Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) ist ein Web-Service zum einfachen Einrichten, Betreiben und Skalieren einer relationalen Datenbank in der Cloud. Sie stellt kostengünstige und anpassbare Kapazitäten zur Verfügung und erledigt gleichzeitig zeitraubende Datenbankverwaltungsaufgaben, sodass Sie sich stärker auf Ihre Anwendungen und Ihr Unternehmen konzentrieren können.
Amazon RDS bietet Ihnen Zugriff auf den Funktionsumfang einer vertrauten MySQL-, Oracle– oder SQL Server-Datenbank. Das bedeutet, dass der Code, die Anwendungen und die Tools, die Sie heute mit Ihren bestehenden MySQL-Datenbanken nutzen, nahtlos in Amazon RDS funktionieren sollten. Amazon RDS führt automatisch Patches der Datenbank-Software durch und erstellt Backups Ihrer Datenbank. Diese Backups werden für einen vom Benutzer definierten Zeitraum aufbewahrt. Ein weiterer Vorteil für Sie ist die flexible Skalierung der Rechenressourcen oder der Speicherkapazität für die Instanz Ihrer relationalen Datenbank über einen einzigen API-Aufruf oder einige Klicks in der AWS Management Console. Darüber hinaus können Sie mit Amazon RDS einfach mithilfe von Replizierung (derzeit nur mit MySQL und Oracle möglich) die Datenbankverfügbarkeit und die Datenbeständigkeit verbessern oder über Kapazitätsgrenzen einer einzelnen Datenbank-Instance hinaus skalieren, wenn Sie Datenbankarbeitslasten mit umfassenden Lesevorgängen haben. Wie bei allen Amazon Web Services fallen keine Vorabkosten an, und Sie zahlen nur für die Ressourcen, die Sie tatsächlich nutzen.Man kann sich eine DB Instance als eine Datenbank-Umgebung in der Cloud vorstellen, die über die vom Benutzer festgelegten Rechen– und Speicherressourcen verfügt. Mithilfe der AWS Management Console, der Amazon RDS-APIs und der Befehlszeilen-Tools können Sie DB Instances erstellen und löschen, Infrastrukturattribute der DB Instance(s) definieren bzw. weiterentwickeln und den Zugriff und die Sicherheit kontrollieren. In einer vorhandenen DB-Instance können mehrere MySQL– oder SQL Server-Datenbanken (bis zu 30) oder Oracle-Datenbankschemas erstellt werden.
Amazon RDS verwaltet die mit der Einrichtung einer relationalen Datenbank verbundenen Arbeitsschritte, von der Bereitstellung der gewünschten Infrastrukturkapazität bis hin zur Installation der Datenbank-Software. Sobald Ihre Datenbank auf der eigenen DB Instance ausgeführt wird, automatisiert Amazon RDS allgemeine administrative Aufgaben, z. B. die Durchführung von Backups und die Aktualisierung der Datenbank-Software mit Patches. Für optionale Multi-AZ-Bereitstellungen (derzeit mit MySQL und Oracle möglich) verwaltet Amazon RDS auch die synchrone Datenreplizierung über mehrere Availability Zones hinweg und den automatischen Failover.
Dank des nativen Datenbankzugriffs in Amazon RDS interagieren Sie mit der Software der relationalen Datenbank auf die übliche Weise. Das bedeutet, dass Sie immer noch für die Verwaltung der anwendungsspezifischen Datenbankeinstellungen verantwortlich sind. Sie müssen das relationale Schema entwickeln, das am besten für Ihren Anwendungsfall geeignet ist, und zudem die Leistung Ihrer Datenbank für die Auftragsabläufe Ihrer Anwendung optimieren.
Amazon Web Services bietet eine Reihe verschiedener Datenbanklösungen für Entwickler an. Mit Amazon RDS kann eine voll funktionsfähige relationale Datenbank ausgeführt und gleichzeitig die Datenbankverwaltung vereinfacht werden. Amazon SimpleDB bietet einfache Indizierungs– und Abfragefunktionen mit nahtloser Skalierbarkeit. Amazon DynamoDB ist ein vollständig verwalteter NoSQL-Datenbankservice, der schnelle und planbare Leistung mit nahtloser Skalierbarkeit bietet. Und mit dem Einsatz einer unserer zahlreichen AMIs für relationale Datenbanken in Amazon EC2 und Amazon EBS können Sie zudem Ihre eigene relationale Datenbank in der Cloud betreiben. Zwischen diesen Alternativen gibt es wichtige Unterschiede, daher sollte gut überlegt sein, welche für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist. Auf der Seite Betreiben von Datenbanken mit AWS erfahren Sie mehr darüber, welche Lösung am besten für Sie geeignet ist.
Um sich für Amazon RDS anzumelden, klicken Sie auf der Detailseite von Amazon RDS auf die Schaltfläche "Sign up for Amazon RDS" und führen Sie den Anmeldevorgang durch. Hierfür ist ein Amazon-Web-Services-Konto erforderlich. Wenn Sie bisher noch kein Konto eröffnet haben, werden Sie zur Erstellung eines Kontos aufgefordert, wenn Sie sich bei Amazon RDS anmelden. Nach der Anmeldung für RDS lesen Sie sich bitte die Dokumentation zu Amazon RDS durch, die das Handbuch "Erste Schritte" enthält.
Wenn Sie sich mit Amazon RDS vertraut gemacht haben, können Sie in wenigen Minuten eine DB Instance mithilfe der AWS Management Console oder der Amazon RDS-APIs starten.
Sobald Ihre DB Instance verfügbar ist, können Sie deren Endpunkt über die DB Instance-Beschreibung in der AWS Management Console oder über die API "DescribeDBInstance" abrufen. Mithilfe dieses Endpunkts können Sie die für eine direkte Verbindung zu Ihrer DB Instance erforderliche Zeichenfolge erstellen und dabei Ihr bevorzugtes Datenbank-Tool bzw. Ihre bevorzugte Programmiersprache verwenden. Um für Ihre ausgeführte DB Instance Netzwerkanfragen zu ermöglichen, müssen Sie den Zugriff autorisieren. Eine ausführliche Anleitung zur Erstellung der Verbindungszeichenfolge sowie Hinweise zu den ersten Schritten finden Sie im Handbuch "Erste Schritte".
Standardmäßig können die Kunden über bis zu 20 Amazon RDS DB Instances verfügen. Von diesen 20 können bis zu 10 Oracle– oder SQL Server-DB-Instances unter das Modell "License Included" (Lizenz eingeschlossen) fallen. Alle 20 können für MySQL, Oracle oder SQL Server gemäß dem "BYOL"-Modell (Verwendung der eigenen Lizenz) genutzt werden. Wenn Sie für Ihre Anwendung mehr als 20 DB Instances benötigen, können Sie weitere DB Instances über dieses Formular anfordern.
Es gibt verschiedene einfache Möglichkeiten, Daten in Amazon RDS zu importieren, z. B. die Hilfsprogramme „mysqldump“ oder „mysqlimport” für MySQL; Data Pump, „Import/Export“ oder SQL Loader für Oracle und der Import/Export-Assistent und das Bulk Copy Program (BCP) für SQL Server. Weitere Informationen zum Im– und Exportieren von Daten finden Sie im Datenimporthandbuch für MySQL, Datenimporthandbuch für Oracle und Datenimporthandbuch für SQL Server.
Amazon RDS unterstützt derzeit MySQL 5.1 und 5.5 (Community Edition) mit InnoDB als standardmäßige Datenbank-Storage-Engine, Oracle Database 11gR2 und SQL Server 2008 R2.
Falls Sie MySQL verwenden, können Sie für optionale Kontrolle über die MySQL Nebenversion für Ihre DB Instance das Amazon RDS MySQL DB Engine Version Management verwenden.
Falls Sie Oracle verwenden, können Sie für die optionale Kontrolle über die Patch-Ebene Ihrer DB Instance das Amazon RDS Oracle DB Engine Version Management nutzen.
Falls Sie SQL Server verwenden, können Sie für die optionale Kontrolle über die Patch-Ebene Ihrer DB Instance das Amazon RDS SQL Server DB Engine Version Management nutzen.
Die Funktionen "Point-In-Time-Restore" und "Snapshot-Restore" von Amazon RDS for MySQL benötigen eine Speicher-Engine, die im Falle eines Ausfalls wiederhergestellt werden kann. Sie werden nur für InnoDB-Speicher-Engines unterstützt. MySQL unterstützt zwar mehrere Speicher-Engines mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, jedoch sind nicht alle von ihnen für die Wiederherstellung nach Ausfall und für Datenbeständigkeit optimiert. Beispielsweise unterstützt die MyISAM-Speicher-Engine kein zuverlässiges Crash Recovery und kann zu Datenverlust oder –beschädigung führen, wenn MySQL nach einem Ausfall neu gestartet wird. Daher können die Funktionen Point-In-Time-Restore oder Snapshot-Restore nicht wie beabsichtigt ausgeführt werden. Möchten Sie MyISAM trotzdem mit Amazon RDS verwenden, befolgen Sie diese Schritte, die in bestimmten Szenarios der Snapshot-Restore-Funktion hilfreich sein können.
Wenn Sie vorhandene MyISAM-Tabellen in InnoDB-Tabellen umwandeln möchten, können Sie den Befehl alter table verwenden (z. B. alter table TABLE_NAME engine=innodb;). Beachten Sie jedoch, dass MyISAM und InnoDB über unterschiedliche Stärken und Schwächen verfügen. Sie sollten daher vor dem Wechsel die Auswirkungen auf Ihre Anwendung umfassend auswerten.
Darüber hinaus wird die Federated Storage Engine aktuell von Amazon RDS für MySQL nicht unterstützt.
Das Amazon RDS-Aktualisierungsfenster bietet gewissermaßen die Möglichkeit, zu kontrollieren, wann Modifizierungen der DB Instance (z. B. eine Skalierung der DB Instance-Klasse) oder Software-Patches vorgenommen werden, sollten diese angefordert oder notwendig werden. Wenn ein "Wartungs"-Ereignis für eine bestimmte Woche angesetzt ist, wird es zu einem Zeitpunkt innerhalb des von Ihnen festgelegten, vierstündigen Wartungsfensters begonnen und abgeschlossen.
