Allgemeines

F: Was ist Amazon Elastic Container Service?

Amazon Elastic Container Service (ECS) ist ein hoch skalierbarer, sehr leistungsfähiger Container-Management-Service, der Docker-Container unterstützt und es Ihnen ermöglicht, Anwendungen auf einem verwalteten Cluster von Amazon EC2-Instances problemlos zu betreiben. Mit Amazon ECS entfällt das Erfordernis, Ihre eigene Cluster-Managementinfrastruktur zu installieren, zu betreiben oder zu skalieren. Mit einfachen API-Aufrufen können Sie Container-aktivierte Anwendungen starten und beenden sowie den gesamten Zustand Ihres Clusters abfragen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu vielen bekannten Funktionen wie beispielsweise Sicherheitsgruppen, Elastic Load Balancing, EBS-Datenträgern und IAM-Rollen. Mit Amazon ECS können Sie die Platzierung von Containern in Ihrem Cluster entsprechend Ihrem Ressourcenbedarf und Ihren Verfügbarkeitserfordernissen planen. Außerdem können Sie Ihren eigenen Planer oder Planer von Drittanbietern integrieren, um geschäftliche oder anwendungsspezifische Anforderungen zu erfüllen.

F: Warum sollte ich Amazon ECS verwenden?

Mit Amazon ECS ist es einfach, Container als Bausteine für Ihre Anwendungen zu verwenden, da die Notwendigkeit entfällt, Ihre eigene Cluster-Managementinfrastruktur zu installieren, zu betreiben oder zu skalieren. Mit Amazon ECS können Sie lange laufende Anwendungen, Services und Batch-Prozesse unter Verwendung von Docker-Containern planen. Amazon ECS hält die Anwendungsverfügbarkeit aufrecht und ermöglicht Ihnen, Ihre Container entsprechend der Kapazitätsanforderungen Ihrer Anwendung nach oben oder nach unten anzupassen. Amazon ECS umfasst bekannte Funktionen wie Elastic Load Balancing, EBS Volumen, VPC und IAM. Mit einfachen APIs können Sie Ihre eigenen Planer integrieren und verwenden oder Amazon ECS in Ihren eigenen Software-Bereitstellungsprozess einbinden.

F: Wie sieht das Preisangebot für Amazon ECS aus?

Für die Nutzung von Amazon ECS fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Sie zahlen für AWS-Ressourcen (z. B. EC2-Instances oder EBS-Volumes), die Sie zur Speicherung und für das Betreiben Ihrer Anwendung erstellen. Sie zahlen nur für den tatsächlichen Gebrauch. Es fallen keine Mindestgebühren oder Vorauszahlungen an.

F: Wie unterscheidet sich Amazon ECS von AWS Elastic Beanstalk?

AWS Elastic Beanstalk ist eine Plattform für die Anwendungsverwaltung, die Kunden bei der einfachen Bereitstellung und Skalierung von Webanwendungen und Services hilft. Sie abstrahiert die Bereitstellung von Bausteinen (beispielsweise EC2, RDS, Elastic Load Balancing, Auto Scaling, CloudWatch), die Bereitstellung von Anwendungen und die Überwachung des Systemzustands von den Benutzern, sodass diese sich auf das Schreiben von Code konzentrieren können. Sie geben einfach an, in welchem Container die Images bereitgestellt werden sollen, wie die Anforderungen an CPU und RAM lauten, welche Port-Zuordnungen es gibt und wie die Container-Links lauten.

Elastic Beanstalk verarbeitet automatisch alle Details wie beispielsweise Bereitstellung eines Amazon ECS-Clusters, Lastausgleich, automatische Skalierung, Überwachung und Platzieren Ihrer Container in Ihrem Cluster. Elastic Beanstalk ist ideal, wenn Sie die Vorteile von Containern nutzen möchten, gleichzeitig aber die Einfachheit bei der Übertragung von Anwendungen von der Entwicklung zur Produktion durch Hochladen eines Container-Images wünschen. Sie können direkt mit Amazon ECS arbeiten, wenn Sie eine detailliertere Kontrolle benutzerdefinierter Anwendungsarchitekturen benötigen.

