F: Was ändert sich?

EC2-Instance- und Reservierungs-IDs sowie Volume- und Snapshot-IDs für EBS und Storage Gateway werden zu einem längeren Format geändert. Der Übergang zu längeren Instance- und Reservierungs-IDs hat im Januar 2016 begonnen und wird bis Anfang Dezember 2016 dauern. Der Übergang zu längeren Volume- und Snapshot-IDs hat im April 2016 begonnen und wird bis Anfang Dezember 2016 dauern. Während dieser Zeit können Sie wählen, welches ID-Format diesen Ressourcen zugewiesen wird, und Sie können Ihre Verwaltungstools und Skripten aktualisieren, damit diese das längere Format unterstützen. Ab Anfang Dezember 2016 müssen alle neu erstellten Instances, Reservierungen, Volumes und Snapshots das längere ID-Format verwenden.

Das neue Format wird nur auf neu erstellte Ressourcen angewendet. Ihre bestehenden Ressourcen sind davon nicht betroffen. Besuchen Sie den AWS-Blog und erfahren Sie in einer Übersicht Schritt für Schritt, wie Sie längere IDs auswählen können.

F: Benötige ich ein Upgrade auf eine neue Version des AWS SDK oder der AWS-Befehlszeilen-Schnittstelle?

Um die AWS-Befehlszeilen-Schnittstelle und -SDKs mit längeren IDs zu verwenden, benötigen Sie ein Upgrade auf die folgenden Versionen:

- PHPv2: Upgrade auf v2.8.27+ erforderlich
- PHPv3: Upgrade auf v3.15.0+ erforderlich
- CLI: Upgrade auf v1.10.2+ erforderlich
- Boto3: Upgrade auf v1.2.1+ erforderlich
- Botocore: Upgrade auf v1.3.24+ erforderlich

Folgende SDKs sind vollständig mit längeren IDs kompatibel und müssen nicht aktualisiert werden: PHP v1, Boto v1, Boto v2, Ruby v1, Ruby v2, JavaScript, Java, .NET, AWS-Tools für Windows PowerShell und Go.

Wenn Sie die neuen APIs ModifyIdFormat und DescribeIdFormat verwenden möchten, müssen Sie ab Januar 2016 Ihre Tools aktualisieren, um die neuen APIs zu erhalten (betrifft alle Tools).

F: Wie sieht das neue Format für IDs aus?

Das neue ID-Format hält sich an das Muster des aktuellen ID-Formats, ist aber länger. Das neue Format ist -<17 Zeichen>, z. B. "i-1234567890abcdef0" für EC2-Instances oder "snap-1234567890abcdef0" für EBS-Snapshots.

Ein Beispiel für das neue Instance-ID-Format in der EC2-Konsole wird nachstehend gezeigt. 

Neues Instance-ID-Format

F: Warum ist dies nötig?

Wir müssen dies tun, weil AWS so schnell wächst. Für bestimmte EC2- und EBS-Ressourcen werden wir in ca. einem Jahr nicht mehr genügend IDs haben. Um langfristig die Erstellung neuer Instances, Reservierungen, Volumes und Snapshots ohne Unterbrechung zu gewährleisten, müssen wir ein längeres ID-Format für diese Ressourcen einführen. Im Lauf der nächsten Jahre müssen vielleicht noch andere IDs verlängert werden.

F: Inwiefern wirkt sich das auf mich aus?

Es ist durchaus möglich, dass Sie keine Systemänderungen vornehmen müssen, um das neue Format verarbeiten zu können. Wenn Sie nur die Konsole verwenden, um AWS-Ressourcen zu verwalten, gibt es für Sie wahrscheinlich gar keine Auswirkungen, aber Sie sollten dennoch Ihre Einstellungen aktualisieren, um das neue ID-Format so schnell wie möglich zu übernehmen. Wenn Sie mit AWS-Ressourcen über APIs, SDKs oder die AWS-Befehlszeilenschnittstelle interagieren, kann es für Sie Auswirkungen geben, je nachdem, ob Ihre Software von Annahmen über das ID-Format ausgeht, wenn Ressourcen-IDs validiert oder dauerhaft festgelegt werden. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie Ihre Systeme aktualisieren, damit sie das neue Format verarbeiten.

Es kann zu folgenden Fehlersituationen kommen:
• Falls Ihre Systeme reguläre Ausdrücke verwenden, um das ID-Format zu validieren, wird möglicherweise ein Fehler gemeldet, wenn ein längeres Format erkannt wird.
• Falls Erwartungen in Bezug auf die Länge der ID in Ihren Datenbankschemas vorhanden sind, können Sie möglicherweise eine längere ID nicht speichern.

Abhängig von den Tools, die Sie verwenden, müssen Sie möglicherweise ein Upgrade auf neuere Versionen der AWS-Befehlszeilen-Schnittstelle und der SDKs durchführen. Weiter oben finden Sie eine Liste betroffener Tools und kompatibler Versionen.

F: Wirkt sich dies auf bestehende Ressourcen aus?

Nein. Nur Ressourcen, die Sie erstellen, nachdem Sie das längere Format übernommen haben, sind betroffen. Nachdem einer Ressource eine ID zugewiesen wurde (lang oder kurz), ändert sich diese ID nicht mehr. Eine Ressource, die mit dem alten ID-Format erstellt wurde, behält immer ihre kürzere ID und eine Ressource, die mit dem neuen Format erstellt wurde, behält ihre längere ID, selbst wenn Sie später wieder das alte Format wählen.

F: Wann wird dies durchgeführt?

Die Einführungszeiten für längere Instance- und Reservierungs-IDs werden nachstehend gezeigt. 

Rollout-Zeitplan für Instance-, Reservierungs-, Volume- und Snapshot-IDs

Seit 13. Januar 2016 stehen längere EC2-Instance- und Reservierungs-IDs zur Verfügung, die über APIs und die Konsole gewählt werden können. Zwischen Januar 2016 und Dezember 2016 können alle Konten die längeren Instance- und Reservierungs-IDs wählen, wenn dies für Tests erforderlich ist.

Seit 28. April 2016 werden für neue Konten standardmäßig längere EC2-Instance- und Reservierungs-IDs in allen AWS-Regionen außer Peking (China) und AWS GovCloud (USA) verwendet – mit der Option, das kürzere Format bei Bedarf anzufordern.

Längere Volume- und Snapshot-IDs für EBS und Storage Gateway sind seit dem 25. April 2016 optional über APIs und die Konsole verfügbar. Neue Konten, die im Juni 2016 oder danach erstellt werden, haben standardmäßig längere Snapshot- und Volume-IDs mit der Option, erforderlichenfalls das alte Format anzufordern.

Anfang Dezember 2016 ist der späteste Termin für Sie, um die Unterstützung für längere IDs hinzuzufügen. Die Umstellung auf längere IDs wird regionsweise durchgeführt und findet zwischen dem 5. und dem 16. Dezember 2016 statt. Nach diesem Termin kann nicht mehr zwischen den Formaten gewechselt werden und alle neuen Instance-, Reservierungs-, Volume- und Snapshot-IDs werden im längeren Format angelegt.

F: Warum ist die Einführungszeit so lang?

Wir möchten Ihnen so viel Zeit wie möglich geben, um Ihre Systeme mit dem neuen Format zu testen. Eine längere Übergangsperiode ermöglicht eine maximale Flexibilität zum Testen und Aktualisieren Ihre Systeme Stufe für Stufe, sodass Unterbrechungen weitgehend vermieden werden, während Sie die Unterstützung für das neue Format entwickeln.

F: Was ist, wenn ich nach Dezember 2016 das kürzere ID-Format bevorzuge?

Leider ist dies unabhängig von Ihren Benutzereinstellungen nicht länger möglich.

F: Wie nutze ich das neue Format? Und wie nutze ich wieder das alte?

Während der Übergangszeit (Januar 2016 bis Dezember 2016) können Sie über die APIs oder die EC2-Konsole wahlweise längere oder kürzere IDs nutzen. ModifyIdFormat legt das Format von Instance- und Reservierungs-IDs fest. Mit DescribeIdFormat können Sie Ihre ID-Formateinstellungen anzeigen. Beide APIs gelten für den Benutzer, der den Aufruf vornimmt, und sind spezifisch für die Region. ID-Formateinstellungen können pro IAM-Benutzer-Region und Ressourcentyp geändert werden. IAM-Benutzer ohne explizite Einstellungen übernehmen automatisch die Einstellungen des Stammkontos. Nach der Aktualisierung der ID-Formateinstellungen kann es einige Minuten dauern, bis die Einstellungen wirksam werden.

Wenn Sie bei Ihren Tests Probleme feststellen, die behoben werden müssen, können Sie die Verwendung des neuen, längeren ID-Formats aussetzen, bis Ihre Systeme für dessen Verarbeitung vorbereitet wurden. Diese Option wird bis Dezember 2016 verfügbar sein. Ab Dezember 2016 wird das längere ID-Format obligatorisch und das kürzere Format wird nicht mehr verfügbar sein.

F: Wie kann ich das gesamte Konto auf einmal auswählen?

Sie können das gesamte Konto auf einmal auswählen, indem Sie die AWS-Befehlszeilen-Schnittstellen modify-identity-id-format und describe-identity-id-format verwenden und den gewünschten ARN sowie den Ressourcentyp angeben. Sie müssen dies für jeden Ressourcentyp getrennt tun (Instances, Volumes, Reservierungen und Snapshots). Sie müssen das Root-Konto als den Amazon-Ressourcenname (ARN) angeben, um das gesamte Konto zu wählen. Dadurch werden Änderungen über das Konto hinweg angewendet, und Sie müssen die individuellen Benutzer-/Rolleneinstellungen nicht einzeln einstellen. Weitere Informationen finden Sie im EC2 Benutzerhandbuch oder im Knowledge Center.

Hinweis: Wenn Sie den Root-Benuter wählen, übernehmen alle Benutzer/Rollen, die im Konto gestarteten Instances, die Root-Benutzereinstellungen, sofern deren spezifische Benutzer-/Rollen-Einstellungen für die Auswahl (ARN) nicht explizit festgelegt wurden. Sie sollten den Root-Benutzer nur wählen, wenn Sie sich sind, dass alle Dienste, die dieses Konto verwenden, längere IDs unterstützen.

F: Wie kann ich sämtliche Regionen auf einmal abonnieren?

Mit dem Tool Longer-Id-Converter können Sie sämtliche Regionen auf einmal abonnieren. Mit diesem Tool können Sie sämtliche Regionen und Ressourcen auf einmal abonnieren. Dieses Tool migriert nicht nur das Root- oder Admin-Konto, sondern auch alle unter dem Root-Konto befindlichen IAM-Rollen/-Benutzer in sämtlichen Regionen. Sie können dieses Tool auch verwenden, um Ihren Abo-Status für Ihr Konto zu überprüfen. Weitere Informationen zu diesem Tool finden Sie in der README-Datei.

Hinweis: Sollte nach dem Umstieg auf längere IDs bei Ihren Systemen ein Problem auftreten, können Sie Ihr Konto mit diesem Tool auch wieder auf die Verwendung kürzerer IDs für sämtliche Regionen zurücksetzen.

F: Kann ich längere IDs pro IAM-Rolle wählen?

Ja, mit den neuen APIs "modify-Identity-id-format" und "describe-identity-id-format" können Sie anzeigen und steuern, wie unterschiedliche Identitäten gewählt werden, um längere IDs zu verwenden. Sie können längere IDs auf der Basis eines Kontos, einer IAM-Rolle oder eines IAM-Benutzers auswählen. Wenn Sie zunächst einen IAM-Benutzer oder eine IAM-Rolle wählen, können Sie Ihre Systeme testen, bevor Sie die Option für Ihr gesamtes Konto wählen. Weitere Informationen finden Sie im EC2 User Guide.

Hinweis: Wenn Sie in der Version 2015-10-01 der Amazon EC2-API, "describe-id-format" oder "modify-id-format" mithilfe der Anmeldeinformationen einer IAM-Rolle aufrufen, gelten die Ergebnisse für das gesamte AWS-Konto und nicht für die spezielle IAM-Rolle. Dies wurde in der aktuellen Version der Amazon EC2-API behoben, sodass die Ergebnisse nur für die IAM-Rolle gelten. 

F: Was passiert, wenn ich gar nichts unternehme?

Wenn Sie während der Übergangsperiode nicht das neue Format wählen, erfolgt dies automatisch zum Endtermin im Dezember 2016. Wir empfehlen diesen Ansatz nicht. Es ist besser, die Unterstützung für das neue Format während der Übergangsphase einzuführen, damit Sie die Möglichkeit zu kontrollierten Tests haben.

F: Was ist eine Reservierungs-ID? Gelten Reservierungs-IDs nur für Reserved Instances?

Reservierungs-IDs gelten für alle Instances und sind nicht dasselbe wie Reserved Instances. Jede von EC2 gestartete Instance hat eine Reservierungs-ID. Eine Reservierungs-ID hat eine 1:1-Beziehung mit einer Anforderung für den Start einer Instance, kann aber mit mehr als einer Instance verbunden sein, wenn Sie mehrere Instances über dieselbe Startanforderung starten. Die Reservierungs-ID wird von der -describe-instances-API zurückgegeben und kann in der Beschreibung der EC2 Management Console jeder gegebenen Instanz (siehe unten) angezeigt werden.

Reservierungs-ID

F: Welche bewährten Methoden empfehlen Sie, wenn ich meine Systeme teste und Unterstützung für die neuen ID-Formate hinzufüge?

Wenn Ihre Software unter mehreren getrennten AWS-Konten laufen kann, wählen (oder erstellen) Sie ein AWS-Konto, mit dem Sie den Test durchführen können. Wenn Ihre Software unter einem einzelnen AWS-Konto läuft, wählen (oder erstellen) Sie einen IAM-Benutzer, mit dem der Test durchgeführt wird.

Legen Sie das Konto oder den IAM-Benutzer fest, das bzw. der längere IDs erhalten soll, testen Sie Ihre Software und führen Sie eventuelle Änderungen durch. Wenn ein IAM-Benutzer eine Instance mit einer längeren ID startet, können auch alle anderen Benutzer die längere ID in nachfolgenden describe-Aufrufen sehen, unabhängig von den jeweils gewählten benutzerspezifischen Einstellungen. Sobald Sie sich davon überzeugt haben, dass Ihre Software wie erwartet funktioniert, können Sie alle Ihre Konten bzw. Benutzer umstellen. Wenn Probleme auftauchen, können Sie wieder auf das alte Format umstellen, bis Sie die Problemursache erkannt und das Problem behoben haben. Dieses Testverfahren ist bis Dezember 2016 möglich. Danach werden alle Instances, Reservierungen, Volumes und Snapshots auf das längere ID-Format umgestellt.

Sobald Ihre Software für die längeren IDs bereit ist, stellen Sie alle Ihre Konten, Regionen und Ressourcen auf die längeren IDs um. Wenn dies abgeschlossen ist, haben Sie den Übergang auf das neue Format vollständig durchgeführt und brauchen sonst nichts weiter zu tun.

F: Wie weiß ich, dass ich den Auswahlvorgang für längere Ressourcen-IDs abgeschlossen habe?

Wenn Sie die oben beschriebenen Testverfahren abgeschlossen haben, wählen Sie längere IDs für alle Regionen und Benutzer. Alternativ dazu können Sie auch den Root-Benutzer für jede Region umstellen. Dadurch werden die ID-Formateinstellungen für das gesamte Konto aktualisiert, ausgenommen explizit von der Umstellung ausgenommene einzelne IAM-Benutzer. Sie müssen dies für jeden Ressourcentyp getrennt tun (Instances, Volumes, Reservierungen und Snapshots). Sobald dies abgeschlossen ist, haben Sie die Übergangsphase beendet und brauchen keine weiteren Änderungen für diese Ressourcetypen mehr vorzunehmen. Beachten Sie: Da bestehende Ressourcen ihre ursprünglichen IDs behalten, kommt es nach dem Abschluss des Prozesses zu einer Mischung von langen IDs (für neue Ressourcen) und kurzen IDs (für bereits bestehende Ressourcen).

F: Welchen Standard-ID-Typ haben neue Konten?

Für Instances und Reservierungen werden Konten, die ab dem 28. April 2016 erstellt werden, standardmäßig für den Erhalt des längeren ID-Formats in allen Regionen außer Peking (China) und AWS GovCloud (USA) konfiguriert. Wenn Sie ein neuer Kunde sind, ist der Übergang zu längeren Instance- und Reservierung-IDs sehr einfach. Wenn Sie möchten, dass Ihr neues Konto Ihren Ressourcen das alte ID-Format zuweist, erstellen Sie Ihr Konto einfach neu für kürzere IDs, wie oben beschrieben. Dieser Workflow ist erforderlich, bis Sie bereit sind, Ihren Konten längere IDs zuzuweisen.

Für Volumes und Snapshots werden Konten, die ab Juni 2016 erstellt werden, standardmäßig für das längere ID-Format konfiguriert, wobei die Option besteht, bis Dezember 2016 auf das alte Format zurück zu wechseln.

F: Werden Sie andere IDs verändern?

Da AWS weiter wächst, ist es möglich, dass wir die IDs anderer Ressourcen in Zukunft verlängern müssen.

F: Gilt das für Spot-Instances?

Ja. Die längeren Instance- und Reservierungs-ID-Formate gelten für alle EC2-Instance-Typen.

F: Ich bin ein EC2-Windows-Kunde, gibt es irgendetwas Windows-spezifisches, dass ich wissen muss?

Wenn Sie EC2-Instance-IDs als Teil des Computernamens für Ihre EC2-Windows-Instances verwenden, beachten Sie, dass Windows den Namen automatisch auf 15 Zeichen kürzt, um NetBIOS-Benennungskonventionen zu entsprechen. Aufgrund dieses Kürzungsverhaltens sehen Sie möglicherweise doppelte Computernamen mit 15 Zeichen, wenn Sie diese Benennungskonvention anwenden. Wir empfehlen Ihnen, ein eindeutiges Benennungsschema auszuwählen, um Komplikationen zu vermeiden.

F: Wie kann ich für neue Auto Scaling-Instances längere IDs auswählen?

Die Einstellungen des Root-Benutzers gelten auch für das Auto Scaling. Dabei werden die Konfigurationen durch die IAM-Rolle außer Kraft gesetzt. 

F: Ich verwende AWS über ein Tool von einem Drittanbieter. Was muss ich tun, damit ich längere IDs verarbeiten kann?

Wir arbeiten mit Drittanbietern zusammen, um die Zufriedenheit unserer Kunden sicherzustellen. Wenden Sie sich an Ihren ISV, um zu ermitteln, wie viel Unterstützung Sie für diese Änderung benötigen, bevor Sie Ihr Konto auf das längere ID-Format umstellen.

F: Wann geschieht die endgültige Umstellung auf die längeren IDs?

Die Umstellung auf längere IDs wird regionsweise durchgeführt und findet zwischen dem 5. und dem 16. Dezember 2016 statt. Das geplante Umstellungsdatum für die verschiedenen Regionen kann durch Verwendung des AWS CLI-Formats für ID-Beschreibung (describe-id-format) ermittelt werden.

F: Was wird mit Ressourcen geschehen, die mit längeren IDs erstellt wurden, wenn ich mich erst für längere IDs entscheide und während der Übergangsphase auf das alte Format zurückgehe?

Nachdem eine Ressource zugewiesen wurde, ändert sich die ID nicht mehr. Ressourcen, die mit längeren IDs erstellt wurden, behalten unbeschadet späterer Vorgänge ihre längeren IDs. Wenn Sie sich für ein längeres Format entscheiden und dann auf das alte zurück wechseln, arbeiten Sie danach mit einer Mischung aus längeren und kürzeren Ressourcen-IDs. Die einzige Möglichkeit, die langen IDs wieder zu entfernen, besteht darin, die entsprechenden Ressourcen zu löschen oder zu beenden.

Aus diesem Grund sollten Sie vorsichtig vorgehen und vermeiden, kritische Ressourcen mit dem neuen Format zu erstellen, solange Sie Ihre Tools und die Automatisierung nicht getestet haben.

F: Was soll ich tun, wenn meine Systeme vor der geplanten endgültigen Umstellung am 16. Dezember 2016 nicht wie erwartet funktionieren?

Sollten Ihre Systeme während des Umstellungszeitraums nicht wie erwartet arbeiten, können Sie längere ID-Formate vorübergehend deaktivieren und Ihre Systeme entsprechend anpassen. Ihr Konto wird nach dem 16. Dezember 2016 jedoch automatisch auf die Verwendung längerer IDs umgestellt. Unabhängig von Ihren Kontoeinstellungen erhalten sämtliche neuen Instances, Volumes und Snapshots IDs im langen Format, Sie müssen also sämtliche Systeme auf die problemlose Funktion mit längeren IDs prüfen, bevor die endgültige Umstellung stattfindet. Durch eine frühzeitige Aktivierung und Prüfung des neuen Formats verschaffen Sie sich also wertvolle Zeit für die notwendigen Änderungen an Ressourcen mit kurzen IDs und minimieren das Risiko einer negativen Auswirkung auf Ihre Systeme.

F: Was passiert, wenn ich während des finalen Umstellungszeitraums im Dezember 2016 EC2- und EBS-Ressourcen in verschiedenen Regionen veröffentliche?

Die ID-Länge der Ressourcen hängt von der Region ab, in der diese veröffentlicht werden. Wurde das ID-Format in dieser Region bereits auf lange IDs umgestellt, verfügen in dieser Region veröffentlichte Ressourcen über längere IDs, falls nicht, verfügen sie über kurze IDs. Während des Umstellungszeitraums stellen Sie also möglicherweise eine Mischung aus langen und kurzen IDs fest. Ab dem 16. Dezember 2016 jedoch werden neue Ressourcen in allen Regionen auf das lange ID-Format umgestellt.

F: Unterstützen neue Regionen, die von AWS während der Übergangsphase hinzufügt werden, automatisch längere IDs?

Ja. Sämtliche neuen Regionen, die in der zweiten Jahreshälfte 2016 oder später hinzugefügt werden, verfügen über längere IDs für Instances, Reservierungen, Volumes und Snapshots, sowohl für neue als auch bereits bestehende Konten.

F: Was ist Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2)?

Der Web-Service Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) ermöglicht die Anpassung der Rechenkapazität in der Cloud. Der Service ist darauf ausgelegt, Cloud Computing für Entwickler zu erleichtern.

 

F: Was kann ich mit Amazon EC2 tun?

So wie Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) die Speicherung in der Cloud ermöglicht, ermöglicht Amazon EC2 das Rechnen in der Cloud. Mit der einfachen Web-Service-Oberfläche von Amazon EC2 können Sie mühelos Kapazität erhalten und konfigurieren. Sie ermöglicht Ihnen die vollständige Kontrolle über Ihre Rechenressourcen sowie die Ausführung in der bewährten Rechenumgebung von Amazon. Amazon EC2 verkürzt die zum Buchen und Hochfahren neuer Server-Instances benötigte Zeit auf wenige Minuten. So können Sie die Kapazität entsprechend den Änderungen Ihrer Datenverarbeitungsanforderungen schnell wie gewünscht anpassen. Indem Sie nur für die Kapazität zahlen, die Sie auch tatsächlich nutzen, verändert Amazon EC2 die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Rechenoperationen.

