifizierung und Autorisierung für die Amazon DocumentDB-Management-APIs erfolgt durch IAM-Benutzer, Rollen und Richtlinien. Die Authentifizierung für eine Amazon DocumentDB-Datenbank erfolgt über Standard-MongoDB-Tools und -Treiber mit Salted Challenge Response Authentication Mechanism (SCRAM), dem Standard-Authentifizierungsmechanismus für MongoDB.

F: Unterstützt Amazon DocumentDB die Verschlüsselung meiner ruhenden Daten?

Ja. Amazon DocumentDB ermöglicht Ihnen das Verschlüsseln Ihrer Cluster mit Schlüsseln, die Sie mit dem AWS Key Management Service (KMS) verwalten. Bei einem mit Amazon DocumentDB-Verschlüsselung ausgeführten Cluster werden ruhende Daten im zugrundeliegenden Speicher sowie deren automatische Backups, Snapshots und Replikate im gleichen Cluster verschlüsselt. Die Ver- und Entschlüsselung erfolgt nahtlos. Weitere Informationen zur Verwendung von KMS mit Amazon DocumentDB finden Sie unter Verschlüsselung ruhender Amazon DocumentDB-Daten.

F: Kann ein bestehender unverschlüsselter Cluster verschlüsselt werden?

Derzeit wird die Verschlüsselung eines bestehenden unverschlüsselten Amazon DocumentDB-Clusters nicht unterstützt. Zum Verwenden der Amazon DocumentDB-Verschlüsselung für einen bestehenden unverschlüsselten Cluster müssen Sie einen neuen Cluster mit aktivierter Verschlüsselung erstellen und Ihre Daten auf diesen Cluster migrieren.

F: Welche Compliance-Zertifizierungen unterstützt Amazon DocumentDB?

Amazon DocumentDB wurde so konzipiert, dass es die strengsten Sicherheitsstandards erfüllt und Sie in die Lage versetzt, unsere Sicherheitsvorkehrungen auf einfache Weise zu überprüfen und Ihren eigenen rechtlichen, gesetzlichen und Compliance-Verpflichtungen nachzukommen. Amazon DocumentDB wurde auf Übereinstimmung mit PCI DSS, ISO 9001, 27001, 27017 und 27018, SOC 1, 2 und 3 und Health Information Trust Alliance (HITRUST) Common Security Framework (CSF)-Zertifikation überprüft und ist außerdem HIPAA-berechtigt. AWS-Compliance-Berichte können in AWS Artifact heruntergeladen werden.

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