F: Wie unterscheidet sich Amazon ECS von AWS Lambda?

Amazon ECS ist ein hoch skalierbarer Docker-Container-Managementservice, mit dem Sie verteilte Anwendungen in Docker-Containern ausführen und verwalten können. AWS Lambda ist ein ereignisgesteuerter Datenverarbeitungsservice, der Ihren Code beim Eintreten bestimmter „Ereignisse“ wie Datenänderungen, Website-Klicks oder Nachrichten von anderen AWS-Services ausführt, ohne dass Sie dazu irgendeine Datenverarbeitungsinfrastruktur verwalten müssen.

Verwenden von Amazon ECS

F: Was sind die ersten Schritte mit Amazon ECS?

Auf unserer Seite Erste Schritte erhalten Sie weitere Informationen für den Einstieg in die Verwendung von ECS.

F: Unterstützt Amazon ECS andere Containertypen?

Nein. Docker ist die einzige Containerplattform, die zurzeit von Amazon ECS unterstützt wird.

F: Ich möchte Container in Betrieb nehmen. Warum muss ich Aufgaben starten?

Docker empfiehlt die Aufteilung Ihrer Anwendungen in ihre Einzelkomponenten, da Elastic Container Service für dieses Muster optimiert ist. Mit Aufgaben können Sie eine Reihe von Containern definieren, die zusammen platziert werden (oder zur selben Platzierungsentscheidung gehören) sollen, sowie deren Eigenschaften und Verknüpfung untereinander. Aufgaben beinhalten alle Informationen, die Amazon ECS für die Platzierungsentscheidung benötigt. Für den Start eines einzelnen Containers sollte Ihre Aufgabendefinition nur eine Containerdefinition enthalten.

F: Unterstützt Amazon ECS Anwendungen und Services?

Ja. Der Serviceplaner von Amazon ECS Service kann lang andauernde Anwendungen und Services verwalten. Der Serviceplaner hilft Ihnen beim Aufrechterhalten der Anwendungsverfügbarkeit und ermöglicht Ihnen die Skalierung Ihrer Container nach oben oder unten, um die Kapazitätsanforderungen Ihrer Anwendung zu erfüllen. Mit dem Serviceplaner können Sie Datenverkehr mithilfe von Elastic Load Balancing auf Ihre Container verteilen. Amazon ECS meldet Ihre Container automatisch beim zugehörigen Load Balancer an und ab.

Der Serviceplaner sorgt außerdem dafür, dass Container, bei denen es Probleme gibt (Prüfung des ELB-Systemzustands nicht bestanden) oder die ausgefallen sind, wieder in Betrieb genommen werden, sodass Ihnen immer die gewünschte Anzahl einwandfreier Container zur Unterstützung Ihrer Anwendung zur Verfügung steht.

Sie können Ihre Anwendungen nach oben oder unten skalieren, indem Sie die Anzahl der Container ändern, die der Service nutzen soll. Sie können Ihre Anwendung aktualisieren, indem Sie ihre Definition ändern oder ein neues Image verwenden. Der Planer startet automatisch neue Container unter Verwendung der neuen Definition und stoppt die Container, die nach der vorherigen Definition laufen (wartet bei Verwendung von ELB auf das Ablaufen der ELB-Verbindungen).

F: Unterstützt Amazon ECS das Zuordnen dynamischer Ports?

Ja. Es ist möglich, einen Service im Amazon ECS für den Elastic Load Balancing (ELB)-Service mit einem Application Load Balancer (ALB) zu verknüpfen. Der ALB unterstützt eine Zielgruppe, die eine Menge von Instance-Ports enthält. Sie können in der ECS-Aufgabendefinition einen dynamischen Port angeben, der dem Container einen unbenutzten Port zuweist, wenn er auf einer EC2 Instance eingeplant wird. Der ECS-Planer fügt die Aufgabe automatisch der Zielgruppe des Application Load Balancer hinzu und verwendet dabei diesen Port.