Die einzigen Aktualisierungsarbeiten, bei denen Amazon RDS Ihre DB Instance offline nehmen muss, sind Skalierungen des Datenverarbeitungsbetriebs (die in der Regel nur wenige Minuten in Anspruch nehmen) sowie erforderliche Software-Patches. Erforderliche Patches werden automatisch und nur für Patches, die relevant für die Sicherheit und Zuverlässigkeit sind, angesetzt. Diese Patches erfolgen in unregelmäßigen Abständen (in der Regel einmal alle paar Monate) und sollten selten mehr als einen Bruchteil Ihres Aktualisierungsfensters in Anspruch nehmen. Falls Sie kein bevorzugtes Aktualisierungsfenster festlegen, wenn Sie Ihre DB Instance erstellen, wird ein 30-minütiger Standardwert zugewiesen. Wenn Sie den Zeitpunkt der Aktualisierungen modifizieren möchten, können Sie hierfür Ihre DB Instance in der AWS Management Console oder mithilfe der API "ModifyDBInstance" modifizieren. Dabei haben Sie die Möglichkeit, für die einzelnen DB Instances unterschiedliche bevorzugte Aktualisierungsfenster anzugeben.
Wenn Sie Ihre DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung ausführen, können Sie die Auswirkungen der Aktualisierungsarbeiten weiter reduzieren, da Amazon RDS die Aktualisierungen zunächst an der Standby-Replika vornimmt, diese dann zur Primärinstanz hochstuft und dann die alten Primärdaten aktualisiert, die daraufhin die Rolle der neuen Standby-Replika einnehmen.
Weitere Informationen zur Verwendung der APIs oder der Befehlszeilenschnittstelle zur Festlegung Ihres Aktualisierungsfensters finden Sie im Amazon-RDS-Entwicklerhandbuch. Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Multi-AZ-Bereitstellungen.
Falls Sie MySQL verwenden, haben Sie für Ihre Datenbank Zugriff auf die Protokolle zu langsamen MySQL-Abfragen. Daraus können Sie erkennen, ob langsame SQL-Abfragen vorhanden sind und, falls dies der Fall ist, die Leistungsmerkmale der einzelnen Abfragen feststellen. Sie können den DB-Parameter "slow_query_log" bestimmen und die Tabelle mysql.slow_log abfragen, um die langsamen SQL-Abfragen zu überprüfen. Weitere Informationen finden Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch.
Falls Sie Oracle verwenden, können Sie Oracle Ablaufdateidaten verwenden, um langsame Abfragen zu identifizieren. Für weitere Informationen zu Ablaufdateidaten lesen Sie bitte das Amazon RDS Benutzerhandbuch.
Falls Sie SQL Server verwenden, können Sie die SQL Server-Ablaufverfolgungsprotokolle auf Client-Seite zum Bestimmen langsamer Abfragen nutzen. Weitere Informationen für den Zugriff auf die Daten in der Ablaufverfolgungsdatei auf Serverseite finden Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, über Amazon CloudWatch die Werte der CPU-Auslastung für Ihre DB Instance zu überprüfen. Eine erhöhte CPU-Auslastung kann die Abfrageleistung verringern. In diesem Fall könnte sich eine Skalierung Ihrer DB Instance-Klasse anbieten. Weitere Informationen zur Überwachung der CPU-Auslastung finden Sie im Amazon RDS-Handbuch zur Überwachung.Sie zahlen nur für das, was Sie tatsächlich nutzen. Es gibt keine Mindest– oder Einrichtungsgebühren. Ihre Nutzung wird folgendermaßen abgerechnet:
Informationen zu den Preisen von Amazon RDS finden Sie auf der Amazon-RDS-Produktseite.
Die Fakturierung einer DB Instance beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Instanz verfügbar ist. Die Fakturierung wird so lange fortgesetzt, bis die DB Instance durch Löschen oder aufgrund eines Ausfalls beendet wird.
Die Abrechnung erfolgt für jede Stunde, in der die DB Instance in einem verfügbaren Zustand ausgeführt wird. Wenn Sie für die DB Instance keine Gebühren mehr zahlen möchten, müssen Sie sie beenden, damit Ihnen keine weiteren Instanzstunden in Rechnung gestellt werden. Angefangene DB-Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt.
Der Speicher, der Ihrer DB Instance für Ihre primären Daten zur Verfügung gestellt wird, befindet sich in einer einzigen Availability Zone. Beim Backup Ihrer Datenbank werden die Backup-Daten (einschließlich der Transaktionsprotokolle) für eine höhere Datenbeständigkeit georedundant in mehreren Availability Zones repliziert. Der Preis für die Backup-Speicherung, der über die kostenlose Zuordnung hinausgeht, spiegelt diese zusätzliche Replizierung wider, die durchgeführt wird, um die Beständigkeit Ihrer kritischen Backups zu maximieren.
Wenn Sie festlegen, dass Ihre DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung genutzt wird, wird entsprechend den Multi-AZ-Preisen, die auf der Seite zu den Amazon RDS-Preisen einzusehen sind, abgerechnet. Der Multi-AZ-Abrechnung liegen folgende Faktoren zu Grunde:
Falls nicht anders bezeichnet, gelten unsere Preise zuzüglich anwendbarer Steuern und Abgaben, darunter MwSt. und Umsatzsteuer. Unsere Preise für die Region Asien-Pazifik (Tokio) verstehen sich beispielsweise inklusive japanischer Verbrauchssteuer.
Mit reservierten Instances können Sie gegen eine einmalige Vorauszahlung eine ein– oder dreijährige Reservierung zur Ausführung Ihrer DB Instance in einer bestimmten Region tätigen, und erhalten einen erheblichen Rabatt auf die laufenden stündlichen Nutzungsgebühren. Es gibt drei Reserved Instance-Typen (reservierte Instances mit geringer, mittlerer und hoher Auslastung), die Ihnen die Möglichkeit bieten, den Betrag für die Vorabzahlung und die Gebühren pro Stunde gegeneinander abzuwägen:
Funktionell gesehen sind reservierte Instances und On-Demand Instances genau gleich. Der einzige Unterschied besteht in der Abrechnung Ihrer Instance(s). Bei reservierten DB Instances tätigen Sie eine einmalige Vorauszahlung und sichern sich damit eine niedrigere stündliche Nutzungsgebühr (verglichen mit On-Demand DB Instances) für die Dauer des Nutzungszeitraums.
Sie können die Option "Reservierte DB Instance kaufen" in der AWS Management Console verwenden. Alternativ können Sie API-Tools verwenden. Sie können die verfügbaren Reservierungen zum Kauf mit der DescribeReservedDBInstancesOfferings API-Methode auflisten und dann eine DB Instance-Reservierung kaufen, indem Sie die PurchaseReservedDBInstancesOffering-Methode aufrufen.
Reserved Instances werden genauso erstellt und gestartet wie On-Demand Instances. Sie verwenden einfach den Befehl "rds-create-db-instance", den API-Befehl "CreateDBInstance" oder die Option "Launch DB Instance" (DB Instance starten) aus der AWS Management Console, und geben dabei die DB Instance-Klasse und die Region, für die Sie die Reservierung tätigen möchten, an. Nach erfolgtem Erwerb der Reservierung erhalten Sie von Amazon RDS den entsprechenden reduzierten Stundensatz für die neue DB Instance.
Preisänderungen für reservierte Instances werden aktiviert, sobald Ihre Anfrage während der Zahlungsautorisierung eingegangen ist. Sie können den Status Ihrer Reservierung auf der Seite zu den AWS-Kontoaktivitäten oder über den API-Befehl "DescribeReservedDBInstances" verfolgen. Falls die einmalige Zahlung nicht erfolgreich bis zur nächsten Abrechnungsperiode autorisiert werden kann, wird der rabattierte Preis nicht übernommen.
Nach Ablauf Ihres Reservierungszeitraums gilt für Ihre reservierte Instance wieder der entsprechende On-Demand-Nutzungstarif Ihrer DB Instance-Klasse und –Region.
Um Ihre anfängliche DB-Instance-Klasse und Speicherkapazität auszuwählen, sollten Sie den Rechen– und Speicherbedarf der betreffenden Anwendung abschätzen. Weitere Hinweise zur Auswahl der richtigen DB Instance-Klasse und Speicherkapazität finden Sie im Amazon RDS-Leitfaden zur richtigen Größenordnung von DB Instances.
Sie können die Ihrer DB Instance zugewiesenen Rechenressourcen und die Speicherkapazität mit der API "ModifyDBInstance" oder über die AWS Management Console (durch Auswahl der gewünschten DB Instance und Klicken auf die Schaltfläche "Modify") skalieren. Speicher– und CPU-Ressourcen können durch eine Änderung der DB-Instance-Klasse modifiziert werden, und der verfügbare Speicher wird geändert, wenn Sie Ihre Speicherzuteilung ändern. Bitte beachten Sie, dass alle gewünschten Änderungen der DB Instance-Klasse oder des zugeteilten Speichers während des festgelegten Aktualisierungsfensters durchgeführt werden. Alternativ können Sie ein "apply-immediately"-Flag setzen, um die angeforderte Skalierung sofort durchzuführen. Beachten Sie, dass in diesem Fall alle anderen noch ausstehenden Systemänderungen ebenfalls durchgeführt werden.
Mit Amazon CloudWatch können Sie die Auslastung der Rechen– und Speicherkapazitäten Ihrer DB Instance ohne zusätzliche Gebühren überwachen. Sie können Werte wie die CPU-Auslastung, die Speicherauslastung oder den Netzwerkverkehr abrufen. Klicken Sie hierfür auf die Registerkarte "Monitoring" (Überwachung) in der AWS Management Console oder verwenden Sie die Amazon CloudWatch-APIs. Weitere Informationen zur Überwachung Ihrer aktiven DB Instances finden Sie im Amazon-RDS-Handbuch zur Überwachung.