 

F: Was sind die ersten Schritte mit Amazon EC2?

Um sich für Amazon EC2 anzumelden, klicken Sie auf der Detailseite von Amazon EC2 auf die Schaltfläche "Für diesen Web-Service anmelden". Sie benötigen ein Amazon Web Services-Konto, um auf diesen Dienst zugreifen zu können; wenn Sie noch kein Konto haben, werden Sie zu Beginn des Anmeldeprozesses für Amazon EC2 aufgefordert, ein Konto einzurichten. Lesen Sie nach der Anmeldung die Amazon EC2-Dokumentation, die auch das Handbuch "Erste Schritte" enthält.

 

F: Weshalb muss ich bei der Registrierung für Amazon EC2 meine Telefonnummer überprüfen lassen?

Zur Registrierung für Amazon EC2 sind eine gültige Telefonnummer und eine gültige E-Mail-Adresse in der AWS-Datenbank erforderlich, falls wir Sie direkt kontaktieren müssen. Die Überprüfung der Telefonnummer dauert nur wenige Minuten. Hierfür müssen Sie während der Registrierung einen Telefonanruf entgegennehmen und eine PIN-Nummer über das Tastenfeld des Telefons eingeben.

F: Welche neuen Funktionen stehen Entwicklern zur Verfügung?

Bislang verfügten kleine Entwicklungsfirmen nicht Übersicht das Kapital, um erhebliche Rechenressourcen zu erwerben und somit sicherzustellen, dass sie die benötigte Kapazität für unerwartete Spitzenlasten haben. Amazon EC2 ermöglicht allen Entwicklern, die Amazon-Vorteile einer enormen Skalierung ohne Anschaffungsinvestitionen oder Leistungskompromisse zu nutzen. Entwickler können sich jetzt voll auf ihre Innovationen konzentrieren und sich dabei sicher sein, dass es ganz unabhängig von ihrem Geschäftserfolg weder teuer noch kompliziert sein wird, die benötigte Rechenkapazität zur Erlangung der Geschäftsanforderungen bereitzustellen.

Die Flexibilität dieses Service ermöglicht es Entwicklern, unmittelbar durch die Skalierung auf Datenverkehrsspitzen oder hohe Anforderungen zu reagieren. Wenn sich die Rechenanforderungen unerwartet ändern (nach oben oder nach unten), kann Amazon EC2 ohne Verzögerung reagieren. Entwickler können somit kontrollieren, wie viele Ressourcen zu einem bestimmten Zeitpunkt verwendet werden. Im Gegensatz dazu verfügen herkömmliche Hosting-Services im Allgemeinen über eine feste Ressourcenanzahl für eine festgelegte Zeitspanne. Die Benutzer haben somit weniger Möglichkeiten, einfach auf sich schnell ändernde und unvorhersehbare Auslastungen zu reagieren oder sich darauf einzustellen, dass der Erfahrung nach in bestimmten Intervallen Auslastungsspitzen erreicht werden.

 

F: Wie führe ich Systeme in der Amazon EC2-Umgebung aus?

Nachdem Sie Ihr Konto eingerichtet und Ihre AMIs ausgewählt oder erstellt haben, haben Sie alle Vorbereitungen für das Booten Ihrer Instance getroffen. Sie können das AMI auf einer beliebigen Anzahl von On-Demand-Instances starten, indem Sie die API "RunInstances" verwenden. Sie müssen lediglich angeben, wie viele Instances Sie starten möchten. Wenn Sie mehr als 20 On-Demand-Instances ausführen möchten, füllen Sie das Antragsformular für Amazon EC2-Instance aus.

Wenn Amazon EC2 Ihrer Anforderung nachkommen kann, meldet RunInstances Erfolg und wir beginnen mit dem Starten Ihrer Instances. Sie können den Status Ihrer Instances über den API DescribeInstances überprüfen. Sie können auch eine beliebige Anzahl von Instances mit dem API TerminateInstances programmatisch terminieren.

Wenn Sie eine Instance mit einer Amazon EBS Boot-Partition ausführen, können Sie auch die API StopInstances verwenden, um die Rechenressourcen freizugeben und dabei die Daten auf der Boot-Partition zu belassen. Sie können die API StartInstances verwenden, wenn Sie für den Neustart der verbundenen Instance mit der Amazon EBS Boot Partition bereit sind.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, mit Spot-Instances die Datenverarbeitungskosten zu senken, wenn Sie bei der Ausführung Ihrer Anwendungen zeitlich flexibel sind. Weitere Informationen zu Spot-Instances und deren Funktionsweise finden Sie unter Spot-Instances.

Sie können diese Aktionen auch über die AWS Management Console oder die Befehlszeile und unsere Befehlszeilen-Tools ausführen, die in der Web-Service-API integriert sind.

 

F: Welcher Unterschied besteht zwischen der Verwendung eines lokalen Instance-Speichers und der Verwendung von Amazon Elastic Block-Speicher (Amazon EBS) für das Root-Gerät?

Beim Start Ihrer Amazon EC2-Instances haben Sie die Möglichkeit, die Daten von Ihrem Root-Gerät auf Amazon EBS oder im lokalen Instance-Speicher zu speichern. Durch Amazon EBS bleiben die Daten auf dem Root-Gerät unabhängig von der Lebensdauer der Instance bestehen. Auf diese Weise können Sie die Instance anhalten und anschließend wieder neu starten. Das ist vergleichbar mit einem Laptop, den Sie herunterfahren und neu starten, wenn Sie ihn wieder benötigen.

Im Vergleich dazu bleibt der lokale Instance-Speicher nur während der Lebensdauer der Instance bestehen. So können Sie Instances kostengünstig starten, wenn keine Daten auf dem Root-Gerät gespeichert sind. Einige Kunden verwenden diese Option beispielsweise, um große Websites auszuführen, bei denen jede Instance ein Klon für die Handhabung des Web-Datenverkehrs ist.

 

F: Wie schnell können Systeme ausgeführt werden?

Es dauert normalerweise nicht länger als zehn Minuten vom RunInstances-Aufruf bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle angeforderten Instances mit der Boot-Sequenz beginnen. Die Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Größe des AMI, der Anzahl der gestarteten Instances und wann dieses AMI zuletzt gestartet wurde. Bei Images, die zum ersten Mal gestartet werden, kann der Boot-Vorgang etwas länger dauern.

 

F: Wie lade und speichere ich meine Systeme mit Amazon EC2?

Mit Amazon EC2 können Sie alle Aspekte Ihrer Instances vom Betriebssystem bis zu Ihren Anwendungen einrichten und konfigurieren. Amazon Machine Image (AMI) ist eine einfache paketierte Umgebung, die alles Erforderliche für das Einrichten und Booten Ihrer Instance beinhaltet. Ihre AMIs sind Ihre Bereitstellungseinheit. Möglicherweise haben Sie nur ein AMI oder Sie stellen Ihr System aus mehreren Bausteinblock-AMIs (z. B. Webserver, Appserver und Datenbanken) zusammen. Amazon EC2 bietet mehrere Tools, mit denen das Erstellen eines AMI ganz einfach ist. Wenn Sie ein benutzerdefiniertes AMI erstellen, müssen Sie es bündeln. Für das Bündeln eines Images mit einem Root-Gerät, das von Amazon EBS gestützt wird, können Sie einfach den Bündelbefehl in der AWS Management Console verwenden. Wenn Sie ein Image mit einer Boot-Partition auf dem Instance-Speicher bündeln, müssen Sie zum Hochladen in Amazon S3 die AMI-Tools verwenden. Amazon EC2 verwendet Amazon EBS und Amazon S3, um eine zuverlässige, skalierbare Speicherung Ihrer AMIs zu bieten, damit sie bei Bedarf gebootet werden können.

Wenn Sie möchten, müssen Sie Ihr eigenes AMI nicht von Anfang an selbst einrichten. Sie können ein AMI aus vielen verschiedenen global verfügbaren AMIs auswählen, die nützliche Instances bieten. Wenn Sie beispielsweise nur einen einfachen Linux-Server wünschen, können Sie eines der Standard-AMIs für die Linux-Verteilung auswählen.

 

F: Wie greife ich auf meine Systeme zu?

Der RunInstances-Aufruf, mit dem die Ausführung Ihrer Anwendungen eingeleitet wird, gibt eine Gruppe von DNS-Namen zurück, von denen jeder für ein System steht, das gerade gebootet wird. Mit diesem Namen können Sie auf das System so zugreifen, als befände es sich in Ihrem eigenen Rechenzentrum. Sie sind im Besitz dieses Rechners während Ihre Betriebssystemgruppe darauf ausgeführt wird.

 

F: Wird Amazon EC2 zusammen mit Amazon S3 eingesetzt?

Ja, Amazon EC2 wird gemeinsam mit Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) für Instances mit Root-Geräten verwendet, die von einem lokalem Instance-Speicher gestützt werden. Mit Amazon S3 haben Entwickler Zugriff auf dieselbe äußerst skalierbare, zuverlässige, schnelle und erschwingliche Datenspeicher-Infrastruktur, die Amazon zum Ausführen seines eigenen globalen Website-Netzwerks verwendet. Zum Ausführen von Systemen in der Amazon EC2-Umgebung verwenden Entwickler die bereitgestellten Tools, um ihre Amazon Machine Images (AMIs) in Amazon S3 zu laden und zwischen Amazon S3 und Amazon EC2 zu verschieben. Unter Wie lade und speichere ich meine Systeme mit Amazon EC2? finden Sie weitere Informationen zu AMIs.

Es ist davon auszugehen, dass Entwickler die Kombination aus Amazon EC2 und Amazon S3 als sehr nützlich empfinden. Amazon EC2 ermöglicht günstige, skalierbare Rechenvorgänge in der Cloud, während Amazon S3 den Benutzern das zuverlässige Speichern ihrer Daten ermöglicht.

 

F: Wie viele Instances kann ich mit Amazon EC2 ausführen?

Sie können bis zu 20 On-Demand-Instances ausführen, 20 Reserved Instances kaufen und Spot-Instances entsprechend Ihrem dynamischen Spot Limit pro Region anfordern. Für neue AWS-Konten gelten ggf. niedrigere Grenzwerte als hier beschrieben. Bestimmte Instance-Typen sind pro Region wie folgt weiter eingeschränkt:

Instance-Typ On-Demand-Limit
Reserved-Limit Spot-Limit

m4.4xlarge

10

20

Dynamisches Spot-Limit

m4.10xlarge

5

20

Dynamisches Spot-Limit

m4.16xlarge

5

20

Dynamisches Spot-Limit

c4.4xlarge 10 20 Dynamisches Spot-Limit
c4.8xlarge 5 20 Dynamisches Spot-Limit
cg1.4xlarge 2 20 Dynamisches Spot-Limit
hi1.4xlarge 2 20 Dynamisches Spot-Limit
hs1.8xlarge 2 20 Nicht angeboten
cr1.8xlarge 2 20 Dynamisches Spot-Limit

p2.xlarge

1

20

Dynamisches Spot-Limit

p2.8xlarge

1

20

Dynamisches Spot-Limit

p2.16xlarge

1

20

Dynamisches Spot-Limit

g2.2xlarge 5 20 Dynamisches Spot-Limit
g2.8xlarge 2 20 Dynamisches Spot-Limit
r3.4xlarge 10 20 Dynamisches Spot-Limit
r3.8xlarge 5 20 Dynamisches Spot-Limit
i2.xlarge 8 20 Dynamisches Spot-Limit
i2.2xlarge 8 20 Dynamisches Spot-Limit
i2.4xlarge 4 20 Dynamisches Spot-Limit
i2.8xlarge 2 20 Dynamisches Spot-Limit
d2.4xlarge 10 20 Dynamisches Spot-Limit
d2.8xlarge 5 20 Dynamisches Spot-Limit
t2.nano 20 20 Nicht angeboten
t2.micro
20 20 Nicht angeboten
t2.small
 20 20 Nicht angeboten
t2.medium
 20 20 Nicht angeboten
t2.large
 20 20 Nicht angeboten
Alle anderen Instance-Typen 20 20 Dynamisches Spot-Limit

Beachten Sie bitte, dass Instances vom Typ cc2.8xlarge, cg1.4xlarge, hi1.4xlarge, hs1.8xlarge, cr1.8xlarge, G2, D2 und I2 nicht in allen Regionen verfügbar sind.

Falls Sie weitere Instances benötigen, füllen Sie das Antragsformular für Amazon EC2-Instances aus, und geben Sie den Anwendungsfall an. Ihre Instance-Aufstockung wird dann bearbeitet. Die Anhebung der Limits ist von der Region abhängig, für die sie angefordert wurde.

F: Gibt es Einschränkungen in Bezug auf das Senden von E-Mails über EC2-Instances?

Ja. Um die Qualität der EC2-Adressen zum Senden von E-Mails aufrechtzuerhalten, ist die erlaubte Menge der E-Mails, die von EC2-Konten gesendet werden können, standardmäßig beschränkt. Wenn Sie größere Mengen E-Mails über EC2 senden möchten, können Sie die Aufhebung der Limits für Ihr Konto beantragen, indem Sie dieses Formular ausfüllen.

F: Wie schnell kann ich die Kapazität nach oben oder nach unten skalieren?

Amazon EC2 bietet eine absolut flexible Rechenumgebung. Amazon EC2 ermöglicht Ihnen das Erhöhen oder Verringern der Kapazität innerhalb von Minuten, nicht Stunden oder Tagen. Sie können eine, Hunderte oder sogar Tausende Server-Instances gleichzeitig in Betrieb nehmen. Wenn Sie weitere Instances benötigen, rufen Sie einfach "RunInstances" auf, und Amazon EC2 richtet Ihre neuen Instances üblicherweise in wenigen Minuten ein. Natürlich kann sich Ihre Anwendung selbständig, dank der Steuerung über die Webservice-APIs, je nach Anforderung automatisch nach oben oder nach unten skalieren.

F: Welche Betriebssystemumgebungen werden unterstützt?

Amazon EC2 unterstützt derzeit die folgenden Betriebssysteme: Amazon Linux, Ubuntu, Windows Server, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, Fedora, Debian, CentOS, Gentoo Linux, Oracle Linux und FreeBSD. Aktuell wird daran gearbeitet, den Service auf weitere Plattformen zu erweitern.

F: Nutzt Amazon EC2 ECC-Speicher?

Unserer Erfahrung nach ist ECC-Speicher für die Serverinfrastruktur erforderlich und die gesamte Hardware für Amazon EC2 nutzt ECC-Speicher.

F: Wie unterscheidet sich dieser Service von einem reinen Hosting-Service?

Herkömmliche Hosting-Services bieten normalerweise eine vorkonfigurierte Ressource, die für einen festgelegten Zeitraum und zu festgelegten Kosten bereitgestellt wird. Amazon EC2 unterscheidet sich grundlegend durch seine Flexibilität, Kontrolle und erheblichen Kosteneinsparungen für die Entwickler. Sie können Amazon EC2 als eigenes persönliches Rechenzentrum betrachten und dabei die Vorteile der robusten Infrastruktur von Amazon.com nutzen.

Wenn sich die Rechenanforderungen unerwartet ändern (nach oben oder nach unten), kann Amazon EC2 ohne Verzögerung reagieren. Entwickler können somit kontrollieren, wie viele Ressourcen zu einem bestimmten Zeitpunkt verwendet werden. Im Gegensatz dazu verfügen herkömmliche Hosting-Services im Allgemeinen über eine feste Ressourcenanzahl für eine festgelegte Zeitspanne. Die Benutzer haben somit weniger Möglichkeiten, einfach auf sich schnell ändernde und unvorhersehbare Auslastungen zu reagieren oder sich darauf einzustellen, dass der Erfahrung nach in bestimmten Intervallen Auslastungsspitzen erreicht werden.

Zweitens ermöglichen viele Hosting-Services keine vollständige Kontrolle über die bereitgestellten Rechenressourcen. Mit Amazon EC2 können Entwickler nicht einfach nur entscheiden, wann Instanzen eingeleitet oder heruntergefahren werden, sondern sie können die Konfiguration ihrer Instanzen vollständig entsprechend ihren Anforderungen anpassen und diese Konfiguration zu jeder Zeit ändern. Viele Hosting-Services decken eher Benutzergruppen mit ähnlichen Systemanforderungen ab und bieten daher nur eingeschränkte Änderungsmöglichkeiten.

Des Weiteren haben Entwickler mit Amazon EC2 den Vorteil, dass sie nur für ihre tatsächliche Ressourcennutzung zahlen, und zwar zu äußerst niedrigen Tarifen. Die meisten Hosting-Services verlangen zu Beginn eine feste Gebühr unabhängig von der tatsächlich genutzten Rechenleistung. Die Benutzer riskieren deshalb häufig den Erwerb von zu vielen Ressourcen, um zu kompensieren, dass keine schnelle Skalierung der Ressourcen nach oben innerhalb kurzer Zeit möglich ist.


F: Wie wird mir die Nutzung von Amazon EC2 in Rechnung gestellt?

Sie zahlen nur für das, was Sie auch tatsächlich nutzen. Dabei fallen keine Mindestgebühren an. Die Preise richten sich nach genutzter Instance-Stunde für jeden Instance-Typ. Angefangene Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt. Datenübertragungen zwischen AWS-Diensten in verschiedenen Regionen werden auf beiden Seiten des Transfers als Internetdatenübertragungen berechnet. Die Verwendung für andere Amazon Web Services wird von Amazon EC2 separat in Rechnung gestellt.

Informationen zu den EC2-Preisen finden Sie auf der Detailseite von EC2 im Preis-Abschnitt.

F: Wann beginnt und endet die Fakturierung meiner Amazon EC2-Systeme?

Die Fakturierung beginnt, wenn Amazon EC2 die Startsequenz einer AMI-Instance einleitet. Die Fakturierung endet, wenn die Instance beendet wird. Dies kann durch einen Web-Service-Befehl, durch die Ausführung von "shutdown -h" oder durch den Ausfall der Instance geschehen. Wenn Sie eine Instance stoppen, wird sie von uns heruntergefahren. Für eine gestoppte Instance werden kein Stundensatz und keine Datenübertragungsgebühren berechnet. Der Speicherplatz von Amazon EBS-Volumes wird dagegen in Rechnung gestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie in der AWS-Dokumentation.

 

F: Wie werden fakturierbare EC2 Instance-Stunden definiert?

Instance-Stunden werden für die Zeit berechnet, in der Ihre Instances „laufen“. Wenn für Ihre Instance keine weiteren Gebühren anfallen sollen, müssen Sie diese "stoppen" oder "beenden", damit Ihnen keine weiteren Instance-Stunden berechnet werden. Die Berechnung beginnt, sobald eine Instance in den Ausführungsstatus wechselt.

F: Wenn ich zwei Instances in verschiedenen Availability Zones habe, welche Gebühren werden dann für die regionale Datenübertragung erhoben?

Bei jeder Instance fallen Gebühren für den Dateneingang und den Datenausgang an. Wenn also Daten zwischen zwei Instances übertragen werden, fallen für den Datenausgang aus der ersten Instance und für den Dateneingang in die zweite Instance Gebühren an.

 

F: Wenn ich zwei Instances in verschiedenen Regionen habe, welche Gebühren werden dann für die Datenübertragung erhoben?

Bei jeder Instance fallen Gebühren für den Dateneingang und den Datenausgang entsprechend den Tarifen für die Internetdatenübertragung an. Wenn also Daten zwischen zwei Instances übertragen werden, fallen für die Internetdatenübertragung aus der ersten Instance und für die Internetdatenübertragung in die zweite Instance Gebühren an.

F: Sind Steuern bereits in den Preisen enthalten?

Falls nicht anders angegeben, gelten unsere Preise zuzüglich geltender Steuern und Abgaben, darunter MwSt. und Umsatzsteuer. Bei Kunden mit japanischer Rechungsadresse unterliegt die Nutzung der Region Asien-Pazifik (Tokio) der japanischen Verbrauchssteuer. Weitere Informationen.


F: Auf welcher Hardware wird mein Anwendungs-Stack ausgeführt?

Unter Amazon EC2-Preise finden Sie verfügbare Instances pro Region.

F: Wie wähle ich den richtigen Instance-Typ aus?

Amazon EC2-Instances sind in 5 Familien eingeteilt: für allgemeine Zwecke sowie für Datenverarbeitung, Arbeitsspeicher, GPU und Speicherung optimiert. Instances für allgemeine Zwecke haben ein Verhältnis von Arbeitsspeicher zu CPU, das sich gut für allgemeine Anwendungen eignet und verfügen über eine konstante Leistung (M4- und M3-Instances) oder eine Burst-fähige Leistung (T2). Für Rechenleistung optimierte Instances (C4- oder C3-Instances) verfügen im Verhältnis über mehr CPU-Ressourcen als Arbeitsspeicher (RAM) und eignen sich gut für rechenintensive Anwendungen mit Skalierungsbedarf sowie HPC (High Performance Computing)-Arbeitslasten. Arbeitsspeicheroptimierte Instances (R3-Instances) verfügen über große Arbeitsspeicherkapazitäten für arbeitsspeicherintensive Anwendungen wie Datenbank- und Arbeitsspeicher-Caching-Anwendungen. GPU Compute-Instances (G2) nutzen die Möglichkeiten zur parallelen Verarbeitung von NVIDIA Tesla-GPUs zur parallelen Hochleistungs-Datenverarbeitung. GPU Graphics-Instances (G2) bieten hochleistungsfähige 3D-Grafikverarbeitung für OpenGL- und DirectX-Anwendungen. Speicheroptimierte Instances umfassen I2-Instances mit extrem hohen und niedrigen Latenzzeiten, hohen E/A-Kapazitäten mit SSD-basierter Speicherung auf lokaler Instance für E/A-intensive Anwendungen und dichte Speicher-Instances (D2), welche eine hohe Speicherungsdichte und sequentielle E/A-Leistung für Data Warehouses, Hadoop und sonstige speicherintensive Anwendungen sorgen. Bei der Auswahl des Instance-Typs sollten Sie die Merkmale Ihrer Anwendung hinsichtlich Ressourcenauslastung berücksichtigen (d.h. CPU, Arbeitsspeicher, Speicher) und die optimale Instance-Familie und -Größe entsprechend auswählen.

F: M1- und M3-Standard-Instances haben dasselbe Verhältnis von CPU zu Arbeitsspeicher. Wann sollte einer Instance gegenüber der anderen der Vorzug gegeben werden?

M3-Instances bieten für die meisten Anwendungsfälle eine bessere, einheitlichere Leistung als M1-Instances. Für eine höhere E/A-Leistung bieten M3-Instances außerdem einen SSD-basierten Instance-Speicher. M3-Instances sind zudem kostengünstiger als M1-Instances. Aus diesen Gründen empfehlen wir M3 für Anwendungen, die Instances für allgemeine Zwecke und ausgeglichenen Datenverarbeitungs-, Arbeitsspeicher- und Netzwerkressourcen benötigen. Wenn Sie hingegen mehr Festplattenspeicher benötigen, als M3-Instances bieten, eignen sich M1-Instances ggf. weiterhin für die Ausführung Ihrer Anwendungen.