F: Unterstützt Amazon ECS Batch-Aufträge?

Ja. Sie können die Aufgabe ausführenvon Amazon ECS verwenden, um eine oder mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen. Die Run-Aufgabe startet die Aufgabe auf einer Instance, die die Anforderungen der Aufgabe einschließlich CPU, Arbeitsspeicher und Ports erfüllt.

F: Kann ich meinen eigenen Planer mit Amazon ECS verwenden?

ECS stellt Blox bereit, eine Sammlung von Open Source-Projekten für das Container-Management und die Container-Orchestrierung. Blox vereinfacht den Konsum von Ereignissen aus Amazon ECS, das lokale Speichern des Cluster-Status und das Abfragen lokaler Datenspeicher mittels APIs. Darüber hinaus beinhaltet Blox einen Daemon-Planer, der als Referenz für die Verwendung des Cluster-Status-Servers verwendet werden kann. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Blox GitHub Seite.

F: Kann ich mein eigenes AMI verwenden?

Ja. Sie können jedes AMI verwenden, das der Amazon ECS AMI-Spezifikation entspricht. Wir empfehlen, mit dem Amazon ECS-fähigen Amazon Linux AMI zu beginnen. Außerdem sind Partner-AMIs erhältlich, die mit Amazon ECS kompatibel sind. Die Amazon ECS AMI-Spezifikation finden Sie in der Dokumentation.

F: Wie konfiguriere ich meine Container-Instances so, dass sie aus Amazon Elastic Container Registry abgerufen werden?

Amazon ECR ist mit Amazon ECS kombiniert, um Ihnen das einfache Speichern, Ausführen und Verwalten von Container-Abbilder für Anwendungen zu ermöglichen, die in Amazon ECS ausgeführt werden. Sie müssen lediglich das Amazon ECR-Repository in Ihrer Aufgabendefinition angeben undAmazonEC2ContainerServiceforEC2Role an Ihre Instances anhängen. Amazon ECS ruft dann die entsprechenden Abbilder für Ihre Anwendungen ab.

F: Wie arbeitet AWS Fargate mit Amazon ECS zusammen?

Mit Fargateentfällt das Konzept der Serverbereitstellung, des Cluster-Managements und der Orchestrierung vollständig. Amazon ECS verwendet von Fargate bereitgestellte Container zur automatischen Skalierung, Lastverteilung und Verwaltung der Disposition Ihrer Container für die Verfügbarkeit und bietet so eine einfachere Möglichkeit für die Erstellung und den Betrieb containerisierter Anwendungen.

F: Wie soll ich mich zwischen der Verwendung von AWS Fargate mit Amazon ECS oder der alleinigen Verwendung von ECS entscheiden?

Amazon ECS unterstützt die Fargate-Technologie und Kunden können sich für AWS Fargate entscheiden, um ihre Container zu starten, ohne EC2-Instances bereitstellen oder verwalten zu müssen. AWS Fargate ist die einfachste Möglichkeit, Container auf AWS zu starten und auszuführen. Kunden, die eine bessere Kontrolle über ihre EC2-Instanzen benötigen, um Compliance- und Governance-Anforderungen zu erfüllen, oder erweiterte Anpassungsoptionen benötigen, können ECS ohne Fargate verwenden, um EC2-Instances zu starten.

Sicherheit und Compliance

F: Wie isoliert Amazon ECS Container, die unterschiedlichen Kunden gehören?

Amazon ECS plant Container für die Ausführung in durch Kunden kontrollierten Amazon EC2-Instances oder mit AWS Fargate und basiert auf den gleichen Isolationskontrollen und der gleichen Compliance, die auch für EC2-Kunden verfügbar ist. Ihre Rechen-Instances befinden sich in einer Virtual Private Cloud (VPC) mit einem von Ihnen festgelegten IP-Bereich. Sie entscheiden, auf welche Instances über das Internet zugegriffen werden kann und welche Instances privat sind.