Beachten Sie für SQL Server, dass Amazon RDS aufgrund der Einschränkungen bei der Erweiterbarkeit von Speicher mit Striping-Technologie, der an eine Windows Server –Umgebung angeschlossen ist, eine Speichervergrößerung derzeit nicht unterstützt. Amazon plant, diese Funktionalität künftig zu unterstützen, und empfiehlt die Bereitstellung von Speicher basierend auf dem erwarteten künftigen Speicherbedarf. Wenn es in der Zwischenzeit erforderlich wird, den Speicher einer SQL Server DB Instance zu vergrößern, müssen Sie die Daten exportieren, eine neue DB Instance mit größerem Speicher erstellen und die Daten in diese importieren. Weitere Informationen finden Sie im Datenimporthandbuch für SQL Server.
Amazon RDS verwendet EBS-Datenträger zum Speichern von Datenbank und Protokoll. Je nach der Größe des erforderlichen Speichers verteilt Amazon RDS Daten automatisch per Striping auf mehrere EBS-Datenträger, um die IOPS-Leistung zu verbessern. Sie können bei MySQL und Oracle bei einer vorhandenen DB-Instance eine Verbesserung der E/A-Kapazität feststellen, wenn Sie Ihren Speicher vergrößern. Sie können die der DB-Instance zugewiesene Speicherkapazität erweitern. Verwenden Sie hierfür die AWS Management Console oder die ModifyDBInstance-API.
Beachten Sie jedoch für SQL Server, dass Amazon RDS aufgrund der Einschränkungen bei der Erweiterbarkeit von Speicher mit Striping-Technologie, der an eine Windows Server –Umgebung angeschlossen ist, eine Speichervergrößerung derzeit nicht unterstützt.
Ihre DB Instance ist auch während einer Skalierung der ihr zugeteilten Speicherkapazität verfügbar. Bei einer Skalierung der zur Verfügung stehenden Rechenressourcen Ihrer DB Instance ist die Datenbank jedoch während der Änderung der DB Instance vorübergehend nicht verfügbar. Der Zeitraum der Nichtverfügbarkeit dauert in der Regel nur wenige Minuten und liegt innerhalb des Aktualisierungsfensters für Ihre DB Instance, es sei denn, Sie legen fest, dass die Änderung sofort durchgeführt werden soll.
Amazon RDS unterstützt eine Reihe verschiedener DB-Instance-Klassen und Speicherzuteilungen, die diverse Anwendungsanforderungen erfüllen. Wenn die von Ihrer Anwendung benötigten Rechenressourcen die höchste DB-Instance-Klasse bzw. die maximale Speicherzuteilung übersteigen, können Sie eine Partitionierung implementieren und dadurch die Daten auf mehrere DB Instances verteilen.
Von Amazon RDS bereitgestellte IOPS sind eine Speicheroption, die so konzipiert wurde, dass sie eine schnelle, vorhersehbare und konsistente E/A-Leistung bietet. Mit von Amazon RDS bereitgestellten IOPS geben Sie bei der Erstellung einer DB-Instance eine IOPS-Rate an und Amazon RDS stellt diese IOPS-Rate dann für die Lebensdauer der DB-Instance bereit. Von Amazon RDS bereitgestellte E/A\Sek. sind für E/A-intensive, transaktionale Datenbankarbeitslasten (OLTP) optimiert. Nähere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch zu Amazon RDS.
Die von Amazon RDS unterstützte E/A\Sek.-Kapazität hängt von der jeweiligen Datenbank-Engine ab. Nähere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch zu Amazon RDS.
Sie sollten den bereitgestellten IOPS-Speicher wählen, wenn Sie eine konsistente Leistung benötigen und Datenbankarbeitslasten haben, die hauptsächlich direkte E/A-Zugriff erzeugen. Bereitgestellte IOPS sind für Produktionsarbeitslasten für die transaktionale Online-Datenverarbeitung (OLTP) ideal. Für Ihre Produktion und OLTP-Datenbank-Arbeitslasten empfehlen wir bereitgestellte IOPS zusammen mit Multi-AZ. Nähere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch zu Amazon RDS.
Amazon RDS bietet zwei verschiedene Methoden zum Backup und zur Wiederherstellung Ihrer DB Instance(s): automatische Backups und Datenbank-Snapshots (DB Snapshots).
Die Amazon RDS-Funktion für automatisierte Backups gestattet Wiederherstellungen Ihrer DB Instance zu einem beliebigen Zeitpunkt. Wenn automatisierte Backups für Ihre DB Instance aktiviert sind, führt Amazon RDS täglich automatisch einen vollständigen Snapshot Ihrer Daten aus (im Rahmen Ihres festgelegten Backup-Fensters) und generiert Transaktionsprotokolle (zu den Updates Ihrer DB Instance). Wenn Sie eine Wiederherstellung für einen bestimmten Zeitpunkt initiieren, werden die Transaktionsprotokolle für das passendste Backup angewandt, um Ihre DB Instance zu dem gewünschten Zeitpunkt wiederherzustellen. Amazon RDS bewahrt Backups einer DB Instance für einen begrenzten, benutzerdefinierten Zeitraum (den "Aufbewahrungszeitraum") auf. Dieser liegt standardmäßig bei einem Tag, kann aber auf bis zu 35 Tage verlängert werden. Sie können eine Wiederherstellung zu jeder beliebigen Sekunde Ihres Wiederherstellungszeitraums bis zum letztmöglichen Zeitpunkt initiieren. Sie können die API "DescribeDBInstances" verwenden, um den letztmöglichen Wiederherstellungszeitpunkt für Ihre DB Instance(s) zu nutzen. Dieser liegt in der Regel innerhalb der letzten fünf Minuten. Alternativ können Sie den letztmöglichen Wiederherstellungszeitpunkt für eine DB Instance auch finden, indem Sie die Instance in der AWS Management Console auswählen und unter der Registerkarte "Description" (Beschreibung) im unteren Arbeitsbereich der Console nachsehen.
DB Snapshots werden vom Benutzer initiiert und ermöglichen es Ihnen, Ihre DB Instance in einem bekannten Zustand beliebig oft zu sichern und dann diesen spezifischen Zustand jederzeit wiederherzustellen. DB Snapshots können mit der AWS Management Console oder der "CreateDBSnapshot"-API erstellt werden. Sie werden so lange aufbewahrt, bis Sie sie mit der Console oder der "DeleteDBSnapshot"-API explizit löschen.
Die von Amazon RDS zur Aktivierung automatischer Backups ausgeführten Snapshots stehen zum Kopieren (über die AWS-Konsole oder den Befehl "rds-copy-db-snapshot") oder für die Snapshot-Wiederherstellung zur Verfügung. Sie ermitteln sie anhand des "automatisierten" Snapshot-Typs. Außerdem können Sie die Zeit ermitteln, zu der der Snapshot erstellt wurde, indem Sie das Feld "Zeitpunkt der Snapshot-Erstellung" anzeigen. Die Kennzeichnung des "automatisierten" Snapshots enthält ebenfalls die Zeit (UTC), zu der der Snapshot erstellt wurde.
Hinweis: Wenn Sie einen Wiederherstellungsvorgang zu einem bestimmten Zeitpunkt oder mithilfe eines DB Snapshots durchführen, wird eine neue DB Instance mit einem neuen Endpunkt erstellt (die alte DB Instance kann auf Wunsch mit der AWS Management Console oder der "DeleteDBInstance"-API gelöscht werden). Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, mehrere DB Instances aus einem bestimmten DB Snapshot oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erstellen.Das automatische Backup Ihrer DB Instance ist in Amazon RDS standardmäßig aktiviert und kostenlos. Es gilt ein Aufbewahrungszeitraum von einem Tag. Der kostenlose Backup-Speicher ist auf die Größe der bereitgestellten Datenbank begrenzt und gilt nur für aktive DB Instances. Wenn Sie beispielsweise über einen bereitgestellten Datenspeicher von monatlich 10 GB verfügen, bieten wir Ihnen ohne Aufpreis höchstens 10 GB Backup-Speicher pro Monat. Mit der "CreateDBInstance"-API (bei der Erstellung einer neuen DB Instance) oder der ModifyDBInstance-API (bei einer bestehenden DB Instance) kann der Aufbewahrungszeitraum für Backups über den standardmäßigen Zeitraum hinaus verlängert werden. Setzen Sie hierzu mithilfe der APIs den Parameter für den Aufbewahrungszeitraum von 1 auf die gewünschte Anzahl an Tagen. Weitere Informationen zu automatischen Backups finden Sie im Amazon RDS-Entwicklerhandbuch.
Amazon RDS DB Snapshots und automatisierte Sicherungen werden in S3 gespeichert.
Mithilfe der AWS Management Console oder der "ModifyDBInstance"-API können Sie den Aufbewahrungszeitraum für automatische Backups verwalten, indem Sie den "RetentionPeriod"-Parameter ändern. Wenn Sie die Durchführung automatischer Backups vollständig deaktivieren möchten, setzen Sie den Aufbewahrungszeitraum auf 0 (nicht empfohlen). Sie können Ihre benutzererstellten DB Snapshots über den Bereich "DB Snapshots" in der AWS Management Console verwalten. Alternativ können Sie sich mithilfe der "DescribeDBSnapshots"-API eine Liste der vom Benutzer erstellten DB Snapshots anzeigen lassen. Mithilfe der "DeleteDBSnapshot"-API können Sie Snapshots löschen.
Wenn Sie eine DB-Instance löschen, können Sie vor dem Löschvorgang einen letzten DB-Snapshot erstellen. In diesem Fall können Sie diesen DB-Snapshot zum Wiederherstellen der gelöschten DB-Instance zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Amazon RDS behält diesen letzten vom Benutzer erstellten DB-Snapshot zusammen mit allen anderen manuell erstellten DB-Snapshots bei, nachdem die DB-Instance gelöscht wurde. Auf der Seite mit den Preisen finden Sie Details zu den Kosten des Speicherns von Sicherungen.
