Amazon RDS gibt Ihnen die Möglichkeit, mit der AWS Management Console oder einer Reihe einfacher Web-Services-APIs relationale Datenbank-Instances (DB-Instances) zu erstellen, zu löschen und zu ändern. Darüber hinaus können Sie Zugriff und Sicherheit für Ihre Instance(s) kontrollieren und Ihre Datenbank-Backups und -Snapshots verwalten. Eine vollständige Liste der verfügbaren Amazon RDS-APIs finden Sie im Amazon-RDS-API-Handbuch. Im Folgenden sind einige der am häufigsten verwendeten APIs und ihre Funktionen aufgelistet:

  • LaunchDBInstance – Bereitstellen einer neuen DB-Instance unter Angabe von DB-Engine (SQL Server-Edition), Lizenzmodell, DB-Instance-Klasse, Speicherkapazität, DB-Engine-Version (optional) und der zu verwendenden Sicherungsaufbewahrungs-Richtlinien. Nur einige wenige Mausklicks sind in der AWS Management Console nötig, um auf eine ausgeführte SQL Server-Datenbank-Engine zuzugreifen, wobei die Software vorinstalliert ist und die gewünschte Ressourcenkapazität zur Verfügung steht.
  • ModifyDBInstance – Dient zum Ändern von Einstellungen für eine ausgeführte DB-Instance. Verwenden Sie diese Funktionalität, um die für Ihre DB-Instance verfügbaren Ressourcen entsprechend der Arbeitslast Ihrer Datenbank zu skalieren oder um die Einstellungen zur automatischen Sicherung und Wartung zu ändern. Sie können diese Funktionalität auch einsetzen, um auf Wunsch eine Kontrolle über die Aktualisierung der DB Engine-Versionen zu erhalten.
  • TakeDBSnapshot – Dient zum Erzeugen eines Snapshots Ihrer DB-Instance. Diese durch den Benutzer erstellten Snapshots können genutzt werden, um DB-Instances, selbst zuvor beendete, jederzeit wiederherzustellen.
  • RestoreToPointInTime – Erstellen einer neuen DB Instance aus einem Backup, das sich auf einen bestimmten Zeitpunkt bezieht. Eine Wiederherstellung kann für jeden Zeitpunkt innerhalb des von Ihnen festgelegten Aufbewahrungszeitraums, in der Regel bis auf die letzten fünf Minuten Ihrer Datenbanknutzung, vorgenommen werden.
  • DeleteDBInstance – Bei Amazon RDS können Sie Ihre DB-Instance jederzeit beenden und zahlen nur die genutzten Ressourcen.

Amazon RDS unterstützt mehrere SQL Server-Editionen (2008 R2, 2012, 2014 und 2016). Die Unterstützung einer bestimmten Edition hängt vom Lizenzmodell ab. Im Abschnitt "Preise" erhalten Sie weitere Informationen zu den Lizenzmodellen für Amazon RDS für SQL Server:

  • "License Included": Express, Web und Standard Edition und Enterprise Edition
  • "BYOL": Standard und Enterprise Edition

Die "Licence Included"-Option für Enterprise Edition ist zurzeit nur in den Regionen USA Ost (Nord-Virginia), USA West (Oregon) und EU (Irland) verfügbar.

Bitte beachten Sie, dass gemäß den Lizenzrichtlinien von Microsoft die SQL Server Web Edition nur zur Unterstützung öffentlicher und im Internet zugänglicher Webseiten, Websites, Webanwendungen und Web-Services genutzt werden darf. Weitere Informationen finden Sie in den AWS-Service-Bedingungen.

Amazon RDS unterstützt derzeit die folgenden DB Instance-Klassen:

Instance-Typ vCPU Arbeitsspeicher (RAM) (GiB) Für bereitgestellte E/As pro Sekunde optimiert
Netzwerkleistung
Standard – Neueste Generation
db.m4.large 2
8
Ja
Mittel
db.m4.xlarge 4
16
Ja Hoch
db.m4.2xlarge 8
32
Ja Hoch
db.m4.4xlarge 16
64
Ja Hoch
db.m4.10xlarge 40
160
Ja 10 Gigabit
Standard – Vorherige Generation
db.m3.medium 1 3,75 Mittel
db.m3.large 2 7,5 Mittel
db.m3.xlarge 4 15 Ja Hoch
db.m3.2xlarge 8 30 Ja Hoch
RAM-optimiert – Aktuelle Generation
db.r3.large 2 15 Mittel
db.r3.xlarge 4 30,5 Ja Mittel
db.r3.2xlarge 8 61 Ja Hoch
db.r3.4xlarge 16 122 Ja Hoch
db.r3.8xlarge 32 244
10 Gigabit
Micro-Instances        
db.t2.micro 1 1 Niedrig
db.t2.small 1 2 Niedrig
db.t2.Medium 2 4 Mittel
db.t2.large 2 8 Mittel

Suchen Sie DB-Instances vom Typ T1, M1, M2 oder CR1? Lesen Sie hierzu die Seite Instances der vorherigen Generation.

Klicken Sie hier, um die bewährten Praktiken für die Migration zu Amazon RDS für SQL Server kennen zu lernen.

Am Monatsende werden Ihnen immer nur die Amazon RDS-Ressourcen in Rechnung gestellt, die Sie verbraucht haben. Sobald eine von Ihnen erstellte DB-Instance zum Herstellen einer Verbindung verfügbar ist, wird Ihre Nutzung dieser Instance stundenweise abgerechnet. Jede DB-Instance wird bis zu ihrer Beendung, d. h., bis Sie einen API-Befehl zum Löschen der DB-Instance geben, oder bis zu einem Ausfall der Instance ausgeführt. Angebrochene DB Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt. Zusätzlich zu den DB-Instance-Stunden fallen Gebühren für Ihre monatlich genutzte Speicherkapazität, E/A-Anforderungen und Backups an. Wenn Sie Ihre Speicherkapazität innerhalb des Abrechnungszeitraums skalieren, werden die Gebühren entsprechend anteilig angepasst.

Details finden Sie auf der Seite mit denAmazon RDS-Preisen für SQL Server.

Die Nutzung dieses Service unterliegt der Kundenvereinbarung von Amazon Web Services.