 

F: Was ist eine "EC2-Recheneinheit" und warum wurde sie eingeführt?

Der Wechsel zu einem nutzungsgeprägten Rechenmodell ändert die Art und Weise, wie Entwickler über CPU-Ressourcen denken. Anstatt einen bestimmten Prozessor für mehrere Monate oder Jahre zu erwerben oder zu leasen, wird jetzt Kapazität stundenweise gemietet. Da Amazon EC2 auf allgemein verfügbarer Hardware beruht, kann es im Laufe der Zeit mehrere verschiedene Arten von physischer Hardware geben, die den EC2-Instances zu Grunde liegt. Unser Ziel besteht darin, unabhängig von der tatsächlich zu Grunde liegenden Hardware eine gleichbleibende Menge an CPU-Kapazität zu bieten.

Amazon EC2 setzt verschiedene Maßnahmen ein, um jede Instance mit einer gleichbleibenden und vorhersehbaren Menge an CPU-Kapazität zu versorgen. Um den Entwicklern den Vergleich zwischen den CPU-Kapazitäten der verschiedenen Instance-Typen zu erleichtern, haben wir eine Amazon EC2 Compute Unit (Recheneinheit) definiert. Die einer bestimmten Instance zugewiesene CPU-Menge wird in diesen EC2 Compute Units ausgedrückt. Um die Konsistenz und Vorhersehbarkeit der Leistung einer EC2 Compute Unit zu verwalten, werden verschiedene Benchmarks und Tests eingesetzt. Die EC2 Compute Unit (ECU) bietet einen relativen Maßstab der Rechenleistung einer Amazon EC2-Instance beim Rechnen mit ganzen Zahlen. Mit der Zeit werden wir möglicherweise weitere Größenwerte zur Definition einer ECU hinzufügen oder ersetzen, sofern Metriken gefunden werden, die Ihnen die Rechenkapazität besser verdeutlichen.

F: Wie sind Amazon EC2-Instance-Typen regional verfügbar?
Eine Liste aller Instances und regionalen Verfügbarkeiten finden Sie unter Amazon EC2 – Preise.


F: Wie verhindere ich, dass andere meine Systeme einsehen?

Sie verfügen über die vollständige Kontrolle über die Sichtbarkeit Ihrer Systeme. Die Sicherheitssysteme von Amazon EC2 ermöglichen Ihnen das Platzieren Ihrer laufenden Instances in beliebige Gruppen Ihrer Wahl. Über die Web-Service-Schnittstelle können Sie dann angeben, welche Gruppen mit welchen anderen Gruppen kommunizieren dürfen sowie welche IP-Subnetze im Internet welche Gruppen ansprechen dürfen. Auf diese Weise können Sie den Zugriff auf Ihre Instances in unserer hochdynamischen Umgebung kontrollieren. Selbstverständlich sollten Sie Ihre Instances ebenso sichern wie andere Server auch.

F: Kann ich zum Zweck der Sicherheitsanalyse und Behebung von Betriebsproblemen einen Verlauf aller EC2-API-Aufrufe abrufen, die für mein Konto erfolgt sind?

Ja. Zum Abrufen eines Verlaufs aller EC2-API-Aufrufe (einschließlich VPC und EBS), die für Ihr Konto erfolgt sind, müssen Sie einfach CloudTrail in der AWS Management Console aktivieren.  Weitere Informationen finden Sie auf der Startseite von CloudTrail

 

F: Wo erhalte ich weitere Informationen zur Sicherheit von AWS?

Weitere Informationen zur Sicherheit von AWS finden Sie im Whitepaper Amazon Web Services: Sicherheitsprozesse im Überblick sowie im Handbuch Windows on Amazon EC2 Security Guide.


F: Weshalb gibt es eine Beschränkung auf fünf Elastic IP-Adressen pro Region?

Öffentliche (IPv4) Internetadressen sind ein knappes Gut. Öffentlicher IP-Raum steht nur begrenzt zur Verfügung und Amazon EC2 ist bestrebt, bei der effizienten Nutzung dieses Raums behilflich zu sein.

Standardmäßig sind alle Konten auf fünf Elastic IP-Adressen pro Region beschränkt. Wenn Sie mehr als fünf Elastic IP-Adressen benötigen, beantragen Sie bitte eine Anhebung des Limits. Denken Sie dabei noch einmal über Ihren Anwendungsfall nach und helfen Sie uns zu verstehen, weshalb Sie weitere Adressen benötigen. Sie können hier weitere Elastic IP-Adressen beantragen. Die Erhöhung gilt nur für die Region, für die sie beantragt wurde.

F: Weshalb werden Gebühren erhoben, wenn meine Elastic IP-Adresse nicht einer laufenden Instance zugeordnet ist?

Um unseren Kunden dabei zu helfen, die Elastic IP-Adressen effizient einzusetzen, erheben wir für jede Adresse, die nicht einer laufenden Instance zugeordnet ist, eine geringe Gebühr pro Stunde.

F: Benötige ich für jede laufende Instance eine Elastic IP-Adresse?

Nein. Sie benötigen nicht für alle Ihre Instances eine Elastic IP-Adresse. Standardmäßig ist jede Instance mit einer privaten IP-Adresse und einer im Internet routbaren öffentlichen IP-Adresse ausgestattet. Die private Adresse wird ausschließlich dieser Instance zugeordnet und wird nur an Amazon EC2 zurückgegeben, wenn die Instance beendet oder gekündigt wird. Die öffentliche Adresse wird ausschließlich dieser Instance zugeordnet, bis sie gestoppt, beendet oder durch eine Elastic IP-Adresse ersetzt wird. Diese IP-Adressen sollten für viele Anwendungen angemessen sein, bei denen kein langlebiger im Internet routbarer Endpunkt benötigt wird. Rechen-Cluster, Web-Crawling und Back-End-Services sind Beispiele für Anwendungen, bei denen üblicherweise keine Elastic IP-Adressen erforderlich sind.

F: Wie lange dauert die Neuzuordnung einer Elastic IP-Adresse?

Die Neuzuordnung dauert derzeit ab Ihrer Anweisung an uns, die Elastic IP-Adresse neu zuzuordnen, bis zu ihrer vollständigen Verbreitung in unserem System, einige Minuten.

F: Kann ich den Reverse-DNS-Eintrag für meine Elastic IP-Adresse konfigurieren?

Ja, Sie können den Reverse DNS Eintrag für Ihre Elastic IP-Adresse konfigurieren, füllen Sie hierzu dieses Formular aus. Beachten Sie, dass ein entsprechender Forward-DNS-Eintrag vorhanden sein muss, der auf diese Elastic IP-Adresse zeigt, bevor wir den Reverse-DNS-Eintrag erstellen können.


 

F: Wie isoliert sind Availability Zones voneinander?

Jede Availability Zone wird auf ihrer eigenen physisch getrennten unabhängigen Infrastruktur ausgeführt und ist auf hohe Zuverlässigkeit ausgelegt. Übliche Fehlerquellen wie Generatoren und Kühlanlagen werden nicht von mehreren Availability Zones geteilt. Die physische Trennung sorgt außerdem dafür, dass sogar bei äußerst seltenen Katastrophen wie Bränden, Stürmen oder Überflutungen nur eine Availability Zone betroffen ist.

 

F: Wird Amazon EC2 in mehr als einer Region ausgeführt?

Ja. Weitere Informationen über unsere Produkte und Services sowie deren Verfügbarkeit nach Regionen finden Sie unter Regionale Produkte und Services.

 

F: Wie kann ich sicherstellen, dass ich mich in derselben Availability Zone wie ein anderer Entwickler befinde?

Derzeit besteht keine Möglichkeit, Starts mehrerer AWS-Entwicklerkonten in derselben Availability Zone zu koordinieren. Der Name einer Availability Zone (z. B. us-east-1a) in zwei AWS-Kundenkonten kann sich auf zwei verschiedene physische Availability Zones beziehen.

 

F: Wenn ich Daten unter Nutzung öffentlicher IP-Adressen zwischen Availability Zones übertrage, werden dann die Gebühren für die regionale Datenübertragung zweimal erhoben (einmal, da die Übertragung zonenübergreifend ist, und ein zweites Mal, weil ich öffentliche IP-Adressen verwende)?

Nein. Die Tarife für die regionale Datenübertragung gelten dann, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt, werden jedoch für eine bestimmte Instance nur einmal berechnet, auch wenn beide vorliegen:

  • Die andere Instance befindet sich unabhängig vom verwendeten Adressentyp in einer anderen Availability Zone.
  • Es werden ungeachtet der Availability Zone, in der sich die andere Instance befindet, öffentliche IP-Adressen oder Elastic IP-Adressen verwendet.

F: Welche Netzwerkfunktionen sind in dieser Lösung enthalten?

Wir unterstützen derzeit optimierte Netzwerkfunktionen mithilfe von SR-IOV (Single Root I/O Virtualization). SR-IOV ist eine Methode der Gerätevirtualisierung, die im Vergleich zu herkömmlichen Implementierungen eine höhere E/A-Leistung und niedrigere CPU-Auslastung bietet. Für unterstützte Amazon EC2-Instances bietet diese Funktion eine höhere PPS-Leistung (Pakete pro Sekunde), kürzere Latenzen zwischen Instances und sehr niedrigen Netzwerk-Jitter.

F: Weshalb sollte ich Enhanced Networking verwenden?

Wenn Ihre Anwendungen von einer hohen PPS-Leistung und/oder einem Netzwerkbetrieb mit kurzer Latenz profitieren, bietet Enhanced Networking eine wesentlich verbesserte einheitliche Leistung und Skalierbarkeit.

F: Wie kann ich Enhanced Networking für unterstützte Instances aktivieren?

Zum Aktivieren dieser Funktion müssen Sie ein HVM AMI mit dem entsprechenden Treiber starten. X1- und m4.16xlarge-Instances bieten für Enhanced Networking die ENA-Schnittstelle (Elastic Network Adapter) mit dem Linux-Treiber "ena". Die Instances C3, C4, R3, I2, M4 (außer m4.16xlarge) und D2 verwenden Intel® 82599g Virtual Function Interface mit dem Linux-Treiber "ixgbevf". Das Amazon Linux-AMI beinhaltet diese beiden Treiber standardmäßig. Für AMIs, die diese Treiber nicht beinhalten, müssen Sie die entsprechenden Treiber basierend auf den zu verwendenden Instance-Typen herunterladen und installieren. Sie können nach Linux- oderWindows-Anweisungen vorgehen, um Enhanced Networking in AMIs zu aktivieren, die den SR-IOV-Treiber nicht standardmäßig enthalten. Enhanced Networking wird nur in Amazon VPC unterstützt.

F: Fällt für die Nutzung von Enhanced Networking eine zusätzliche Gebühr an?

Nein, für Enhanced Networking fällt keine Zusatzgebühr an. Um in den Genuss von Enhanced Networking zu kommen, müssen Sie das entsprechende AMI für einen unterstützten Instance-Typ in einer VPC starten.

F: Warum wird Enhanced Networking nur in Amazon VPC unterstützt?

Amazon VPC ermöglicht uns, Ihnen viele erweiterte Netzwerkfunktionen bereitzustellen, die in EC2-Classic nicht möglich sind. Enhanced Networking ist ein weiteres Beispiel einer von Amazon VPC ermöglichten Funktionalität.

F: Welche Instance-Typen unterstützen Enhanced Networking?

Zur Zeit wird Enhanced Networking von den Instances C3, C4, D2, I2, M4 und R3 unterstützt. X1-, P2 und m4.16xlarge-Instances bieten für Enhanced Networking die ENA-Schnittstelle (Elastic Network Adapter). Die Instances C3, C4, R3, I2, M4 (außer m4.16xlarge) und D2 verwenden Intel® 82599 Virtual Function Interface.


F: Was geschieht mit meinen Daten, wenn ein System außer Betrieb genommen wird?

Die in einem lokalen Instance-Speicher gespeicherten Daten bestehen nur so lange, wie die Instance aktiv ist. Daten, die auf einem Amazon EBS-Volume gespeichert sind, bleiben jedoch unabhängig von der Nutzungsdauer der Instance dauerhaft erhalten. Daher wird empfohlen, den lokalen Instance-Speicher für temporäre Daten zu verwenden. Für eine höhere Datenbeständigkeit wird empfohlen, Amazon EBS-Volumes zu verwenden oder die Daten auf Amazon S3 zu sichern. Wenn Sie ein Amazon EBS-Volume als Stammpartition verwenden, müssen Sie das Kennzeichen "Delete on Terminate" (Beim Beenden löschen) auf "N" setzen, wenn Ihr Amazon EBS-Volume außerhalb der Lebensdauer der Instance bestehen soll.

 

F: Welche Leistung kann ich von Amazon EBS-Volumes erwarten?

Amazon EBS bietet drei Volume-Typen: Standard-Volumes (SSD), Bereitgestellte E/A\Sek.-Volumes (SSD) und Magnetfestplatten-Volumes. Diese Volume-Typen unterscheiden sich bei den Leistungsmerkmalen und im Preis, sodass Sie die Speicherleistung und -kosten an die Anforderungen Ihrer Anwendungen anpassen können. Weitere Informationen zur Leistung finden Sie auf der Seite zu den EBS-Produktdetails.

Weitere Informationen über die Leistung von Amazon EBS finden Sie im EBS-Abschnitt des Amazon EC2-Benutzerhandbuchs.

F: Worum handelt es sich beim Volumentyp EBS-Standard-Volumes (SSD)?

Die EBS-Standard-Volumes (SSD) werden durch die gleiche Technologie unterstützt, die auch in Bereitgestellten E/A\Sek.-Volumes (SSD) vorgefunden wird. Der Volumentyp EBS-Standard-Volume (SSD) wurde für eine Verfügbarkeit von 99,999 % und eine große Palette von Anwendungsfällen wie beispielsweise Start-Volumes, kleine und mittelgroße Datenbanken sowie Entwicklungs- und Testumgebungen entwickelt. EBS-Standard-Volumes (SSD) erreichen ein Verhältnis von 3 E/A\Sek. pro GB, bieten Latenz im einstelligen Millisekundenbereich und besitzen die Fähigkeit, für kurze Zeit 3.000 E/A\Sek. zu erreichen.

F: Welchen Volume-Typ sollte ich wählen?

Kunden können nun aus drei EBS-Volume-Typen denjenigen wählen, der die Anforderungen ihrer Verarbeitungslasten am besten erfüllt: Standard-Volumes (SSD), Bereitgestellte E/A\Sek.-Volumes (SSD) und Magnetfestplatten-Volumes. Standard-Volumes (SSD) sind der neue SSD-gestützte EBS-Volume-Typ für allgemeine Zwecke, den wir Kunden als Standardoption empfehlen. Standard-Volumes (SSD) sind für ein breites Spektrum von Arbeitslasten einschließlich kleiner und mittelgroßer Datenbanken sowie Entwicklungs- und Testumgebungen geeignet und ideal für Start-Volumes. Bereitgestellte E/A\Sek.-Volumes (SSD) bieten Speicher mit einheitlicher Leistung und kurzer Latenz und eignen sich für Anwendungen mit E/A-intensiven Verarbeitungslasten wie z. B. große relationale oder NoSQL-Datenbanken. Magnetfestplatten-Volumes verursachen die niedrigsten Kosten pro GB aller EBS-Volume-Typen. Magnetfestplatten-Volumes sind ideal für Arbeitslasten mit seltenen Datenzugriffen und Szenarien, bei denen die Speicherkosten so niedrig wie möglich sein sollen.

 

 

 

 

F: Wird der Zugriff von mehreren Instances auf ein einziges Volume unterstützt?

Sie können einer Instance mehrere Volumes zuordnen, derzeit ist es jedoch nicht möglich, einem Volumes mehrere Instances zuzuordnen.

 

F: Kann ich mit den normalen Amazon S3-APIs auf meine EBS-Snapshots zugreifen?

Nein, EBS-Snapshots sind nur über die Amazon EC2-APIs verfügbar.

 

F: Muss die Bereitstellung von Volumes aufgehoben werden, um einen Snapshot erstellen zu können? Muss die Erstellung des Snapshots abgeschlossen sein, bevor das Volume wieder verwendet werden kann?

Nein, Snapshots können in Echtzeit erstellt werden, während das Volume bereitgestellt ist und verwendet wird. Snapshots erfassen jedoch nur Daten, die auf Ihren Amazon EBS-Datenträger geschrieben wurden. Darin sind möglicherweise nicht die Daten enthalten, die lokal von Ihrer Anwendung oder dem Betriebssystem in den Zwischenspeicher geschrieben wurden. Um die einheitliche Erstellung von Snapshots auf Datenträgern sicherzustellen, die einer Instance zugeordnet sind, wird empfohlen, die Zuordnung des Datenträgers sauber zu trennen, den Snapshot-Befehl auszuführen und anschließend den Datenträger erneut zuzuordnen. Bei Amazon EBS-Datenträgern, die als Root-Geräte dienen, wird empfohlen, den Rechner herunterzufahren, um einen sauberen Snapshot zu erstellen.

 

F: Gibt es verschiedene Versionen von Snapshots? Kann ich einen älteren Snapshot einlesen, um eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung durchzuführen?

Jeder Snapshot verfügt über eine eindeutige Kennzeichnung. Volumes können auf Grundlage eines beliebigen vorhandenen Snapshots erstellt werden.

 

 

F: Welche Gebühren werden für die Verwendung von freigegebenen Amazon EBS-Snapshots erhoben?

Wenn Sie einen Snapshot freigeben, werden Ihnen keine Gebühren berechnet, wenn andere Benutzer eine Kopie Ihres Snapshots erstellen. Wenn Sie eine Kopie eines freigegebenen Datenträgers eines anderen Benutzers anfertigen, werden Ihnen die normalen EBS-Tarife berechnet.

 

F: Können Benutzer meiner freigegebenen Amazon EBS-Snapshots meine Daten ändern?

Benutzer mit der Berechtigung zum Erstellen von Datenträgern basierend auf Ihren freigegebenen Snapshots erstellen zunächst eine Kopie des Snapshots in ihrem Konto. Benutzer können eigene Kopien der Daten ändern, aber die Daten in Ihrem ursprünglichen Snapshot sowie alle anderen Datenträger, die von anderen Benutzern aus Ihrem ursprünglichen Snapshot erstellt wurden, bleiben unverändert.

 

F: Wie finde ich Amazon EBS-Snapshots, die für mich freigegeben wurden?

Sie finden Snapshots, die für Sie freigegeben wurden, indem Sie über die AWS Management Console im Abschnitt Snapshots aus dem Anzeigeauswahlfeld die Option "Private Snapshots" auswählen. In diesem Abschnitt werden sowohl Ihre eigenen Snapshots als auch die Snapshots angezeigt, die für Sie freigegeben wurden.

 

F: Wie finde ich heraus, welche Amazon EBS-Snapshots global freigegeben sind?

Sie können Snapshots finden, die global freigegeben wurden, indem Sie über die AWS Management Console im Abschnitt "Snapshots" im Anzeigeauswahlfeld "Public Snapshots" auswählen.

F: Wird die Verschlüsselung von Amazon EBS-Volumes oder -Snapshots angeboten?

Ja. EBS bietet eine reibungslose Verschlüsselung von Daten-Volumes und -Snapshots. Die EBS-Verschlüsselung erleichtert das Erfüllen von Compliance-Anforderungen an Sicherheit und Verschlüsselung.

 

F: Wie finde ich eine Liste der öffentlichen Datensätze bei Amazon?

Alle Informationen zu öffentlichen Datensätzen sind in unserem Ressourcenzentrum für öffentliche Datensätze verfügbar. Sie können außerdem eine Liste aller öffentlichen Datensätze über die AWS Management Console erhalten, indem Sie im Abschnitt "Snapshots" im Anzeigeauswahlfeld "Amazon Snapshots" auswählen.

F: Wo kann ich mehr über EBS erfahren?

Sie können die Seite mit den häufig gestellten Fragen besuchen.


F: Welches ist das kleinste Zeitintervall für die Daten, die von Amazon CloudWatch empfangen und angesammelt werden?

Metriken werden in Intervallen von einer Minute empfangen und angesammelt.

F: Welche Betriebssysteme werden von Amazon CloudWatch unterstützt?

Amazon CloudWatch empfängt Metriken und stellt diese allen Amazon EC2-Instances bereit. Es ist davon auszugehen, dass Amazon CloudWatch derzeit ebenfalls alle Betriebssysteme unterstützt, die auch vom Amazon EC2-Service unterstützt werden.

F: Gehen die Metrikdaten verloren, wenn die Überwachung für eine Amazon EC2-Instance deaktiviert wird?

Sie können die Daten für jede Amazon EC2-Instance bis zu zwei Wochen lang ab Beginn der Überwachung abrufen. Nach zwei Wochen sind die Metrikdaten für eine Amazon EC2-Instance nicht mehr verfügbar, wenn die Überwachung dieser Amazon EC2-Instance deaktiviert wurde. Wenn Sie die Metrikdaten über zwei Wochen hinaus archivieren möchten, geben Sie in die Befehlszeile den Befehl "mon-get-stat" ein und speichern Sie die Ergebnisse in Amazon S3 oder Amazon SimpleDB.

F: Kann ich auf die Metrikdaten einer beendeten Amazon EC2-Instance oder eines gelöschten Elastic Load Balancers zugreifen?

Ja. Amazon CloudWatch speichert die Metrikdaten für beendete Amazon EC2-Instances oder gelöschte Elastic Load Balancers zwei Wochen lang.

F: Ist die Überwachungsgebühr von Amazon CloudWatch abhängig von dem Typ der Amazon EC2-Instance, die überwacht wird?

Nein, die Überwachungsgebühr von Amazon CloudWatch ist nicht abhängig vom Amazon EC2-Instance-Typ.

F: Warum sieht die Abbildung desselben Zeitfensters für fünfminütige Zeitspannen anders aus als für einminütige Zeitspannen?

Wenn Sie dasselbe Zeitfenster für eine fünfminütige bzw. eine einminütige Zeitspanne ansehen, fällt Ihnen möglicherweise auf, dass die Datenpunkte an verschiedenen Stellen des Grafen angezeigt werden. Amazon CloudWatch sucht alle verfügbaren Datenpunkte und kalkuliert für die Zeitspanne, die Sie auf Ihrem Grafen festgelegt haben, einen einzigen Gesamtpunkt, um die gesamte Zeitspanne darzustellen. Im Fall einer fünfminütigen Zeitspanne wird der einzelne Datenpunkt an den Anfang des fünfminütigen Zeitfensters gesetzt. Im Fall einer einminütigen Zeitspanne wird der einzelne Datenpunkt an die Markierung für eine Minute gesetzt. Die einminütige Zeitspanne empfiehlt sich zur Fehlerbehebung und für andere Aktivitäten, bei denen es auf eine äußerst genaue grafische Darstellung der Zeitspannen ankommt.