Beim Löschen der DB-Instance werden automatisierte Sicherungen gelöscht. Nach dem Löschen der DB-Instance werden nur manuell erstellte DB-Snapshots beibehalten.
Mit Amazon VPC können Sie eine virtuelle Netzwerkumgebung in einem privaten, isolierten Bereich der Amazon Web Services (AWS)-Cloud erstellen. Hier haben Sie die vollständige Kontrolle über private IP-Adressbereiche, Subnetze, Routing-Tabellen und Netzwerk-Gateways. Mit Amazon VPC definieren Sie eine virtuelle Netzwerktopologie und passen die Netzwerkkonfiguration an Ihre Bedürfnisse an, so dass sie einem herkömmlichen IP-Netzwerk ähnelt, das sie in Ihrem eigenen Rechenzentrum betreiben könnten.
Eines der Szenarien, in denen es hilfreich wäre, wenn Sie Amazon RDS in VPC verwenden ist die Ausführung einer öffentlich zugänglichen Webanwendung bei einer gleichzeitigen Nutzung nicht öffentlich zugänglicher Backend-Server in einem privaten Subnetz. Sie können ein öffentlich zugängliches Subnetz für Ihre Webserver erstellen, das Zugang zum Internet hat und Ihre Backend RDS DB Instances in einem nicht öffentlich zugänglichen Subnetz ohne Internetzugriff einrichten. Weitere Informationen zu Amazon VPC erhalten Sie im Amazon Virtual Private Cloud User Guide.
Die grundlegenden Funktionen von Amazon RDS sind dieselben, unabhängig davon, ob VPC genutzt wird. Amazon RDS verwaltet Sicherungen, Software-Patches, automatische Fehlererkennung, Read Replicas und Wiederherstellungen unabhängig davon, ob Ihre DB-Instances innerhalb oder außerhalb einer VPC bereitgestellt werden.
Amazon RDS DB Instances, die außerhalb einer VPC bereitgestellt werden, erhalten eine externe IP-Adresse (bei der der Endpunkt/DNS-Name aufgelöst wird). Diese stellt die Verbindung von EC2 oder vom Internet dar. In Amazon VPC haben Amazon RDS DB Instances nur eine private IP-Adresse (innerhalb eines von Ihnen definierten Subnetzes).
Eine DB Subnet Group ist eine Sammlung von Subnetzen, die Sie für Ihre RDS DB Instances in einer VPC verwenden könnten. Jede DB Subnet Group sollte mindestens über ein Subnetz für jede Availability Zone in einer bestimmten Region verfügen. Wenn Sie eine DB Instance in VPC erstellen, müssen Sie eine DB Subnet Group auswählen. Amazon RDS verwendet diese DB Subnet Group und Ihre bevorzugte Availability Zone dann zur Auswahl eines Subnetzes und einer IP-Adresse in diesem Subnetz. Amazon RDS erstellt und ordnet Ihrer DB Instance eine Elastic-Netzwerkschnittstelle mit dieser IP-Adresse zu.
Es wird dringend empfohlen, dass Sie den DNS-Namen für die Verbindung mit Ihrer DB Instance verwenden, da die zugrunde liegende IP-Adresse sich ändern kann (z. B während eines Failovers).
Bei Multi-AZ-Bereitstellungen kann Amazon RDS durch die Definition eines Subnetzes für alle Availability Zones in einer Region bei Bedarf eine neue Standby-Instance in einer anderen Availability Zone erstellen. Sie müssen dies sogar für Einzel-AZ-Bereitstellungen vornehmen, nur für den Fall, dass Sie sie zu einem späteren Zeitpunkt in Multi-AZ-Bereitstellungen umwandeln möchten.
Ein detailliertes Beispiel zur Erstellung einer DB Instance in VPC erhalten Sie im Amazon RDS User Guide.
Im Folgenden sehen Sie die erforderlichen Voraussetzungen zum Erstellen von DB Instances in einer VPC:
Im Amazon RDS User Guide finden Sie im Abschnitt Security GroupsInformationen zu den verschiedenen Möglichkeiten, den Zugriff auf Ihre DB-Instances zu steuern.
Sie können VPC-Sicherheitsgruppen verwenden, um DB-Instances innerhalb einer Amazon VPC zu schützen. Zusätzlich kann eingehender oder ausgehender Netzwerkverkehr der Subnetze über Netzwerk-Zugriffskontrolllisten (ACLs) zugelassen oder gesperrt werden. Sie können den gesamten ein– und ausgehenden Netzwerkverkehr Ihrer VPC über die IPsec VPN-Verbindung mit Ihrer bestehenden Sicherheitsinfrastruktur, wie Firewalls und Intrusion-Detection– und Intrusion-Prevention-Systeme, am Standort überprüfen.
Auf DB Instances, die innerhalb einer VPC bereitgestellt werden, kann von in derselben VPC bereitgestellten EC2 Instances zugegriffen werden. Wenn diese EC2-Instances in einem öffentlichen Subnetz mit zugeordneten Elastic IP-Adressen bereitgestellt werden, können Sie auf die EC2-Instances über das Internet zugreifen.
Auf in einer VPC bereitgestellte DB-Instances kann über das Internet oder von EC2-Instances außerhalb der VPC über VPN oder Bastion-Hosts zugegriffen werden, die Sie in Ihrem öffentlichen Subnetz oder über die Amazon RDS-Option "Publicly Accessible" starten können:
Sie können auch ein VPN-Gateway einrichten, durch das Ihr Unternehmensnetzwerk in Ihre VPC erweitert wird und das einen Zugriff auf die RDS DB Instance in dieser VPC ermöglicht. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Amazon VPC User Guide.
Es wird dringend empfohlen, dass Sie den DNS-Namen für die Verbindung mit Ihrer DB Instance verwenden, da sich die zugrunde liegende IP-Adresse ändern kann (z. B während eines Failovers).
Sie können einen Snapshot Ihrer DB Instance außerhalb der VPC erstellen und ihn in der VPC wiederherstellen, indem Sie die gewünschte DB Subnet Group angeben. Sie können auch eine "Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt" vornehmen.
Aktuell wird eine direkte Migration der DB Instances von innerhalb zu außerhalb der VPC nicht unterstützt. Aus Sicherheitsgründen kann ein Snapshot einer DB Instance in einer VPC nicht außerhalb der VPC wiederhergestellt werden. Dasselbe gilt für die Funktion "Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt". Wenn Sie Ihre DB Instance von innerhalb der VPC nach außen verschieben, müssen Sie Ihre Daten aus Ihrer Quell-DB Instance in Ihrer VPC in Ihre außerhalb der VPC bereitgestellte Ziel-DB Instance exportieren.
Sie müssen Routing-Tabellen und Netzwerk-ACLs in Ihrer VPC entsprechend ändern, um sicherzustellen, dass Ihre DB Instance für Ihre Client-Instances im VPC erreichbar sind.
Bei Multi-AZ-Bereitstellungen befinden sich Ihre Client-EC2 Instance und die RDS DB-Instance eventuell in verschiedenen Availability Zones. Sie sollten Ihre Netzwerk-ACLs so konfigurieren, dass eine übergreifende AZ-Kommunikation möglich ist.
Eine vorhandene DB Subnet Group kann aktualisiert werden, um nach dem Erstellen der DB Instance für vorhandene Availability Zones oder für neue Availability Zones mehr Subnetze hinzuzufügen. Das Ändern der DB Subnet Group einer bereitgestellten DB Instance ist aktuell nicht erlaubt.
Um Amazon RDS verwenden zu können, benötigen Sie ein AWS-Entwicklerkonto. Wenn Sie vor der Anmeldung für Amazon RDS kein Entwicklerkonto besitzen, werden Sie zu Beginn des Anmeldevorgangs zur Erstellung eines solchen Kontos aufgefordert. Ein Master-Benutzerkonto unterscheidet sich von einem AWS-Entwicklerkonto und wird ausschließlich im Rahmen von Amazon RDS verwendet, um den Zugriff auf Ihre DB Instance(s) zu kontrollieren. Beim Master-Benutzerkonto handelt es sich um das Benutzerkonto einer nativen Datenbank, über das Sie auf Ihre DB Instance zugreifen können. Bei Erstellung der einzelnen DB Instances können Sie festlegen, welcher Master-Benutzername und welches Kennwort ihnen zugewiesen werden sollen. Nach Erstellung Ihrer DB Instance können Sie mithilfe der Master-Benutzerdaten auf die Datenbank zugreifen. Anschließend können Sie weitere Benutzerkonten erstellen, mit denen Sie den Zugriff auf Ihre DB Instance einschränken können.
Der Master-Benutzer verfügt über folgende Standardberechtigungen für MySQL: Erstellen, Entfernen, Referenzen, Ereignis, Ändern, Löschen, Index, Einfügen, Auswählen, Aktualisieren, temporäre Tabellen erstellen, Tabellen sperren, Auslösen, Ansicht erstellen, Ansicht anzeigen, Routine ändern, Routine erstellen, Ausführen, Benutzer erstellen, Verarbeiten, Datenbanken anzeigen, Option erteilen.
Der Master-Benutzer verfügt in Oracle über die "DBA"-Rolle. Der Master-Benutzer übernimmt die der Rolle zugeordneten Berechtigungen. Bitte lesen Sie das Amazon RDS Benutzerhandbuch für eine Liste mit den eingeschränkten Privilegien und den entsprechenden Alternativen, um administrative Aufgaben durchzuführen, die diese Privilegien eventuell erfordern.
Bei SQL Server wird dem Benutzer, der eine Datenbank anlegt, die Rolle "db_owner" zugewiesen. Im Amazon RDS User Guide finden Sie eine Liste mit den eingeschränkten Berechtigungen und den entsprechenden Alternativen, um administrative Aufgaben durchzuführen, die diese Berechtigungen eventuell erfordern.
Nein, alles funktioniert so, wie Sie es von relationalen Datenbanken gewohnt sind, die Sie selbst verwalten.
Ja, diese Option wird jedoch nur für MySQL– und SQL Server-Engines unterstützt.
