Amazon RDS gibt Ihnen die Möglichkeit, mit der AWS Management Console oder einer Reihe einfacher Web-Services-APIs relationale Datenbank-Instances (DB-Instances) zu erstellen, zu löschen und zu ändern. Darüber hinaus können Sie Zugriff und Sicherheit für Ihre Instance(s) kontrollieren und Ihre Datenbank-Backups und -Snapshots verwalten. Eine vollständige Liste der verfügbaren Amazon RDS-APIs finden Sie im Amazon-RDS-API-Handbuch. Im Folgenden sind einige der am häufigsten verwendeten APIs und ihre Funktionen aufgelistet:

  • CreateDBInstance – Bereitstellung einer neuen DB-Instance, unter Angabe der DB-Engine als PostgreSQL, der DB-Instance-Klasse, der Speicherkapazität, der DB-Engine-Version (optional), der gewünschten Aufbewahrungsrichtlinie für Backups und ob die DB-Instance als Multi-AZ-Bereitstellung betrieben werden soll. Dieser eine API-Befehl reicht aus, um Zugriff auf eine funktionsfähige PostgreSQL-Datenbank mit vorinstallierter Software und der gewünschten Ressourcen-Kapazität zu erhalten.
  • ModifyDBInstance – Dient zum Ändern der Einstellungen einer laufenden DB-Instance. Verwenden Sie einen einzigen API-Aufruf, um die für Ihre DB-Instance verfügbaren Ressourcen entsprechend der Arbeitslast Ihrer Datenbank zu skalieren, um die Einstellungen zur automatischen Sicherung und Wartung zu überarbeiten oder um Ihre DB-Instance in eine oder aus einer Multi-AZ-Bereitstellung zu konvertieren. Sie können diese API auch nutzen, um zusätzliche Kontrolle über PostgreSQL-Versions-Upgrades für Ihre DB-Instance zu gewinnen – Sie können die Kompatibilität mit spezifischen PostgreSQL-Versionen sicherstellen, neue Versionen mit Ihrer Anwendung testen, bevor Sie sie in der Produktionsumgebung bereitstellen, und Versions-Upgrades nach Ihren eigenen Vorstellungen und Zeitplänen durchführen.
  • DeleteDBInstance – Löschen einer laufenden DB-Instance. Bei Amazon RDS können Sie Ihre DB-Instance jederzeit beenden und zahlen nur die verwendeten Ressourcen.
  • CreateDBSnapshot – Erstellen eines Snapshots Ihrer DB-Instance. Diese durch den Benutzer erstellten Snapshots können genutzt werden, um DB-Instances, selbst zuvor gelöschte, jederzeit wiederherzustellen.
  • RestoreDBInstanceToPointInTIme – Erstellen einer neuen DB-Instance aus dem Backup zu einem bestimmten Zeitpunkt. Eine Wiederherstellung kann für jeden Zeitpunkt innerhalb des von Ihnen festgelegten Aufbewahrungszeitraums, in der Regel bis auf die letzten fünf Minuten Ihrer Datenbanknutzung, vorgenommen werden.
  • CreateDBInstanceReadReplica – Erstellen einer DB-Instance, die als Read Replica einer Quell-DB-Instance fungiert.

Wenn Ihre Anwendung bereits eine PostgreSQL-Datenbank nutzt, ist der Import von Daten nach Amazon RDS wirklich einfach. Grundsätzlich sind zur Migration Ihrer Daten nach Amazon RDS die folgenden einfachen Schritte nötig:

  • Erstellen Sie eine DB-Instance mit den gewünschten Rechen- und Speicherkapazitäten sowie Zugriffskontrollen.
  • Erstellen Sie mit pg_dump einen Datenauszug für den Import.
  • Verwenden Sie psql, um eine Datenbank in der DB Instance zu erstellen, und laden Sie den Auszug.
  • Aktualisieren Sie die Zeichenfolge für die Datenbankverbindung in der Konfigurationsdatei Ihrer Anwendung.

Amazon RDS für PostgreSQL-DB Instances mit PostgreSQL 9.3.5 und neuer unterstützen die Session-Replikation-Rolle. Sie können auch Daten bei minimaler Ausfallzeit in Ihre Amazon RDS für PostgreSQL-DB Instance importieren, indem Sie diese Rolle nutzen und Trigger-basierte Open Source-Replikations-Tools wie Londiste verwenden.

Weitere Informationen zum Importieren von Daten nach finden Sie im Abschnitt Importing Data into PostgreSQL der Dokumentation zu Amazon RDS.

Amazon RDS unterstützt derzeit die folgenden DB Instance-Klassen:

Instance-Typ vCPU Arbeitsspeicher (RAM) (GiB) Für bereitgestellte E/As pro Sekunde optimiert
Netzwerkleistung
Standard – Neueste Generation
db.m4.large 2
8
Ja
Mittel
db.m4.xlarge 4
16
Ja Hoch
db.m4.2xlarge 8
32
Ja Hoch
db.m4.4xlarge 16
64
Ja Hoch
db.m4.10xlarge 40
160
Ja 10 Gigabit
Standard – Vorherige Generation
db.m3.medium 1 3,75 Mittel
db.m3.large 2 7,5 Mittel
db.m3.xlarge 4 15 Ja Hoch
db.m3.2xlarge 8 30 Ja Hoch
RAM-optimiert – Aktuelle Generation
db.r3.large 2 15 Mittel
db.r3.xlarge 4 30,5 Ja Mittel
db.r3.2xlarge 8 61 Ja Hoch
db.r3.4xlarge 16 122 Ja Hoch
db.r3.8xlarge 32 244
10 Gigabit
Micro-Instances        
db.t2.micro 1 1 Niedrig
db.t2.small 1 2 Niedrig
db.t2.Medium 2 4 Mittel
db.t2.large 2 8 Mittel

Suchen Sie DB-Instances vom Typ T1, M1, M2 oder CR1? Lesen Sie hierzu die Seite Instances der vorherigen Generation.

Am Monatsende werden Ihnen immer nur die Amazon RDS-Ressourcen in Rechnung gestellt, die Sie verbraucht haben. Sobald eine von Ihnen erstellte DB-Instance zum Herstellen einer Verbindung verfügbar ist, wird Ihre Nutzung dieser Instance stundenweise abgerechnet. Jede DB-Instance wird bis zu ihrer Beendung, d. h., bis Sie einen API-Befehl zum Löschen der DB-Instance geben, oder bis zu einem Ausfall der Instance ausgeführt. Angebrochene DB Instance-Stunden werden als volle Stunden in Rechnung gestellt. Zusätzlich zu den DB-Instance-Stunden fallen Gebühren für Ihre monatlich genutzte Speicherkapazität, E/A-Anforderungen und Backups an. Wenn Sie Ihre Speicherkapazität innerhalb des Abrechnungszeitraums skalieren, werden die Gebühren entsprechend anteilig angepasst.

Details finden Sie auf der Seite mit den Amazon RDS-Preisen für PostgreSQL.

Die Nutzung dieses Service unterliegt der Kundenvereinbarung von Amazon Web Services.