F: Kann ich meine Amazon EC2-Kapazität schnell nach oben, aber langsam nach unten skalieren?

Ja. Sie können beispielsweise eine Bedingung für das Skalieren Ihrer Amazon-EC2-Kapazität um 10 % nach oben sowie eine Bedingung für das Skalieren um 5 % nach unten definieren.

F: Was geschieht, wenn eine Skalierung dazu führt, dass mein Amazon EC2-Grenzwert für Instances erreicht wird?

Der Auto Scaling-Service kann keine Skalierung vornehmen, wenn der Amazon EC2-Grenzwert für Instances, die Sie ausführen können, erreicht ist. Wenn Sie weitere Amazon EC2-Instances benötigen, füllen Sie das Antragsformular für Amazon EC2-Instances aus.

F: Was geschieht mit meinen Amazon EC2-Instances, wenn ich meine Auto Scaling-Gruppe lösche?

Wenn Sie eine Auto Scaling-Gruppe mit laufenden Instances haben und die Auto Scaling-Gruppe löschen, werden die Instances beendet und die Auto Scaling-Gruppe wird gelöscht.


F: Welche Load Balancing-Optionen bietet der Elastic Load Balancing-Service?

Elastic Load Balancing bietet Ihnen zwei Typen von Load Balancern, die beide hohe Verfügbarkeit, automatische Skalierung und robuste Sicherheit gewährleisten. Dabei handelt es sich zum einen um den Classic Load Balancer, bei dem der Datenverkehr basierend auf Anwendungs- oder Netzwerkinformationen verteilt wird, und zum anderen um den Application Load Balancer, bei dem der Datenverkehr auf erweiterten Anwendungsinformationen verteilt wird, die die Inhalte der Anfrage beinhalten.

F: Wann sollte ich den Classic Load Balancer und wann den Application Load Balancer verwenden?

Der Classic Load Balancer eignet sich ideal für die einfache Lastverteilung über mehrere EC2-Instances, während der Application Load Balancer perfekt für Anwendungen, die erweiterte Routing-Funktionen benötigen, Micro-Services und Container-basierte Architekturen ist. Weitere Informationen erhalten Sie unter Elastic Load Balancing.


F: Was ist eine Reserved Instance?

Mit Reserved Instances erhalten Sie einen Rabatt auf die Nutzung von EC2-Instances und eine reservierte Kapazität bei der Anwendung in einer bestimmten Availability Zone. So können Sie sich darauf verlassen, dass Sie Ihre reservierten Instances bei Bedarf auch starten können.

F: Was ist der Unterschied zwischen einer Reserved Instance und einer On-Demand-Instance?

Wird eine Instance On-Demand ausgeführt, zahlen Sie den On-Demand-Tarif. Wird eine Reserved Instance einer Instance zugewiesen, zahlen Sie den rabattierten Stundentarif für die Nutzung der Reserved Instance. Wird die Reserved Instance auf eine bestimmte Availability Zone angewandt, wird für die Instance Kapazität reserviert.

F: Worin besteht der Kapazitätsvorteil einer Reserved Instance?

Wenn eine Reserved Instance einer bestimmten Availability Zone zugewiesen ist, wird damit Instance-Kapazität entsprechend der Konfiguration der Reserved Instance reserviert. Ihr Vorteil: Sie können sich vollständig darauf verlassen, dass Sie Ihre Instances in einer bestimmten Availability Zone auch genau dann starten können, wenn sie benötigt werden.

F: Sind Reserved Instances tatsächliche Instances?

Reserved Instances sind keine physischen Instances, dementsprechend müssen sie nicht gestartet werden. Reserved Instances sind ein EC2-Angebot, das Ihnen einen Rabatt auf Ihre Instance-Nutzung und eine Kapazitätsreservierung bietet, wenn sie bestimmten Availability Zones zugewiesen werden.

F: Gelten Reserved Instances auch für Spot Instances oder solche, die über einen Dedicated Host laufen?

Nein, Reserved Instances gelten nicht für Spot Instances oder solche, die über einen Dedicated Host laufen. Eine Möglichkeit, Kosten für die Nutzung von Dedicated Hosts zu senken, ist der Erwerb von Dedicated Host Reservations.

F: Wie erwerbe ich eine Reserved Instance?

Sie können Reserved Instances über die AWS Management Console oder AWS-Befehlszeilenschnittstelle (CLI) erwerben. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Erste Schritte.

F: Wie erwerbe ich eine Reserved Instance für eine bereits laufende Instance?

Sie können eine Reserved Instance für eine bereits laufende Instance erwerben, indem Sie eine Reserved Instance erwerben, die den Attributen der laufenden Instance entspricht. Dabei müssen Instance-Typ, Region oder Availability Zone, Mandantenfähigkeit und Plattform übereinstimmen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Erste Schritte.

F: Wann empfiehlt sich der Erwerb einer Reserved Instance für eine bestimmte Availability Zone?

Der Erwerb einer Reserved Instance für eine bestimmte Availability Zone empfiehlt sich, wenn Sie reservierte Kapazität benötigen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Sie Ihre Reserved Instance einer Region zuweisen und so von einer breiteren Anwendbarkeit Ihres Reserved Instance-Tarifs profitieren.

F: Ich habe Reserved Instances erworben, die bestimmten Availability Zones zugewiesen sind. Wie weise ich sie einer Region zu?

Sie können Ihre Reserved Instances einer Region zuweisen, indem Sie in der EC2 Management Console den Geltungsbereich "Scope of the Reserved Instance" von "Availability Zone" zu "Region" ändern. Wenn Sie in der AWS-Konsole neue Reserved Instances erwerben, ist Reserved Instances standardmäßig der Geltungsbereich "Region" zugewiesen.

F: Wie weist AWS meinen Reserved Instance-Tarif der Instance-Nutzung in unterschiedlichen Availability Zones zu?

Wenn Ihre Reserved Instance einer Region zugewiesen ist, wendet AWS Ihren Reserved Instances-Tarif nach Reihenfolge der Aktivierung an.

F: Kann ich kontrollieren, welche Instances zu einem geringeren Tarif abgerechnet werden?

Nein, AWS orientiert sich automatisch daran, welche Instances nach den geringeren Tarifen abgerechnet werden, damit sichergestellt ist, dass Sie stets den geringstmöglichen Betrag zahlen müssen. Weitere Informationen zur stündlichen Abrechnung und deren Anwendung auf Reserved Instances finden Sie in Preisvorteile und Zahlungsoptionen.

F: Kann ich die Zuweisung meiner Standard Reserved Instance von einem Instance-Typ (z. B. c1.xlarge) in einen anderen (z. B. m1.large) ändern?

Nein. Eine Standard Reserved Instance wird einem bestimmten Instance-Typen für die Dauer ihrer Laufzeit fest zugeordnet. Bei einer Linux/UNIX Reserved Instance können Sie allerdings innerhalb desselben Typs von einem Instance-Typ (z. B. c3.large) zu einem anderen (z. B. c3.xlarge) wechseln. Wenn Sie flexibel zwischen Instance-Typen wechseln können möchten, empfehlen wir den Erwerb einer Convertible Reserved Instance. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Convertible Reserved Instances" der häufig gestellten Fragen.

F: Hat meine Reserved Instance Gültigkeit für Instances, die ich starte, ohne ihnen eine Availability Zone zuzuweisen?

Wenn Sie eine Reserved Instance erworben haben und diese einer Region zugewiesen ist, hat der Reserved Instance-Tarif Gültigkeit für diese Instance. Wenn Sie Ihrer Reserved Instance eine bestimmte Availability Zone zugewiesen haben, die mit der Availability Zone der Instance nicht übereinstimmt, hat die Reserved Instance keine Gültigkeit für die Instance.

F: Wir wirken sich die Zahlungsoptionen auf meine Rechnung aus?

Wenn Sie Reserved Instances mit der Zahlungsoption "Komplette Vorauszahlung" erwerben, leisten Sie in einer Vorauszahlung für die gesamte Laufzeit der Reservierung.

Wenn Sie ein Konto mit einer erfolgreichen Fakturierungshistorie haben, können Sie die Option „Keine Vorauszahlung“ wählen. Der gesamte Wert der Reservierung wird auf alle Stunden in der Laufzeit verteilt und Ihnen wird jede Stunde der Laufzeit ungeachtet der Nutzung in Rechnung gestellt.

Die dritte Zahlungsoption heißt "Teilweise Vorauszahlung". Sie leisten eine niedrige Vorauszahlung und anschließend wird Ihnen ein niedriger Stundentarif für die Dauer der Laufzeit in Rechnung gestellt.

F: Wann werden Reserved Instances aktiviert?

Der Rechnungsrabatt und die Kapazitätsreservierung werden aktiviert, sobald Ihre Zahlung erfolgreich genehmigt wurde. Sie können den Status Ihrer Reservierung (pending = ausstehend | active = aktiv | retired = zurückgezogen) Ihrer Reservierungen auf Ihrer Amazon EC2-Konsole auf der Seite "Reserved Instances" einsehen.

F: Kann ich meine Reserved Instances mit Windows verwenden, um ein Windows mit SQL Standard Server AMI zu verwenden?

Ja. Reservierungen für Instances zur Ausführung von Microsoft Windows Server und Microsoft SQL Server sind in jeder Region verfügbar. Preisinformationen und zusätzliche Details erhalten Sie auf der Seite In Amazon EC2 ausgeführte Windows Server und SQL Server.

F: Wie funktionieren Reserved Instances mit konsolidierter Fakturierung?

Dem Konto, unter dem Sie eine Reserved Instance erwerben, wird die Kapazitätsreservierung zugewiesen. Unser System optimiert automatisch, welche Instances zu dem geringeren Tarif berechnet werden, um sicherzustellen, dass das zahlende Konto immer den geringsten Betrag zahlt.

Im Hinblick auf Volumenrabattstufen verwendet AWS bei der konsolidierten Fakturierung den aggregierten Gesamtlistenpreis Ihrer aktiven Reservierungen in allen Ihren konsolidierten Konten, um zu ermitteln, welche Volumenrabattstufe angesetzt wird. Volumenrabattstufen werden zum Zeitpunkt des Kaufs bestimmt, daher sollten Sie die konsolidierte Fakturierung vor dem Kauf von Reserved Instances aktivieren, um sicherzustellen, dass Sie von der höchst möglichen Volumenrabattstufe profitieren, für die Sie sich mit Ihren konsolidierten Konten qualifizieren.

F: Wie funktionieren die Volumenrabattstufen?

Wenn Sie Reserved Instances in einer Region erworben haben und deren gesamte Werte einen von AWS bestimmten Wert erreichen, erhalten Sie bei künftigen Käufen von Reserved Instances in dieser Region automatisch Rabatte auf Ihre Vorauszahlungen und Stundensätze.

Die Rabatte werden auf Grundlage des Gesamtlistenwerts (d. h. nicht rabattierten Preises) für die Vorauszahlungen für die aktiven Reservierungen in der jeweiligen Region berechnet. Ihr Gesamtlistenwert ist die Summe aller erwarteten Zahlungen für eine Reservierung während der Laufzeit einschließlich Vorauszahlungen und wiederkehrender Stundensätze. Es gibt die folgenden Volumenrabattstufen:

  • 0 bis 500 000 USD: Vorauszahlung – 0 %, Stundensatz – 0 %
  • 500 000 bis 4 000 000 USD: Vorauszahlung – 5 %, Stundensatz – 5 %
  • 4 000 000 bis 10 000 000 USD: Vorauszahlung – 10 %, Stundensatz – 10 %
  • Über 10 000 000 USD: Kontaktieren Sie uns

Wenn Sie in einer einzelnen Region über aktive Reserved Instances mit einem Gesamtlistenwert von über 500 000 USD verfügen, erhalten Sie bei allen künftigen Käufen in dieser Region automatisch einen Rabatt von 5 % auf Vorauszahlungen und Stundensätze. Rabatte gelten für neue Reservierungen weiterhin, solange Sie die Voraussetzungen der jeweiligen Volumenrabattstufe erfüllen.

Beispiel: Angenommen, Sie verfügen aktuell über aktive reservierte Instanzen im Wert von 400,000 USD in der Region us-east-1. Sie möchten 75 Reserved Instances mit einem Listenwert von je 2 000 USD kaufen. Ohne Rabattstufen beliefe sich der Preis auf 150 000 USD.

Für die ersten 100 000 USD dieses Kaufs würde kein Rabatt (0 Prozent) berechnet. Auf die restlichen 50 000 USD dieses Kaufs würde ein Rabatt von 5 % gewährt, sodass Ihnen nur 47 500 USD für die gesamte Laufzeit berechnet würden, und zudem würden Sie rabattierte Stundensätze für diese Reservierungen zahlen.

Weitere Informationen zu den Volumenrabattstufen erhalten Sie unter Understanding Reserved Instance Discount Pricing Tiers.

F: Qualifizieren sich Convertible Reserved Instances für Volumenrabatte?

Nein. Allerdings wirkt sich jede von Ihnen erworbene Convertible Reserved Instance positiv auf Ihren Volumenrabattstatus auf.  

F: Wie berechne ich den Listenwert einer Reserved Instance?

Es folgt ein Beispiel einer Listenwertberechnung für Reserved Instances mit dreijähriger Laufzeit und teilweiser Vorauszahlung:

Wert des Volumenrabatts bei dreijähriger Laufzeit und teilweiser Vorauszahlung in USA Ost

Vorauszahlung (USD)

Wiederkehrender Stundensatz (USD)

Wiederkehrender Stundenwert

Listenwert

m3.xlarge

1 345 USD

0,060 USD

1 577 USD

2 922 USD

c3.xlarge

1 016 USD

0,045 USD

1 183 USD

2 199 USD

  • 26 280 Stunden bei dreijähriger Laufzeit angenommen
  • Wiederkehrender Stundenwert = Wiederkehrender Stundensatz (USD) x Stunden in Laufzeit
  • Listenwert = Vorauszahlung (USD) + Wiederkehrender Stundenwert

F: Ich erhalte bereits Rabatte beim Kauf meiner Reserved Instances. Erhalte ich auch Volumenrabatte?

Nein. Rabatte basierend auf Volumenrabattstufen werden nicht kumulativ zu anderen Rabatten für Käufe von Reserved Instances gewährt.

F: Ändern sich die Kosten meiner Reserved Instances, wenn ich aufgrund meines künftigen Volumens für andere Rabattstufen in Frage komme?

Volumenrabatte werden zum Zeitpunkt des Kaufs ermittelt. Neue Käufe werden entsprechend der Volumenrabattstufe rabattiert, für die Sie berechtigt sind. Reserved Instances werden für die gesamte Laufzeit zum selben Tarif in Rechnung gestellt.

Beispiel: Wenn Sie Reserved Instances im Wert von 520 000 USD haben und Reservierungen im Wert von 50 000 USD im Reserved Instance Marketplace verkaufen, zahlen Sie für die restliche Laufzeit Ihrer Reservierungen im Wert von 470 000 USD weiter den rabattierten Tarif. Wenn Sie Reservierungen im Wert von 470 000 USD haben und weitere im Wert von 50 000 USD kaufen, gilt für alle Reserved Instances über 500 000 USD eine Volumenrabattstufe.

F: Werden Amazon RDS-Käufe für Amazon EC2-Volumenrabattstufen angerechnet (und umgekehrt)?

Nein. Nur Käufe von Amazon EC2 Reserved Instances werden für Ihre Amazon EC2-Volumenrabattstufen angerechnet.

F: Was muss ich zum Kaufzeitpunkt tun, um Volumenrabatte zu erhalten?

Ihrerseits ist keine Aktion erforderlich. Sie erhalten die Volumenrabatte automatisch, wenn Sie die Reserved Instances über die PurchaseReservedInstance-API oder die Oberfläche der EC2 Management Console kaufen. Wenn Sie Reserved Instances im Wert von über 10 000 000 USD kaufen, kontaktieren Sie uns bezüglich weiterer über die automatisch angebotenen Rabatte hinausgehender Nachlässe.

F: Wie kann ich bestimmen, welche Volumenrabattstufe für mich gilt?

Informationen dazu, wie Sie Ihre aktuelle Volumenrabattstufe ermitteln, finden Sie im Abschnitt Understanding Reserved Instance Discount Pricing Tiers (Grundsätzliches über die Rabattstufen für Reserved Instances) im Amazon EC2-Benutzerhandbuch.

F: Ich habe eine Reserved Instance für einen Instance-Typ gekauft, der als für EBS optimierte Instance verfügbar ist. Kann ich diese Instance als für EBS optimierte Instance neu starten? Bekomme ich weiter den geringeren Tarif?

Wenn Sie schon eine Reservierung für einen Instance-Typ haben, der EBS-Optimierung unterstützt, können Sie die Instance als für EBS optimierte Instance neu starten. Sie zahlen den Stundentarif für die EBS-Optimierung zusätzlich zum Stundentarif für Ihre Instance.

F: Was ist eine Convertible Reserved Instance?
Convertible Reserved Instances sind eine Art Reserved Instances mit Attributen, die während der Laufzeit geändert werden kann.

F: Wann empfiehlt sich der Erwerb einer Convertible Reserved Instance statt einer Standard Reserved Instance?
Convertible Reserved Instances sind praktisch für Kunden, die sich auf eine 3-jährige Laufzeit für die Nutzung von EC2-Instances festlegen können – im Gegenzug erhalten sie einen erheblichen Rabatt auf ihre EC2-Tarife –, sich unsicher sind, welche Art Instance sie in der Zukunft benötigen werden, oder von Preisänderungen profitieren möchten.

F: Kann ich meine Convertible Reserved Instance zurückgeben und stattdessen eine andere Convertible Reserved Instance nutzen, wenn sich meine Anforderungen hinsichtlich Instance-Typ, Betriebssystem, Mandantenfähigkeit oder Zahlungsoption geändert haben?
Ja, Sie können bei einer Umwandlung Ihrer Convertible Reserved Instances Änderungen am Instance-Typ, Betriebssystem, an der Mandantenfähigkeit oder Zahlungsoption vornehmen.

F: Kann ich eine Convertible oder Standard Reserved Instance von einer Region in eine andere übertragen?
Nein, eine Reserved Instance wird einer bestimmten Region für die Dauer ihrer Laufzeit fest zugeordnet.

F: Wie ändere ich die Konfiguration einer Convertible Reserved Instance?
Sie können die Konfiguration Ihrer Convertible Reserved Instances über die EC2 Management Console oder die ExchangeReservedInstance-API ändern.

F: Fällt eine Gebühr für die Umwandlung meiner Convertible Reserved Instances an?
Nein, für die Umwandlung Ihrer Convertible Reserved Instances fällt keine Gebühr an. Möglicherweise müssen Sie aber eine einmalige Zahlung leisten, um eventuelle Preisunterschiede zwischen Ihren bisherigen Convertible Reserved Instances und den gewünschten neuen Convertible Reserved Instances auszugleichen.

F: Ändert sich das Enddatum der Laufzeit, wenn ich eine Convertible Reserved Instance umwandle?
Nein, die Laufzeit und ihr Enddatum Ihrer ursprünglichen Reserved Instances werden bei der Umwandlung auf die neuen Reserved Instances übertragen.

F: Wie funktionieren Convertible Reserved Instances?
Wandeln Sie eine Convertible Reserved Instance in eine andere um, wird durch eine Umrechnung in EC2 sichergestellt, dass der Gesamtwert der Convertible Reserved Instances gleich bleibt. Wenn Sie zum Beispiel eine Reserved Instance im Wert von 1.000 USD in eine andere Reserved Instance umwandeln, erhalten Sie Convertible Reserved Instances im Gegenwert von 1.000 USD (oder mehr). Sie können Ihre Convertible Reserved Instance nicht gegen (eine) Convertible Reserved Instance(s) mit einem geringeren Gesamtwert eintauschen.

F: Was bedeutet genau Gesamtwert?
Der Gesamtwert ist die Summe aller während der Laufzeit der Reserved Instance zu leistenden Zahlungen.

F: Wie berechnet sich genau der mögliche Aufschlag, den ich beim Austausch zum Ausgleich möglicher Preisunterschiede zwischen zwei Convertible Reserved Instances mit kompletter Vorauszahlung zu zahlen habe?
Nehmen wir einmal an, Sie haben eine Convertible Reserved Instance mit kompletter Vorauszahlung im Wert von 1.000 USD erworben und vorab bezahlt. Nach Ablauf der halben Laufzeit möchten Sie die Attribute der Reserved Instance ändern. Da erst die Hälfte der Laufzeit abgelaufen ist, verbleibt noch ein Guthaben von 500 USD für die Reserved Instance. Die Convertible Reserved Instance mit kompletter Vorauszahlung, die Sie stattdessen erwerben möchten, kostet aktuell 1 200 USD. Da genau die Hälfte der Laufzeit Ihrer Convertible Reserved Instance vorbei ist, beträgt der Gegenwert der neuen Convertible Reserved Instance 600 USD – die Hälfte des Gesamtpreises. Die von Ihnen zu leistende Ausgleichszahlung ist die Differenz der bereits von Ihnen geleisteten und der für die gewünschten Convertible Reserved Instances fälligen Vorabzahlung, also 600 USD minus 500 USD = 100 USD.

F: Und wie funktioniert die Umrechnung zwischen Convertible Reserved Instances ohne Vorauszahlung?
Anders als bei Convertible Reserved Instances mit Vorauszahlung ist hier keine Ausgleichszahlung zu leisten, da hier eine Umwandlung zwischen Reserved Instances stattfindet, für die keine Vorauszahlung getätigt wurde. Jedoch müssen die pro Stunde anfallenden Kosten vor der Umwandlung größer oder gleich der pro Stunde anfallenden Kosten nach der Umwandlung sein.

Beispiel: Sie haben eine Convertible Reserved Instance ohne Vorauszahlung (A) zum Preis von 0,10 USD/Std erworben und möchten nun die Convertible Reserved Instance A in eine andere Reserved Instance (B) umwandeln, deren Kosten 0,06 USD/Std. betragen. Bei der Umwandlung erhalten Sie zwei Reserved Instances von Instance B, da die Kosten pro Stunde für die neuen Instances größer oder gleich sein müssen wie die Kosten, die Sie für die zuvor genutzte Instance (A) gezahlt haben.

F: Kann ich die Anzahl der Instances anpassen, die ich als Ergebnis einer Umwandlung von Convertible Reserved Instances erhalte?
Nein. EC2 berechnet die Mindestanzahl von Convertible Reserved Instances, die Sie erhalten, auf Grundlage der Convertible Reserved Instances, die Sie zurückgeben möchten, wobei der Wert der Convertible RIs, die Sie erhalten, mindestens gleich hoch sein muss wie der Wert der von Ihnen bisher genutzten Convertible Reserved Instances.

F: Gibt es Obergrenzen für die Umwandlung von Convertible Reserved Instances?
Nein, es gibt keine Obergrenzen für die Umwandlung von Convertible Reserved Instances.

F: Kann ich bei der Umwandlung meiner Convertible Reserved Instances den Lizenztyp frei wählen?
Nein, sie können nur eine Umwandlung in Convertible Reserved Instances vornehmen, die gerade von AWS angeboten werden.