Amazon RDS generiert für jede DB-Instance ein SSL-Zertifikat. Einzelheiten zum Einrichten einer verschlüsselten Verbindung mit Amazon RDS finden Sie im Amazon RDS MySQL User Guide und SQL Server User Guide. Nach dem Erstellen einer verschlüsselten Verbindung werden Daten zwischen der DB Instance und Ihrer Anwendung verschlüsselt übertragen. Wenn Sie eine Datenverschlüsselung für Daten, die in der Datenbank "ruhen", benötigen, muss Ihre Anwendung die Ver– und Entschlüsselung der Daten verwalten. Beachten Sie auch, dass die SSL-Unterstützung in Amazon RDS zur Verschlüsselung der Verbindung zwischen Ihrer Anwendung und Ihrer DB Instance dient. Sie sollte nicht zur Authentifizierung der DB Instance selbst genutzt werden.
Wenngleich SSL Sicherheitsvorteile bietet, sollten Sie daran denken, dass eine SSL-Verschlüsselung sehr rechenintensiv ist und die Latenz Ihrer Datenbankverbindung erhöhen wird. Weitere Informationen zur Funktionsweise von SSL mit MySQL oder SQL Server finden Sie in der MySQL-Dokumentation hier oder auf der MSDN-Website in der SQL Server-Dokumentation hier.
GRANT USAGE ON *.* TO ‘encrypted_user’@’%’ REQUIRE SSL
Amazon RDS wählt standardmäßig die optimalen Konfigurationsparameter für Ihre DB Instance aus und berücksichtigt dabei die Rechenressource und Speicherkapazität der DB Instance. Sie können die Standardeinstellung jedoch über die Konfigurationsverwaltungs-APIs ändern. Bitte beachten Sie, dass eine Änderung der empfohlenen Werte der Konfigurationsparameter unbeabsichtigte Folgen haben kann, die von einer herabgesetzten Leistung bis hin zu Systemzusammenbrüchen reichen können. Derartige Änderungen sollten daher nur von erfahrenen Benutzern vorgenommen werden, die bereit sind, diese Risiken in Kauf zu nehmen. Weitere Informationen zum Ändern von Parametern finden Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch.
Eine Database Parameter Group (DB Parameter Group) dient als eine Art "Behälter" für die Werte der Engine-Konfiguration, die für eine oder mehrere DB Instances verwendet werden können. Falls Sie eine DB Instance erstellen, ohne eine DB Parameter Group zu erstellen, wird eine DB Parameter Group verwendet. Diese Standardgruppe enthält Engine-Standards und Systemstandards für Amazon RDS, die für gerade ausgeführte DB Instances optimiert sind. Wenn Sie die DB Instance jedoch mit benutzerdefinierten Werten für die Engine-Konfiguration ausführen möchten, können Sie einfach eine neue DB Parameter Group erstellen, die betreffenden Parameter ändern und festlegen, dass die DB Instance die neue DB Parameter Group verwendet. Nach der Zuordnung der einzelnen DB Instances zu bestimmten DB Parameter Groups werden alle DB Instances mit den Parametern der jeweiligen DB Parameter Group aktualisiert. Weitere Informationen zur Konfiguration von DB Parameter Groups finden Sie im DB-Bereitstellungsleitfaden für Parameter Groups.
Informationen zu den DB Parameter Groups und den entsprechenden Parametereinstellungen können mithilfe der AWS Management Console, der Amazon RDS-APIs oder mit den Befehlszeilen-Tools angezeigt werden.
Amazon RDS unterstützt die Datenbank-Engines MySQL, Oracle und SQL Server. Ein Kunde kann den Datenbank-Engine wählen, der am besten seine Anforderungen erfüllt.
Amazon RDS bietet zwei verschiedene Replizierungsoptionen für unterschiedliche Zwecke an.
Wenn Sie mithilfe von Replizierung die Datenbankverfügbarkeit erhöhen und gleichzeitig Ihre aktuellsten Datenbank-Updates gegen ungeplante Ausfälle schützen möchten, sollten Sie Ihre DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung ausführen. Wenn Sie Ihre DB-Instance zur Ausführung als Multi-AZ-Bereitstellung erstellen oder modifizieren, erzeugt und wartet Amazon RDS automatisch synchron eine "Standby"-Replika in einer anderen Availability Zone (unabhängige Infrastruktur an einem physisch getrennten Standort). Im Fall einer geplanten Datenbank-Aktualisierung, eines Ausfalls einer DB Instance oder der Availability Zone führt Amazon RDS automatisch einen Failover zur aktuellen Standby-Replika durch, sodass der Datenbankbetrieb schnell und ohne Verwaltungsaufwand fortgesetzt werden kann. Multi-AZ-Bereitstellungen verwenden eine synchrone Replizierung, wobei Datenbank-Schreibvorgänge gleichzeitig in der primären und der Standby-Instanz erfolgen, sodass die Standby-Replika im Fall eines Failovers stets auf dem aktuellsten Stand ist. Unsere technologische Implementierung für Multi-AZ DB Instances maximiert zwar die Beständigkeit Ihrer Daten bei Ausfällen, gleichzeitig ist es hier aber nicht möglich, die Standby-Daten direkt aufzurufen oder für Lesevorgänge zu verwenden. Aufgrund ihrer Fehlertoleranz sind Multi-AZ-Bereitstellungen ideal für Produktionsumgebungen. Weitere Informationen über Multi-AZ-Bereitstellungen finden Sie unter diesem Abschnitt der häufig gestellten Fragen. Multi-AZ-Bereitstellungen werden derzeit mit MySQL– und Oracle-Datenbank-Engines unterstützt.
Wenn Sie die Vorteile der integrierten Replikation von MySQL nutzen möchten, um eine Skalierung über die Kapazitätseinschränkungen einer einzelnen DB Instance hinaus vorzunehmen und so leseintensive Datenbankarbeitslasten zu bewältigen, erleichtert Ihnen Amazon RDS mit Read Replicas die Arbeit. Sie können eine Read Replica einer gegebenen "Quell"-DB-Instance über die AWS Management Console oder den API-Befehl "CreateDBInstanceReadReplica" erstellen. Nach dem Erstellen der Read Replica werden Datenbank-Aktualisierungen an der Quell-DB-Instance auch für die Read Replica übernommen. Sie können mehrere Read Replicas für eine gegebene Quell-DB-Instance erstellen und den Lesedatenverkehr Ihrer Anwendung auf diese verteilen. Anders als Multi-AZ-Bereitstellungen verwenden Read Replicas die integrierte Replizierung von MySQL und unterliegen deren Stärken und Einschränkungen. Das bedeutet insbesondere, dass Updates in Ihrer/n Read Replica(s) übernommen werden, nachdem sie in der Quell-DB-Instance erfolgt sind ("asynchrone" Replizierung), und die Verzögerung bei der Replizierung kann erheblichen Schwankungen unterliegen. Das bedeutet, dass kürzlich an einer standardmäßigen Quell-DB-Instance (nicht Multi-AZ) durchgeführte Datenbank-Updates bei einem ungeplanten Ausfall der Quell-DB-Instance möglicherweise noch nicht in der zugehörigen Read Replica übernommen wurden. Read Replicas an sich bieten daher nicht dieselben Vorteile in puncto Datenbeständigkeit wie Multi-AZ-Bereitstellungen. Read Replicas können einige Vorteile im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Leseleistung bieten, sind aber nicht darauf ausgelegt, um die Leistung bei Schreibvorgängen zu verbessern. Read Replicas werden nur von Amazon RDS für MySQL unterstützt.
Mit Amazon RDS können Sie Multi-AZ-Bereitstellungen und Read Replicas in Kombination verwenden, um sich die Vorteile beider Lösungen zunutze zu machen. Sie können einfach festlegen, dass eine gegebene Multi-AZ-Bereitstellung die Quell-DB-Instance für Ihre Read Replica(s) sein soll. Auf diese Weise sichern Sie sich die Vorzüge, die Multi-AZ-Bereitstellungen im Hinblick auf die Beständigkeit und Verfügbarkeit von Daten bieten, und die erhöhte Leseleistung von Read Replicas.
Availability Zones sind isolierte Standorte innerhalb einer Region, d. h. sie sind bei Ausfällen in anderen Availability Zones nicht betroffen. Jede Availability Zone wird auf ihrer eigenen physisch getrennten unabhängigen Infrastruktur ausgeführt und ist auf hohe Zuverlässigkeit ausgelegt. Übliche Fehlerquellen wie Generatoren und Kühlanlagen werden nicht von mehreren Availability Zones geteilt. Die physische Trennung sorgt außerdem dafür, dass sogar bei äußerst seltenen Katastrophen wie Bränden, Stürmen oder Überflutungen nur eine Availability Zone betroffen ist. Availability Zones innerhalb derselben Region profitieren von einer Netzwerkverbindung mit niedrigen Latenzen.
Die Hauptvorteile einer Ausführung Ihrer DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung sind die erhöhte Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Datenbank. Dank ihrer erhöhten Verfügbarkeit und Fehlertoleranz sind Multi-AZ-Bereitstellungen die ideale Lösung für wichtige Produktionsumgebungen.
Wenn Sie Ihre DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung ausführen, sind Ihre Daten im unwahrscheinlichen Fall, dass eine DB Instance-Komponente ausfällt oder der Dienst in einer Availability Zone unterbrochen wird, sicher. Wenn beispielsweise ein Speicher-Volume Ihrer Primär-Instance ausfällt, initiiert Amazon RDS automatisch einen Failover zur Standby-Instance, wo all Ihre Datenbank-Updates in intakter Form vorliegen. Dies bietet also zusätzliche Datenbeständigkeit im Vergleich zu Standard-Bereitstellungen in einer einzelnen AZ: Hier wäre eine vom Benutzer angestoßene Wiederherstellung erforderlich, und Updates, die nach dem letztmöglichen Wiederherstellungszeitpunkt (in der Regel in den letzten fünf Minuten) durchgeführt wurden, ständen nicht zur Verfügung.