  • Ihre EC2-Instances verwenden eine IAM-Rolle zum Zugriff auf den ECS-Service.
  • Ihre ECS-Aufgaben verwenden eine IAM-Rolle zum Zugriff auf Services und Ressourcen.
  • Mithilfe von Sicherheitsgruppen und Netzwerk-ACLs können Sie den eingehenden und ausgehenden Netzwerkzugriff Ihrer Instances kontrollieren.
  • Sie können Ihre vorhandene IT-Infrastruktur über gemäß Branchenstandard verschlüsselte IPsec-VPN-Verbindungen mit Ressourcen in Ihrer VPC verbinden.
  • Sie können Ihre EC2-Ressourcen als Dedicated Instances bereitstellen. Dedizierte Instances sind Amazon EC2-Instances, die auf Hardware ausgeführt werden, die zur zusätzlichen Isolation einem einzelnen Kunden vorbehalten ist.

F: Kann ich zusätzliche Sicherheitskonfigurationen und Isolations-Frameworks auf meine Container-Instances anwenden?

Ja. Als Amazon EC2-Kunde haben Sie Root-Zugriff auf das Betriebssystem Ihrer Container-Instances, womit Sie sowohl Eigner der Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems sind als auch zusätzliche Softwarekomponenten für Sicherheitsfunktionen wie beispielsweise Überwachung, Patch-Management, Protokollmanagement und Eindringlingserkennung von Hosts laden und konfigurieren können.

F: Kann ich Container-Instances mit unterschiedlichen Sicherheitseinstellungen betreiben oder unterschiedliche Aufgaben auf unterschiedliche Umgebungen aufteilen?

Ja. Sie können Ihre unterschiedlichen Container-Instances mit Tools Ihrer Wahl konfigurieren. Amazon ECS ermöglicht Ihnen, die Platzierung von Aufgaben in unterschiedlichen Container-Instances durch die Konstruktion von Clustern und gezielten Inbetriebnahmen zu steuern.

F: Unterstützt Amazon ECS den Abruf von Docker-Images von einer privaten oder internen Quelle?

Ja. Kunden können ihre Container-Instances für den Zugriff auf eine private Docker-Image-Registry in einer VPC oder einer Registry konfigurieren, auf die auch außerhalb einer VPC zugegriffen werden kann, z. B. Amazon ECR.

F: Wie konfiguriere ich IAM-Rollen für ECS-Aufgaben?

Zuerst müssen Sie eine IAM-Rolle für die Aufgabe über die Service-Rolle „Amazon EC2 Container Service Task Role“ erstellen und eine Richtlinie mit den erforderlichen Berechtigungen hinzufügen. Wenn Sie eine neue Aufgabendefinition erstellen oder eine Aufgabendefinition überarbeiten, können Sie eine Rolle festlegen, indem Sie sie über das Drop-down-Menü „Aufgabenrolle“ auswählen oder die im JSON-Format abgelegte Datei „taskRoleArn“ verwenden.

Q: Welche Compliance-Programme erfüllt Amazon ECS?

Amazon ECS erfüllt die Standards für PCI DSS Level 1, ISO 9001, ISO 27001, ISO 27017, ISO 27018, SOC 1, SOC 2, SOC 3 und HIPAA.

Weitere Informationen besuchen Sie unseren Compliance-Seiten.

F: Kann ich Amazon ECS für geschützte Gesundheitsinformationen (Protected Health Information, PHI) und andere HIPAA-regulierte Workloads verwenden?

Ja. Amazon ECS ist HIPAA-geeignet. Wenn Sie bereits ein Business Associate Addendum (BAA) mit AWS abgeschlossen haben, können Sie Amazon ECS zur Verwaltung von verschlüsselten geschützten Gesundheitsdaten (Protected Health Information; PHI) in Docker-Containern verwenden, die in einem AWS Fargate Veröffentlichungstyp oder Amazon EC2 Rechen-Instances implementiert sind.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur HIPAA-Compliance. Wenn Sie beabsichtigen, PHI zu verarbeiten, zu speichern oder zu übertragen, und kein BAA von AWS ausgeführt haben, kontaktieren Sie uns bitte für weitere Informationen.