F: Kann ich die mit meiner Convertible Reserved Instance verknüpfte Zahlungsoption upgraden?
Ja, Sie können die mit Ihrer Reserved Instance verknüpfte Zahlungsoption upgraden. Sie können beispielsweise Ihre Reserved Instances ohne Vorauszahlung in Reserved Instances mit teilweise oder kompletter Vorauszahlung umwandeln, um so von besseren Preisen zu profitieren. Anders herum geht es nicht: Sie können die Zahlungsoption nicht von "Komplette Vorauszahlung" in "Keine Vorauszahlung" oder von "Teilweise Vorauszahlung" in "Keine Vorauszahlung" ändern.

F: Profitiere ich mit Convertible Reserved Instances von Preissenkungen während der Laufzeit meiner Convertible Reserved Instances?
Ja, Sie können Ihre Reserved Instances umwandeln, um von den niedrigeren Preisen zu profitieren. Beispiel: Wenn der Preis für neue Convertible Reserved Instances um 10 % sinkt, können Sie Ihre Convertible RIs umwandeln, um so von dem Preisnachlass um 10 % zu profitieren.  


F: Was ist der Reserved Instance Marketplace?

Der Reserved Instance Marketplace ist ein Online-Markt, der AWS-Kunden flexibel ermöglicht, ihre Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) Reserved Instances an andere Unternehmen oder Organisationen zu verkaufen. Kunden können den Reserved Instance Marketplace durchsuchen und eine größere Auswahl an Laufzeiten und Preisoptionen für Reserved Instances finden, die von anderen AWS-Kunden angeboten werden.

F: Wann kann ich eine Reserved Instance im Reserved Instance Marketplace auflisten?

Sie können unter folgenden Bedingungen eine Reserved Instance auflisten:

  • Sie haben sich als Verkäufer im Reserved Instance Marketplace registriert.
  • Wenn Sie für Ihre Reserved Instance bezahlt haben.
  • Wenn Sie Ihre Reserved Instance länger als 30 Tage besitzen.

F: Wie registriere ich mich als Verkäufer beim Reserved Instance Marketplace?

Wenn Sie sich beim Reserved Instance Marketplace registrieren möchten, können Sie den Registrierungs-Workflow starten, indem Sie eine Reserved Instance über die EC2 Management Console verkaufen oder Ihr Profil im AWS-Portal auf der Seite mit den Kontoeinstellungen einrichten. Unabhängig von der Vorgehensweise müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:

  1. Gehen Sie zunächst die Übersicht über den Registrierungsprozess durch.
  2. Melden Sie sich bei Ihrem AWS-Konto an.
  3. Geben Sie das Bankkonto ein, auf das wir Zahlungen überweisen sollen. Wenn Sie "Continue" wählen, verwenden wir dieses Bankkonto als standardmäßige Auszahlungsoption.
  4. Wählen Sie am Bestätigungsschirm "Continue to Console to Start Listing".

Wenn Ihr Umsatz mit Reserved Instances 20 000 USD übersteigt oder Sie mehr als 50 Reserved Instances verkaufen möchten, müssen Sie vor dem Listen weiterer Reserved Instances steuerrechtliche Angaben bereitstellen. Wählen Sie "Continue with Tax Interview". Im Verlauf dieses Interviews zu Steuern werden Sie im TIMS-Workflow aufgefordert, Ihren Firmennamen, Kontaktnamen, Ihre Adresse und Steueridentifikationsnummer einzugeben. 

Wenn Sie außerdem vorhaben, Reserved Instances im Wert von mehr als 50 000 USD pro Jahr zu verkaufen, müssen Sie auch eine Erweiterung des Limits beantragen.

F: Wie erfahre ich, wann ich mit dem Verkaufen im Reserved Instance Marketplace beginnen kann?

Sie können im Reserved Instance Marketplace mit dem Verkaufen beginnen, nachdem Sie in der Registrierungsphase ein Bankkonto hinzugefügt haben. Nach Abschluss der Aktivierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Wichtig ist der Hinweis, dass Sie Auszahlungen erst dann erhalten können, nachdem wir eine Bestätigung Ihrer Bank empfangen haben, was je nach Bank bis zu zwei Wochen dauern kann.

F: Wie liste ich eine Reserved Instance zum Verkauf?

Führen Sie zum Listen einer Reserved Instance einfach die folgenden Schritte in der Amazon EC2 Console aus:

  1. Wählen Sie die Reserved Instances aus, die Sie verkaufen möchten und wählen Sie "Sell Reserved Instance". Wenn Sie den Registrierungsprozess nicht abgeschlossen haben, werden Sie aufgefordert, diesen Prozess zu durchlaufen.
  2. Bestimmen Sie für jeden Reserved Instance-Typ die Anzahl der Instances, die Sie verkaufen möchten, und die Höhe der Einmalgebühr. Je nach verbleibender Zeit können Sie den Einmalpreis auf unterschiedliche Beträge festlegen, sodass Sie den Einmalpreis nicht ständig anpassen müssen, wenn sich Ihre Reserved Instance nicht schnell verkauft. Sie müssen standardmäßig den aktuellen Preis festlegen, wobei wir den Einmalpreis jeden Monat um denselben Schritt automatisch verringern.
  3. Nachdem Sie Ihre Listung konfiguriert haben, wird ein abschließender Bestätigungsbildschirm angezeigt. Wählen Sie "Sell Reserved Instance".

F: Welche Reserved Instances kann ich zum Verkauf auflisten?

Sie können jede Reserved Instance auflisten, die mindestens 30 Tage aktiv war und für die wir eine Zahlung erhalten haben. Normalerweise heißt das, dass Sie Ihre Reservierungen auflisten können, sobald sie sich im Status Active (aktiv) befinden. Wenn Sie ein Rechnungskunde sind, kann Ihre Reserved Instance bis zum Zahlungseingang bei AWS den Status Active haben. In diesem Fall wird Ihre Reserved Instance erst aufgelistet, nachdem wir Ihre Zahlung erhalten haben.

F: Wie werden aufgelistete Reserved Instances den Käufern angezeigt?

Reserved Instances (von Drittanbietern und von AWS angebotene), die im Reserved Instance Marketplace aufgelistet wurden, können in der Amazon EC2 Console im Bereich "Reserved Instances" angezeigt werden. Sie können auch die DescribeReservedInstancesListings-API verwenden.

Angezeigte Reserved Instances werden je nach Typ, verbleibender Dauer, Standardpreis und Stundenpreis gruppiert. Durch dieses Verfahren ist es für Käufer einfacher, die Reserved Instances zu finden, die sie kaufen möchten.

F: Wie viel meiner Reserved Instance-Laufzeit kann ich auflisten?

Sie können eine Reserved Instance für die verbleibende Laufzeit abgerundet auf den nächsten Monat verkaufen. Wenn beispielsweise die verbleibende Laufzeit noch 9 Monate und 13 Tage beträgt, können Sie die Reserved Instance mit einer Laufzeit von 9 Monaten zum Verkauf anbieten.

F: Kann ich meine Reserved Instance entfernen, nachdem ich sie zum Verkauf aufgelistet habe?

Ja, Sie können eine Reserved Instance-Listung jederzeit entfernen, bis ein Verkauf pending ist (was bedeutet, dass ein Käufer Ihre Reserved Instance gekauft hat und die Zahlungsbestätigung aussteht).

F: Welchen Preisrahmen kann ich für die Reserved Instances festlegen, die ich auflisten möchte?

Im Reserved Instance Marketplace können Sie einen Standardpreis festlegen, den Sie zu akzeptieren gewillt sind. Sie können nicht den Stundenpreis festlegen (der im Vergleich zur ursprünglichen Reserved Instance unverändert bleibt), und Sie erhalten keine Beträge aus Zahlungen, die den Stundenpreisen zugeordnet sind.

F: Kann ich meine Reservierung weiter nutzen, während sie im Reserved Instance Marketplace aufgelistet ist?

Ja, bis zu ihrem Verkauf kommen Sie weiter in den Genuss der Kapazität und des Preisvorteils Ihrer Reserved Instance. Nach dem Verkauf werden sämtliche ausgeführten Instances, die gemäß dem rabattierten Tarif abgerechnet wurden, gemäß dem On-Demand-Tarif abgerechnet, es sei denn, Sie kaufen eine neue Reservierung oder Sie kündigen die Instance.

F: Kann ich eine Reserved Instance weiterverkaufen, die ich im Reserved Instance Marketplace gekauft habe?

Ja, Sie können im Reserved Instances Marketplace gekaufte Reserved Instances wie jede andere Reserved Instance verkaufen.

F: Gelten Einschränkungen für den Verkauf von Reserved Instances?

Ja, Sie benötigen ein US-Bankkonto, um Reserved Instances im Reserved Instance Marketplace verkaufen zu können. In Kürze werden auch nicht US-amerikanische Bankkonten unterstützt. Darüber hinaus dürfen Sie Reserved Instances nicht in der Region US GovCloud verkaufen.

F: Kann ich Reserved Instances verkaufen, die ich über die öffentlichen Volumenpreisstufen gekauft habe?

Nein, dies ist derzeit noch nicht möglich.

F: Wird eine Gebühr für den Verkauf von Reserved Instances im Reserved Instance Marketplace erhoben?

Ja, bei jeder Reserved Instance, die auf dem Reserved Instance Marketplace verkauft wird, berechnet AWS eine Bearbeitungsgebühr von 12 % des Gesamtvorabpreises.

F: Kann AWS Untermengen meiner aufgelisteten Reserved Instances verkaufen?

Ja, AWS kann potenziell eine Untermenge der Reserved Instances verkaufen, die Sie aufgelistet haben. Wenn Sie beispielsweise 100 Reserved Instances auflisten, kann es möglicherweise einen Käufer geben, der Interesse am Kauf von 50 Reserved Instances hat. Wir verkaufen in diesem Fall diese 50 Instances und listen Ihre 50 Reserved Instances so lange weiter auf, bis Sie sie nicht mehr länger auflisten möchten.

F: Wie bezahlen Käufer für die Reserved Instances, die sie gekauft haben?

Zahlungen für erfolgte Reserved Instance-Verkäufe erfolgen per Überweisung auf ein US-amerikanisches Bankkonto.

F: Wann erhalte ich mein Geld?

Sobald AWS Zahlungen von dem Kunden erhalten hat, der Ihre Reservierung gekauft hat, erfolgt eine Überweisung auf das Bankkonto, das Sie bei der Registrierung im Reserved Instance Marketplace angegeben haben.

Wir senden Ihnen anschließend eine E-Mail-Benachrichtigung, dass wir die Zahlungen überwiesen haben. In der Regel werden Zahlungen Ihrem Konto binnen 3-5 Tagen nach dem Verkauf Ihrer Reserved Instance gutgeschrieben.

F: Erhalte ich, wenn ich meine Reserved Instance im Reserved Instance Marketplace verkaufe, eine Rückvergütung für den Premium Support, der mir in Rechnung gestellt wurde?

Nein, Sie erhalten keine anteilige Rückvergütung für den vorab gezahlten Anteil an der AWS Premium Support-Gebühr.

F: Werde ich über Reserved Instance Marketplace-Aktivitäten benachrichtigt?

Ja, Sie erhalten eine E-Mail pro Tag mit Einzelheiten zu Ihren Reserved Instance Marketplace-Aktivitäten, wenn Sie Reserved Instance-Listungen erstellen oder stornieren, Käufer Ihre Listungen erwerben oder AWS Zahlungen auf Ihr Bankkonto überweist.

F: Welche Informationen werden zwischen Käufer und Verkäufer ausgetauscht, um die Berechnung der Transaktionssteuer zu vereinfachen?

Im Auszahlungsbericht werden dem Verkäufer Informationen zu Ort, (US-Bundesstaat), Postleitzahl und Land des Käufers genannt. Anhand dieser Informationen können Verkäufer etwaige Transaktionssteuern berechnen (z. B. Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer usw.), die abzuführen sind. Der Name der juristischen Person des Verkäufers wird auch auf der Einkaufsrechnung angegeben.

F: Gibt es Einschränkungen hinsichtlich der Kunden beim Kauf von Reserved Instances anderer Anbieter?

Ja, Sie dürfen weder Ihre eigenen Reserved Instances noch die Ihrer verknüpften Konten (über die konsolidierte Fakturierung) kaufen.

F: Muss ich für Premium Support zahlen, wenn ich Reserved Instances im Reserved Instance Marketplace kaufe?

Ja, als Premium Support-Kunde wird Ihnen Premium Support in Rechnung gestellt, wenn Sie Reserved Instance über den Reserved Instance Marketplace erwerben.



F: Was ist eine Spot-Instance?

Spot-Instances sind eine neue Art, Amazon EC2-Instances zu erwerben und zu nutzen. Sie ermöglichen den Kunden, auf nicht genutzte EC2-Kapazitäten zu bieten und diese Instances so lange auszuführen, wie das Gebot über dem aktuellen Spot Price liegt. Der Spot-Instance-Preis ändert sich abhängig von Angebot und Nachfrage in regelmäßigen Abständen. Kunden, deren Gebote diesem Preis entsprechen oder ihn übersteigen, erhalten Zugriff auf die verfügbaren Spot-Instances. Spot-Instances stellen als Ergänzung zu On-Demand-Instances und Reserved Instances eine weitere Option zum Erhalt von Rechenkapazität dar.

F: Wie unterscheidet sich eine Spot-Instance von einer On-Demand-Instance oder Reserved Instance?

Mit Spot-Instances haben Kunden die Möglichkeit, ohne Vorleistungen Rechenkapazität zu Stunden-Preisen zu erwerben, die normalerweise unter denen von On-Demand-Instances liegen. Dabei können Sie selbst bestimmen, welchen Stundensatz Sie für einen bestimmten Instance-Typ maximal zu zahlen bereit sind. Amazon EC2 legt für jeden Instance-Typ in einer Availability Zone einen Spot-Instance-Preis fest, ein Stundenpreis, der zur Ausführung einer Spot-Instance in diesem vorgegebenen Zeitraum von allen Kunden gezahlt wird. Der Spot Price schwankt abhängig von Angebot und Nachfrage an Instances, doch Kunden zahlen niemals mehr als den von ihnen angegebenen Höchstpreis. Wenn der Spot Price den Höchstpreis des Kunden übersteigt, wird die Instance des Kunden von Amazon EC2 heruntergefahren. Abgesehen von diesen Unterschieden entspricht die Leistung von Spot-Instances genau der von On-Demand-Instances und Reserved Instances. Weitere Informationen zu Spot-Instances erhalten Sie hier.

F: Wie erwerbe und starte ich eine Spot-Instance?

Spot-Instances können über die EC2 Management Console oder Amazon EC2 APIs abgefragt werden. So starten Sie mit der EC2 Management Console:

  1. Melden Sie sich bei der EC2 Management Console an.
  2. Wählen Sie im linken Navigationsbereich "Spot Requests".
  3. Wählen Sie "Request Spot Instances".
  4. Befolgen Sie die vom Assistenten zum Starten von Instances beschriebenen Schritte. Wählen Sie dabei ein AMI, eine Region sowie die Größe und den Typ der Instance(s) aus. 
  5. Geben Sie die Anzahl der gewünschten Spot-Instances, Ihren Höchstpreis sowie die Art der Anforderung (einmalig oder permanent) an. 
  6. Nachdem Sie Ihr Schlüsselpaar und Ihre Sicherheitsgruppe(n) ausgewählt haben, können Sie Ihre Spot-Instance-Anforderung absenden.

Ausführliche Informationen zur Anforderung von Spot-Instances über die Amazon EC2-API finden Sie in der Amazon EC2-API-Referenz.

Eine detaillierte Beschreibung der Schritte zur Verwendung von Spot-Instances sowie weitere Informationen dazu, wie Sie am besten von Spot-Instances profitieren, finden Sie in der Einführung in Spot-Instances.

F: Wie viele Spot-Instances kann ich anfordern?

Sie können Spot-Instances für jede Region nur bis zu Ihrem dynamischen Spot-Limit anfordern. Beachten Sie, dass nicht alle Instance-Typen als Spot verfügbar sind und für neue AWS-Konten ggf. anfänglich ein niedrigeres Limit gilt. Weitere Informationen zu Limits für Spot-Instances finden Sie im Amazon EC2 Benutzerhandbuch.

Falls Sie einen höheren Grenzwert benötigen, füllen Sie das Antragsformular für Amazon EC2-Instances aus und geben Sie den Anwendungsfall an. Ihre Instance-Aufstockung wird dann geprüft. Die Anhebung der Limits ist von der Region abhängig, für die sie angefordert wurde.

 

 

F: Wie kann ich den Status meiner Spot-Instance-Anforderung bestimmen?

Sie können den Status Ihrer Spot-Instance-Anforderung im Bereitstellungszyklus von Spot-Instances anhand des Statuscodes des Spot-Instance-Gebots und der Meldung erkennen. Durch Überprüfen des Status des Spot-Instance-Gebots können Sie feststellen, warum sich der Status Ihrer Spot-Instance-Anforderungen geändert hat oder nicht, und Sie können erfahren, wie Sie Ihre Spot-Instance-Anforderungen optimieren können, damit diese erfüllt werden. Sie können auf Informationen zum Status des Spot-Instance-Gebots auf der Spot-Instance-Seite der EC2-Konsole der AWS Management Console sowie über die API-Aktion "DescribeSpotInstanceRequests" und an der Befehlszeilenschnittstelle über den Befehl "ec2-describe-spot-instance-requests" zugreifen. Weitere Informationen finden Sie im Amazon EC2 Developer Guide.

 

F: Sind Spot-Instances für alle Instance-Familien und -Größen sowie in allen Regionen verfügbar?

Die in jeder Region unterstützten Instance-Typen sind hier aufgelistet. Spot-Instance-APIs sind in allen Regionen außer der Region US GovCloud verfügbar.

 

F: Welche Betriebssysteme sind als Spot-Instances verfügbar?

Linux/UNIX und Windows Server. Windows Server mit SQL Server ist derzeit nicht verfügbar.

 

F: Gibt es Funktionen oder Services von Amazon Web Services, deren Verwendung mit Spot-Instances nicht unterstützt wird?

Amazon DevPay wird für Spot-Instances nicht unterstützt.

 

F: Kann ich eine Spot-Instance mit einem gekauften AMI für die Software eines anderen Anbieters (wie Softwarepakete von IBM) verwenden?

Nein, derzeit nicht.

 

F: Werden mir Gebühren für meine Spot-Instance berechnet, wenn sie vor Ablauf der Stunde durch Amazon EC2 beendet wird?

Nein. Wenn die Spot-Instance durch Amazon EC2 beendet wird, wird Ihnen die angefangene Stunde nicht berechnet. Wenn Sie die Instance jedoch selbst beenden, wird Ihnen jede Stunde berechnet, in der die Instance ausgeführt wurde.

 

F: Von welchem Änderungsrhythmus ist beim Spot-Instance-Preis auszugehen?

Amazon EC2 ändert den Spot-Instance-Preis regelmäßig entsprechend dem Eingang neuer Anforderungen und der Verfügbarkeit der Spot-Kapazität (z. B. aufgrund von Instance-Beendigungen). Der Spot-Instance-Preis kann sich jederzeit ändern, im Allgemeinen ändert er sich jedoch einmal pro Stunde und in vielen Fällen weniger häufig. Der aktuelle Spot-Instance-Preis sowie frühere Preise für Spot-Instances werden über die API veröffentlicht und sie können auch über die AWS Management Console eingesehen werden. So können Sie Höhe und Zeitpunkte der Schwankungen des Spot-Instance-Preises im Verlauf der Zeit einschätzen.

 

F: Wird für alle zur selben Zeit gestarteten Spot-Instances derselbe Preis berechnet?

Ja.

 

F: Kann sich der Preis, der mir für eine laufende Spot-Instance berechnet wird, während seiner Instance-Stunde bei Änderung des Spot-Instance-Preises ändern?

Nein. Der Preis pro Instance-Stunde für eine Spot-Instance wird zu Beginn jeder Instance-Stunde für die gesamte Stunde festgelegt. Änderungen des Spot-Instance-Preises kommen erst zum Tragen, wenn die nächste Instance-Stunde beginnt.

 

F: Wo kann ich meinen Verwendungsverlauf für Spot-Instances und den Betrag einsehen, der mir in Rechnung gestellt wurde?

Über die AWS Management Console erhalten Sie einen detaillierten Rechnungsbericht, in dem auch die Start- und Endzeiten aller Spot-Instances angezeigt werden. Sie können den Rechnungsbericht über die API mit früheren Spot-Instance-Preisen vergleichen, um zu überprüfen, ob die richtigen Spot-Instance-Preise in Rechnung gestellt wurden.

F: Warum gibt es bei verschiedenen Konten Differenzen zwischen den Spot-Instance-Preisen desselben Instance-Typs und Betriebssystems und derselben Availability Zone?

Um sicherzustellen, dass Ressourcen in einer Region Availability Zone übergreifend verteilt werden, sind Availability Zones den IDs der Konten unabhängig voneinander zugeordnet. So ist beispielsweise Ihre Availability Zone us-east-1a möglicherweise nicht derselbe Ort wie us-east-1a in einem anderen Konto. Daher können sich die Spot-Instance-Preise für dieselbe Availability Zone-ID für verschiedene Konten unterscheiden. Es gibt keine Möglichkeit, die Availability Zones verschiedener Konten zu koordinieren.

F: Was ist eine Spot-Instance-Flotte?

Mit einer Spot-Flotte können Sie automatisch mehrere Spot-Instances verwalten und Gebote für die Spot-Instances abgeben, die den niedrigsten Preis pro Kapazitätseinheit für Ihren Cluster oder Ihre Anwendung bieten, z. B. bei einem Batch-Verarbeitungsauftrag, einem Hadoop-Arbeitsablauf oder einem HPC-Grid-Verarbeitungsauftrag. Sie können die Instance-Typen mit einschließen, die Ihre Anwendung verwenden kann, und eine Zielkapazität basierend auf Ihren Anwendungsanforderungen festlegen (in Einheiten, u. a. Instances, vCPUs, Speicher, Speicherung oder Netzwerkdurchsatz). Mithilfe von Spot-Flotten können Sie die Zielkapazität einführen und beibehalten und zudem automatisch Ressourcen anfordern lassen, um diejenigen zu ersetzen, bei denen Störungen vorliegen oder die manuell beendet wurden. Weitere Informationen zu Spot-Flotten.

F: Fallen für das Erstellen von Spot-Instance-Flottenanforderungen zusätzliche Gebühren an?

Nein. Für Spot-Instance-Flottenanforderungen fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

F: Welche Grenzwerte gelten für eine Spot-Instance-Flottenanforderung?

Im Abschnitt Spot Fleet Limits (Limits für die Spot-Instance-Flotte) des Amazon EC2-Benutzerhandbuchs finden Sie Informationen zu den für Ihre Spot-Instance-Flottenanforderungen geltenden Limits.

F: Was geschieht, wenn meine Spot-Instance-Flottenanforderung versucht, Spot-Instances zu starten, jedoch mein regionales Limit für Spot-Instance-Anforderungen überschreitet?