Beim Betrieb Ihrer DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung profitieren Sie darüber hinaus von einer verbesserten Datenbankverfügbarkeit. Wenn es zu einem Ausfall einer Availability Zone oder DB-Instance kommt, wird die Verfügbarkeit lediglich für den Zeitraum beeinträchtigt, den das automatische Failover dauert (üblicherweise 3-6 Minuten). Die Verfügbarkeitsvorteile von Multi-AZ kommen auch bei geplanten Aktualisierungen zum Tragen. So werden E/A-Vorgänge in Ihrer Primär-Instanz beispielsweise bei automatisierten Backups im von Ihnen bestimmten Backup-Fenster nicht mehr unterbrochen, da die Backups von der Standby-Replika angefertigt werden. Im Fall von Patches oder Skalierungen der DB Instance-Klasse werden diese zunächst an der Standby-Replika vorgenommen, bevor der automatische Failover erfolgt. Das Ergebnis: Es kommt lediglich für die Dauer, die der automatische Failover in Anspruch nimmt, zu Einschränkungen der Verfügbarkeit.
Ein weiterer Vorteil, den die Ausführung Ihrer DB Instance als Multi-AZ-Bereitstellung mit sich bringt, liegt darin, dass der DB Instance-Failover automatisch erfolgt und keine Wartungsarbeiten mit sich bringt. Im Hinblick auf Amazon RDS bedeutet das, dass Sie nicht die DB Instance-Ereignisse überwachen und eine manuelle Wiederherstellung der DB Instance anstoßen müssen (über die APIs "RestoreDBInstanceToPointInTime" oder "RestoreDBInstanceFromSnapshot"), sollte es zu einer Unterbrechung in einer Availability Zone oder zu einem DB Instance-Ausfall kommen.
Die Interaktion mit automatisierten Sicherungen und DB-Snapshot-Funktionalität ist bei Standardbereitstellungen in einer Single-AZ– oder Multi-AZ-Bereitstellung identisch. Wenn Sie eine Multi-AZ-Bereitstellung betreiben, werden automatisierte Sicherungen und DB-Snapshots mithilfe des Standby-Replikats erstellt, um eine E/A-Unterbrechung in der Primär-Instanz zu vermeiden. Beachten Sie, dass es bei Single-AZ– oder Multi-AZ-Bereitstellungen im Verlauf von Sicherungen zu einer erhöhten E-/A-Latenz (für gewöhnlich wenige Minuten) kommen kann.
Auch das Auslösen von Wiederherstellungsvorgängen (zeitpunktbezogene Wiederherstellung oder Wiederherstellung aus einem DB-Snapshot) erfolgt bei standardmäßigen Single-AZ– und Multi-AZ-Bereitstellungen gleich. Neue DB Instance-Bereitstellungen können mithilfe der APIs "RestoreDBInstanceFromSnapshot" oder "RestoreDBInstanceToPointInTime" erstellt werden. Diese neuen DB Instance-Bereitstellungen können entweder Standard– oder Multi-AZ-Bereitstellungen sein, unabhängig davon, ob das Quell-Backup von einer standardmäßigen oder einer Multi-AZ-Bereitstellung aus initiiert wurde.
Read Replicas sind die einfache Möglichkeit, die Vorteile der integrierten Replizierungsfunktionen von MySQL zu nutzen, um bei leseintensiven Datenbank-Arbeitslasten elastisch über die Kapazitätseinschränkungen einer einzelnen DB Instance hinaus zu skalieren. Read Replicas können mit wenigen Klicks in der AWS Management Console oder über die CreateDBInstanceReadReplica-API erstellt werden. Nach Erstellung der Read Replica werden Aktualisierungen an der Quell-DB-Instance unter Verwendung der nativen, asynchronen Replizierung von MySQL repliziert. Sie können mehrere Read Replicas für eine gegebene Quell-DB-Instance erstellen und den Lesedatenverkehr Ihrer Anwendung darauf verteilen. Da Read Replicas die integrierte Replizierung von MySQL verwenden, unterliegen sie auch deren Stärken und Einschränkungen. Das bedeutet insbesondere, dass Updates in Ihren Read Replica(s) übernommen werden, nachdem sie in der Quell-DB-Instance erfolgt sind, und die Verzögerung bei der Replizierung kann erheblichen Schwankungen unterliegen. Read Replicas können mit Multi-AZ-Bereitstellungen verbunden werden, um zusätzlich zu den Skalierungsvorteilen im Hinblick auf Lesevorgänge von der verbesserten Schreibverfügbarkeit der Datenbank und Datenbeständigkeit zu profitieren, die Multi-AZ-Bereitstellungen bieten.
Es gibt verschiedene Szenarios, in denen die Bereitstellung einer oder mehrerer Read Replicas für eine gegebene Quell-DB-Instance sinnvoll ist. Häufige Gründe für die Bereitstellung einer Read Replica:
Read Replicas erfordern eine Transaktions-Speicher-Engine und werden nur für die InnoDB-Speicher-Engine unterstützt.
Nicht-Transaktions-Engines, wie MyISAM, können verhindern, dass Read Replicas ordnungsgemäß funktionieren. Wenn Sie MyISAM dennoch gemeinsam mit Read Replicas einsetzen möchten, wird empfohlen, dass Sie die Amazon CloudWatch-Metrik "Replica Lag" sorgfältig überprüfen und die Read Replica erneut erstellen, wenn es aufgrund von Replikationsfehlern zu Verzögerungen kommt. (Die Metrik ist über die AWS Management Console oder über die Amazon CloudWatch-APIs verfügbar.) Dieselben Überlegungen treffen für die Verwendung von temporären Tabellen und anderen Nicht-Transaktions-Engines zu.
Read Replicas können binnen Minuten über die standardmäßige CreateDBInstanceReadReplica-API oder in wenigen Klicks mit der Amazon RDS Management Console erstellt werden. Beim Erstellen einer Read Replica können Sie sie durch Spezifizieren eines SourceDBInstanceIdentifier als Read Replica kennzeichnen. Der SourceDBInstanceIdentifier ist die DB Instance-Kennung der "Quell"-DB-Instance, aus der Sie Daten replizieren möchten. Wie bei einer standardmäßigen DB Instance können Sie auch die Availability Zone, DB Instance-Klasse und das bevorzugte Wartungsfenster festlegen. Die MySQL-Version (z. B. MySQL 5.1.50) und die Speicherzuweisung einer Read Replica werden aus der Quell-DB-Instance übernommen. Wenn Sie die Erstellung einer Read Replica anstoßen, fertigt Amazon RDS einen Snapshot Ihrer Quell-DB-Instance an und beginnt mit der Replizierung. Das hat eine kurze Aussetzung des E/A-Datenverkehrs Ihrer Quell-DB-Instance zur Folge. Diese Aussetzung dauert in der Regel nicht länger als eine Minute und kann vermieden werden, wenn es sich bei der DB Instance um eine Multi-AZ-Bereitstellung handelt (bei Multi-AZ-Bereitstellungen werden Snapshots von der Standby-Instanz angefertigt). Amazon RDS arbeitet derzeit auch an einer weiteren (in Kürze verfügbaren) Optimierung, mit der Sie mehrere Read Replicas innerhalb eines 30-minütigen Fensters erstellen können, wobei alle denselben Quell-Snapshot nutzen, um die E/A-Beeinträchtigung zu minimieren (die "Aufhol"-Replizierung für jede Read Replica beginnt dann nach der Erstellung).
Amazon RDS Read Replicas sind ebenso einfach zu löschen wie zu erstellen. Nutzen Sie hierfür einfach die Amazon RDS Management Console oder die DeleteDBInstance-API (wobei Sie den DBInstanceIdentifier für die Read Replica, die Sie löschen möchten, spezifizieren müssen).
Bei der Erstellungsanfrage für eine Read Replica müssen zusätzliche Faktoren berücksichtigt werden:
Gelegentlich kann es vorkommen, dass Ihre Read Replica(s) nach einem Multi-AZ-Failover keine Updates aus ihrer Multi-AZ Quell-DB-Instance empfangen oder anwenden kann/können. Das ist darauf zurückzuführen, dass einige MySQL-binlog-Ereignisse zum Zeitpunkt des Failovers nicht auf Festplatten verschoben wurden. Nach dem Failover kann es also sein, dass die Read Replica versucht, binlogs von der Quelle abzurufen, die dort nicht vorhanden sind. Weitere Informationen zu derartigen Verlusten von MySQL-binlogs bei einem Absturz finden Sie hier.
Besonders wichtig ist hierbei der Absatz am Seitenende, in dem der Sync-Binlog-Parameter von MySQL beschrieben wird. Dieser Parameter steuert, wie MySQL-binlogs auf Festplatten verschoben werden und wie bei einer Verwendung von InnoDB binlogs und InnoDB-Protokolle synchronisiert gehalten werden können.
Um das aktuelle Problem zu lösen, müssen Sie die Read Replica löschen und eine neue als Ersatz erstellen. Um das Problem in Zukunft zu vermeiden, lässt sich die Wahrscheinlichkeit, dass während eines Absturz– bzw. Failover-Szenarios MySQL-binlogs von der Read Replica benötigt werden, durch die Einstellung "sync-binlog=1" erheblich reduzieren. Wie auch in der Dokumentation zu MySQL erläutert wird, kann jedoch auch hierdurch das Problem nicht vollständig behoben werden. Um die Wahrscheinlichkeit noch weiter zu verringern, nehmen Sie die Einstellung "innodb_support_xa=1" vor. Beachten Sie, dass diese Variableneinstellungen Leistungseinbußen mit sich bringen können. Sowohl "sync_binlog" als auch "innodb_support_xa" sind dynamische Variablen. Sollten die Leistungseinbußen also zu hoch sein, können Sie sie ohne Ausfälle zurücksetzen.
Sie haben also letztendlich die Wahl zwischen mehr Leistung und einer Verbesserung der automatischen Resynchronisation von Read Replicas nach einem Quell-Multi-AZ-Failover. Einer der Vorteile von Amazon RDS Read Replicas ist, dass diese im Fall von Synchronisationsproblemen durch Löschen und Neuerstellen schnell erneut instanziiert werden können. So müssen Sie die Leistungseinbußen durch Einstellen von "sync-binlog" und/oder "innodb_support_xa" nicht hinnehmen, wenn Ihre Anforderungen auch durch manuelles Beseitigen und Neuerstellen von Read Replicas erfüllt sind.