F: Kann ich Amazon ECS für von der US-Regierung regulierte Workloads verwenden oder damit sensible Controlled Unclassified Information (CUI) verarbeiten?

Ja. Durch Nutzung der AWS GovCloud (US) Region, erreichen Container und Cluster von Amazon ECS die Anforderungen für sensible Daten und regulierte Workloads mit Ihren Containern.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu AWS GovCloud.

Service Level Agreement (SLA)

F: Was garantiert die Amazon ECS-SLA?

Unsere Computing-SLA garantiert einen monatlichen Verfügbarkeitsprozentsatz von mindestens 99,99 % für Amazon ECS.

F: Wie erfahre ich, ob ich zu einer Gutschrift aus dem SLA berechtigt bin?

Sie kommen für eine SLA-Gutschrift für Amazon ECS im Rahmen der Computing-SLA in Frage, wenn mehr als eine Availability Zone, in der Sie eine Aufgabe ausführen, innerhalb derselben Region während eines beliebigen monatlichen Abrechnungszyklus einen monatlichen Verfügbarkeitsprozentsatz von weniger als 99,99 % aufweist.

Ausführliche Informationen zu allen Bestimmungen des SLA sowie Einzelheiten zur Geltendmachung eines Anspruchs finden Sie auf der Computing-SLA-Detailseite.

Umstellung auf das neue ARN- und ID-Format

F: Was ändert sich?

Ab 15. November 2018 werden Amazon ECS-Ressourcen auf das neue Format für Amazon-Ressourcennamen (ARN) und Kennungen (ID) umgestellt. Beide Formatumstellungen wirken sich auf ECS-Tasks und ECS-Container-Instances aus, die Umstellung auf das ARN-Format auch auf ECS-Services. Diese Änderungen sind für die erst kürzlich eingeführten Tagging- und Kostenzuordnungsfunktionen erforderlich.

Ab sofort können Sie die neue Tagging-Funktion aktivieren und Ihre ECS-Ressourcen im Zuge dessen auf das neue ARN- und ID-Format umstellen. Sobald Sie die Tagging-Funktion aktivieren, werden neu erstellte Ressourcen im neuen ARN- und ID-Format erstellt. Auf bestehende Ressourcen hat diese Änderung keine Auswirkung, d. h. deren ARNs und IDs bleiben unverändert erhalten. Anweisungen hierzu finden Sie in dieser Dokumentation.

F: Inwiefern wirkt sich das auf mich aus?

In vielen Fällen sind für die Umstellung auf das neue Format keine Systemänderungen erforderlich. Wenn Sie zur Verwaltung Ihrer AWS-Ressourcen nur die Konsole verwenden, werden Sie diese Umstellung nicht bemerken. Dennoch sollten Sie Ihre Einstellungen aktualisieren, um das neue ARN- und ID-Format zu übernehmen. Wenn Sie Ihre AWS-Ressourcen über APIs, SDKs oder die AWS-Befehlszeilenschnittstelle verwalten, kann es für Sie Auswirkungen geben, je nachdem, ob Ihre Software bei der Validierung oder Übernahme der Ressourcen-ARNs und -IDs Annahmen zu deren Format macht. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie Ihre Systeme aktualisieren, damit sie das neue Format verarbeiten.

Es kann zu folgenden Fehlersituationen kommen:

Wenn Ihre Systeme zur Validierung des ARN- oder ID-Formats bzw. zu deren Analyse und zur Extraktion von Informationen reguläre Ausdrücke verwendet, kann es bei den neuen Formaten zu Fehlern kommen.