Wenn Ihre Spot-Instance-Flottenanforderung Ihren regionalen Grenzwert für Spot-Instance-Anforderungen überschreitet, schlagen einzelne Spot-Instance-Anforderungen fehl. Deren Gebotsstatus ist Spot request limit exceeded (Limit für Spot-Instance-Anforderungen überschritten). Der Verlauf Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderungen zeigt alle Limit-Fehler für Spot-Instance-Anforderungen an, die die Flottenanforderung erhalten hat. Der Abschnitt Monitoring Your Spot Fleet (Überwachung Ihrer Spot-Instance-Flotte) des Amazon EC2 User Guide zeigt, wie Sie den Verlauf Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderungen beschreiben können.

F: Was geschieht, wenn der Gebotspreis meiner Spot-Instance-Flottenanforderung für einen der angeforderten Instance-Typen den Grenzwert meines Gebotspreises für Spot-Instances übersteigt?

Wenn der Gebotspreis Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderung die Preisgrenzwerte Ihrer Spot-Instance-Gebote übersteigt, übermitteln wir Spot-Anforderungen für diesen Instance-Typ mit dem aktuellen Spot-Instance-Höchstgebot. Wenn eine Instance Ihrer Flotte durch den Preisgrenzwert für Spot-Instance-Gebote beeinträchtigt wurde, so ist das aus dem Verlauf Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderungen ersichtlich. Im Abschnitt Monitoring Your Spot Fleet (Überwachung Ihrer Spot-Instance-Flotte) des Amazon EC2 User Guide finden Sie Informationen zum Beschreiben des Verlaufs Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderungen.

F: Werden Spot-Instance-Flottenanforderungen garantiert erfüllt?

Nein. Mit Spot-Flottenanforderungen können Sie mehrere Spot-Instance-Gebote gleichzeitig abgeben. Für sie gelten die gleiche Verfügbarkeit und die gleichen Preise wie bei einzelnen Spot-Instance-Anforderungen. Sind beispielsweise keine Ressourcen zum Gebotspreis Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderung verfügbar, so können wir Ihre Anforderung möglicherweise nicht oder nur teilweise erfüllen.

F: Kann ich eine Flottenanforderung für mehrere Availability Zones übermitteln?

Ja. Informationen zum Übermitteln von Flottenanforderungen für mehrere Availability Zones finden Sie im Abschnitt Spot Fleet Examples (Spot-Instance-Flotten-Beispiele) des Amazon EC2-Benutzerhandbuchs.

F: Kann ich eine Spot-Instance-Flottenanforderung für mehrere Regionen übermitteln?

Nein. Spot-Flottenanforderung für mehrere Regionen werden nicht unterstützt.

F: Wie weist die Spot-Instance-Flotte den verschiedenen in den Startspezifikationen angegebenen Spot-Instance-Pools Ressourcen zu?

Die RequestSpotFleet-API bietet zwei Zuweisungsstrategien: lowestPrice und diversified (diversifiziert). Mit der lowestPrice-Strategie können Sie Ihre Spot-Instance-Flotten-Ressourcen in Instance-Pools bereitstellen, die zum Anforderungszeitpunkt den niedrigsten Preis pro Kapazitätseinheit bieten. Mit der diversified-Strategie können Sie Ihre Spot-Instance-Flotten-Ressourcen in mehreren Spot-Instance-Pools bereitstellen. Damit sind Sie in der Lage, die Zielkapazität Ihrer Flotte beizubehalten und die Verfügbarkeit Ihrer Anwendung zu verbessern, wenn die Spot-Kapazität schwankt.

Durch das Ausführen der Ressourcen Ihrer Anwendung in verschiedenen Spot-Instance-Pools können Sie mit der Zeit auch die Betriebskosten Ihrer Flotte weiter reduzieren. Weitere Informationen finden Sie im Amazon EC2 User Guide.

F: Kann ich eine Spot-Instance-Flottenanforderung taggen?

Tags werden derzeit bei Spot-Instance-Flottenanforderungen nicht unterstützt.

F: Wo kann ich nachsehen, zu welcher Spot-Instance-Flotte meine Spot-Instances gehören?

Sie können die Ihrer Spot-Instance-Flotte zugeordneten Spot-Instances identifizieren, indem Sie Ihre Flottenanforderung beschreiben. Flottenanforderungen bleiben nach Beenden aller entsprechenden Spot-Instances noch 48 Stunden lang verfügbar. Informationen zum Beschreiben Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderung finden Sie im Amazon EC2 User Guide.

F: Kann ich eine Spot-Instance-Flottenanforderung modifizieren?

Sie können derzeit nur die Zielkapazität Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderung modifizieren. Möglicherweise müssen Sie die Anfrage abbrechen und eine neue einreichen, um die Änderung anderer Konfigurationsparameter zu beantragen.

F: Kann ich für jeden Instance-Typ, den ich verwenden möchte, ein anderes AMI festlegen?

Ja. Sie müssen lediglich das AMI in jeder in Ihrer Spot-Instance-Flottenanforderung erstellten Startspezifikation festlegen.

F: Kann ich eine Spot-Instance-Flotte mit Elastic Load Balancing, Auto Scaling oder Elastic MapReduce verwenden?

Nein. Elastic Load Balancing, Auto Scaling, und Elastic MapReduce lösen Spot-Instance-Flottenanforderungen nicht direkt aus.

F: Werden Spot-Instances von einer Spot-Flottenanforderung beendet, wenn sie nicht mehr in den günstigsten Spot-Instance-Pools laufen, und in den günstigsten Pools neu gestartet?

Nein, Spot-Flottenanforderungen werden nicht automatisch beendet und starten Instances neu, während sie ausgeführt werden. Wenn Sie jedoch eine Spot-Instance beenden, füllt die Spot-Flotte es mit einer neuen Spot-Instance im neuen günstigsten Pool neu wieder auf.

F: Werden Spot-Blöcke (Fixed Duration Spot-Instances) jemals unterbrochen?

Spot-Blöcke sind so konzipiert, dass sie unabhängig vom Spot-Marktpreis nicht unterbrochen werden und während der von Ihnen ausgewählten Dauer kontinuierlich laufen. In seltenen Fällen können Spot-Blöcke aufgrund von AWS-Kapazitätsanforderungen unterbrochen werden. In diesen Fällen senden wir zwei Minuten, bevor wir Ihre Instance beenden, eine Warnung (Nachricht über die Beendigung der Instance) und die Betroffenen Instances werden nicht verrechnet.

 

 


 

F: Wie viel Rechenleistung bieten Micro-Instances?

Micro Instances bieten geringe konsistente CPU-Ressourcen und ermöglichen die Erweiterung Ihrer CPU-Kapazität auf bis zu 2 ECUs, sofern zusätzliche Cycles verfügbar sind. Sie eignen sich hervorragend für Anwendungen mit geringerem Durchsatz und Websites, die signifikante Compute Cycles periodisch durchführen, jedoch geringe CPU-Ressourcen für Hintergrundprozesse, Daemons etc. benötigen. Weitere Informationen über diesen Instance-Typ.

F: Wie viel Rechenleistung bietet eine Micro-Instance im Vergleich zu einer Standard Small Instance?

Im Dauerzustand erreichen Micro-Instances einen Bruchteil der Rechenressourcen, die Small Instances erreichen können. Falls Ihre Anwendung also im Dauerzustand laufen muss oder verarbeitungsintensiv ist, empfehlen wir den Einsatz von Small Instances (oder größer, je nach Bedarf). Micro-Instances können jedoch periodisch um bis zu 2 ECUs erweitert werden (für kurze Zeitperioden). Dies ist die doppelte Anzahl an ECUs verglichen mit einer Standard Small Instance. Falls Sie also über eine Anwendung oder Website mit relativ geringem Durchsatz verfügen und gelegentlich Bedarf an Kapazitätsspitzen haben, empfehlen wir die Verwendung von Micro-Instances.

F: Wie erkenne ich, dass eine Anwendung mehr CPU-Ressourcen benötigt als eine Micro-Instance bereitstellt?

Die CloudWatch-Metrik für die CPU-Auslastung zeigt in der von CloudWatch überprüften Minute 100 % an, wenn die Instance so weit ausgelastet ist, dass die verfügbaren CPU-Ressourcen eingesetzt werden müssen. Wenn CloudWatch eine 100%ige Auslastung der CPU meldet, sollten Sie eine Skalierung – manuell oder über Auto Scaling – vertikal auf einen größeren Instance-Typ oder horizontal auf mehrere Micro-Instances erwägen.

F: Sind alle Funktionen von Amazon EC2 für Micro-Instances verfügbar?

Derzeit steht Amazon DevPay für Micro-Instances nicht zur Verfügung.


F: Wann sollte ich für Datenverarbeitung optimierte Instances nutzen?

Für Datenverarbeitung optimierte Instances eignen sich besonders für Anwendungen, die eine hohe Rechenleistung benötigen. Beispiele: Front-End-Serverfarmen mit hoher Leistung, Webserver, Stapelverarbeitung, verteilte Analysen, wissenschaftliche und technische Anwendungen mit hoher Leistung, Ad-Serving, MMO-Gaming und Videocodierung.

F: Kann ich C4-Instances als für Amazon EBS optimierte Instances starten?

Jeder C4-Instance-Typ ist standardmäßig für EBS optimiert. C4-Instances bieten EBS Verbindungen mit 500 Mbit/s bis 4 000 Mbit/s zusätzlich zum der Instance im Netzwerk bereitgestellten Durchsatz. Da diese Funktion für C4-Instances stets aktiviert ist, wirkt sich das explizite Starten einer C4- Instance als für EBS optimiert nicht auf das Verhalten der Instance aus.

F: Wie kann ich die für c4.8xlarge-Instances verfügbare Funktion zum Steuern des Prozessstatus nutzen?

Der Instance-Typ c4.8xlarge bietet einem Betriebssystem die Möglichkeit, die Prozessstatus C und P zu steuern. Diese Funktion ist derzeit nur für Linux-Instances verfügbar. Sie können die Einstellungen für die Status C oder P ändern, um die Einheitlichkeit der Prozessorleistung zu erhöhen, die Latenz zu verkürzen oder Ihre Instance für eine bestimmte Verarbeitungslast zu optimieren. Amazon Linux bietet standardmäßig die Konfiguration mit der höchsten Leistung, die für die meisten Verarbeitungslasten von Kunden optimal ist. Wenn Ihre Anwendung allerdings von einer kürzeren Latenz auf Kosten höherer Einzel- oder Doppelkern-Prozessorfrequenzen oder von einer stetigen Leistung bei niedriger Frequenz im Gegensatz zu Turbo-Frequenzen profitieren würde, sollten Sie das Experimentieren mit den Konfigurationsoptionen für die Status C oder P erwägen, die für diese Instances zur Verfügung stehen. Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie im Amazon EC2 Benutzerhandbuch im Abschnitt Processor State Control.

 


F: Was sind Accelerated Computing Instances?

Die Produktreihe der Accelerated Computing Instances greift zur Ausführung bestimmter Funktionen auf Hardware-Beschleunigungskomponenten (Co-Prozessoren) zurück. So lassen sich zum Beispiel Grafikverarbeitungsaufgaben oder die Berechnung von Gleitkommazahlen weitaus effizienter durchführen als mit auf CPUs laufender Software. Amazon EC2 bietet zwei Arten von Accelerated Computing Instances an – GPU Compute Instances für reguläre Datenverarbeitungsanforderungen und GPU Graphics Instances für grafikintensive Anwendungen.

F: Für welchen Verwendungszweck bieten sich GPU Graphics- und Compute-Instances an?

GPU-Instances eignen sich am besten für Anwendungen mit massiver Parallelverarbeitung, z. B. Verarbeitungslasten mit Tausenden von Threads. Die Grafikverarbeitung ist ein Beispiel mit enormen Rechenanforderungen, bei der jede der Aufgaben relativ klein ist, die Menge der erfolgten Operationen eine Pipeline bilden und der Durchsatz dieser Pipeline wichtiger als die Latenz der einzelnen Operationen ist. Damit Anwendungen entwickelt werden können, die diesen Grad von Parallelverarbeitung ausnutzen, wird spezifisches Fachwissen für das GPU-Gerät benötigt, d. h. wie die Programmierung bei verschiedenen Grafik-APIs (DirectX, OpenGL) oder GPU-Rechenprogrammierungsmodellen (CUDA, OpenCL) erfolgen muss.

F: Wie unterscheiden sich G2-Instances von CG1-Instances?

CG1-Instances nutzen NVIDIA Tesla GPUs und sind auf allgemeine GPU-Berechnungen mit den Programmierungsmodellen CUDA und OpenCL ausgelegt. CG1-Instances bieten Kunden eine hohe Netzwerkbandbreite von 10 Gbit/s, Fließkommafunktionen mit doppelter Genauigkeit und Arbeitsspeicher für Fehlerkorrekturcode, wodurch sie sich ideal für HPC-Anwendungen (High Performance Computing) eignen. G2-Instances arbeiten mit NVIDIA GRID GPUs und bieten eine wirtschaftliche, leistungsstarke Plattform für Grafikanwendungen unter Verwendung von DirectX oder OpenGL. NVIDIA GRID GPUs unterstützen außerdem die schnellen Aufnahme- und Codierungs-APIs von NVIDIA. Beispielanwendungen sind Videoproduktionsservices, 3D-Visualisierungen, Streaming grafikintensiver Anwendungen und andere Verarbeitungslasten auf Serverseite, die massive Parallelverarbeitungsleistung benötigen. Darüber hinaus können Grafik-Instances für allgemeine Berechnungsaufgaben unter Verwendung von CUDA oder OpenCL eingesetzt werden, empfehlen sich allerdings nicht für netzwerkintensive HPC-Anwendungen.

F: Wie unterscheiden sich P2-Instances von G2-Instances?

P2-Instances nutzen NVIDIA Tesla K80 GPUs und sind auf allgemeine GPU-Berechnungen mit den Programmierungsmodellen CUDA und OpenCL ausgelegt. P2-Instances bieten hohe Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 20 Gbit/s, leistungsstarke einfach und doppelt genaue Gleitkommaoperationen und EEC-Speicher (Error-Correcting Code, Fehlerkorrekturkode). Damit eignen sie sich ideal für vertiefte Lernerfahrungen, Hochleistungsdatenbanken, numerische Strömungsmechanik, Finanzanwendungen, seismische Analysen, molekulare Modellierung, Genomforschung, Rendering und andere serverseitige GPU-Verarbeitungs-Workloads. G2-Instances arbeiten mit NVIDIA GRID GPUs und bieten eine wirtschaftliche, leistungsstarke Plattform für Grafikanwendungen unter Verwendung von DirectX oder OpenGL. NVIDIA GRID GPUs unterstützen außerdem die schnellen Aufnahme- und Codierungs-APIs von NVIDIA. Als typische Anwendungsszenarios lassen sich Videoerstellung, 3D-Visualisierung, Streamen von grafikintensiven Anwendungen und andere serverseitige Grafik-Workloads nennen.

F: Welche APIs und Programmiermodelle werden von GPU Graphics- und Compute-Instances unterstützt?

Mit dem ersten veröffentlichen Treiber unterstützten G2-Instances DirectX 9, 10 und 11, OpenGL 4.3, CUDA 5.5, OpenCL 1.1 und DirectCompute. Mit dem neuesten veröffentlichen Treiber unterstützen CG1-Instances CUDA 5.5, OpenCL 1.1 und DirectCompute. Mit dem neuesten veröffentlichen Treiber unterstützen P2-Instances CUDA 7.5 und OpenCL 1.2.

F: Wo erhalte ich die NVIDIA-Treiber für CG1-, G2- und P2-Instances?

Es gibt zwei Möglichkeiten zum Abrufen von NVIDIA-Treibern. NVIDIA bietet Lösungen in AWS Marketplace, zu denen Amazon Linux- und Windows Server-AMIs mit vorinstallierten NVIDIA-Treibern gehören. Sie können auch 64-Bit-HVM-AMIs starten und die Treiber selbst installieren. Sie müssen die NVIDIA-Treiber-Website besuchen und nach NVIDIA Tesla K80 für P2, NVIDIA GRID K520 für G2 und Tesla M2050 für CG1 suchen.

F: Welche AMIs kann ich mit P2- und G2-Instances verwenden?

Sie können derzeit Windows Server-, SUSE Enterprise Linux-, Ubuntu- und Amazon Linux-AMIs mit P2- und G2-Instances verwenden. Falls Sie AMIs mit Betriebssystemen starten möchten, die hier nicht aufgeführt sind, richten Sie eine Anfrage an den Kunden-Support oder konsultieren Sie die EC2-Foren.

F: Wo erhalte ich das NVIDIA GRID SDK?

Das NVIDIA GRID SDK kann direkt von NVIDIA bezogen werden. Unter http://www.nvidia.com/object/cloud-get-started.html finden Sie Informationen zum Beziehen des vollständigen SDK. NVENC, die Komponente für Bildaufnahme und -codierung des GRID SDK, steht in der NVIDIA Developers Zone unter https://developer.nvidia.com/nvidia-video-codec-sdk zur Verfügung.

F: Sind für die Nutzung von G2-Instances Lizenzen anderer Anbieter erforderlich?

Abgesehen von den NVIDIA-Treibern und dem GRID SDK sind bei Nutzung von G2-Instances nicht unbedingt Lizenzen anderer Anbieter erforderlich. Sie müssen allerdings feststellen, ob Ihre auf G2-Instances verwendeten Inhalte oder Technologien eine zusätzliche Lizenzierung erfordern. Wenn Sie beispielsweise Inhalte streamen, benötigen Sie ggf. Lizenzen für einen Teil der bzw. die gesamten Inhalte. Wenn Sie Drittanbieter-Technologien wie Betriebssysteme, Audio- und/oder Videocodierer und -decodierer von Microsoft, Thomson, Fraunhofer IIS, Sisvel S.p.A., MPEG-LA oder Coding Technologies nutzen, erkundigen Sie sich bei diesen Anbietern, ob eine Lizenz erforderlich ist. Wenn Sie beispielsweise den integrierten H.264-Videocodierer der NVIDIA GRID GPU nutzen, wenden Sie sich zwecks Unterstützung an MPEG-LA. Bei Verwenden von MP3-Technologie sollten Sie sich zwecks Unterstützung an Thomson wenden.

F: Warum kann ich die GPU bei Verwenden von Microsoft Remotedesktop nicht sehen?

Bei Verwenden von Remotedesktop werden GPUs, die das WDDM-Treibermodell verwenden, durch einen nicht beschleunigten Anzeigetreiber für Remotedesktop ersetzt. Um auf Ihre GPU-Hardware zugreifen zu können, müssen Sie ein anderes Tool für den Fernzugriff nutzen, z. B. VNC.


F: Was ist eine Cluster Compute Instance?

Cluster Compute Instances bieten umfangreiche CPU-Ressourcen sowie ein High-Performance-Netzwerk, wodurch Sie sich ideal für High Performance Compute (HPC)-Anwendungen und andere komplexe, netzwerkgebundene Anwendungen eignen. Cluster Compute Instances bieten ähnliche Funktionalität zu anderen Amazon EC2-Instances, wurden jedoch speziell für High-Performance-Netzwerkanwendungen entwickelt.

Die Amazon EC2 Cluster Placement-Gruppen-Funktionalität ermöglicht Nutzern die Gruppierung von Cluster Compute Instances in Clustern – dadurch erreichen Instances die Netzwerkleistung mit geringen Wartezeiten, die für die bei vielen HPC-Anwendungen eingesetzte eng gekoppelte Node-to-Node-Kommunikation erforderlich ist. Cluster Compute Instances bieten außerdem einen deutlich höheren Netzwerk-Durchsatz – sowohl innerhalb der Amazon EC2- Umgebung als auch im Internet. Aus diesem Grund sind diese Instances auch ideal für Kundenanwendungen geeignet, die netzwerkintensive Prozesse ausführen müssen.

Weitere Informationen zu diesem Instance-Typ für HPC-Anwendungen.

F: Von welcher Netzwerkleistung kann ich ausgehen, wenn ich Instances in einer Cluster-Placement-Gruppe starte?

Die von einer EC2-Instance in einer Cluster-Placement-Gruppe nutzbare Bandbreite richtet sich nach dem Instance-Typ und dessen Netzwerkleistung. Beim Start in einer Placement-Gruppe können bestimmte EC2-Instances bei einseitiger Übertragung bis zu 10 Gbit/s und bei beidseitiger Übertragung (Vollduplex) 20 Gbit/s nutzen. Der Netzwerkdatenverkehr außerhalb einer Cluster-Placement-Gruppe (z. B. im Internet) ist auf 5 Gbit/s (Vollduplex) beschränkt.

F: Was ist eine Cluster GPU-Instance?

Cluster GPU Instances stellen universale Grafikverarbeitungseinheiten (GPUs) mit einer verhältnismäßig hohen CPU- und einer erhöhten Netzwerkleistung für Anwendungen bereit, denen die weitgehend parallele Verarbeitung zugute kommt, die von den GPUs mit Hilfe der Programmiermodelle CUDA und OpenCL beschleunigt werden kann. Häufige Anwendungen sind Modellierung und Simulation, Rendering und Media-Processing.

Mit den Cluster GPU Instances steht Kunden mit HPC-Arbeitslasten neben Cluster Compute Instances für Anwendungen, die von der parallelen Rechenleistung von GPUs profitieren, eine zusätzliche Option zur weiteren Anpassung ihrer leistungsstarken Cluster in der Cloud zur Verfügung.

Cluster GPU Instances nutzen bei der Gruppierung der Instances in Cluster die gleiche Cluster-Placement-Gruppen-Funktionalität wie Cluster Compute Instances. Dadurch erreichen Instances die Netzwerkleistung mit geringen Wartezeiten und hoher Bandbreite, die für die bei vielen HPC-Anwendungen eingesetzte eng gekoppelte Node-to-Node-Kommunikation erforderlich ist.

Weitere Informationen zu HPC in AWS.

F: Was ist eine High Memory Cluster-Instance?

High Memory Cluster-Instances bieten Kunden neben einer hohen Netzwerkleistung sehr viel CPU- und Arbeitsspeicherkapazität pro Instance. Diese Instance-Typen sind ideal für arbeitsspeicherintensive Verarbeitungslasten, einschließlich speicherinterner Analysesysteme, Kurvenauswertung und vieler wissenschaftlicher und technischer Anwendungsbereiche.

High Memory Cluster-Instances nutzen bei Gruppierung der Instances in Clustern die gleiche Cluster-Placement-Gruppen-Funktionalität wie Cluster Compute-Instances. Dadurch erreichen Instances die Netzwerkleistung mit kurzer Latenz und hoher Bandbreite, die für die bei vielen HPC-Anwendungen erfolgende eng gekoppelte Kommunikation zwischen Netzwerkknoten und andere netzwerkintensive Anwendungen erforderlich ist.

 

F: Unterscheidet sich die Verwendung von Cluster Compute -Instances und Cluster GPU-Instances von anderen Amazon EC2-Instance-Typen?

Die Verwendung von Cluster Compute- und Cluster GPU-Instances unterscheidet sich in zwei Punkten von anderen Amazon EC2-Instance-Typen.