Updates an einer Quell-DB-Instance werden automatisch in allen zugeordneten Read Replicas repliziert. Bei der asynchronen Replizierungstechnologie von MySQL kann es jedoch aus verschiedenen Gründen dazu kommen, das eine Read Replica hinter ihrer Quell-DB-Instance "hinterher hängt". Typische Gründe hierfür sind:
Read Replicas unterliegen den Stärken und Einschränkungen der MySQL-Replizierung. Wenn Sie Read Replicas verwenden, sollten Sie sich über die potenziellen Verzögerungen zwischen einer Read Replica und ihrer Quell-DB-Instance (die sogenannten "Inkonsistenzen") bewusst sein. Klicken Sie hier für Tipps zur Handhabung von Read Replicas, die deutlich hinter ihrer Quelle zurückliegen.
Sie können die Standard-API "DescribeDBInstances" nutzen, um eine Liste aller von Ihnen bereitgestellten DB Instances (inklusive Read Replicas) ausgeben zu lassen, oder einfach in der Amazon RDS Management Console auf die Registerkarte "DB Instances" klicken.
Mit Amazon RDS können Sie ermitteln, wie weit eine Read Replica hinter ihrer Quell-DB-Instance zurückgefallen ist, indem Sie den Standard-MySQL-Befehl "Show Slave Status" für die Read Replica ausgeben. Die von "Show Slave Status" ausgegebenen Daten ("Seconds_Behind_Master") werden auch als Amazon CloudWatch-Metrik ("Replica Lag") über die AWS Management Console oder Amazon CloudWatch-APIs ausgegeben.
Wie in den vorherigen Fragen erörtert, sind "Inkonsistenzen" oder Verzögerungen zwischen einer Read Replica und ihrer Quell-DB-Instance ein häufiges Problem bei der asynchronen Replizierung mit MySQL. Wenn eine bestehende Read Replica zu weit zurückgefallen ist, um Ihre Anforderungen zu erfüllen, können Sie sie löschen und eine neue mit demselben Endpunkt erstellen, indem Sie denselben DB Instance Identifier und Quell-DB-Instance-Identifier wie bei der gelöschten Read Replica verwenden. Denken Sie daran, dass der Neuerstellungsprozess bei geringfügigen Verzögerungen (z. B. weniger als fünf Minuten Verzögerung) kontraproduktiv ist und mit Bedacht genutzt werden sollte (d. h. nur, wenn die Read Replica deutlich hinter ihrer Quell-DB-Instance zurückliegt). Beachten Sie außerdem, dass Replica-Verzögerungen im Laufe der Zeit natürlich ab– und zunehmen können, abhängig vom jeweiligen Auslastungsmuster Ihrer Quell-DB-Instance.
Durch Skalieren der DB Instance-Klasse einer Read Replica können Verzögerungen in einigen Fällen verringert werden, insbesondere, wenn Ihre Quell-DB-Instance-Klasse höher als die Klasse Ihrer Read Replica DB Instance ist. Dennoch ist es nicht garantiert, dass Read Replicas in allen Fällen funktionieren. Es kann Szenarios und Nutzungsmuster geben, in denen eine Read Replica nach ihrer ersten Erstellung nie ganz zur Quelle aufholt oder zu weit hinter ihr zurückbleibt, um Ihre individuellen Anforderungen zu erfüllen.
Mit Amazon RDS können Sie steuern, ob und wann die Ihrer DB Instance zugrunde liegende relationale Datenbanksoftware (z. B. MySQL) auf neue, von Amazon RDS unterstützte Versionen aktualisiert wird. Damit bleiben Sie flexibel – Sie können die Kompatibilität mit spezifischen MySQL-Versionen sicherstellen, neue Versionen mit Ihrer Anwendung testen, bevor Sie sie in der Produktionsumgebung bereitstellen, und Versions-Upgrades nach Ihren eigenen Vorstellungen und Zeitplänen durchführen.
Sofern nicht anders von Ihnen festgelegt, wird Ihre DB Instance automatisch auf kleinere neue MySQL-Versionen aktualisiert, wenn diese durch Amazon RDS unterstützt werden. Diese Patches werden während Ihres geplanten Aktualisierungsfensters vorgenommen und vorher im Amazon RDS-Forum angekündigt. Wenn Sie automatische Versions-Upgrades deaktivieren möchten, setzen Sie den Parameter "AutoMinorVersionUpgrade" auf "false". Da größere Versions-Upgrades einige Kompatibilitätsrisiken mit sich bringen, werden sie nicht automatisch durchgeführt, sondern müssen von Ihnen initiiert werden.
Mit diesem Ansatz für Datenbanksoftware-Patches behalten Sie die Kontrolle über Versions-Upgrades und übertragen gleichzeitig die mit Patches verbundene Arbeit an Amazon RDS. Weitere Informationen über das Versionsmanagement erhalten Sie unter den folgenden, häufig gestellten Fragen. Alternativ finden Sie auch im Entwicklerhandbuch mehr zu diesem Thema.
Während die Versionsmanagement-Funktion für DB Engines Ihnen die größtmögliche Kontrolle über Patch-Vorgänge geben soll, behält sich Amazon RDS das Recht vor, Ihre DB Instance in Ihrem Namen zu patchen, sollte es zu kritischen Sicherheitsschwachstellen in der Datenbanksoftware kommen.
Beim Erstellen einer neuen DB Instance über die CreateDBInstance-API können Sie jede beliebige Version angeben, die derzeit unterstützt wird (kleinere und/oder größere). Bei der Erstellung halten Sie hierfür die gewünschte Version einfach im EngineVersion-Parameter fest. Wenn keine Version spezifiziert wird, wählt Amazon RDS standardmäßig eine unterstützte Version, üblicherweise die aktuellste. Wenn eine größere Version (z. B. MySQL 5.1), aber keine kleinere spezifiziert wird, verwendet Amazon RDS standardmäßig eine aktuelle Veröffentlichung der größeren Version, die Sie angegeben haben. Eine Liste aller unterstützten Versionen sowie der Standardversionen für neu erstellte DB Instances können Sie einfach über die DescribeDBEngineVersions-API aufrufen.
Wenn Sie automatisch geplante Upgrades durch Setzen des Parameters "AutoMinorVersionUpgrade" auf "false" deaktiviert haben, aber manuell ein unterstütztes, größeres oder kleineres Versions-Upgrade initiieren möchten, können Sie dies mithilfe der ModifyDBInstance-API tun. Geben Sie einfach die Version, auf die Sie upgraden möchten, über den EngineVersion-Parameter an. Das Upgrade wird dann in Ihrem Namen entweder sofort (sofern der Schalter "ApplyImmediately" auf "true" gesetzt wurde) oder während des nächsten geplanten Wartungsfensters für Ihre DB Instance ausgeführt.
Ja. Erstellen Sie hierfür einen DB Snapshot Ihrer bestehenden DB Instance, stellen Sie aus dem DB Snapshot eine neue DB Instance her und initiieren Sie dann ein Versions-Upgrade für die neue DB Instance. Nun können Sie ungefährdet mit dem aktualisierten "Klon" ihrer DB Instance experimentieren, bevor Sie entscheiden, ob Sie Ihre ursprüngliche DB Instance upgraden möchten.
Im Kontext von MySQL lauten Versionsnummern wie folgt:
MySQL-Version = X.Y.Z
X = größere Version, Y = Veröffentlichungsstufe, Z = Versionsnummer innerhalb einer Veröffentlichungsstufe.
Aus Sicht von Amazon RDS wird eine Versionsänderung als groß angesehen, wenn sich entweder die Hauptversion oder Veröffentlichungsstufe ändert. Beispiel: Wechsel von 5.1.X auf 5.5.x. Als kleiner wird eine Versionsänderung angesehen, wenn sich nur die Versionsnummer innerhalb der Veröffentlichung ändert. Beispiel: Wechsel von 5.1.45 auf 5.1.49.
Ab sofort unterstützt Amazon RDS die größeren Versionen MySQL 5.1 und MySQL 5.5. Künftig kommen weitere größere MySQL-Versionen hinzu.
Wir planen, im weiteren Verlauf zusätzliche MySQL-Versionen für Amazon RDS zu unterstützen, sowohl größere als auch kleinere. Die Anzahl der in einem bestimmten Jahr unterstützten neuen Versions-Updates wird von der Häufigkeit und den Inhalten der veröffentlichten MySQL-Versions-Updates abhängen, und selbstverständlich wird jede neue Version eingehend von unseren Datenbanktechnikern geprüft, bevor eine Unterstützung erfolgt. Als allgemeine Leitlinie können wir aber sagen, dass wir versuchen, neue MySQL-Versionen innerhalb von 3-5 Monaten nach ihrer allgemeinen Einführung zu unterstützen.
Im Hinblick auf veraltete Versionen gilt:
Zu Erstellung einer neuen MySQL 5.5 DB Instance verwenden Sie den "Launch DB Instance Wizard" (Assistent zur Erstellung von DB Instances) in der AWS Management Console. Wählen Sie dabei eine Version aus, die MySQL 5.5 entspricht, oder benennen Sie die API "CreateDBInstance" mit dem Versionsparameter der Engine, also "5.5".
Derzeit wird ein direktes Upgrade von MySQL 5.1 auf MySQL 5.5 nicht unterstützt. Wir bemühen uns jedoch, diese Funktion künftig bereitzustellen. Wenn Sie Ihre vorhandene MySQL 5.1-Datenbank in MySQL 5.5 ändern möchten, können Sie mysqldump verwenden, um Ihre Datenbank von Ihrer vorhandenen MySQL 5.1 DB Instance zu exportieren und in eine neue MySQL 5.5 DB Instance zu importieren.