Falls die Länge der ARNs oder IDs in Ihren Datenbankschemas vorgegeben ist, können die ARNs oder IDs möglicherweise nicht gespeichert werden. Insbesondere enthalten die neuen ARNs mehr Informationen und sind daher länger. Die neuen IDs sind dagegen kürzer.

F: Wirkt sich dies auf bestehende Ressourcen aus?

Nein. Nur Ressourcen, die Sie nach der Umstellung auf das neue Format erstellen, übernehmen das neue Format. Der einer Ressource zugewiesene ARN bzw. deren ID, egal ob im alten oder neuen Format, bleiben während des gesamten Lebenszyklus einer Ressource unabhängig von einer späteren Funktionserweiterung oder Formatumstellung erhalten. Wenn Sie also bereits vor der Formatumstellung ECS-Services verwendet haben, so behalten diese ihre bisherigen ARN/ID auch nach der Umstellung. Neue Tasks, die dieser ECS-Service nach der Umstellung startet, erhalten dagegen die ARN im neuen Format.

F: Von welchen ECS-Ressourcen ändern sich die ARN?

Die Änderung der ARN betrifft drei Ressourcen: ECS-Services, ECS-Tasks und ECS-Container-Instances.

F: Wie sehen die neuen ARN aus?

Die neuen ARNs für ECS-Container-Instances, -Services und -Tasks enthalten den Clusternamen wie in der folgenden Tabelle gezeigt:

image1

F: Von welchen ECS-Ressourcen ändern sich die IDs?

Die Änderung der IDs betrifft zwei Ressourcen: ECS-Tasks und ECS-Container-Instances.

F: Wie sehen die neuen IDs aus?

Die neuen IDs sind kürzer (nur 32 Zeichen) und enthalten keine Bindestriche. In folgender Tabelle sehen Sie einen Vergleich zwischen alter und neuer ID.

image2

F: Ich habe die neue Tagging-Funktion aktiviert. Wie stelle ich meine Ressourcen auf das neue Format um, damit ich die Ressourcen taggen kann?

Zur Gewährleistung von Kontinuität behalten alle bestehenden ECS-Ressourcen während ihres gesamten Lebenszyklus ihre bisherigen ARNs und IDs. Nur neu erstellte Ressourcen erhalten das neue Format. Zur Umstellung Ihrer bisherigen, bereits in einem Service ausgeführten Tasks müssen Sie eine neue Service-Bereitstellung veranlassen. Zur Umstellung Ihrer ECS-Services müssen Sie die Services löschen und neu erstellen. Ebenso müssen Sie zur Umstellung Ihrer ECS-Container-Instances die bisherigen Container-Instances entfernen und neu registrieren.

F: Gibt es für die neuen Formate eine Umstellungsfrist?

Bis Ende Dezember 2019 können Sie die neuen ARNs/IDs über APIs und die EC2-Konsole aktivieren. Die Aktivierung und eine anschließende Deaktivierung kann für einzelne Konten nach Bedarf auch zu Testzwecken erfolgen. Ab dem 1. Januar 2020 ist ein Wechsel zwischen den Formaten nicht mehr möglich. Neu erstellte EC2-Ressourcen erhalten dann automatisch ARNs und IDs im neuen Format.

F: Werden die neuen Formate bei neuen Konten automatisch aktiviert?

Bis zum 31. März 2019 werden alle neu erstellten AWS-Konten standardmäßig mit den bisherigen Formaten erstellt. Ab 1. April 2019 werden die neuen Formate für neu erstellte Konten automatisch aktiviert. Bis zum 31. Dezember 2019 haben Sie aber nach wie vor die Möglichkeit, die alten Formate zu wählen.

F: Wie aktiviere ich die neuen ARNs/IDs und wie kann ich meine Entscheidung ggf. rückgängig machen?

Während der Übergangszeit (ab jetzt bis Ende Dezember 2019) können Sie die neuen Formate über die ECS-APIs oder die EC2-Konsole wahlweise aktivieren. Anweisungen hierzu finden Sie in dieser Dokumentation.

F: Kann ich das neue Format nur für bestimmte IAM-Benutzer oder IAM-Rollen meines Kontos aktivieren?