Erstens: Cluster Compute Instances und Cluster GPUs verwenden auf Hardware Virtual Machine (HVM) basierende Virtualisierung und verarbeiten ausschließlich Amazon Machine Images (AMIs), basierend auf HVM-Virtualisierung. Auf Paravirtual Machine (PVM) basierende AMIs, die mit anderen Amazon EC2-Instance-Typen verwendet werden, können nicht mit Cluster Compute Instances oder Cluster GPU Instances verwendet werden.

Zweitens: Um die Vorteile der geringen Wartezeiten und vollständigen Zweiteilung der Bandbreite zwischen den Instances voll auszunutzen, müssen Cluster Compute- und Cluster GPU-Instances in einer Cluster Placement-Gruppe über die Amazon EC2-API oder die AWS Management Console gestartet werden.

F: Was ist eine Cluster-Placement-Gruppe?

Eine Cluster-Placement-Gruppe ist eine logische Entität, die die Erstellung eines Clusters aus Instances ermöglicht, indem Instances als Teil einer Gruppe gestartet werden. Diese Instances-Cluster bieten dann geringe Wartezeiten, vollständige Zweiteilung bei 10-GbE-Bandbreitenverbindung zwischen Instanzen innerhalb der Gruppe. Cluster-Placement-Gruppen werden über Amazon EC2 API oder die AWS Management Console erstellt.

F: Sind alle Funktionen von Amazon EC2 für Cluster Compute-Instances und Cluster GPU-Instances verfügbar?

Amazon DevPay steht derzeit nicht für Cluster Compute- oder Cluster GPU-Instances zur Verfügung.

F: Gibt es Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Cluster Compute- oder Cluster GPU-Instances, die ich verwenden kann, und/oder der Größe des Clusters, den ich durch den Start von Cluster Compute- oder Cluster GPU-Instances in einer Cluster-Placement-Gruppe erstellen kann?

Für Cluster Compute-Instances gilt keine Begrenzung. Im Falle von Cluster GPU-Instances können Sie selbst zwei Instances starten. Wenn Sie weitere Instances benötigen, füllen Sie das Antragsformular für Amazon EC2-Instances aus. (Wählen Sie den geeigneten primären Instance-Typ.)

F: Kann die Wahrscheinlichkeit, die vollständige Anzahl an Instances zu erhalten, die ich für meinen Cluster über eine Cluster-Placement-Gruppe anfrage, optimiert werden?

Wir empfehlen, die Mindestanzahl an Instances, die für die Teilnahme am Cluster erforderlich sind, auf einmal zu starten. Zur Erstellung sehr großer Cluster sollten Sie mehrere Placement-Gruppen starten und kombinieren (z. B. zwei Placement-Gruppen mit 128 Instances), sodass ein größerer Cluster mit 256 Instances entsteht.

F: Können Cluster GPU- und Cluster Compute-Instances in einer einzigen Cluster-Placement-Gruppe gestartet werden?

Es können zwar verschiedene Cluster-Instance-Typen in einer einzelnen Placement-Gruppe gestartet werden, doch werden derzeit nur homogene Placement-Gruppen unterstützt.

F: Wenn eine Instance in einer Cluster-Placement-Gruppe gestoppt und anschließend neu gestartet wird, bleibt diese dann in der Cluster-Placement-Gruppe bestehen?

Ja. Eine gestoppte Instance wird als Teil der Cluster-Placement-Gruppe gestartet, derer Sie während des Stopps angehörte. Falls die Kapazität für einen Start innerhalb dessen Cluster-Placement-Gruppe nicht ausreicht, schlägt dieser fehl.


F: Was ist eine High I/O-Instance?

High I/O Instances verwenden SSD-basierte lokale Instance-Speicher, um I/O-Kapazität mit sehr hoher bzw. niedriger Latenz für Anwendungen zu schaffen, und sie sind für Anwendungen optimiert, die Zehntausende von IOPS benötigen. Wie Cluster Instances können High I/O Instances über Cluster-Placement-Gruppen für Netzwerke mit hoher Bandbreite angeordnet werden.

F: Sind alle Funktionen von Amazon EC2 für High I/O-Instances verfügbar?

High I/O-Instances unterstützen alle Eigenschaften von Amazon EC2, ausgenommen Spot-Instances. Aktuell können Sie High I/O-Instances nur als On-Demand- oder Reserved Instances erwerben.

F: Gibt es eine Begrenzung für die Anzahl der High I/O-Instances, die ich nutzen kann?

Zurzeit können Sie standardmäßig 2 hi1.4xlarge-Instances starten. Wenn Sie mehr als zwei On-Demand-Instances ausführen möchten, füllen Sie das Antragsformular für Amazon EC2-Instances aus.

F: Wie viele E/A-Vorgänge pro Sekunde bieten hi1.4xlarge-Instances?

Mit Linux PV AMIs können High I/O Instances über 120 000 4K Random Read IOPS und 10 000-85 000 4K Random Write IOPS (abhängig vom aktiven LBA-Bereich) an Anwendungen über 2 * 1 TiB Datenvolumen liefern. Für HVM und Windows AMIs liegt die Performance bei etwa 90 000 4K Random Read IOPS und bei 9 000-75 000 4K Random Write IOPS.

F: Welchen sequenziellen Durchsatz haben hi1.4xlarge-Instances?

Der sequenzielle Durchsatz aller AMI-Typen (Linux PV, Linux HVM und Windows) beträgt etwa 2 GB/s zum Lesen und 1,1 GB/s zum Schreiben.

F: AWS hat weitere Angebote für Datenbanken und Big Data. Wann oder warum sollte ich High I/O-Instances nutzen?

High I/O-Instances eignen sich ideal für Anwendungen, die Zugriff auf Zehntausende von E/A-Vorgängen pro Sekunde mit kurzer Latenz benötigen, und können Datenspeicher und Architekturen nutzen, die Datenredundanz und Verfügbarkeit verwalten. Beispielanwendungen sind:

  • NoSQL-Datenbanken wie Cassandra und MongoDB
  • Datenbanken in Clustern
  • OLTP-Systeme

F: Bieten High I/O-Instances Failover-Mechanismen oder Redundanz?

Wie bei anderen Amazon EC2-Instance-Typen wird Instance-Speicher auf hi1.4xlarge-Instances während der Nutzungsdauer der Instance persistent gespeichert. Von Kunden wird erwartet, dass sie ihre Anwendungen widerstandsfähig machen. Wir empfehlen die Verwendung von Datenbanken und Dateisystemen, die Redundanz und Fehlertoleranz unterstützen. Für verbesserte Datenbeständigkeit sollten Kunden ihre Daten in regelmäßigen Abständen auf Amazon S3 speichern.

F: Bieten High I/O-Instances Unterstützung für TRIM?

Der TRIM-Befehl ermöglicht es dem Betriebssystem, SSDs darüber zu informieren, welche Datenblöcke als nicht mehr genutzt angesehen werden und intern entfernt werden können. Wenn kein TRIM vorhanden ist, können zukünftige Schreibvorgänge der beteiligten Blöcke erheblich langsamer werden. Aktuell unterstützen HI1.4xlarge-Instances TRIM nicht, aber die Unterstützung für TRIM wird innerhalb der nächsten Monate umgesetzt. Kunden mit extrem intensiven LBA-Random-Write-Arbeitslasten sollten entsprechend planen. Bitte beachten Sie, dass das aktuelle Datenträgerbereitstellungssystem für High I/O Instances die Auswirkungen der Write Amplification minimiert und die meisten Kunden keinerlei Probleme haben werden.


F: Wodurch unterscheiden sich Instances mit Spitzenlastleistung?

Amazon EC2 bietet Ihnen die Wahl zwischen Instances mit gleichbleibender Leistung (z. B. M3, C3 und R3) und Instances mit Spitzenlastleistung (z. B. T2). Instances mit Spitzenlastleistung bieten eine CPU-Basisleistung mit der Möglichkeit zur Verarbeitung von Spitzenlasten oberhalb der Basisleistung bieten. T2-Instances eignen sich für Arbeitslasten, die die volle CPU-Leistung nicht häufig oder uneinheitlich verwenden, jedoch gelegentlich Spitzenlasten verarbeiten müssen.

Bei T2-Instances werden die Basisleistung und die Fähigkeit zur Verarbeitung von Spitzenlasten per CPU-Guthaben verwaltet. Jede T2-Instance fortlaufend CPU-Guthaben, deren Rate von der Instance-Größe abhängt. T2-Instances sammeln im Leerlauf CPU-Guthaben und verbrauchen CPU-Guthaben, wenn sie aktiv sind. Ein CPU-Guthaben stellt die Leistung eines gesamten CPU-Kerns für eine Minute zur Verfügung. Die folgende Tabelle zeigt den höchsten Guthabensaldo und die Basisleistung der einzelnen T2-Instance-Größen. Jede vCPU einer T2-Instance kann CPU-Guthaben mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 pro Stunde verbrauchen, wenn volle Kernleistung abgerufen wird.

 

Modellieren

vCPUs

CPU-Guthaben/Stunde

Maximaler CPU-Guthabensaldo

CPU-Basisleistung

t2.nano 1 3 72 5 % eines Kerns

t2.micro

1

6

144

10 % eines Kerns

t2.small

1

12

288

20 % eines Kerns

t2.medium

2

24

576

40 % eines Kerns*

t2.large 2 36 864 60 % eines Kerns**

* Bei t2.medium können Anwendungen mit Single-Thread-Verfahren 40 % eines Kerns nutzen. Falls erforderlich, können Anwendungen mit Multi-Thread-Verfahren je 20 % von zwei Kernen nutzen.

**Bei t2.large können Anwendungen mit Single-Thread-Verfahren 60 % eines Kerns nutzen. Falls erforderlich, können Anwendungen mit Multi-Thread-Verfahren je 30 % von zwei Kernen nutzen.

Beispielsweise erhält eine Instance vom Typ t2.small fortlaufend Guthaben mit einer Rate von 12 CPU-Guthaben pro Stunde. Diese Fähigkeit stellt eine Basisleistung bereit, die 20 % eines CPU-Kerns entspricht. Wenn die Instance die erhaltenen Guthaben zu irgendeinem Zeitpunkt nicht benötigt, speichert sie sie in ihrem CPU-Guthabensaldo für bis zu 24 Stunden. Immer wenn Ihre t2.small Spitzenlasten mit mehr als 20 % der Leistung eines Kerns verarbeiten muss, zieht sie dies aus dem CPU-Guthabensaldo ab, um die Lastspitze nahtlos zu verarbeiten. Wenn sich im Lauf der Zeit herausstellt, dass für Ihre Arbeitslast mehr CPU-Guthaben erforderlich sind als Sie haben oder Ihre Instance keinen positiven CPU-Guthabensaldo aufrecht erhalten kann, empfehlen wir entweder eine größer dimensionierte T2-Instance, wie etwa die t2.medium, oder einen Instance-Typ mit konstanter Leistung.

Viele Anwendungen, wie etwa Webserver, Entwicklungsumgebungen und kleine Datenbanken, benötigen keine gleichbleibend hohe CPU-Leistung, profitieren aber stark von schnellen CPUs, wenn sie deren Leistung benötigen. T2-Instances sind besonders für diese Anwendungsfälle ausgelegt. Wenn Sie gleichbleibend hohe CPU-Leistung für Anwendungen wie Videokodierung, Websites mit hohem Durchsatz oder HPC-Anwendungen benötigen, empfehlen wir Ihnen Instances mit konstanter Leistung zu verwenden. T2-Instances sind so ausgelegt, dass sie sich verhalten, als stünden ihnen dedizierte Intel-Kerne mit hoher Leistung zur Verfügung, wenn Ihre Anwendung CPU-Leistung benötigt, schützen Sie aber zugleich vor der schwankenden Leistung und anderen häufigen Nebenwirkungen, die typischerweise in anderen Umgebungen bei überdimensionierten Abonnements auftreten.

 

F: Wie wähle ich das richtige Amazon Machine Image (AMI) für meine t2.nano-Instances?

T2.nano, unsere kleinste spitzenlastleistungsfähige Instance-Größe bietet 512 MiB Speicher und ist für die volle Leistungsfähigkeit einer Hochfrequenz-Intel-CPU ausgelegt, solange Sie einen CPU-Guthabensaldo aufrechterhalten. Ihr t2.nano behält einen positiven Guthabensaldo bei, wenn Ihre Arbeitslast im Zeitraum von 24 Stunden durchschnittlich weniger als 5 % des Kerns nutzt. Wenn Ihre Arbeitslast durchschnittlich mehr als 5 % der CPU nutzt, sollten Sie eine größere t2-Instance wie etwa t2.micro in Betracht ziehen. Vergewissern Sie sich, dass die minimalen Speicheranforderungen Ihres Betriebssystems und der Anwendungen innerhalb der 512 MiB liegen. Betriebssysteme mit einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI) verbrauchen sehr viel Speicher und CPU. Beispielsweise könnte Microsoft Windows eine t2.micro oder größere Instance-Größe für viele Anwendungsfälle benötigen. Für den t2.nano-Instance-Typ geeignete AMIs finden Sie auf dem AWS Marketplace. Windows-Kunden, die die grafische Benutzeroberfläche nicht benötigen, können die Microsoft Windows Server 2012 R2 Core AMI verwenden.

F: Wann sollte ich eine Instance mit Spitzenlastleistung wie T2 wählen?

Die idealen Arbeitslasten für Instances mit Spitzenlastleistung (Webserver, Entwicklungsumgebungen und kleine Datenbanken) nutzen die CPU nicht oft und nicht beständig, benötigen aber gelegentlich Spitzenlastleistung. Falls Ihre Anwendung ständig hohe CPU-Leistung benötigt, empfehlen wir Ihnen unsere Instances mit gleichbleibender Leistung wie etwa M3, C3 und R3.

F: Wie kann ich den CPU-Guthabensaldo für die einzelnen T2-Instances anzeigen?

Sie können den CPU-Guthabensaldo für die einzelnen T2-Instances in der EC2-Instance-Metrik in Amazon CloudWatch anzeigen. T2-Instances bieten zwei neue Metriken, CPUCreditUsage und CPUCreditBalance. CPUCreditUsage gibt den Betrag des verbrauchten CPU-Guthabens an. CPUCreditBalance gibt den Saldo des CPU-Guthabens an.

F: Was passiert mit der CPU-Leistung, wenn meine T2-Instance fast kein Guthaben mehr hat (CPU-Guthabensaldo nahe null)?

Wenn der CPU-Guthabensaldo Ihrer T2-Instance auf null sinkt, bleibt die Leistung auf der CPU-Basisleistung. t2.micro bietet beispielsweise eine CPU-Basisleistung von 10 % eines physischen CPU-Kerns. Wenn der CPU-Gutschriftssaldo Ihrer Instance gegen null geht, wird die CPU-Leistung über einen Intervall von 15 Minuten auf die Basisleistung gesenkt.

F: Bleibt der Guthabensaldo meiner T2-Instance bei einem Stopp und Start bestehen?

Nein, eine angehaltene Instance behält ihren bisherigen Guthabensaldo nicht.

F: Können T2-Instances als Reservierte Instances oder Spot-Instances gekauft werden?

On-Demand-Instances und Reserved Instances sind die einzigen Kaufoptionen für T2 Instances.

F: Wie unterscheidet sich T2 von T1?

Im Vergleich mit t1.micro bietet t2.micro bessere CPU-Leistung, mehr Arbeitsspeicher und niedrigere Preise. Außerdem bietet die T2-Familie mehr als eine Größe.

 


F: Was ist eine Dense-Storage-Instance?

Dense-Storage-Instances sind für Verarbeitungslasten konzipiert, die hohe sequenzielle Lese- und Schreibvorgänge in sehr großen Datenbeständen erfordern, etwa verteiltes Computing mit Hadoop, Data Warehouses mit massiver Parallelverarbeitung und Protokollverarbeitungsanwendungen. Die Dense-Storage-Instances bieten den besten Preis/Speicher-GB und Preis/Datenträgerdurchsatz gegenüber anderen EC2-Instances.

F: Wie lassen sich Dense-Storage-Instances mit High I/O-Instances vergleichen? 

High I/O-Instances (I2) sind für Verarbeitungslasten vorgesehen, die niedrige Latenz und hohe Random-E/A-Leistung zusätzlich zu moderater Speicherdichte benötigen und liefern den besten Preis/IOPS im Vergleich zu anderen EC2-Instance-Typen. Dense-Storage-Instances (D2) sind optimiert für Anwendungen, die hohen sequenziellen Lese-/Schreibzugriff und kostengünstige Speicherung für sehr große Datenbestände benötigen und bieten den besten Preis pro Speicher-GB und Preis/Datenträgerdurchsatz im Vergleich zu anderen EC2-Instances.

 

F: Wie viel Datenträgerdurchsatz können Dense-Storage-Instances bereitstellen?

Die derzeit größte Generation der Dense-Storage-Instances, d2.8xlarge, kann bis zu 3,5 GBps Lese- und 3,1 GBps Schreib-Datenträgerdurchsätze mit einer Blockgröße von 2 MiB bereitstellen. Um die beste Datenträgerdurchsatz-Leistung unserer D2-Instances auf Linux zu gewährleisten, empfehlen wir, dass Sie die neueste Version von Amazon Linux AMI oder eine andere Linux AMI-Version mit einer Kernelversion von 3.8 oder höher verwenden, die persistente Zuweisungen zulässt – eine Erweiterung des Xen-Blockring-Protokolls, das Datenträgerdurchsatz und Skalierbarkeit signifikant verbessert.

F: Bieten Dense-Storage-Instances Mechanismen für Failover oder Redundanz?

Die primäre Datenspeicherung bei Dense-Storage-Instances ist festplattenbasierte Instance-Speicherung. Wie alle Formen von Instance-Speichern bleiben diese Speicher-Volumes nur für die Lebensdauer einer Instance bestehen. Deshalb empfehlen wir, dass Sie einen Redundanzgrad (etwa RAID 1/5/6) oder Dateisysteme verwenden (etwa HDFS und MapR-FS), die Redundanz und Fehlertoleranz unterstützen. Für zusätzliche Datenbeständigkeit können Sie Ihre Daten auch regelmäßig auf dauerhafteren Datenspeicherlösungen sichern, wie etwa Amazon Simple Storage Service (S3) Weitere Details finden Sie in der Dokumentation zu Amazon S3.

F: Wie unterscheiden sich Dense-Storage-Instances von Amazon EBS? 

Amazon EBS bietet einfache, elastische, zuverlässige (replizierte) und persistente Speicherung auf Blockebene für Amazon EC2, wobei von den zugrunde liegenden verwendeten Speichermedien abstrahiert wird. Der Amazon EC2-Instance-Speicher bietet direkt angehängte, nicht persistente Hochleistungs-Speicherungsblöcke, die für eine Vielzahl von Speicheranwendungen eingesetzt werden können. Dense-Storage-Instances richten sich insbesondere an Kunden, die hohen sequenziellen Lese-/Schreibzugriff auf große Datenbestände auf lokalem Speicher benötigen, etwa für verteiltes Computing mit Hadoop und Data Warehouses mit massiver Parallelverarbeitung.

F: Kann ich D2-Instances als für Amazon EBS optimierte Instances starten?

Jeder D2-Instance-Typ ist standardmäßig für EBS optimiert. D2-Instances bieten EBS Verbindungen mit 500 Mbit/s bis 4 000 Mbit/s zusätzlich zum von der Instance im Netzwerk bereitgestellten Durchsatz. Da diese Funktion für D2-Instances stets aktiviert ist, wirkt sich das explizite Starten einer D2-Instance als für EBS optimiert nicht auf das Verhalten der Instance aus.

F: Werden Dense-Storage-Instances in EC2 -Classic angeboten?

Die aktuelle Generation der Dense-Storage-Instances (D2-Instances) kann sowohl in EC2-Classic als auch in Amazon VPC gestartet werden. Wenn Sie eine Dense-Storage-Instance jedoch in eine VPC starten, können Sie eine Reihe Funktionen nutzen, die nur auf der Amazon VPC-Plattform verfügbar sind: etwa die Aktivierung von Enhanced Networking, die Zuweisung mehrerer privater IP-Adressen für Ihre Instances oder das Ändern Ihrer Instance-Sicherheitsgruppen. Weitere Informationen über die Vorteile der Nutzung einer VPC finden Sie unter Amazon EC2 und Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC). Sie können Schritte zum Migrieren Ihrer Ressourcen von EC2-Classic auf Amazon VPC einleiten. Weitere Informationen finden Sie unter Migrieren einer Linux-Instance von EC2-Classic auf VPC.


F: Wann sollte ich speicheroptimierte Instances nutzen?
Speicheroptimierte Instances bieten ausreichend Speicher für speicherintensive Anwendungen wie In-Memory-Anwendungen, In-Memory-Datenbanken, In-Memory-Analyselösungen, High Performance Computing (HPC) und wissenschaftliche Anforderungen.

F: Wann sollte ich X1-Instances nutzen?
X1-Instances sind ideal für die Ausführung von In-Memory-Datenbanken wie SAP HANA, großen Datenverarbeitungs-Engines wie Apache Spark oder Presto sowie High-Performance-Computing (HCP)-Anwendungen. X1-Instances sind von SAP für die Ausführung von Business Warehouse auf HANA (BW), Data Mart Solutions auf HANA, Business Suite auf HANA (SoH) sowie die Business Suite S/4HANA der nächsten Generation in AWS-Cloud-basierten Produktionsumgebungen zertifiziert.

F: Welches sind die wichtigsten Merkmale der Intel E7 Haswell-Prozessoren für X1-Instances?
X1 ist die erste Amazon EC2-Instance, die von vier für Unternehmens- und Datenbank-Workloads optimierten 2,3 GHz Intel® Xeon® E7 8880 v3 (Haswell)-Prozessoren unterstützt wird. Dank der hohen Anzahl Kerne der E7-Prozessoren werden Workloads unterstützt, die von einer effizienten Skalierung auf mehrere Kerne profitieren. Außerdem verfügen die Intel E7-Prozessoren über eine große Speicherbandbreite sowie L3-Caches für eine optimierte Leistung von In-Memory-Anwendungen. Weitere Merkmale von Intel E7-Prozessoren:
• Verbesserte Verschlüsselungsleistung dank AES-NI-Unterstützung
• Unterstützung von Transactional Synchronization Extensions (TSX) für eine verbesserte In-Memory-Verarbeitung von Transaktionsdaten
• Unterstützung von Advanced Vector Extensions 2 (Intel AVX2)-Befehlssätzen, damit Erweiterung für die meisten ganzzahligen Operationen auf 256 Bits

F: Unterstützen X1-Instances eine Statusüberwachung des CPU-Power-Managements?
Ja. Sie können C-States und P-States sowohl auf x1.32xlarge als auch auf x1.16xlarge konfigurieren. Mit C-States werden höhere Turbofrequenzen ermöglicht (bis zu 3,1 Ghz mit 1- oder 2-Kern-Turbo). Mithilfe von P-States lässt sich die Performancevarianz reduzieren. Dabei werden alle Kerne fest P1- oder höheren P-States zugewiesen, was einer Deaktivierung der Turbofunktion gleichkommt, und arbeiten konsistent entsprechend der Basis-CPU-Taktfrequenz.