Es stehen zwei Arten an Lizenzierungsoptionen zur Verwendung von Amazon RDS für Oracle zur Verfügung:
Amazon RDS unterstützt derzeit die folgenden Oracle Database Editionen unter den folgenden untenstehenden Lizenzmodellen:
Ja, Sie können Ihre Lizenzoption ändern. Sie müssen allerdings Ihre aktuelle DB Instance mit einem letzten Snapshot löschen und von diesem Snapshot aus eine neue DB Instance erstellen, wobei die neue Lizenzoption festgelegt werden muss, die Sie brauchen.
Im Kontext von Oracle sind die Amazon RDS DB Engine Versionen wie folgt organisiert:
DB Engine Versions for Oracle = X.Y.Z
X = Hauptversion (z. B.: 11.2), Y = Release Level (z. B.: 0.2), Z = Versionsnummer innerhalb der Release Serie (z. B.: v2). Zum Beispiel, ein DB Engine-Version für Oracle könnte lauten 11.2.0.2.v2.
Oracle veröffentlicht Database Patch Set Updates (PSU) für unterstützte Release Levels auf vierteljährlicher Basis. (z. B. 11.2.0.2.1). Zu den PSUs gehören Sicherheitsaktualisierungen und zusätzliche, nicht sicherheitsrelevante Aktualisierungen, die von Oracle empfohlen werden.
Die Amazon RDS DB Engine Versionen werden mit einem gegebenen PSU als Baseline ausgestattet und enthalten zusätzliche Aktualisierungen, die darüber hinausgehen.
Aus Sicht von Amazon RDS wird eine Versionsänderung als groß angesehen, wenn sich entweder die größere Version oder die Veröffentlichungsstufe ändert. Beispiel: Wechsel von 11.2.0.2.Z auf 11.2.0.4.Z. Als kleiner wird eine Versionsänderung angesehen, wenn sich nur die Versionsnummer innerhalb der Veröffentlichung ändert. Beispiel: ein Wechsel von 11.2.0.2.v2 auf 11.2.0.2.v3.
Ab heute unterstützt Amazon RDS die größere Version 11.2 (11g Release 2). Wir planen, dass zukünftig zusätzliche größere Versionen unterstützt werden.
Informationen zur Zusammenstellung des Patch-Sets der einzelnen DB-Engine-Versionen von Oracle finden Sie im Amazon RDS-Benutzerhandbuch.
Mit Amazon RDS können Sie steuern, ob und wann die Ihrer DB Instance zugrunde liegende relationale Datenbanksoftware auf neue, von Amazon RDS unterstützte Versionen aktualisiert wird. Damit bleiben Sie flexibel – Sie können die Kompatibilität mit spezifischen Oracle Database-Versionen sicherstellen, neue Versionen mit Ihrer Anwendung testen, bevor Sie sie in der Produktionsumgebung bereitstellen, und Versions-Upgrades nach Ihren eigenen Vorstellungen und Zeitplänen durchführen.
Sofern nicht anders von Ihnen festgelegt, wird Ihre DB Instance automatisch auf kleinere neue DB Engine-Versionen aktualisiert, wenn diese durch Amazon RDS unterstützt werden. Diese Patches werden während Ihres geplanten Wartungsfensters vorgenommen und vorher im Amazon RDS-Forum angekündigt. Falls Sie die automatische Versionsaktualisierung lieber ausstellen, können Sie dies tun, indem Sie das Feld "Auto Minor Version Upgrade" auf "No" stellen. Da größere Versions-Upgrades einige Kompatibilitätsrisiken mit sich bringen, werden sie nicht automatisch durchgeführt, sondern müssen von Ihnen initiiert werden.
Mit diesem Ansatz für Datenbanksoftware-Patches behalten Sie die Kontrolle über Versions-Upgrades und übertragen gleichzeitig die mit Patches verbundene Arbeit an Amazon RDS. Weitere Informationen über das Versionsmanagement erhalten Sie unter den folgenden, häufig gestellten Fragen. Alternativ finden Sie auch im Entwicklerhandbuch mehr zu diesem Thema.
Während die Versionsmanagement-Funktion für DB Engines Ihnen die größtmögliche Kontrolle über Patch-Vorgänge geben soll, kann Amazon RDS Ihre DB Instance in Ihrem Namen patchen, sollte es zu kritischen Sicherheitsschwachstellen in der Datenbanksoftware kommen.
Im Modell "Lizenz eingeschlossen" sind die Kosten für eine "Softwareaktualisierungslizenz" im Stundenpreis mit eingeschlossen, wodurch der Zugriff auf die Oracle Database-Softwareaktualisierungen möglich ist. Unter dem BYOL-Modell sollten Sie über die "Lizenz & Support für ein Software-Update" von Oracle verfügen, um die Amazon RDS für Oracle Database nutzen zu können.Sie können alle aktuell unterstützten Versionen klein und/oder groß festlegen, wenn Sie eine neue DB Instance über die Option "Launch DB Instance" in der AWS Management Console oder der CreateDBInstance API erstellen.
Wenn Sie automatisch geplante Upgrades durch Setzen des Parameters "AutoMinorVersionUpgrade" auf "false" deaktiviert haben, aber manuell ein unterstütztes, größeres oder kleineres Versions-Upgrade initiieren möchten, können Sie dies mithilfe der ModifyDBInstance-API tun. Geben Sie einfach die Version, auf die Sie upgraden möchten, über den EngineVersion-Parameter an. Das Upgrade wird dann in Ihrem Namen entweder sofort (sofern der Schalter "ApplyImmediately" gesetzt wurde) oder während des nächsten geplanten Wartungsfensters für Ihre DB Instance ausgeführt.
Ja. Erstellen Sie hierfür einen DB Snapshot Ihrer bestehenden DB Instance, stellen Sie aus dem DB Snapshot eine neue DB Instance her und initiieren Sie dann ein Versions-Upgrade für die neue DB Instance. Nun können Sie ungefährdet mit dem aktualisierten "Klon" ihrer DB Instance experimentieren, bevor Sie entscheiden, ob Sie Ihre ursprüngliche DB Instance upgraden möchten.
Wir planen, im weiteren Verlauf zusätzliche Oracle Database-Versionen für Amazon RDS zu unterstützen, sowohl größere als auch kleinere.. Die Anzahl der in einem bestimmten Jahr unterstützten neuen Versions-Updates wird von der Häufigkeit und den Inhalten der veröffentlichten Oracle Patch Set Updates (PSUs) abhängen, und selbstverständlich wird jede neue Version eingehend von unseren Datenbanktechnikern geprüft, bevor eine Unterstützung erfolgt. Als allgemeine Leitlinie können wir aber sagen, dass wir versuchen, neue Oracle Database-Versionen innerhalb von 3-5 Monaten nach ihrer allgemeinen Einführung zu unterstützen.
Im Hinblick auf veraltete Versionen gilt:
Für das BYOL-Modell gilt, dass Sie Ihre DB Instance in Einhaltung der Geschäftsbedingungen Ihrer Oracle Lizenz(en) skalieren können.
Für das Modell "Lizenz eingeschlossen" gilt, dass auf Oracle laufende DB Instances zu jeder Zeit nach oben oder nach unten skaliert werden können, abhängig von den gegebenen Stundenpreis für jede DB Instance-Klasse.
Für weitere Informationen zu den Auswirkungen des Skalierens von Reservierten DB Instances, lesen Sie unsere FAQs zu Reservierten DB Instances.
Für das BYOL-Modell können Sie von einer Oracle Softwareedition zu einer anderen migrieren, solange Sie eine noch nicht verwendete Oracle Lizenz besitzen, die Ihrer Edition und Klasse der DB Instance entspricht, die Sie laufen lassen wollen. Um die Edition zu wechseln und um Ihre Daten zu behalten, sollten Sie einen Snapshot Ihrer laufenden DB Instance machen und dann eine neue DB Instance Ihrer gewünschten Edition von diesem Snapshot aus erstellen. Sie sollten dann die alte DB Instance löschen, außer Sie wollen diese gerne weiter laufen lassen und verfügen über die entsprechende Oracle Database-Lizenzen.
Für das Modell "Lizenz eingeschlossen" wird derzeit nur die Oracle Standard Edition One unterstützt.
Amazon RDS für Oracle unterstützt Multi-AZ-Bereitstellungen für die Lizenzierungsmodelle "License Included" (Lizenz eingeschlossen) und "Bring Your Own License (BYOL)" (Verwendung der eigenen Lizenz).
Die Funktion Oracle Data Guard gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit der Enterprise Edition einer Oracle-Datenbank. Amazon RDS verwendet derzeit eine andere Technologie der synchronen Replikation und eine andere Funktion für den automatischen Failover für Multi-AZ-Bereitstellungen für Oracle DB-Instances. Multi-AZ-Bereitstellungen sind für alle von Amazon RDS unterstützten Oracle-Datenbank-Editions verfügbar.
Ja, wir gehen davon aus, dass Sie aufgrund der Standby-DB-Instance für Multi-AZ-Bereitstellungen etwa doppelt so viele Lizenzen wie für entsprechende Single-AZ-Bereitstellungen benötigen. Sie sollten jedoch Ihre Oracle Software-Lizenzvereinbarung lesen und die Lizenzrichtlinien von Oracle erfüllen.
Nein, RAC wird derzeit nicht unterstützt.
Die folgenden Enterprise Edition-Optionen werden derzeit unter dem BYOL-Modell unterstützt:
Amazon RDS unterstützt die 30 Zeichensätze in der Liste der von Oracle empfohlenen ASCII-Zeichensätze für Datenbanken. Beim Erstellen einer neuen DB-Instance können Sie Ihren bevorzugten Zeichensatz festlegen. Dieser Schritt ist optional. Der Standardzeichensatz ist AL32UTF8. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Amazon RDS.
Amazon RDS verwaltet Oracle Wallet und Master Encryption Key für die DB-Instance.
Oracle Database unterstützt eine Reihe von Funktionen, die von der Edition der Oracle Datenbank abhängen, die Sie verwenden. Bitte lesen Sie das Amazon RDS User Guide, um mehr über die Oracle Funktionen zu erfahren, die Amazon RDS derzeit unterstützt.