Ja. Sie können das neue Format für bestimmte IAM-Rollen oder -Benutzer aktivieren. Die von einem IAM-Benutzer oder einer IAM-Rolle erstellten Ressourcen erhalten das ARN/ID-Format auf Basis des zum Zeitpunkt der Erstellung gültigen Aktivierungsstatus des Benutzers oder der Rolle, der die Ressource erstellt. Zudem gilt der Aktivierungsstatus des Root-Benutzers für das gesamte AWS-Konto, es sei denn, dieser wird vom Aktivierungsstatus des zutreffenden IAM-Benutzers (bzw. der zutreffenden IAM-Rolle) explizit überschrieben.

F: Was passiert, wenn ich gar nichts unternehme?

Wenn Sie das neue Format während der Übergangszeit nicht aktivieren, erhalten Sie das neue Format automatisch ab dem 1. Januar 2020. Wir raten von diesem Ansatz ab. Es empfiehlt sich, die neuen Formate während der Übergangsphase zu testen, um mögliche Probleme zu erkennen und zu beheben.

F: Was passiert, wenn ich die alten ARNs/IDs weiterverwende, also auch für Ressourcen, die ich nach dem 31. Dezember 2019 erstelle?

Ab dem 1. Januar 2020 erhalten alle neu erstellten Ressourcen automatisch ARNs und IDs im neuen Format. Nur so können Sie die aktuellen und neuen ECS-Funktionen wie Tagging und Kostenzuordnung nutzen.

F: Was geschieht mit Ressourcen, die im neuen ARN/ID-Format erstellt wurden, weil ich mich zunächst für das neue Format entschieden habe, dann aber während der Übergangsphase wieder zum alten Format zurückkehre?

Der einer Ressource zugewiesene ARN bzw. die ID werden während des gesamten Lebenszyklus der Ressource nicht geändert. Ressourcen, die mit ARNs/IDs im neuen Format erstellt wurden, behalten ihre ARNs/IDs also unabhängig von späteren Aktionen. Die einzige Möglichkeit, die neuen ARNs und IDs zu entfernen, besteht darin, die entsprechenden Ressourcen zu löschen oder zu beenden. Aus diesem Grund sollten Sie vorsichtig vorgehen und keine kritischen Ressourcen im neuen Format erstellen, solange Sie Ihre Tools und die Automatisierung nicht getestet haben.

F: Was soll ich tun, wenn meine Systeme vor dem Ende der Umstellungszeit nicht wie erwartet funktionieren?

Wenn Ihre Systeme während der Übergangsphase nicht wie erwartet funktionieren, können Sie die neuen Formate vorübergehend deaktivieren und Ihre Systeme korrigieren. Ab 1. Januar 2020 erhalten alle neuen Ressourcen unabhängig von Ihren Kontoeinstellungen ARNs und IDs im neuen Format. Sie sollten Ihre Systeme daher vor dem Ende des Umstellungszeitraums mit den neuen Formaten testen. Durch eine frühzeitige Aktivierung und Prüfung des neuen Formats verschaffen Sie sich wertvolle Zeit für die Anpassung Ihrer Tools und Workflows und minimieren das Risiko einer Systembeeinträchtigung.

F: Was passiert, wenn ich während der Übergangsphase Ressourcen in mehreren Regionen starte?

Sie können das neue Format flexibel für einzelne Regionen aktivieren. Die von Ihnen genutzten Regionen können also verschiedene Aktivierungsstatus aufweisen. Falls Amazon ECS während der Übergangsphase neue Regionen einführt, verhalten sich diese wie die bestehenden Regionen. Sie können also bis zum 31. Dezember 2019 selbst entscheiden, ob Sie das neue oder das alte ARN/ID-Format verwenden möchten.

Erste Schritte mit Amazon ECS

Die ECS-Konsole von Amazon besuchen
Sind Sie startbereit?
Registrieren
Haben Sie Fragen?
Kontakt