F: Welche Betriebssysteme werden auf X1-Instances unterstützt?

X1-Instances bieten eine große Anzahl von vCPUs, was in manchen Linux-Betriebssystemen, die ein niedrigeres Limit für vCPUs haben, zu Startproblemen führen kann. Wir empfehlen daher dringend, zum Starten von X1-Instances die neuesten AMIs zu verwenden. Die folgenden Linux-AMIs unterstützen den Start von X1-Instances: Amazon Linux AMI 2016.03 (HVM), Ubuntu Server 14.04 LTS (HVM) und Red Hat Enterprise Linux 7.1 (HVM) sowie SUSE Linux 12 SP1.

Die AMI-Unterstützung für SAP HANA-Arbeitslasten beinhaltet: SUSE Linux 12, SUSE Linux 12 SP1 und SLES für SAP 12 SP1 (aufgrund der Kernelanforderung von 3.10 oder höher). Für SAP NetWeaver auf AnyDB werden derzeit die neuesten RHEL 7.x-Images unterstützt.

x1.32xlarge wird auch Folgendes unterstützen: Windows Server 2012 R2, 2012 RTM und 2008 R2 64-Bit (Windows Server 2008 SP2 und ältere Versionen werden nicht unterstützt). x1.16xlarge wird Folgendes unterstützen: Windows Server 2012 R2, 2012 RTM, 2008 R2 64-Bit, 2008 SP2 64-Bit sowie 2003 R2 64-Bit (32-Bit-Versionen von Windows Server werden nicht unterstützt).

F: Welche Speicheroptionen stehen meinen X1-Kunden zur Verfügung?

X1-Instances bieten SSD-basierten Instance-Speicher, der ideal für die temporäre Speicherung von Protokollen, Puffer- und Cachedaten sowie temporären Tabellen, Rechendaten und ähnlichen Inhalten geeignet ist. Die beste I/O-Leistung von X1-Instance-Speicher erzielen Sie mit einem Linux-Kern, der Persistent Grants, eine Erweiterung des Xen-Block-Ring-Protokolls, unterstützt.
X1-Instances sind standardmäßig EBS-optimiert und bieten eine dedizierte Bandbreite von 10 Gbit/s für EBS-Volumes. EBS unterstützt dank seiner breiten Palette an Volumes zahlreiche unterschiedliche Workloads. Weitere Informationen finden Sie im EC2 User Guide.

F: Wie stelle ich auf X1-Instances eine kostengünstige Failover-Lösung bereit?
Mithilfe von Amazon EC2 Auto Recovery, können Sie einfache, kostengünstige Failover-Lösungen auf X1-Instances erstellen, die im Falle einer Instance-Beeinträchtigung ein nahtloses Failover ermöglichen. Zudem können Sie durch Erstellung eines AWS CloudWatch-Alarms eine Auto Recovery-Funktion für X1-Instances implementieren. Wählen Sie die Metrik "EC2 Status Check Failed (System)" und wählen Sie die Aktion "Recover this instance". Instance-Wiederherstellung unterliegt gewissen Einschränkungen, wie in der Dokumentation zur Fehlerbehebung bei der Auto Recovery beschrieben. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Auto Recovery und unter Erstellen von Amazon CloudWatch-Alarmen.

F: Sind SAP HANA-Referenz-Frameworks für die X1-Instance und die AWS-Cloud verfügbar?
Verwenden Sie die im AWS Quick Start-Bereich verfügbaren HANA-Referenzimplementierungen zur schnellen Bereitstellung aller erforderlichen HANA-Elemente auf X1-Instances gemäß den SAP-Empfehlungen für hohe Leistung und Zuverlässigkeit. AWS Quick Start-Optionen sind modular und anpassbar. Sie können zusätzliche Funktionen darauf aufsetzen oder sie für Ihre eigenen Implementierungen ändern. Zusätzliche Informationen zur HANA-Bereitstellung auf AWS finden Sie im SAP HANA on AWS Cloud: Quick Start Reference Deployment Guide.


F: Warum werden Instances vom Typ M1, C1, CC2, HI1, CG1 und HS1 nicht mehr auf den Preisseiten aufgeführt?

Diese Instances wurden auf die Seite Instances der vorherigen Generation verschoben..

 

F: Werden dieses Instances der vorherigen Generation noch unterstützt?

Ja. Instances der vorherigen Generation werden noch voll unterstützt.

 

F: Kann ich Instances der vorherigen Generation weiterhin verwenden und hinzufügen?

Ja. Die Instances der vorherigen Generation stehen weiterhin als On-Demand-, Reserved und Spot-Instances über unsere APIs, die Befehlszeilenschnittstelle (CLI) und die EC2 Management Console zur Verfügung.

 

F: Werden meine Instances der vorherigen Generation gelöscht?

Nein. Ihre M1-, C1-, CC2-, HI1-, CG1- und HS1-Instances sind weiterhin voll funktionsfähig und werden wegen dieser Änderung nicht gelöscht.

 

F: Wird die Unterstützung für Instances der vorherigen Generation bald eingestellt?

Derzeit ist nicht geplant, die Unterstützung für Instances der vorherigen Generation einzustellen. Doch wie bei jeder sich rasch entwickelnden Technologie bietet die neueste Generation in der Regel das beste Preis-/Leistungsverhältnis und wir empfehlen unseren Kunden daher, die Vorteile der technologischen Weiterentwicklungen zu nutzen.

F: Wirkt sich diese Änderung in irgendeiner Weise auf meine Instances der vorherigen Generation aus, die ich als Reserved Instance gekauft habe?

Nein. Ihre Reserved Instances ändern sich nicht und die Instances der vorherigen Generation werden nicht abgeschafft.

 


F: Was ist VM Import/Export?

Mithilfe von VM Import/Export können Abbilder von virtuellen Maschinen (VM) importiert werden, um Amazon EC2-Instances zu erstellen. Zu einem früheren Zeitpunkt importierte EC2-Instances können auch exportiert werden, um VMs zu erstellen. Mit VM Import/Export können Kunden ihre bisherigen Investitionen in den Aufbau von VMs nutzen, indem sie ihre VMs in Amazon EC2 migrieren.

F: Welche Betriebssysteme werden unterstützt?

VM Import/Export unterstützt derzeit Windows- und Linux-VMs, einschließlich Windows Server 2003, Windows Server 2003 R2, Windows Server 2008, Windows Server 2012 R1, Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.1-6.5 (über Cloud Access), Centos 5.1-6.5, Ubuntu 12.04, 12.10, 13.04, 13.10 und Debian 6.0.0-6.0.8, 7.0.0-7.2.0. Weitere Details zu VM Import, einschließlich unterstützter Dateiformate, Architekturen und Betriebssystemkonfigurationen, finden Sie im Amazon EC2-Benutzerhandbuch im Abschnitt "VM Import/Export".

F: Welche Dateiformate für virtuelle Maschinen werden unterstützt?

Sie können VMware ESX VMDK-, Citrix Xen VHD-, Microsoft Hyper-V VHD- und RAW-Images als Amazon EC2-Instances importieren. Sie können EC2-Instances in VMware ESX VMDK-, VMware ESX OVA-, Microsoft Hyper-V VHD- oder Citrix Xen VHD-Images exportieren. Eine vollständige Liste unterstützter Betriebssysteme finden Sie unter Welche Betriebssysteme werden unterstützt?.

F: Was ist VMDK?

Bei VMDK handelt es sich um ein Dateiformat für virtuelle Festplatten. Es wird üblicherweise in virtuellen IT-Infrastrukturen verwendet, die beispielsweise vom Unternehmen VMware, Inc. vertrieben werden.

F: Wie bereite ich eine VMDK-Datei mit dem VMware vSphere-Client für den Import vor?

Die VMDK-Datei kann vorbereitet werden, indem Sie im Menü des VMware vSphere Client auf Datei > Export > OVF-Vorlage exportieren gehen. Die resultierende VMDK-Datei wird komprimiert, um die Image-Größe zu verringern, damit die Datei für VM Import/Export kompatibel ist. Es ist keine spezielle Vorbereitung zur Verwendung der Amazon EC2 VM Import Connector vApp für VMware vCenter erforderlich.

F: Was ist VHD?

Bei VHD (Virtual Hard Disk) handelt es sich um ein Dateiformat für virtuelle Festplatten in einer einzelnen Datei. Das VHD-Image-Format wird von Virtualisierungsplattformen wie Microsoft Hyper-V und Citrix Xen verwendet.

F: Wie bereite ich eine VHD-Datei für den Import von Citrix Xen vor?

Öffnen Sie Citrix XenCenter und wählen Sie die virtuelle Maschine aus, die Sie exportieren möchten. Klicken Sie im Menü "Tools" auf "Virtual Appliance Tools" und wählen Sie "Export Appliance" aus, um den Exportvorgang zu starten. Wenn der Export abgeschlossen ist, können Sie die VHD-Image-Datei in dem im Exportdialogfeld angegebenen Zielverzeichnis finden.

F: Wie bereite ich eine VHD-Datei für den Import aus Microsoft Hyper-V vor?

Öffnen Sie Hyper-V Manager und wählen Sie die virtuelle Maschine aus, die Sie exportieren möchten. Wählen Sie im Fenster "Actions" für die virtuelle Maschine die Option "Export" aus, um die Exportaufgabe zu starten. Wenn der Export abgeschlossen ist, können Sie die VHD-Image-Datei in dem im Exportdialogfeld angegebenen Zielverzeichnis finden.

F: Welche anderen Anforderungen gelten für das Importieren einer virtuellen Maschine (VM) in Amazon EC2?

Die virtuelle Maschine muss sich in einem beendeten Zustand befinden, bevor das VMDK- oder VHD-Image generiert wird. Sie darf sich nicht im Pausenmodus befinden oder ausgesetzt sein. Wir empfehlen, dass Sie die virtuelle Maschine nur mit dem angehängten Boot-Volume exportieren. Zusätzliche Festplatten können Sie mit dem Befehl "ImportVolume" importieren und dann mit "AttachVolume" der virtuellen Maschine zuordnen. Zudem werden verschlüsselte Festplatten (z. B. Bit Locker) und verschlüsselte Image-Dateien nicht unterstützt. Sie müssen außerdem dafür sorgen, dass Sie über alle notwendigen Rechte und Lizenzen für den AWS-Import und die Software verfügen, die ggf. in ihrem VM-Image enthalten ist.

F: Muss die virtuelle Maschine für den Import in Amazon EC2 in bestimmter Weise konfiguriert werden?

Vergewissern Sie sich, dass Remote Desktop (RDP) oder Secure Shell (SSH) für den Fernzugriff aktiviert sind, und stellen Sie sicher, dass Ihre Host-Firewall (Windows- Firewall, iptables u. ä.), sofern konfiguriert, den Zugriff auf RDP oder SSH zulässt. Andernfalls haben Sie nach Abschluss des Importvorgangs keine Möglichkeit, auf Ihre Instance zuzugreifen. Stellen Sie bitte des Weiteren sicher, dass die Windows-VMs so konfiguriert sind, dass für alle Benutzer, auch den Administrator, starke Passwörter verwendet werden, und dass Linux-VMs mit einem öffentlichen Schlüssel für SSH-Zugriff konfiguriert sind.

F: Wie importiere ich eine virtuelle Maschine in eine Amazon EC2 Instance?

Sie können VM-Images auch mit den Amazon EC2 API-Tools importieren:

  • Importieren Sie die VMDK-, VHD- oder RAW-Datei über die ec2-import-instance-API. Bei der Instance-Importaufgabe werden die Parameter erfasst, die erforderlich sind, um die Amazon EC2-Instance-Eigenschaften ordnungsgemäß zu konfigurieren (Instance-Größe, Availability Zone und Sicherheitsgruppen), und das Image wird in Amazon S3 hochgeladen.
  • Wenn "ec2-import-instance" unterbrochen oder ohne abgeschlossenen Upload beendet wird, verwenden Sie "ec2-resume-import", um den Upload-Vorgang fortzusetzen. Der Importvorgang wird an der Stelle, an der er unterbrochen wurde, fortgesetzt.
  • Verwenden Sie zur Überwachung des Fortschritts des Importvorgangs den Befehl ec2-describe-conversion-tasks. Sie erhalten dadurch die sich ergebende Amazon EC2 Instance-ID.
  • Sobald der Importvorgang abgeschlossen wurde, können Sie die Amazon EC2-Instance neu starten, indem Sie für die ec2-run-instances-API die Instance-ID angeben.
  • Löschen Sie abschließend mit dem Befehlszeilenprogramm "ec2-delete-disk-image" Ihr Datenträger-Image aus Amazon S3, da es nicht mehr benötigt wird.

Alternativ können Sie Ihre virtuelle Maschine mittels einer grafischen Benutzeroberfläche des AWS Management Portal for vCenter in Amazon EC2 importieren, sofern Sie die VMware vSphere-Virtualisierungsplattform verwenden. Informationen finden Sie im Handbuch Erste Schritte im AWS Management Portal for vCenter. AWS Management Portal for vCenter bietet eine integrierte Unterstützung von VM Import. Sobald das Portal in vCenter installiert ist, können Sie mit der rechten Maustaste auf eine VM klicken und "Migrate to EC2" auswählen, um anhand der VM eine EC2-Instance zu erstellen. Das Portal übernimmt das Exportieren der VM aus vCenter, ihr Hochladen in S3 und ihre Umwandlung in eine EC2-Instance, ohne dass weitere Aufgaben ausgeführt werden müssen. Sie können den Fortschritt Ihrer VM-Migrationen auch im Portal nachverfolgen.

F: Wie kann ich eine Amazon EC2-Instance zurück in meine lokale Virtualisierungsumgebung exportieren?

Sie können Ihre Amazon EC2-Instance mithilfe der Amazon EC2-Befehlszeilenprogramme exportieren:

  • Zum Exportieren der Instance dient ec2-create-instance-export-task. Der Exportbefehl erfasst die benötigten Parameter (Instance-ID, S3-Bucket für das exportierte Image, Name des exportierten Image, VMDK-, OVA- oder VHD-Format) für einen ordnungsgemäßen Export der Instance in das gewählte Format. Die exportierte Datei wird in einem zuvor erstellten S3-Bucket gespeichert.
  • Mit ec2-describe-export-tasks können Sie den Status des Exportvorgangs überwachen.
  • Mit ec2-cancel-export-task können Sie einen Exportvorgang vor dem Abschluss abbrechen.

 

F: Welche anderen Anforderungen gelten für das Exportieren einer EC2-Instance mithilfe von VM Import/Export?

Sie können ausgeführte oder beendete EC2-Instances exportieren, die Sie zuvor mit VM Import/Export importiert haben. Wenn die Instance ausgeführt wird, wird sie vorübergehend beendet, um einen Snapshot des Startdatenträgers zu erstellen. EBS-Datenträger können nicht exportiert werden. EC2-Instances mit mehreren Netzwerkschnittstellen können nicht exportiert werden.

F: Kann ich Amazon EC2-Instances exportieren, denen mindestens ein EBS-Volume zugeordnet ist?

Ja, aber VM Import/Export exportiert nur das Start-Volume der EC2-Instance.

F: Was kostet der Import einer virtuellen Maschine?

Für das Hochladen und die Speicherung Ihrer VM-Image-Datei gelten die Amazon S3-Standardgebühren für die Datenübertragung und -speicherung. Nachdem Ihre VM importiert wurde, werden Ihnen die Amazon EC2 Instance-Stundensätze und die EBS-Servicegebühren berechnet. Wenn Sie Ihre VM-Image-Datei nach Abschluss des Importvorgangs nicht länger in S3 speichern möchten, verwenden Sie das Befehlszeilen-Tool ec2-delete-disk-image, um Ihr Speicherabbild in Amazon S3 zu löschen.

F: Was kostet der Export einer virtuellen Maschine?

Für das Speichern Ihrer exportierten VM-Image-Datei fallen die üblichen Amazon S3-Speichergebühren an. Ferner fallen die üblichen S3-Datenübertragungsgebühren an, wenn Sie die exportierte VM-Datei in Ihre lokale Virtualisierungsumgebung herunterladen. Schließlich fallen die üblichen EBS-Gebühren für das Speichern eines temporären Snapshots Ihrer EC2-Instance an. Löschen Sie zum Minimieren von Speichergebühren die VM-Image-Datei aus S3, nachdem Sie sie in Ihre Virtualisierungsumgebung heruntergeladen haben.

F: Wer muss die Lizenz für das Betriebssystem bereitstellen, wenn ich eine VM von Windows Server 2003 oder 2008 importiere?

Wenn Sie eine importierte VM mithilfe von Microsoft Windows Server 2003 oder 2008 starten, werden Ihnen die üblichen Instance-Stundensätze für Amazon EC2 mit der entsprechenden Windows Server-Version in Rechnung gestellt. Darunter fallen auch die Rechte für die Nutzung dieses Betriebssystems in Amazon EC2. Sie tragen dafür Sorge, dass jegliche sonstige Software korrekt lizenziert ist.

Was passiert mit meinem lokalen Microsoft Windows-Lizenzschlüssel, wenn ich eine VM von Windows Server 2003 oder 2008 importiere? Da Ihr lokaler Microsoft Windows-Lizenzschlüssel, der dieser VM zugeordnet war, nicht verwendet wird, wenn Ihre importierte VM als EC2-Instance ausgeführt wird, können Sie ihn für eine andere VM in Ihrer lokalen Umgebung wiederverwenden.

F: Kann ich nach dem Export einer EC2-Instance zurück in meine lokale Virtualisierungsumgebung weiter den von AWS bereitgestellten Microsoft Windows-Lizenzschlüssel verwenden?

Nein. Nachdem eine EC2-Instance exportiert wurde, steht der in der EC2-Instance verwendete Lizenzschlüssel nicht mehr zur Verfügung. Sie müssen für die exportierte VM, nachdem sie auf Ihrer lokalen Virtualisierungsplattform gestartet wurde, einen neuen Lizenzschlüssel aktivieren und angeben.

F: Wenn ich eine VM mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) importiere, wer ist dann für die Bereitstellung der Betriebssystemlizenz zuständig?

Wenn Sie Red Hat Enterprise Linux (RHEL) VM-Abbilder importieren, können Sie die Lizenz-Portabilität für Ihre RHEL-Instances verwenden. Die Lizenz-Portabilität verpflichtet Sie zum Verwalten der RHEL-Lizenzen für importierte Instances. Dies ist über Cloud Access-Abonnements für Red Hat Enterprise Linux möglich. Für weitere Informationen über Cloud Access und um Ihre Berechtigung überprüfen zu lassen, wenden Sie sich bitte an Red Hat.

F: Wie lange dauert der Import einer virtuellen Maschine?

Es hängt von der Größe des Datenträgerabbilds und der Geschwindigkeit Ihrer Netzwerkverbindung ab, wie lange der Import einer virtuellen Maschine dauert. Es dauert bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Mbps beispielsweise ungefähr zwei Stunden, bis ein 10 GB großes VMDK-Image vom Windows Server 2008 SP2 importiert wird. Falls Sie über eine langsamere Netzwerkverbindung verfügen oder einen Upload für großen Platteninhalt vornehmen müssen, kann der Importvorgang wesentlich länger dauern.

F: In welchen Amazon EC2-Regionen kann ich VM Import/Export nutzen?

In der Regionstabelle finden Sie die in den verschiedenen Regionen verfügbaren Produktdienste.

F: Wie viele gleichzeitige Import- bzw. Exportvorgänge sind möglich?

Für jedes Konto sind pro Region bis zu fünf aktive Import- und Exportvorgänge möglich.

F: Kann ich importierte virtuelle Maschinen in der Amazon Virtual Private Cloud (VPC) ausführen?

Ja, Sie können importierte virtuelle Maschinen in Amazon VPC ausführen.

F: Kann ich die AWS Management Console mit VM Import/Export verwenden?

Nein. VM Import/Export-Befehle stehen über die EC2-Befehlszeile und -API zur Verfügung. Sie können auch das AWS Management Portal for vCenter zum Importieren von VMs in Amazon EC2 verwenden. Nach dem Import stehen die resultierenden Instanzen über die AWS Management Console zur Verfügung.

 


F: Kann ich meine vorhandene Windows Server-Lizenz mit EC2 verwenden?

Nein. Microsoft-Windows-Server-Lizenzen lassen derzeit die Verwendung einer vorhandenen Windows-Lizenz in Amazon EC2 sowie in anderen Cloud-Umgebungen nicht zu. Sprechen Sie mit Ihrem Microsoft-Kundenbetreuer über die Lizenzoptionen.

F: Welche Softwarelizenzen kann ich in die Windows-Umgebung einbringen?

Die Bedingungen für bestimmte Softwarelizenzen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Daher wird empfohlen, dass Sie in den Lizenzbestimmungen Ihres Softwareanbieters nachschlagen, um zu bestimmen, ob Ihre vorhandenen Lizenzen für die Verwendung in Amazon EC2 genehmigt sind.


F: Wie wird meine Ausführung von IBM-Software in Amazon EC2 berechnet?

Sie zahlen nur für das, was Sie auch tatsächlich nutzen. Dabei fallen keine Mindestgebühren an. Die Preise richten sich nach genutzter Instance-Stunde für jeden Instance-Typ. Angefangene Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt. Die Datenübertragung für Amazon EC2 mit IBM wird getrennt von Amazon EC2 in Rechnung gestellt und eingestuft. Für die Datenübertragung zwischen zwei Amazon Web Services innerhalb derselben Region (z. B. zwischen Amazon EC2 in USA West und einem anderen AWS-Service in USA West) fallen keine Gebühren an. Datenübertragungen zwischen AWS-Diensten in verschiedenen Regionen werden auf beiden Seiten des Transfers als Internetdatenübertragungen berechnet.

Informationen zur Preisgestaltung von Amazon EC2 mit IBM finden Sie auf der Detailseite Amazon EC2 mit IBM im Abschnitt mit den Preisen.

F: Kann ich Amazon DevPay mit Amazon EC2 mit IBM verwenden?

Nein, Sie können derzeit DevPay nicht zur Bündelung von Produkten auf Amazon EC2 mit IBM verwenden.


F: Was garantiert mir die SLA (Service Level Agreement) von Amazon EC2?

Unsere SLA garantiert eine monatliche Betriebszeit in Prozent von mindestens 99,95 % für Amazon EC2 und Amazon EBS innerhalb einer Region.

F: Wie erfahre ich, ob ich für eine Gutschrift aus der SLA in Frage komme?

Sie sind für ein SLA-Guthaben für entweder Amazon EC2 oder Amazon EBS berechtigt (je nachdem, ob ein oder beide Services nicht verfügbar waren), wenn die Region, in der Sie aktiv sind, eine monatliche Betriebszeit in Prozent von unter 99,95 % im entsprechenden Abrechnungszeitraum aufweist. Ausführliche Informationen zu allen Bestimmungen der SLA sowie Einzelheiten zur Geltendmachung eines Anspruchs finden Sie unter http://aws.amazon.com/ec2/sla/